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 Die Stadt der Winde - Chicago

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BeitragThema: Die Stadt der Winde - Chicago   13.10.10 17:59

das Eingangsposting lautete :


DIE STADT DER WINDE


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Chicago, die Stadt der Winde - Michigan
Nachtszene der Innenstadt
25. September 2009
22:31h



Zuletzt von Admin am 17.10.10 10:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lilin Woodsen
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   24.10.10 15:28

Mit einem freudigen Lächeln beobachtete Lilin die Reaktion des jungen Mannes, er schien verwirrt zu sein, wenn er sie auch anlächlte. Nun, es war noch nicht alles verloren, wenn er zumindest so offen auf sie reagierte und Verwirrung war gut, da konnte sie anknüpfen und ausbauen. Doch kaum hatte sie ihre Frage gestellt, da sah sie wie sich sein Blick verdunkelte, oder nein, wahrscheinlich sah sie es noch nicht einmal, wahrscheinlich fühlte sie es. Denn noch eben war von ihm etwas ausgegangen, das ihr verraten hatte, dass er zumindest nicht so abgeneigt war und es war nicht nur sein Lächeln. Sie hatte gedacht, dass das Sympathie, die jetzt jedoch von etwas anderem überlagert wurde!
Nein, nein, nein, bleib da!, fluchte sie in Gedanken und schaute ihn weiterhin an, ließ die Kette los, verschränkte ihre Finger in einander und legte sie auf die Tischplatte, so dass sie ihn mit Neugierde und sichtlichem Interesse betrachtete und seinen Worten aufmerksam zu hörte. Und da! Sein Grinsen wurde heller und auch das ihre. Er stellte sich als Seymor vor und streckte ihr die Hand hin, die sie auch sogleich mit leichtem Druck annahm. Ihre Hand war warm und ihre Finger weich, sie hielt seine Hand eine Paar Sekunden als länger, während sie mit ihren blauen Augen seinen Blick erwiderte.

" Seymor? Kommst du aus England? Der Name ist ungewöhnlich für diese Gegend. Ich hab dich noch nie hier gesehen! " Sie schob den Teller mit Essen bei Seite in Richtung Fenster, behielt aber das Getränk. Seine Antworten wurden wieder zögerlicher, besonders, als er von dem Mann erzählte, der so schnell die Flucht ergriffen hatte.

"Naja, dass er vor jedem in Raum gerannt wäre, bezweifel ich. Der war schon öfter hier und sucht ständig nach Ärger. Entweder hat sich niemand getraut ihn zu vermöbeln oder der hatte gewonnen, also haben alle gekuscht. War mal dringend an der Zeit, dass ihm jemand seinen Platz zeigt!" Bewundernd lächelte sie Seymor an. Doch als er auf Anja zusprechen kam, gefiel es ihr gar nicht. Wieso war ihm diese unscheinbare Person aufgefallen! So wie gespenstisch wie sie durch die Gegend schwankte, ach halt, Moment, wahrscheinlich war es genau das gewesen. Sie war wieder so fertig, dass sie nichts auf die Reihe bekam. War ja klar. Mit einem flüchtigen Winken tat sie es ab.

"Ach keine Sorge, das ist Anja! Für die ist das normal, sie schufftet bis zum Umfallen, dann feiert sie tagelang und schläft sich aus und dann geht das selbe von vorn los. Nichts besonderes. Die meisten sind das gewohnt! " Aber hey, dass ihr Brunder mit Krack dealte und sie abhängig war, musste sie ihm ja nicht auf die Nase binden, was machte es denn für einen Eindruck, in welches Licht stellte es denn sie selbst. Aber was sollte das denn, wieso schenkte er Anja mehr Aufmerksamkeit, als ihr! Das ging ja mal gar nicht! Doch äußerlich blieb sie noch immer gelassen und freundlich. Sie musterte Seymor sorgfälltig, als sein Blick wieder aus dem Fenster glitt zu der Rothaarigen, die neben einem Typen mit einem absolut geilen Auto stand. Triumph blitzte in ihrem Augen auf, als sie sah wie der Blick des jungen Mannes unbehaglich wurde. Acha, eine Chance.

"Deine Freundin?", turtelte Lilin weiter, als er unbehaglich wieder in ihre Richtung blickte. Sie selbst beobachtete sie Szene draußen mit Neugierde, denn jeder Fehler der Roten bedeutete eine Chance für sie - hoffentlich. Und diesen Fehler beging sie auch; sie stieg zu dem Mann ins Auto.
"Ich schätze mal, sie hat gerade ein neues Spielzeug gefunden!" Mit Besorgnis schaute das blonde Mädchen aus dem Fenster. Wer wusste schon, ob sie das Auto oder den Kerl meinte. Sie überspielte ihre Genugtuung mit einem abwartenden, betroffenen Blick.
"Naja, wer so aussieht...der hat's sicherlich leicht...", - jemanden zum Flachlegen zu finden, ergnzte sie in Gedanken.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   24.10.10 17:12

