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 Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2

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BeitragThema: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   20.03.11 14:48

*

VON DEN GEISTERN DER VERGANGENHEIT - TEIL 2

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Grand Marais - Minnesota
Hotel „Mac Arthur House“
Abend/Nacht des 27. September 2009


*


Zuletzt von Admin am 12.01.12 19:04 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   20.03.11 16:41

Als Alyssa zu lesen begonnen hatte, stand die Sonne noch hell am Himmel. Einmal mehr hatte sie jegliches Zeitgefühl verloren, während sie las. Sie hatte bei der ersten Seite begonnen und hatte keine Silbe ausgelassen. Hier und da war die Schrift verwischt gewesen und sie musste die Worte selbst erschließen, was sie jedoch nicht aufhielt. Alyssa konnte nicht sagen, wie sehr ihre eigene Stimme Seymor beeinflusste, aber sie wusste selbst zu gut, dass sie die eigenen Emotionen nicht zurück halten konnte. Denn es war nicht nur eine Geschichte, es war eine wahre Geschichte, so wie sie Seymors Familie widerfahren war. Zunächst hatte Alyssa noch mit einem Lächeln begonnen, besonders den Teil über Seymors Vater; er musst wohl ein ziemlicher Charmeur gewesen sein, von ihm hatte ihr Seymor sicherlich diesen sublimen Charme, der für ihn so natürlich war. Doch seine Ziehmutter Diana tat Alyssa letztendlich Leid, denn sie schien wirklich verliebt gewesen zu sein und hatte dennoch zum Schluss nicht das bekommen, was sie gewollt und verdient hatte. Sie hatte seinen Vater nicht halten können. Es erinnerte sie sehr an sich selbst und diese heimliche Trauer konnte sie nicht wirklich aus ihrer Stimme verbannen. Dennoch änderte es nichts daran, dass Alyssa Seymors Mutter bereits aus den Beschreibungen der alten Frau heraus mochte, sie erinnerte sie irgendwie an ihre eigene Mutter. Ohne inne zu halten las Alyssa weiter, sie stockte erst, als sie bei der Stelle ankam, als Seymors Vater seinen Sohn bei Diana ließ. Alyssa schmiegte sich noch enger an Seymor, setzte das Buch kurz ab und schmiegte ihre Wange an sein Haar, während sie langsam und tief einatmete, ehe sie fortfuhr. Sie hoffte Seymor nur irgendwie Trost zu geben. Als sie zu der Stelle kam, an der der Zeitungsartikel eingefügt war, ließ sie den Zeitungstext aus und las weiter bis zu Seymors früher Kindheit und endete mit dem Tod Dianas.

Sie hatte mehrere Stunden gelesen, die Sonne war bereits am Untergehen, als Alyssa das Buch zu schlug. Der erste Zeitungsartikel, den sie gefunden hatten, lag noch immer ungelesen im Einband. Als sie ihn gefunden hatten, hatte sie ihn lediglich überflogen, aber es blieb kein Zweifel mehr, dass es Seymors Vater gewesen war, da auch Diana der selben Meinung war. Jetzt innerhalb der letzten Stunden kam die Wahrheit an Licht. Nach wie vor – unbewegt seid Stunden - hielt Alyssa Seymor im Arm. Sie schwieg und ließ ihm Raum für seine Gedanken, die sich überschlagen mussten. Sie rechnete fast schon, dass er eine Zeit lang allein sein wollte und wartete dennoch seine Reaktion ab, ob er sich ihr entwand.

Aber eines musste man sagen, ganz gleich wie viel Zeit verging, die Menschen änderten sich nie. Und die Geschichte, die sie gelesen hatte, kam Alyssa vertraut vor. Besonders der Tod von Seymors Vater. Ihr Vater war ebenso blind vor Zorn gewesen, ebenso selbstsüchtig. Hat sein Kind im Stich gelassen. Aber wer konnte es einem verübeln, dass der Verlust eines geliebten Menschen jeglichen Verstand und Selbsterhaltungstrieb ausschaltete...
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Seymor
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   23.03.11 12:08

