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 Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 1

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BeitragThema: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 1   29.11.10 15:53

das Eingangsposting lautete :


VON DEN GEISTERN DER VERGANGENHEIT


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Grand Marais - Minnesota
Haus von Seymors Ziehmutter, Ausblick aufs Meer
27. September 2009, 12:00h - 16:53h




Zuletzt von Admin am 20.03.11 14:37 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 1   05.03.11 20:55

Trotz ihrer Berührungen sah Alyssa, dass sie Seymor nicht wirklich bei sich behalten konnte. Seine Gedanken schweiften ab, dass konnte sie an seinen Augen erkennen. Erst ihre Stimme brach den Bann und brachte Seymor dazu sie anzuschauen. Wieder musste er grinsen. Wenn es nur immer so einfach wäre sie zu retten?, hallte es in ihren Gedanken nach. Nun zugegeben, eben wäre sie ohne ihn aufgeschmissen gewesen. Und damals, als Seymor ihr gefolgt war, sie nach Aleksejs Angriff verletzt auf der Straße gefunden und sie zurück zur Iscariot gebracht hatte, da hatte er sie auch gerettet. Und damals hatte sie ihm wohl wirklich ihr Leben zu verdanken, denn wäre er nicht gewesen, hätte es in dieser Nacht sogar den Phönix in ihr gekostet. Ihre Hand wanderte um seine Seite und umarmte ihn, sie schmiegte sich enger an seinen Körper.

„Meist ist es doch gar nicht so schwer mich zu retten. Meinst du nicht, dass ich bisher nicht mal so schlecht darin war auf mich selbst zu achten...“, ihre Stimme klang sanft und dennoch war das Lächeln darin heraus zu hören. Sie küsste Seymors Wange. „Nun ja, bis auf ein Paar Ausnahmen, wie heute...“, gab sie etwas kleinlaut zu. Bevor Seymor antwortete, wurde zuerst ein Kissen heran gezogen. Es wirkte so, als wollte er die Antwort hinauf schieben – wahrscheinlich so gar unbewusst.
Er bestätigte nur ihre Annahme. Aber es war doch gar nicht verwunderlich, dass ihn so vieles beschäftigte. Wieder setzte Alyssa ihr Kinn auf seine Brust auf und schaute ihn aus ihren kühlen grauen Augen an, die im Augenblick vollkommen ruhig waren. Vielleicht bemerkte er es nicht einmal, dass sie ihn eingehend betrachtete, so abwesend wie seine Augen schauten. Umso erstaunter war sie wieder, als er zugab, dass er Angst hatte. Es war erstaunlich, wie wenig Probleme Seymor anscheinend damit hatte die eigene Angst zu zugeben. Aber seine Augen flohen wieder von ihr fort und suchten den Schutz der weißen Zimmerdecke. Dann blickte er sie an, doch wirklich klar war sein Blick noch immer nicht. Ihre Finger streckten sich nach ihm aus, strichen über seine Wange, dann durch sein Haar und sie lächelte sanft.

„Es ist dein gutes Recht Angst zu haben! Aber wenn du dir die ganze Zeit ausmalst, was drin stehen könnte, wirst du immer Angst haben, weil du vom Schlimmsten ausgehst. So lange bis du Gewissheit hast... Ganz gleich, was in diesem Buch steht, du wirst der Seymor bleiben, den ich kennen gelernt habe und den ich liebe. Vielleicht wirst du nur ein Paar Antworten finden auf deine Fragen, aber vielleicht auch etwas, was du lieber nicht wissen willst. Es ist deine Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann.“ Auf ihre Aussage folgte ein Seufzen und sein Blick wanderte unweigerlich zur Kommode. Anscheinend waren ihr Worte nicht so falsch gewesen, denn Seymor zog sie noch enger an sich und küsste sie. Allerdings drückte seine Stimme noch immer Unwillen aus. Nein, wie er zugegeben hatte: Angst, die sich hinter dieser bitteren Fassade aus Zynismus verbarg, die so gar nicht zu Seymor passte. Die sie so gar nicht von ihm gewohnt war. Sie hatte oft das Gefühl, dass er nicht so war wie andere Teenager, dass er älter war, dass für ihn die normalen Maßstäbe nicht galten, aber jetzt wirkte er sogar fast alt. Irgendwie mochte Alyssa diese Verhaltensweise nicht. Ob sie Lust hatte etwas über seine Vergangenheit zu erfahren? Die Frage war, ob er Lust hatte!

