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 Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch

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BeitragThema: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:01


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DAS TAGEBUCH DER ZIEHMUTTER SEYMORS

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Ausschnitte aus dem Tagebuch von Seymors Ziehmutter

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Zuletzt von Admin am 20.03.11 14:23 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:11

Widmung:

Ich schreibe dieses Tagebuch als Zusammenfassung der Zeit, in der ich deinen Vater kennen lernte. Darüber wie ich deine Mutter kennen lernen durfte, bis hin zu der Zeit, die du in meiner Obhut verbracht hast. Dir, mein kleiner Seymor, widme ich dieses Buch und hoffe, dass du es eines Tages finden und lesen können wirst. Auch wenn es traurige Nachricht für dich kund geben mag. Ich wünschte, ich könnte dir selbst in der Zeit beistehen, in der du alles erfährst, aber ich hoffe, nein ich weiß du wirst mit deinem Charme, den du jetzt bereits hast und den auch dein Vater - wie kein zweiter besaß - sicher jemanden finden, der das für mich übernehmen wird. Für mich, mein Kleiner, wirst du immer als mein Kind in Erinnerung bleiben und ich werde vom Himmel aus immer gut auf dich acht geben, also bleib ja artig und wirf nicht ständig die Futterschüsseln um, wenn ich weg bin ja! (die nächsten paar Worte sind durch veronnene Tinte kaum lesbar, vermutlich aufgrund von Tränen) … wirst genauso stolz wie dein Vater und ich hoffe du findest eines Tages jemanden, der dich so liebt, wie dich deine Mutter liebte. [...]
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:13