Seymor war bereits nach den ersten Worten in eine andere Welte abgetaucht und hatte sich von Alyssas Stimme umhüllen lassen. Irgendwie wirkte es alles so unwirklich auf ihn. Wie ein Märchen, das man erzählte, nur dass das Happy End ausblieb. Sogar die Akteure passten irgendwie auf ein Märchen. Sein Vater der charmante und liebenswerte Ritter, der das Mädchen vor den Bösen rettete, die es auf ihn abgesehen hatten. Seine Mutter wirkte wie eine gute Fee der Beschreibung nach und seine Ziehmutter wiederum könnte auf das Sterntaler-Märchen passen, die alles gab um schließlich festzustellen, dass Glück nicht an Materielles gebunden ist und doch nahm die Geschichte spätestens ab der Mitte eine jähe Wendung. Ohne dem Leser Zeit zu geben sich an das völlig andere Schreibbild der erst - obwohl doch auch traurigen und dennoch positiv angehauchten - Geschichte und anschließend an das absolut Zerstörerische und Vernichtende zu gewöhnen. Unwillkürlich spannte sich sein ganzer Körper an, obwohl er alles, was er hörte, nicht mit der Realität, noch nicht einmal mit sich selbst, in Verbindung bringen konnte. Irgendwann fühlte er, wie sich in einer kurzen Lesepause Alyssas Arme tröstend um ihn legten und doch war er nicht fähig es überhaupt zu realisieren, dass es sich bei Alyssas Worten um seine eigene Geschichte handelte. Er wusste es zwar, und doch weigerte sich sein Gehirn diese Tatsache anzuerkennen. Immer wieder kamen ihm, während Alyssa vorlas, die Bilder aus seinen Träumen wieder in den Sinn. Generell erlebte er alles fast schon wie einen Film mit. Ein Film, der ein Märchen widerspiegelte, das traurig endete und ein Kind ohne Eltern zurück ließ und in Wahrheit hatte niemand der Akteure bekommen was er wollte. Selbst die „Bösen“ der Geschichte waren in ihrem Vorhaben auf zweierlei Art gescheitert. Erstens, hatten sie es nicht geschafft das Kind und damit die Blutlinie - oder das aus ihrer Sicht „Böse“ - zu töten und andererseits, war es ihnen und ihren Familien nicht anders ergangen, als jenen, denen sie auf so grausame Weise Leid zugefügt hatten. Sein Vater, der Held der Geschichte, hatte zum Schluss alles verloren, wofür er gekämpft und gelebt hatte. Auch wenn mancher es vielleicht verantwortungslos - ja ihn vielleicht sogar als schlechten Vater sehen mochte - so konnte Seymor nur zu gut seine Reaktion nachvollziehen und nur um so mehr erkannte er, dass seine Worte, die er erst vor kurzem zu Alyssa gesagt hatte, der Wahrheit entsprochen hatten. Er liebte sie und wenn er in die Geschichte sich und Alyssa anstatt seines Vaters und seiner Mutter einbaute, so wusste er nur zu gut, dass er nicht anders gehandelt hätte. Schließlich blieb auch noch seine Ziehmutter, die bereits beim Beginn der Geschichte alles gegeben hatte und dies bis zum Schluss fortsetzte, ohne jemals etwas dafür zu verlangen und doch, anders als in Sterntaler, wurde sie für ihre Mühen nicht mit ewigem Glück belohnt, sondern musste zuletzt auch noch ihr letztes „Geschenk“ zurücklassen und hoffen, dass er - „Seymor“ - es irgendwie schaffen würde eines Tages zumindest ihr Vermächtnis zu finden und zu lesen.

Das Bild des Zeitungsartikels war jedoch wie ein Rückruf in die Realität. Das Bild erinnerte ihn nur zu sehr an New York und den Krieg, der dort ausgefochten wurde und den sie hinter sich gelassen hatten. Dort waren es nicht nur Menschen, die gegen das Ungewöhnliche vorgingen, sondern dort stritten noch zusätzlich die Anderen um die Macht. Auch die Erinnerung an Alyssa, wie er sie damals vorgefunden hatte, ließ ihn froh über ihre Entscheidung sein, dass sie New York verlassen hatten. Bald würden sie auch diesen Ort wieder verlassen, der ebenfalls geprägt war von Hass, auch wenn die Bewohner vermutlich nicht einmal etwas davon wussten. Irgendwann hatte Alyssas Stimme endgültig mit der Geschichte geschlossen und Seymor hatte sich mit geschlossenen Augen noch näher an sie angeschmiegt. Er fühlte sich irgendwie schlecht, dass er nicht traurig war, dass er auch nicht zornig war. Eigentlich empfand er im Moment noch überhaupt nichts, wenn er an diese Geschichte dachte. Es war ein Märchen, ein trauriges und emotionales Märchen und doch nur ein Märchen, zumindest versuchte sein Kopf ihm diese Tatsache vorzugaukeln. Ohne das er selbst etwas davon merkte, schlief er sogar so an Alyssa geschmiegt ein.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   23.03.11 16:59