"Nein ich komme gerade aus New York, wäre unwahrscheinlich wenn wir uns schon vorher einmal über den Weg gelaufen wären, außerdem verlasse ich selten als..." er biss sich auf die Unterlippe er war nicht wirklich auf das Gespräch konzentriert sondern sein Blick glitt immer wieder zum Fenster und jetzt hatte er sich auch noch fast verplappert. "nur selten das Haus." Vollendete er den Satz darauf hoffend das sie dem stocken nicht allzuviel aufmerksamkeit schenken würde. Anja hieß also die Bedienung, demnach war Lilin vermutlich eine Freundin von ihr was damit auch erklärte was sie in so einem Laden allein zu hertrieb. Nunja das sie es immer so machte würde ihrer Gesundheit auch nicht gerade besser tun. Der Körper mochte sich ja an einiges gewöhnen, aber ständige überbelastung war sicher nicht das was gut fürihn war.

"Sie sollte sich vielleicht trotzdem mal ein paar freie Tage gönnen, mich wundert ja das sie es überhaupt noch schafft auf den Beinen zu bleiben."

erneut suchte er den Raum anch ihr ab und genau in dem Moment hörte er von einem Tisch ein Klirren und dann einen empörten ausrief gefolgt von gefluche und flehenden entschuldigungsversuchen von ebenjener nach der er gesucht hatte. Sie hatte ein Tablett mit 3 Biergläsern einem Kunden direkt auf den Schoß gekippt welcher nun empört dort stand und der Wirt eiligst hineilte um mit ein paar fetzen wieder sauber zu machen. Dem Kundne warf er nur einen Blick zu. "Sei nicht so ein Waschweib du hast mindestens schon doppelt so viele in den letzten wochen verschüttet also lass das arme Ding in ruhe." Damit war die sache dann auch geklärt.

"Also wenn sie so weitermacht hat sie bald einen zusammenbruch." merkte seymor an. Ein wenig hörte man die Besorgnis herauß, doch dann sah er bereits wieder aus dme Fenster und diesmal erregte es vollkommen seine Aufmerksamkeit. Denn zu seinem erstaunen stieg Alyssa ins Auto und der andere Typ folgte. Verwirrt und absolut ungläubig betrachtete er die Szene die sich vor seinen Augen abspielte. Doch noch bevor er sich vollkommen gefangen hatte fuhr das Auto bereits los. Die Frage von Lilin realisierte er nicht einmal und ihre Anspielung ließ ihn vollkommen kalt. Er wusste das Alyssa ihn nicht mitgenommen hätte um ihn dann hier wegen eines anderen sitzen zu lassen, das ergab absolut keinen Sinn, aber warum war sie dann z u dem Typen eingestiegen. Ohne ihm zu sagen wo sie hin fuhr mit wem sie sich traf oder zumindest wann sie zurück sien würde.

Alles weitere ignorierend sprang er vom Tisch auf, ließ sogar seine Jacke liegen und war mit wenigen Schritten bei der Tür draußen. Wo er noch das Auto mit viel zu hoher Geschwindigkeit abbiegen sah und dann war es verschwundne und mit ihr Alyssa. Selbst wenn er sich jetzt in einen Bussard verwandeln würde wäre die Chance gering sie zu finden, vorallem da er das Auto nicht einmal richtig erkannt hatte, noch dazu kam das er im Lokal viel zu viele Zuschauer hätte und wenn er erst ein verstecktes Plätzchen suchte wäre es ohnehin u spät. Fast schon verzweifelt blickte er an die Stelle wo er das Ato zuletzt gesehen hatte.
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Lilin Woodsen
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Sukkubus
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   24.10.10 18:11

Hm...Frischfleisch, also doch kein England. Und dann sagte er etwas,viel mehr setzte er an und brach dann ab ohne den Satz zu beenden: interessant. Der Herr hätte sich also fast verplappert...aber was war denn das große Geheimnis, das er so zwanhaft versuchte zu verbergen. Das wurde ja immer spannender.
Sich den Schluss verkneifend biss er sich auf die Lippe... wie niedlich! Sie grinste ihn an. Das war ja mal sowas von absolut niedlich! Aber dieses Stutzen hatte genug um sie noch aufmerksamer zu machen.
Und wieder kehrte er auf Anja zurück. Jetzt lass sie doch mal bei Seite, fluchte Lilin innerlich. Warum konnte er es denn nicht lassen, immer wenn es gerade spannend wurde, lenkte er ab. Sie wollte sich ein Paar Tage frei nehmen... du wiederholst dich,Junge...
"Jaja, das wird sie noch! Hat sie mir verprochen! Sie ist das gewöhnt. Absolut gedankenlos, ein solches Verhalten, aber hey, es ist ihr Leben. Sie muss selber wissen, was sie tut! " Na hoffentlich war das Thema damit erledigt. Zu früh gefreut! Madam lenkte wider all ihrer Hoffnung sein Interesse wieder auf sich, indem sie ausrutschte, das Gleichgewicht verlor und in einem höchst grazilen Bogen die drei Krüge mit Bier in den Schoß eines der Gäste beförderte, der lauthals fluchte. Na ihr Glück, dass sie einen so netten Chef hatte, der sich für sie einsetzte und sie sogar noch verteidigte. Vielleicht hatte sie ja was mit ihm, spekulierte sie. Naja, auch nicht ihre Sache! So eine dumme Ziege. Missgelaunt verdrehte Lilin die Augen und seufzte, solange Seymor sie nicht betrachtete, aber zu ihrem Seelenheil war die Sache schnell geklärt und hoffentlich vergessen. Das war mal wieder so typisch: alle sorgten sich um Anja und was war mit ihr!?
Sie war immerhin keine Krackkuh und hatte mindestens ein genauso scheußliches Leben, aber um sie sorgte sich niemand. Vielleicht sollte sie sich auf zu saufen, spritzen und am besten auch noch kiffen und durch die Gegend fallen, damit man ihr endlich mal Aufmerksamkeit zollte. Voll Fieß !