Wie ich deinen Vater kennen lernte…

Es mag vielleicht seltsam klingen, falls du noch jung bist, wenn du das hier liest, aber als ich deinen Vater kennen lernte war er bereits von den Jahren her älter als ich. Hach, war das eine Zeit damals auf den Festen und dein Vater er war ein wundervoller Tänzer und mit der Zunge gab es wohl niemand gewandteren als ihn. Ich lernte ihn auf einem Erntedankfest kennen, wo er mir mit Schmeicheleien den Kopf schummrig redete und doch nie mehr als ein stummes Versprechen hinterließ, als auf mich acht zu geben nach dieser Nacht. Danach sah ich ihn für ein Jahr nicht mehr, bis er schließlich zum nächsten Jahr wieder kam und so begann es, dass er Jahr um Jahr wieder kam und ich älter und älter wurde und doch immer nur auf ihn wartete. Schließlich jedoch wurde auch ich - ein junges naives Mädchen von 22 Jahren, ach wie dumm ich doch war - des Wartens überflüssig und als er in diesem Jahr kam, begann ich ihn zu bedrängen. Wollte ihm das Versprechen abringen, dass er für immer an meiner Seite bliebe, doch war es auch diese Nacht, in der ich zum ersten mal seine Fähigkeiten kennen lernte. Denn irgendeine Gruppe hatte es sich zum Vorsatz gemacht deinen Vater zu jagen und sie platzten mitten auf das Fest und als sie sahen das er mit mir sprach, nahmen sie mich als Geisel. Erst dachte ich, dein Vater würde sein Versprechen vergessen und flüchten, doch das Nächste, was ich sah, war das Furchterregendste und zu gleich Anmutigste und Schönste, das ich - bis zu dem Tag, an dem du in meine Arme gelegt wurdest - sehen würde. Ein Panther so schwarz wie die Nacht und mit Augen, die so intensiv und mysteriös leuchteten, wie es sonst nur der Mond in seltenen Nächten vermochte. Und eben jenes Geschöpf stürzte sich auf Jenen, der mich gefangen hielt, riss ihn zu Boden und in dem allgemeinen Schweigen, das ausbrach stand dein Vater hinter mir und mit einem schnellen Griff hatte er mich - ohne Rücksicht zu nehmen - geschnappt und rannte mit mir zu seinem Motorrad noch ehe die Verfolger uns durch die Menge folgen konnten, waren wir bereits weg.
An dem Abend brachte er mich weit weg von meiner ursprünglichen Heimat. Ich hatte dort niemanden, den ich vermissen würde und das wusste er. Er selbst war es vor einigen Festen gewesen, der meinem Vater solche Angst eingejagt hatte, wenn er mich noch einmal schlagen sollte, dass er ihn eigenhändig töten würde, sodass ich seit Jahren zum ersten mal wieder ruhig schlafen konnte und an diesem Abend brachte er mich weit weg von ihm. Schließlich kamen wir in jener Ortschaft, die du jetzt dein zu Hause nennst. Doch es war auch der Abend, an dem ich deinen Vater für sehr lange Zeit nicht mehr sehen sollte. Er brachte mich in dieses Haus und übergab mir die Schlüssel. Er schenkte mir ein Heim und auch in den Jahren, die folgten, hielt er sein Versprechen und wachte über mich, auch wenn ich ihn nur selten zu Gesicht bekam. Doch meinen Wunsch, den ich eigentlich an jenem Abend an deinen Vater richten wollte, schaffte ich in all den Jahren nicht über die Lippen zu bringen. Dann wurde ich älter. Erst 30 und schließlich 35 und da bemerkte ich, dass dein Vater anders war als ich. Das er kein Mensch sein konnte. Ich hatte die Nacht, in der ich als Geisel genommen worden war, zwar nie vergessen, aber mein Kopf hatte den Panther immer auf den Alkohol und den Schock geschoben und versucht es anders zu begründen, doch dein Vater schien einfach nicht zu altern und das machte mich stutzig. Doch wieder vergingen die Jahre und noch ein paar mal bewies dein Vater, dass er sein Versprechen einhielt und stets für mich da war, wenn ich ihn brauchte und ich glaube, wenn ich den Mut gefasst hätte, wäre ich vielleicht auch bevor deine Mutter kam mehr für ihn gewesen, doch das sind nur die verträumten Erinnerungen einer alten Frau. Schließlich wurde ich 47 und dein Vater sah noch immer aus wie 25, so wie an dem Tag als ich ihn zum ersten mal gesehen hatte. Sein Kleidungsstil und seine Frisur hatten sich verändert, seine Augen waren ruhiger geworden, doch seine Zügen waren immer noch die des frisch herangereiften jungen Mannes, sein Körper immer noch muskulös und wunderbar anzusehen, wohingegen sich in meinem Gesicht Falten eingenistet hatten. Ich weiß bis heute nicht warum ich nie danach gefragt hatte wo dein Vater stets hin verschwand, was er tat, wenn er nicht hier war. Erst zu meinem 47. Geburtstag fragte er mich, wie jedes Jahr , was er mir mitbringen sollte. In den Jahren mit ihm hatte ich mir jedoch auch einiges an Gewandtheit angeeignet und so kam es das ich es diesmal schaffte ihn anstatt zu einem Geschenk dazu zu überreden das er hier blieb. Als Geschenk wünschte ich mir schließlich Antworten. Erst war er dagegen, er meinte es wäre sicherer für mich, wenn ich erst gar nichts darüber wüsste und obwohl er mittlerweile um Jahrzehnte jünger aussah als ich, benahm er sich immer noch so, als wäre ich das kleine naive Mädchen von damals. Erst als wir schließlich fast in einem Streit gerieten, gab er klein bei. Ich weiß zwar nicht warum, aber dein Vater hatte einen Streit nie gut vertragen. Selbst mit deiner Mutter hat er - glaube ich - nie wirklich gestritten und wenn doch dann weiß ich nichts davon. An diesem Abend erfuhr ich jedoch was dein Vater war. Warum ihn die Leute damals jagten, das er selbst zu einer Art Schutzorganisation für Übernatürliche Wesen angehörte und dass sie deshalb hinter ihm her waren. Was auch der Grund war warum er so viel reiste. Der Abend verging mit einigem Schabernack, denn er führte mir einige seiner Verwandlungstricks vor und ,mein kleiner Seymor, seine Augen sahen in jeder seiner Gestalt so aus wie die deinen. Doch nach dieser Nacht kehrte wieder der Alltag ein und mit 50 gestand ich mir schließlich ein, dass der Traum, dem ich seit meiner Jugend nachhing eben nur ein solcher war und doch war ich froh darüber wie es gekommen war. [...]
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:15