Unbewegt blieb Alyssa noch einige Herzschläge liegen, ganz dicht bei Seymor. Dann setzte sie sich auf und betrachtete ihn abwartend, nur kurz, dann stand sie auf und ging hinüber um das Buch zu holen. Alyssa setzte sich auf das Bett, ein Kissen wurde in ihrem Rücken platziert, so dass sie sich bequem an die Bettlehne legen konnte. Sie zupfte an Seymors Shirt, als Zeichen, dass er ein Stück hinauf rutschen sollte und machte ihm zwischen ihren Beinen Platz, so dass er sich an sie lehnen und seinen Kopf auf ihre Brust legen konnte. So konnte sie beide zugleich in das Buch hineinschauen oder er konnte mitlesen, wenn sie vorlas. Langsam wurde sie selbst nervös, nicht weil sie sich fürchtete vor dem, was drin stand, sondern vor dem, wie Seymor reagieren würde und es ihn verletzten würde, denn es war für sie nur schwer zu ertragen, wenn er wieder das scheu, verstörte Katerchen war. Sie wartete, bis er ihrer Aufforderung folgte und sie sein Gewicht auf ihrem Körper spürte. Ihre Finger legten sich unter sein Kinn und hoben seinen Kopf leicht an um Seymor zärtlich zu küssen. Alyssa schloss die Augen für den Moment, als ihre Lippen sich berührten. Sie öffnete sie erst wieder um ihn wieder abwartend an zu schauen. Eine stumme Frage, denn das Buch hielt sie bereits in Händen. Sie schlug es auf, doch da fiel ihr etwas ein, was sie vollkommen verdrängt hatte bisher. Wäre sie an seiner Stelle, wüsste sie nicht, ob sie sich nicht lieber allein den Geistern ihrer Vergangenheit gestellt hätte, aber vielleicht war es tröstlicher, wenn man zu zweit war und nicht allein. Doch andererseits würde Seymor sicherlich auch eine Zeit lang brauchen um die ungewohnt verschlungene Handschrift der alten Dame zu entziffern.

„Möchtest du, dass ich vorlese? Oder willst du dich lieber zuerst für dich allein damit beschäftigen...“, fragte sie leise und unsicher nach...
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Seymor
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BeitragThema: Das Tagebuch   18.03.11 16:20

Kurzer Hand hatte er auf Alyssas Schoß Platz gefunden, nachdem sie mit dem Buch aufs Bett zurückgekehrt war. Er fühlte sich trotz des immer noch anhaltenden schlechten Gefühls in der Magengegend wohler, das richitge Wort war wohl: geborgener. Irgendwie erinnerte ihn die ganze Haltung sogar eher daran, wie sie ihn bei sich hielt, wenn er ein Kater war, allein das Streichen ihre warmen Hände durch sein Fell fehlte... Was jetzt allerdings auch schwer werden würde. Ihre zärtlichen Lippen drängten sich kurz darauf sanft an die seinen, ehe ihre Hand von seinem Kinn abließ und das Buch, das sie mit der anderen Hand bereits hielt, aufschlug. Fast schon ehrfürchtig wurde Seymors Blick als sich das innere des Buches zeigte. Es war noch nicht einmal das er lesen konnte was dort stand sondern allein der Gedanke, dass er nun mehr erfahren würde, ließ ihn bereits innehalten und erneut zweifeln, doch die angenehme schützende Wärme, die von Alyssas Körper unter ihm ausging, berief ihn wieder zu seinen bereits gedachten Gedankengängen und befreiten seine Gedanken von den Zweifeln.