Kaum war sein Blick zu dem Tisch zurück gekehrt, als er auch schon wieder aus dem Fenster blickte. Erstaunen vielleicht sogar Empörung spiegelten sich in seinem Gesicht, was sie mit einem zufriedenen Lächeln wahrnahm. So ist es richtig. Zweifel nur an ihr! Er war ja völlig entgeistert, so weggetrten, dass ihre Frage ihn gar nicht mehr erreichte oder er sie einfach ignorierte. Aus Angst, dass sie Recht hatte? Aus Zweifel an der Treu seiner Freundin. Doch dann alsbald das Auto losfuhr - beachtlicher Fahrstil, erstaunlich,dass sie sich nicht längst um einen Baum gewickelt hatte - sprang Seymor auf und eilte zur Tür hinaus. Na toll...wollte er dem Auto "Komm zurück" schreiend nachlaufen oder was? Doch sie sah seine Schatten noch in der Tür und reagierte schnell: er allein, die Freundin abgehauen, er verzweifelt, Chance!
Sie ergriff seine Jacke und folgte ihm zur Tür. Armer Junge. Dabei grinste sie jedoch schelmisch in sich hinein. Als sie ankam, stieß sie die Tür zaghaft auf und lungte durch den Spalt nach draußen. Sie sah ihn nur verzweifelt drein schauen, so als wäre seine Freundin ein Geist gewese, der ihm entschwunden war.
Sie schob sich hinaus und stellte sich zu ihm.
"Alles okay?", fragte sie leise mit Besorgnis in ihrer Stimme, dann reichte sie ihm die Jacke, es war wirklich frisch, stellte sie fest und zog sich den einen Pullover von der Hüfte und streifte ihn über.
Sie stieg ein Paar Stufen hinab und setzte sich. Ein kurzer Blick zu Seymor, dann griff sie nach oben und umfasste seinen Unterarm sachte, ihre Finger drückten tröstlich auf die Stelle, an der sie ihn berührte und zog leicht an seinem Arm um ihm ein Zeichen zu geben, dass er sich zu ihr setzten sollte.
"Wir könnten hier warten?", schlug sie zaghaft vor und blickte verunsichert zu ihm auf."ich meine, bis sie wieder kommt. Ich könnte dir Gesellschaft leisten, damit es nicht so langweilig ist oder zu mir, solange Anja zu tun hat. Sieh's wie du willst. Ich meine, du bist allein und ich auch...", sie verstummte und ihre Augen trat ein trauriger Ausdruck.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   25.10.10 13:34

Er bemerkte gar nicht das Lilin ihm gefolgt war, geschweigedenn, das er es erwartetet hätte, als sich ihre Hand zögerlich bemerkbar machte. Sein Blick war immer noch auf die Stelle gerichtet und sein ganzer Körper drängte danach ihr zu folgen, nur seine Vernunft sagte das es vollkommen sinnlos war. Erstens wusste er das Alyssa wieder kommen würde, zweitens wusste er nicht wo sie hinfuhr oder wie er sie finden sollte und drittens hatte er keine Möglichkeit sich zu verwandeln, besonders jetzt wo es sich Lilin in den Kopf gesetzt zu haben schien ihre Langeweile mit ihm totzuschlagen. Er nahm die Jacke von ihr entgegen zog sie jedoch nicht an und bemerkte aus den Augenwinkeln wie sie Platz nahm und ihn zu sich hinunter ziehen wollte. Er drehte sich langsam um und sah sie an, ein lächeln umspielte seine Lippen auch wenn er immer noch verwirrt war über die Aktion von Alyssa beruhigte er sich langsam und wenn er schon warten würde dann konnte er auch Lilin gesellschaft leisten wenn sie wollte. Nur ein Zimmer sollte er trotzdem buchen. "Ok aber lass uns wieder rein gehen ich muss noch ein Zimmer für Alyssa und mich buchen." sagte er kurzer Hand. "Außerdem ist es hier draußen nicht gerade angenehm warm oder?