Dann lernte ich deine Mutter kennen…

Ich war gerade 64 geworden, als dein Vater begann viel öfter in der Gegend zu bleiben, als er es je getan hatte. Er verbrachte des Öfteren sogar mehrere Tage und manchmal sogar ein bis zwei Wochen hier ohne eine längere Reise zu unternehmen. Jeden Tag schien er mit einem breiteren Lächeln nach Hause zu kommen. In dem Alter verblassen schließlich Wünsche, die man sich nicht erfüllen konnte zu schönen Erinnerungen, die sich mit Dingen vermischen, die der Kopf von selbst hinzufügt und so kam es, dass ich zuerst eifersüchtig reagierte als dein Vater mir schließlich das erste mal von deiner Mutter erzählte. Natürlich zeigte ich es nicht, dafür war ich schließlich eine viel zu stolze alte Lady, auch wenn mittlerweile eine Brille meine Nase und ein Stock meine rechte Hand zierte. Doch auch wenn ich äußerlich nichts von meiner Eifersucht zeigte, so brodelte es in mir und ich war deiner Mutter gegenüber sehr schlecht eingestellt. Doch man mag es kaum glauben wie schnell sich eine Meinung ändern konnte. Denn einen Tag später brachte er deine Mutter mit zum Essen. Ich hatte mir schon Szenarien ausgemalt, wie ich deiner Mutter schlechtes Essen vorsetzen oder ihr überhaupt den Eintritt ins Haus versagen würde, doch dann stand sie vor der Tür. Allein, ohne dass Seymor bei ihr wäre, und klopfte an. Ich mochte im ersten Moment vermutlich ausgesehen haben wie eine alte Hexe mit meiner schlechten Laune und trotzdem lächelte sie. Sie lächelte mich an, überglücklich wie es schien und reichte mir die Hand und kaum, dass sie mich berührt hatte und in ihr engelsgleich unschuldiges Gesicht geblickt hatte, konnte auch ich nicht mehr anders, als sie anzulächeln und sie sofort in mein alt gewordenes Herz zu schließen. Sie war in etwa in dem Alter, in dem auch ich deinen Vater kennen gelernt hatte, doch sie hatte wohl das, wozu ich nie in der Lage gewesen war, vollbracht. Sie hatte ihn dazu gebracht sich in sie zu verlieben und während ich sie hereinbat und sah wie Seymor vor dem Haus landete mit einem Blumenstrauß - erst im Schnabel und dann im Mund - wusste ich, dass es gut so war, wie es gekommen war. Je mehr Zeit ich mit deiner Mutter verbrachte, um so mehr zog sie mich in ihren Bann, so wie sie es vermutlich mit jedem tat. Auch wenn Seymor vermutlich mit den Worten weitaus besser umgehen konnte als sie, so schaffte sie es mit den einfachsten Sätzen und wie es schien ohne jeglicher Anstrengung alle seine Worte über den Haufen zu werfen und dass zu bekommen, was sie wollte. Ich weiß noch wie erstaunt ich gewesen war, als ich deinen Vater zum ersten mal in den mehr als 40 Jahren, die ich ihn nun kannte, putzen sah. Doch es genügten ein Blick und eine Bitte von ihr, auf sie ein Herumreden von ihm folgten und er hatte bereits den Aufwaschbesen in der Hand und deckte schließlich sogar den Tisch, während sie sich mit ihrem freundlichen Lachen daran machte mir beim Kochen zu helfen. [...]
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:17

Das was nie hätte passieren dürfen…

Schließlich zogen wieder zwei Jahre ins Land und Seymor war dann in ihre Nähe gezogen. So bekam ich nur am Rande mit, wenn sie ab und an wieder zu Besuch kamen, dass sie große Probleme mit deinem Großvater und der Ortschaft hatten, aus der sie kam. Ich hatte noch nicht wirklich etwas mit Amish People zu tun gehabt, aber ich wusste von deinem Vater, dass sie Außenstehende nicht mochten und ihn erst recht nicht, weil er eine der ihren „entführt“ und ihr den „Kopf verdreht“ hatte- wie sie es nannten. So weit ich das beurteilen kann, war es wohl eher deine Mutter, die das mit deinem Vater getan hatte, aber das ist wohl Ansichtssache und in gewisser Weise hatten sie es wohl beide bei einander gemacht. Ich erfuhr auch, dass sie schließlich den Kontakt abbrachen und das man irgendwie Seymors wahres Wesen herausgefunden hatte und er mit deiner Mutter nun erneut gejagt wurde. Doch das ganze schien sich wieder zu beruhigen und ein Jahr später berichtete er mir voller Freude das seine Sarah schwanger wäre und dass sie in ein Häuschen im Wald gezogen wären. Was genau mit den Verfolgern passiert war, erwähnte er jedoch damals nicht und so dachte ich, dass die Sache wieder vorbei wäre. Danach sah ich ihn sehr lange Zeit nicht mehr. Um genau zu sein waren es fast Neun Monate.[...]
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:19

Der Tag an dem du zu mir kamst…

Ich weiß nicht was genau passiert ist, oder wie sie deine Eltern gefunden hatte, denn dein Vater war nicht er selbst, als er dich bei mir absetzte. Sein Gesicht war bleich vor Wut und Angst und das Einzige, das er zu mir sagte war „Kümmere dich um meinen Sohn, sag ihm wie sehr seine Mutter ich ihn lieben.“ Danach rannte er davon. Er blieb noch einmal stehen, drehte sich um, doch in seinen Augen stand etwas, das ich nie zuvor darin gesehen hatte und ich glaube dein Vater war zu diesem Moment bereits tot und wäre er nicht zurück gegangen um deine Mutter zu rächen, wäre er an gebrochenem Herzen gestorben. Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich diesen Teil so kurz halte, doch der Schmerz zerbricht mir nahezu mein Herz, wenn ich hier rüber Schreibe. Ich selbst konnte nur so viel in Erfahrung bringen und mir selbst zusammenreimen. Irgendwie müssen sie das Versteck deiner Eltern gefunden haben und deine Mutter muss wohl zu schwach für eine Flucht gewesen sein.