Nein er wollte nicht alleine lesen, und während er versuchte die ersten paar Worte zu entziffern, stellte er auch fest, dass er die geschwungenen Buchstaben ohnehin nicht hätte lesen können. Er schmiegte sich noch ein Stück enger an Alyssa, eine Hand strich sachte über die erste seite des Buchs. "Lies es mir bitte vor." Er legte den Kopf erneut zurück um sie ansehen zu können und ein halbwahres Lächeln umspielte seine Lippen. Es drückte wohl ziemlich ehrlich aus wie er sich fühlte. Er wollte wissen was darin stand und doch wollte er weder seine bisherige Annahme bestätigt noch widerlegt wissen. Denn beides würde sein bisheriges Bild von seinen Eltern zerstören. So sehr er auch von seinem geistigen Denken darauf bestand, dass sie ihn zurückgelassen hatten aus purer Bosheit, so waren doch immer wieder Träume gewesen, in denen er seine sich sorgenden Eltern gewesen waren und er hatte immer auch an diese Erinnerung geglaubt, auch wenn sein Kopf ihm etwas anderes gesagt hatte, was jedoch zur Folge hatte egal was er erfahren würde, es würde eines der Bilder zerstören. Wären sie liebende Eltern gewesen, die aus irgendeinem schlimmen Grund oder zu seinem eigenen Schutz ihn hätten weggeben müssen, hätte er sie sein Leben lang ungerechtfertigt gehasst und beschuldigt. Würde er jedoch erfahren, dass er irgendein Findelkind gewesen wäre, so würde er wieder nichts über seine wahren Eltern wissen und wären sie Eltern gewesen, die ihn aufgrund seiner Abnormität weggegeben hatten, so würde es seine Hoffnung auf die glücklichen Erinnerungen in seinen Träumen zerstören. Er schluckte das schlechte Gefühl dennoch hinunter, ließ von der Seite ab und blickte von Alyssa wieder ins Buch.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 1   20.03.11 14:07

Alyssa spürte Seymors Gewicht auf ihrem Körper, seinen Kopf an ihrer Brust. Fast hätte sie geglaubt, dass er sich etwas entspannt hatte, als sie ihn geküsst hatte. Für einen sehr kurzen Moment erschien es ihr, als sei seine Spannung gewichen. Doch dann verharrte er wieder. Auch wenn Alyssa Seymors Augen nicht sehen konnte, so konnte sie doch erkennen, dass sein Blick doch in Richtung des aufgeschlagenen Buches ging, seine Finger folgten und strichen bedächtig über die gealterte Seite. Ganz gleich, was Alyssa sagen würde, sie wusste, dass es nichts ändern würde. Sie konnte ihm seine Angst nicht nehmen. Nur die Gewissheit konnte das.

Seymor schob sich näher an sie, schmiegte sich an und schaute zu ihr auf, als er antwortete.Sie würde für Gewissheit sorgen und ihm vorlesen, nichts vorenthalten. Es war Seymors Recht alles zu erfahren und der letzte Wille seiner Ziehmutter. Mittlerweile hatte Alyssa keine Angst mehr Seymor zu verlieren. Nein, die Angst war da, noch größer als zuvor, aber nicht durch den Inhalt dieses Buches. Und dennoch blieb noch immer die Ungewissheit, wie er reagieren würde: wütend, verängstigt, verstört, verletzt? Würde er davon laufen? Alles das konnte sie nicht einkalkulieren, es konnte geschehen, vor allem da er nach wie vor Angst hatte - auch wenn sein Lächeln viellecht Anderes ausdrückte.

Schließlich kehrte sein Blick zu der Seite zurück. Als sich Seymors Kopf neigte, strich sie mit den Fingern durch sein Haar und hauchte einen flüchtigen Kuss darauf. Sie lehnte ihre Wange leicht an seinen Kopf und seufzte leise. Ihre Arme legten sich schützend um ihn, während sie das Buch noch immer in Händen hielt, so dass Seymor noch immer jede Zeile mit lesen konnte. Ohne ein weiteres Wort setzte Alyssa mit gedämpfter Stimme an und begann die Worte Seymors Ziehmutter vorzulesen...

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