Er sah sie abwartend an lächelte ihr jedoch aufmunternd zu. "Wie lange ist Anjas schicht denn heute noch?"
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Lilin Woodsen
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   25.10.10 19:37

Einmal schien er sie zu ignorieren...typisch Mann! Sollte sie vielleicht strippen, damit er ihr mehr Aufmerksamkeit schenkte? Konnte sie tun, aber vermutlich würde ihn das nur in die Flucht schlagen, so wie sie ihn jetzt einschätzte. Alle ihre Flirtversuche waren mit einem scheuen Lächeln abgetan worden. Alle ihre Bemerkungen ließen ihn kalt und er berherrschte die Konversationsmaximen perfekt: nicht zu viele Informationen, aber gerade genug um ihre Fragen gerade so zu beantworten. Auch ihre offensive Art schien bei ihm nicht zu fruchten, stattdessen erntete sie gar keine Beachtung. Wie auch jetzt! Na, vielleicht sollte sie es anders versuchen, nicht ganz so offensichtlich. Vielleicht fühlte er sich von ihr ja mehr bedrängt als herausgefordert. Na, dann stand er eben auf schüchterne Dinger. Wie er denn wollte, sie konnte alles sein, was er wollte. Aber eins musste sie ihm lassen, je mehr er sie ignorierte und je mehr er sie links liegen ließ, desto interessanter wurde er für sie. Außerdem sah er absolut süß aus. Schüterne Männer hatten sonderbarerweise auf Frauen schon immer so anziehende eine Wirkung gehabt.

Er nahm die Lederjacke an, ohne ein Danke, aber seine Apathie schien ihm noch anzuhaften, so dachte er auch nicht daran ihrer Aufforderung und ihrem Beispiel zu folgen und sich zu ihr zu setzen. Aber endlich einmal konnte sie ihm wenigstens eine Reaktion entlocken. Er drehte sich nach ihr um, betrachtete sie und lächelte - wie konnte sie ihm denn irgendwie böse sein, wenn er dieses Lächeln drauf hatte. Und dennoch konnte er kaum die Reaktion seiner Freundin überwunden haben, denn sie schien ihn reichlich mitgenommen zu haben. Dennoch stimmte er ihr zu, jedenfalls hörte sich seine Aussage danach an, als würde er zuerst ein Zimmer für sich und seine Freundin bestellen und dann mit ihr Zeit verbringen. Freude! Endlich mal ein kleiner Erfolg. Lilin lächelte ihn zaghaft an. Aber etwas störte sie daran: musste?

" Du MUST ein Zimmer bestellen?", sprach sie es frei heraus; "Hört sich an wie ein Auftrag, den sie dir aufgetragen hat oder wie eine Mission!" Außerdem wollte er scheinbar nicht draußen warten, auch wenn er es als Frage formulierte, so war ihr doch klar, dass er viel lieber hinein gehen würde und sie würde sich auch nicht sträuben. Also nickte sie.

"Sommer ist es nicht gerade!", meinte sie mit einem Lächeln und erhob sich, aber kühl war es dennoch.Besonders in diesem Qutfit. Sie stieg wieder die paar Stufen hinauf bis sie auf der selben stand wie Seymor und obwohl sie 10cm hoch High Heels trug, musste sie zu Seymor aufblicken, denn er war immer noch knappe 10 cm größer als sie. Dann stieg sie eine weiter Treppenstufe hinauf und blickte ihn an, da sie nun ebenso groß war wie er. Sie kräuselte die Nase, als er sie aufmuternd anlächelte und fragte, wie lange ihre Freundin noch arbeiten würde. Ihre schmalen Lippen verzogen sich missmutig und ihr Gesitsausdruck wurde trauriger, was sie jedoch mit einem nicht gerade glaubwürdigen, gleichgültigen Schulterzucken alles abtat.

"Bis vor 20 Minuten! Da hätte ihre Schicht eigentlich zu Ende sein sollen...aber naja..." Sie blickte unschlüssig auf die glänzenden Spitzen ihrer schwarzen Lackpumps und wackelte mit den Zehen, was ja auch so gut ging in den Schuhen.

"Irgendwie ist das eine Angewohnheit, die Leute bei mir ständig an den Tag legen...mich vergessen... eigentlich wollten wir um die Häuser ziehen und einbisschen Spaß haben...aber irgendwie bezweifel ich, dass ich auch nur 100 Meter gerade aus laufen kann..." Sie blickte scheu zu Seymor, senkte ihren Blick jedoch wieder."Naja, ich meine, falls deine Freundin heute Abend nicht... du könntest ja mitkommen...?" Abwartend betrachtete sie ihn erneut und blieb in der Nähe der Tür stehen ihren Pullover enger um sich ziehend.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   26.10.10 5:07

Sie lächelte zaghaft zurück was Seymor erneut etwas verwirrte. Dieses schüchterne und zaghafte Verhalten passte so absolut nicht zu dem wie sie bisher gewesen war. Ein wenig misstrauisch sah er ihr direkt in die Augen, doch es wa bei ihr einfach nicht das selbe wie bei Alyssa. Er kannte sie viel zu wenig um auch nur Ansatzweise ihre Gedanken darauß erahnen zu können, also wenn er wissen wollte was sie vorhatte würde er ohnehin ein wenig Zeit mit ihr verbringen müssen. Doch sein Blick wurde kaum einen Sekundenbruchteil später wieder freundlicher als sie ihre empörte Frage stellte und er grinste.