(Erneut der selbe Ausschnitt des Zeitunggsartikels eingeklebt)
Nicht gefundene Bestie löscht Ortschaft aus.

Das muss dein Vater gewesen sein und auch wenn ich es bis heute gehofft hatte, so weiß ich doch, dass er dieses Massaker nicht überlebt hat. Es tut mir so Leid, mein Kleiner, und der einzige Trost, den ich dir hier, an dieser Stelle spenden kann, ist dass deine Eltern dich über alles liebten und lieben und ich bin mir sicher, sie werden für immer über ihren kleinen Hoffnungsschimmer wachen. Denn das warst du für sie sicherlich, ebenso wie du es für mich bist.
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:20

Die Zeit mit dir…

Die erste Zeit hast du viel geweint, mein Kleiner, doch wer kann es dir verdenken. Ich verbrachte die ersten zwei Tage und Nächte damit, dich im Arm zu halten und zu trösten, bis du schließlich vor Erschöpfung eingeschlafen bist. Ein Wunder, dass ein Neugeborenes überhaupt so lange durchhalten kann, doch zum Schluss versagte dir deine Stimme und schließlich schliefst du tief und fest ein. Die nächsten Wochen, in denen du stets von Weinkrämpfen geplagt wurdest, vergingen bis zu dem Tag, an dem du meine Katzen kennen lerntest. Ich hatte mir nie eine Katze gekauft, sie waren eine nach der anderen zugelaufen und mit der Zeit waren sie immer mehr geworden, ohne das ich es wirklich gemerkt hatte. An jenem Tag, hattest du gerade wieder einen deiner Heulkrämpfe, als eine der jungen Kätzinnen sich an dich schmiegte und du schlagartig zu weinen aufhörtest. Das war wohl der Tag, an dem du begonnen hast dich ihnen nahe zu fühlen. Es dauerte schließlich nicht lange, ich glaube es waren 4 Monate, bis du schließlich zum ersten Mal in eine Katze verwandelt hast. In etwa zur selben Zeit erfuhr ich auch von meiner Krankheit und davon, dass ich nicht mehr lange zu leben habe. Doch dies war nicht das schlimmste an diesem Tag, denn als ich vom Arzt nach Hause kam, warst du weg. Wie vom Erdboden verschluckt konnte ich dich nirgends finden. Ich durchsuchte das ganze Haus, verstand nicht wie du aus deinem Gitterbett hattest heraus kommen können, befürchtete schon du seist entführt worden, vielleicht von den selben, die deiner Familie bereits so viel Unheil angetan hatten. Erst als ich mich völlig verzweifelt und erschöpft auf meinem Schaukelstuhl niederließ spürte ich, wie ein kleines Kätzchen sich schnurrend an mein Bein schmiegte. Instinktiv hob ich es auf und als ich in seine Augen blickte, schauten mich die gelben Augen deines Vaters an. So dachte ich zumindest, doch nach den ersten ungläubigen Momenten wurde mir klar, dass du - sein Sohn - seine Fähigkeit geerbt hattest. Obwohl ich an diesem Tag die Nachricht des baldigen Todes erhalten hatte, weinte ich vor Glück, als ich begriff, dass ich dich nicht verloren hatte. Schließlich zog die Zeit viel zu schnell an mir vorbei und ich musste beginnen Vorbereitungen zu treffen. Du hattest dich indes dafür entschieden mehr Zeit als Katze denn als Mensch zu verbringen, was mich schließlich auf diese Idee brachte. Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich dich nicht in ein Heim oder woanders hin gab, doch ich habe Angst, dass du dich auch dort verwandeln könntest und man dich schließlich für irgendwelche Versuche und Forschungen missbraucht. Darum habe ich dafür gesorgt das du hier behütet von den Katzen aufwachsen kannst, bis du hoffentlich eines Tages so weit bist, dass du dich unter die Menschen mischen und deinen Weg gehen kannst. […]
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Das Tagebuch   20.03.11 14:22

Schlusswort:

Ich Liebe dich - mein kleiner Strolch - und auch deine Eltern liebten und lieben dich Seymor, ich wünsche dir alles Glück der Welt und das dir ein anderes Schciksal als deinem Vater vorausbestimmt ist.




(geschrieben: Seymor)
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