"Wir haben gestern erst im Feld übernachtet, ich denke heute gönnen wir uns mal ein Bett zur abwechslung." Er ignorierte ihre Empörung vollkommen und diesmal tat er es bewusst. Er würde jetzt auf der Hut sein. Sie war viel zu schnell von absolut aufdringlich zu schüchtern übergegangen und das konnte nur Bedeuten das sie ihm etwas vorspielte und das wiederum tat man meist nur wenn man etwas wollte das man anders nicht bekommen konnte.

Auf seine Frage nach der Freundin hin folgte sie endlich die Treppe hinauf. Überholte ihn sogar und sah ihn traurig an. Also musste die arme sogar überstunden machen, wenn sie ohnehin kaum noch gerade aus laufen konnte. Doch Lilin zuckte halbherzig mit den Schultern, anscheinend war das ja ohnehin nichts neues. Aber was ihn doch noch mehr wunderte, war das der Ladenbesitzer noch nicht nachschauen gekommen war wohin Seymor und Alyssa verschwunden waren, nämlich ohne zu bezahlen. Apropos bezahlen da viel ihm ein das das Zimmer vermutlich etwas kosten würde, na vielleicht konnte er es auf die Rechnung für Morgen setzen lassen. "Naja dann kann sie ja vielleicht eh bald gehen wenn sie schon vor 20 minuten aushatte, aber stimmt du solltest sie dann besser in ein Bett bringen anstatt noch mit ihr um die Häuser zu ziehen. Sie kippt dir vermutlich in den nächsten Straßengraben." Dann betrachtete er sie als sie extra eine Stufe höher gestellt hatte um gleichgroß wie er zu sein.

"Außerdem bist du nich noch etwas jung fürs um die Häuser zu ziehen?" Er betrachtete sie das erste mal im ganzen und stellte dann fest ihrer Kleidung nach zu urteilen vermutlich nicht. Dann betrachtete sie ihn nur noch trauriger und fast schon scheu, so scheu das es ihn an sein früheres ich erinnerte, bevor er Alyssa kennengelernt hatte. Das Mädchen da vor ihm war entweder schizophren oder sie spielte ihre Rollen nahezu perfekt musste er ihr einestehen, denn im Moment wusste er nicht einmal ob er ihr das abkaufen sollte oder nicht das sie so einsam war, dnen es kam absolut überzeugend rüber, aber jemand der so einsam ist hätte vermutlich nicht so ein selbstvertrauen wie sie zuvor an den Tag gelegt hatte als sie ohne mit der Wimper zu zucken zu ihm an den Tisch gekommen war.

Er sah sie entschuldigend und mit fast schon schlechtem Gewissen an, wie machte sie das bloß er kannte sie noch nicht einmal und er hatte ein schlechtes Gewissen ihr zu sagen das Alyssa auf jeden Fall zurück kommen würde. "Tut mir Leid dich zu enttäuschen, aber Alyssa wird auf jedenfall zurückkommen." Er sah wie ihr Blick noch trauriger zu werde drohte. "Naja aber falls das wirklich der Fall sein sollte..." Ihr Gesicht hellte sich etwas auf. "Ok dann verbring ich den Abend mit dir..." Warum hatte er das nochmal gesagt? Er wusste doch das Alyssa zurückkommen würde. Na spielte doch eigentlich keine Rolle es würde ja ohnehin nicht passieren. "So aber jetzt lass uns reingehen, dein Gewand ist eindeutig nicht den Temperaturen entsprechend." Damit ging er an ihr vorbei öffnete die Tür und hielt sie ihr so wie er es auch für Alyssa gemacht hätte auf.

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Lilin Woodsen
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Sukkubus
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   26.10.10 15:58

Ihre empörte Frage wurde mit einem Grinsen beantwortet und einer Erklärung, dass sie in einem Bett schlafen wollten nach der letzten Nacht. Beantwortete aber immer noch nicht, ob es ein Auftrag dieser Alyssa war - vermutlich schon. In ihre Blick gesellste sich ein undeutbarer Ausdruck,als sie fragte:
"Ihr seid eine Menge unterwegs, was?",

Von hier abhauen wäre toll. Ein normales Leben führen ohne all diese verfluchten Probleme und einen netten Platz haben, wo sie hingehörte und nicht mehr allein sein müsste. Klar, hatte sie Freunde. Tolle Freunde! Die Mädels mit denen sie nachts herum zog und nur eine beschissene "Arbeitsgemeinschaft" bildeten. Die Gespräche waren hohl und platt! Alles drehte sich darum jemanden auszunehmen ohne mit ihm zu vögeln. Und irgendwann gegen Dämmerung waren sie so voll, ihre Probleme in Alkohol konserviert, ab und an waren sie so high, dass sie nicht wusste wo oben und wo unten war und ob sie mit irgendwem gefickt hatte oder nicht. Der Alkohol, die Drogen, der Sex, sie vertrieben die Einsamkeit zwar für eine Nacht - Gott verammt, es waren ja nur mal ein Paar Stunden - aber sobald sie am Morgen orientierungslos in irgendeiner fremden Wohnung aufwachte, beschloss die Realität wieder auf ihr Hirn einzudreschen. Gut, sie hatte immer Geld abgegriffen und wenn nicht, dann auf Konsten eines anderen gefeiert. Und das war's dann auch. Mit Anja wurde es auch immer schlimmer, der ging es auch nur noch um Kohle und Koks, was anderes kannte sie nicht. Wie oft hatte sie das ukrainische Mädchen in irgendeiner Straßenecke eingesammelt, nachdem sie sich die Seele aus dem Leib gekotzt hatte und sie in ihre Wohnung gebracht zum ausschlafen. Und in ihre Wohnung, es war viel mehr ein Zimmer mit Bad, ging sie nicht gern zurück. Es lag in einem der Ghettos und sie hasute im 5. Stock. Der Laden im ersten verkaufte Spirituosen von mieser Qualität und Diebesgut und wurde dennoch mindestens einmal im Monat ausgeraubt. Von denen in den anderen Stockwerken wusste sie nicht viel, sie hörte nur ab und an, wie einer sein Frau verdrosch und selbst dann war es ihr scheißegal. Im Treppenhaus stank es ständig nach Pisse und verrottenden Katzenkadavern. Ihre Wohnung war zwar sauber, so viel wie sie dafür sorgen konnte, aber der Schrank war vor Wochen in sich zusammen gestürtzt, der Drecksherd hatte den Geist ausgegeben, aber wenigstens funktionierte der Kühlschrank noch und der Campingkocher machte es möglich was Warmes zu zubereiten. Ihr Fernseher war so klein, dass es meist keinen Spaß machte sich irgendetwas anzuschauen, er summte, wenn sie denn mal zu Hause war, in voller Lautstärke - was nicht gerade laut war, ununterbrochen die neuste Musik, die auf MTV lief um die Geräusche der Welt um sie herum auszublenden. Ihr einziger Mitbewohner war eine weiße Ratte, die in einem Schuhkarton lebete und keinen Namen hatte. Ja, von hier abhauen wäre wirklich toll.

Lilin hörte Seymor nur irgendetwas murmeln von ins Bett bringen...Straßengraben...irgendetwas, dass sie nicht mit Anja ausgehen sollte. Seine Worte erreichten sie, streiften ihren Verstand aber sie nickte nur zustimmend. Er fuhr unbeirrt fort und ermarnte sie sein zu jung. Gleich darauf klärte sich ihr Blick und sie starrte ihn wütend an.

"Ich bin sicherlich nicht jünger als du!", fauchte sie ihn beleidigt an, als sie seinen Blick sah, der sie musterte und solgiech verschwand sofort die Wut und der unzufriedenen Ausdruck aus ihrem Gesicht. Sie betrachtete ihn und er schien fast ein schlechtes Gewissen zu haben. Niedlich! Und dieser Eindruck blieb, auch wenn er so überzeugt war, dass seine Freundin zurück kommen würde. Und dennoch stimmte er zu, Ziet mit ihr zu verbringen! Die Andeutung eines Lächelns wich wieder aus ihrem Gesicht und sie blickte wieder trauriger drein. Ja klar, er stimmte nur auf ihr Angebot zu, weil er wusste, dass er es nicht einhalten musste, eben weil seine Freundin zurück kommen würde! Er forderte sie auf wieder hineinzugehen, ging vor uns hielt ihr sogar die Tür auf. Ungläubig sah sie ihn an, musterte ihn, die Tür, ihre blauen Augen wurden trauriger, fast leblos. Doch dann trat Wut hinzu. Mit einem bitteren Ausdruck, der nicht zu ihrer Jugend passte, sondern viel eher zu einer alten,niedergeschlagenen Frau schüttelte sie den Kopf. Ihre Augen glitzerten leicht, als sie feucht wurden.Sie wandte ihr Gesicht von ihm ab, zu sich selbst murmelnd:

"Was hab ich mir nur dabei gedacht!" Dann zu ihm: "Weißt du was, du musst deine Zeit nicht mit mir verschwenden, wenn du nicht willst. Hoff lieber, dass deine Freundin zurück kommt!", ihre Stimme war nun lauter geworden, bitterer, wie ihr Ausdruck. Und auf einmal wirkte sie müder, viel jünger und zerbrechlicher, gar nicht mehr selnstbewusst. Lilin wand sich von Seymor ab und setzte sich in Bewegung. Ihre Absätze klackerten in der Dunkelheit, während sie über den Parkplatz lief, die andere Seite ansteuernd, wo die Mädels an der Bushaltestelle standen. Im Ernst, wie konnte sie sich von einem hübschen Gesicht und einem süßen Blick so ablenken lassen. Sie sollte bei dem bleiben, was sie kannte...
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Seymor
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   26.10.10 16:24

Noch während er sprach merkte er wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte. Wie sie abzudriften schien und er fragte sich was sie wohl denken mochte. Sie nickte zu seinen Worten aber er war sich nciht sicher ob sie sie tatsächlich gehört hatte. Erst als er davon sprach das sie zu jung war änderte sich schlagartig die Abwesenheit in ihrem Blick und ein erzürnter Ausdruck trat hinein. Fast schon eingeschüchtert und sich selbst innerlich Ohrfeigend dafür das er es ausgesprochen hatte. Er wusste das sie sich selbst vermutlich für alt genug erachten würde und es stimmte sie war vermutlich in seinem alter überlegte er. Seltsam das er sich nicht zu ihrer altersklasse einschätzte.

Sie lächelte für einen kurzen Moment, doch das Lächeln verschwand kaum das es gekommen war wieder aus dem Gesicht. Was hatte er denn jetzt schon wieder falsch gemacht? Mit ihr zu reden war eindeutig schwieriger als mit Alyssa. Bei Alyssa wusste er meist schon was sie sagen würde noch bevor sie den Mund aufmachte und ihre Kommunikation ging viel tiefer als nur über das Verbale, er kannte nahezu die Bedeutung von jeder Mimik und Gestik die sie an den Tag legte, doch hier konnte er sich nie sicher sein ob sein Gegenüber das meinte was sie sagte oder ob sie nur vorspielte, andererseits wurde ihr Blick zunehmend trauriger und verletzter so das es Seymor weh tat sie anzusehen und noch dazu war sie seinetwegen so niedergeschlagen, auch wenn er nicht genau wusste was er falsch gemacht hatte. Er ahtte doch zugestimmt mit ihr Zeit zu verbringen bis Alyssa da war oder sie mit ihrer Freundin gehen würde.

Dann wandte sie sich von ihm ab, murmelte etwas zu sich selbst ehe sie sich erneut ihm zuwandte und mit ihren Worten erneut einen Stich durch seinen Körper jagte. Was hatte er gemacht. Er selbst musste jetzt wohl wirken wie ein geprügelter Hund als sie die Worte über die Lippen brachte. Er hatte es eigentlich gar nicht so rüberbringen wollen, auch wenn es zum Teil der Wahrheit entsprach, wenn Alyssa zurück wäre würde er natürlich zeit mit Alyssa verbringen, aber war das nicht etwas natürliches, immerhin kannte er Lilin vielleicht 15 minuten und Alyssa jetzt bereits über ein Jahr und bei Alyssa war da noch mehr, diese verbundenheit, aber warum fühlte er sich dann so Schuldig und so ertappt als sie ihm das ins Gesicht sagte.

Dann wandte sie sich endgütlig ab und ging. Er sah ihr nach und so wie er jetzt dreinblickte hätte man ihn vermutlich für einen kastrierten Kater halten können der nur jeden Moment darauf wartete erneut geschlagen zu werden. Er hörte sich selbst reden wusste jedoch nicht einmal wieso er es sagte.

"Nein, so hab ich das nicht gemeint, ich meinte nur..."

Sein Blick ging ihr immer noch nach während ihe Absätze sich immer weiter entfernten. "Ich mein ich würde mich über ein wenig Gesellschaft freuen, aber ich weiß nicht ob du dich auch mit Alyssa verstehen würdest, außerdem bin ich nicht gerade der Typ der um die Häuser zieht, ich mein ich trinke nur ganz selten Alkohol und ich mag keine Menschenmassen weißt du." Kamen klägliche entschuldigungsversuche dir nur noch deutlicher sein gequältes Gewissen zum Vorschein brachten.
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Lilin Woodsen
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   26.10.10 17:16

Verdammt, er hatte so traurig und verwirrt gewirkt. So planlos, als hätte sie ihm gerade eine runtergehaun und wäre abgerauscht. Gott, war der Ausdruck so süß. So Süß, dass sie am liebsten halt gemacht hätte und wieder zu ihm zurück gegangen wäre. Nein,nein,nein...zum Teufel mit ihm! Das ging doch nicht! Süß, was war schon süß, in der nächsten Bar würde sie wen aufreißen, der noch süßer war. Entschlossen marschierte sie weiter, die Arme um sich selbst zeschlugen, den Pulli enger an ihrem Körper drückend und ihre schware Handtasche wippte bei jedem Schritt gegen ihr Hüfte. Es hatte sie fast ein Jahr lang gedauert vernünftig auf diesen Spießen, die man auch als Schuhe bezeichnete, laufen zu lernen und einen annähernd dramatischen Abgang inszenieren zu können ohne sich den Knöchel zu verstauchen. Sie hörte die Geräusche, die sie verursachte nur deutlich und mit jedem Schritt entfernte sie sich mehr und mit jedem weiteren Schritt schwand ihre Entschlossenheit.

Aber er war anders...irgendwie... Anders als die miesten Jungs... Er hatte was besonderes an sich. Andere Männer ragierte allein auf ihre Stimme - oder viel eher ihr Körper reagiert auf ihre Stimme - ohne dass sie unartige Visionen und Träume in ihren Verstand pflanzen musste, was sie meist letztendlich doch tat... Und bei Seymor... nichts. Er hatte nicht auf sie reagiert, denn wenn es zumindest sein Körper getan hätte, dann hätte sie es doch gemerkt. Sie hätte diese Anziehung zwischen ihnen gefühlt, so wie sie es immer fühlte, wenn sie ihre Fähigkeiten einsetzte. Er war wirklich anders...bei ihm war es schwerer... aber warum sollte sie sich die Mühe machen und nicht stattdessen leichtere Beute machen. Aber er war so verdammt süß und hartnäckig...

Seine Stimme ließ sie mitten im Schritt inne halten. Sie blieb stehen, ohne sich nach ihm umzudrehen, als er versuchte seine Aussage richtig zu stellen. Da war so ein Unterton in seiner Stimme, den sie noch nicht kannte, jedenfalls nicht ihr gegenüber. Ihr gegenüber hatte noch niemand diese Tonlage gehabt. Ihre Hände wanderten zu ihrem Gesicht und strichen die Nässe unter ihren Augen weg. Unschlüssig und sehr langsam drehte sie sich nach Seymor um, zunächst war ihr Blick gen Boden gerichtet, dann schweifte er die selbe Strecke, die sie gegangen war, zu ihm zurück. Es war noch nicht sehr weit gewesen. Mit einem traurigen, doch erwartenden Ausdruck in den hellblauen Augen sah sie ihn an.
Ihr gefiel dieser Unterton, den er hatte, während er sprach, er hatte etwas Aufrichtiges und Mitfühlendes. Er würde sich über Gesellschaft freuen? Na, das hatte sich anders angehört. Aber wahrscheinlich sagte er die Wahrheit und dass er wahrscheinlich zu schüchtern war um mit Wildfremden zu feiern und zu trinken, glaubte sie ihm aufs Wort. Sie schenkte ihm ein lebloses Lächeln und wirkte für einen Moment vollkommen verunsichert. Es schien ihm wirklich etwas auszumachen, dass sie so reagiert hatte. Zur Hölle wieso? Wieso tat es das? Jedem anderen wäre sie scheißegleichgültig gewesen. Ungläubig schaute sie ihn an und die Frage stand zu deutlich in ihren Augen. Wieso musste er nur so niedlich sein, verflucht!
Es wäre viel einfacher, wenn er einfach die Klappe gehalten hätte und sie gegangen wäre.
Sie trottete ein Paar Schritte auf ihn zu.
"Willst du das wirklich?", fragte sie zweifelnd. Vermutlich hatte es keinen Sinn. Sie tippelte ein Paar Schritte weiter auf ihn zu und lächelte zaghaft.
"Ich muss deine Alyssa doch nicht heiraten, warum sollte ich mich also nicht mit ihr verstehen.",murmelte sie missmutig und noch immer etwas geknickt. "Aber wenn sie da ist, werd ich gehn!", versprach sie ihm und es hörte sich aufrichtig an, während sie erneut inner hielt in einigem Abstand, unschlüssig ob sie nun bleiben oder gehen sollte.


Zuletzt von Lilin Woodsen am 05.11.10 19:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Stadt der Winde - Chicago   05.11.10 19:09

Seymor verfolgte die Regungen die sich auf ihrem Gesicht abspielten während sie zögerte und er seine Worte zwar nicht bereute aber sich darüber im unklaren war weßhalb es ihm so viel ausmachte wenn sie ging. Es war nciht so wie bei Alyssa, es gab ihm keinen Stich ins Herz, er würde sie auch nicht vermissen oder dergleichen, aber es fühlte sich trotzdem falsch an wenn sie jetzt einfach so ging und er würde sich schlecht fühlen. Nein er fühlte sich ja jetzt schon schlecht wenn er daran dachte das sie seinetwegen so geknickt aussah und er sie scheinbar mit seinen Worten wenn auch unbeabsichtigt verletzt hatte. Ja es hellte sein Gesicht fast schon ein klein wenig wieder auf als er merkte das sie zögerte und zumindest zu überlegen schien auf sein Angebot einzugehen, auch wenn er nicht genau wusste was er dann mit ihr machen sollte. Viel konnte er ihr ja nicht erzählen und bei allem das er erzählte müsste er höllisch aufpassen um nicht zu viel von sich zu verraten. Außerdem müsste er Schwindeleien und Geschichten erfinden und würde sich dann immer tiefer in ein Netz aus Lügen verstricken und wenn sie dann immer noch so neugierig wäre würde sie Irgendwann dahinter kommen.

Aber jetzt hatte er es schon gesagt un er war auch nicht sonderlich enttäuscht darüber es würde schon irgendwie klappen ohne das er sich groß verplapperte und eigentlich machten sie ja nur einen Zwischenstopp hier und wer würde einem Mädchen ihren alters schong roß glauben schenken selbst wenn sie etwas merkwürdiges heraußfand, also bestand ja eigentlich keine Gefahr.

Dann kam sie wieder auf ihn zu. wirkte etwas freundlicher und er lächelte ihr fast schon erleichtert und aufmunternd zu das sie nicht gegangen war. "Okay! Dann lass uns erst mal wieder rein gehen und wenn Alyssa da ist macht einfach ihr beiden euch das aus einverstanden?" Hmm eigentlich hatte er sich damit ganz gut aus der Affaire gezogen gestand er sich selbst ein und auch sein schlechtes gewissen drückte nicht mehr so pochend gegen seine Brust. Also lächelte er nur noch breiter.
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