Es war erstaunlich“ Sie hatte zwar Seymors Gesicht nicht sehen können, dennoch hatte sie von ihm aus keine einzige Gefühlsregung wahrgenommen – jedenfalls keine offensichtliche. Aber sie war sich sicher, dass er etwas empfand. Wie konnte er denn auch nicht? Vielleicht zeigte er es nicht? Vielleicht aber brauchte er auch nur Zeit um das Gehöre zu realisieren. Es war wirklich viel an einem Abend gewesen. Wenn es sich für sie so unwirklich anhörte – sie, die sie bereits, so Vieles gesehen und erlebt hatte – dann musste es sich für Seymor mindestens ebenso unwirklich anhören. Zeit war wohl das Richtige.
Manchmal glaubte Alyssa zu wissen, was in seinem Kopf vorging. Sie hätte schwören können, dass sie ihn kannte nach dem letzten Jahr. Und dann in Momenten wie diesem, war es ihr absolut schleierhaft, was in seinem Kopf vorging. Sie wusste nicht, was er dachte, was er fühlte. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, wie sie ihm nahe sein sollte. Diese körperliche Nähe, die sie ihm geben konnte, schien ihr bei Weitem zu wenig. Sie hätte ihm so viel mehr geben wollen. Wobei nicht das Geben das Problem war, sondern das Zeigen. Und doch keimte dann sie leise Verzweiflung auf, ihn nicht zu verstehen, etwas falsch zu machen und schließlich zu erkennen, dass sie nicht genug für ihn war. Wie lange war es her, dass sie das letzte mal Zweifel an sich gehabt hatte, dass sie nicht gut genug war und nicht umgekehrt?

Doch Seymor suchte selbst ihre Nähe und keiner durchbrach die Stille. Stattdessen hielt Alyssa ihn einfach im Arm und strich an und an durch sein weiches Haar. Irgendwann spürte sie, wie sein Kopf schwerer wurde und seine Atmung flacher bis er eingeschlafen war. Sie lehnte ihren Kopf gegen die Bettlehne und schloss die Augen, aber die Geschichte ließ sie nicht los. Unbegreiflich war es. Für welche Organisation sein Vater wohl gearbeitet hatte? Sie hatte von Vieren gehört: die Vereinigung der Vampire, die Iskariot Organisation des Gefallenen, die sich dafür einsetzte, dass die Übernatürlichen sicher waren vor den Menschen und umgekehrt und die Maston Cooperation, die für die Reinblütigkeit der Übernatürlichen war und nicht zu vergessen die Organisation für die Jordi und Arvid gearbeitet hatten, die Jäger. Bei der Iscariot hatte Seymors Vater sicherlich nicht gearbeitet. Es musste etwas anderes gewesen sein. Und in Augenblicken wie diesem wünschte sie sich einen Internetzugang oder noch besser ein Archiv. Lange still halten konnte sie nicht mehr.
Vorsichtig entwand sie sich Seymor darauf bedacht ihn nicht zu wecken und rutschte auf die andere Bettseite. Sie deckte ihn zu und blieb neben ihm liegen, betrachtete sein friedliches Gesicht im Schlaf, doch selbst fand sie keine Ruhe.

Von draußen warfen die Straßenlaternen ein orangenes Licht ins Zimmer, gerade annähernd genug, dass Alyssa die Buchstaben halb erkennen konnte, so las sie den Artikel über das Amish-Dorf, das von scheinbar wilden Tieren ausgerottet wurde. Der Rauch der verbrannten Ruinen, dunkle Flecken, bei denen es sich um Blut handelte. 19 Jahre her. Nichts, was sie nicht ohne hin bereits wussten...keine Zweifel... ihr Verstand weigerte sich abzuschalten, dennoch dämmerte sie für ein Paar kurze Stunden dahin...


Morgen des 28. September 2009


Als sie wieder erwachte, war es noch dunkel, aber ihr Gehirn arbeitete erneut und die Fragen überschlugen sich. Wie konnte das sein? Leise schob sie sich vom Bett und schlich ins Bad, danach schlich sie hinaus, möglichst ohne ein Geräusch zu machen. Das Telephon in der Lobby zu finden, war keine Schwierigkeit, was auch prompt einen nächtlichen Anruf zur Folge haben sollte. Doch am anderen Ende der Leitung meldete sich eine süße Frauenstimme.
„Hallo Alyssa!“ Wie so oft stutzte die Dämonin und antwortete mit einem kläglichen „Hallo...“ Doch die Frau am anderen Ende wusste die Frage, noch bevor Alyssa sie gestellt hatte. Manchmal war Evy wirklich anstrengend und manchmal ein Segen. Es war erstaunlich, dass sie selbst zu dieser Zeit der Nettigkeiten nicht müde wurde. Nach einer halben Stunden am Telephon wusste sie dank Evys Hilfe zumindest etwas mehr: The Guardian, und es gab sie so gut wie überall.
„James wollten sie auch damals anwerben!“, zwitscherte Evy. „Damals in London...“ Nun aber bei Seymors Vater hatten sie es geschafft. „Was aber dieses besagte Dorf betrifft, tut es mir Leid... ich kann nichts finden...“, die junge Frau klang wirklich betroffen. „Ich schätze ihr müsst ins örtliche Archiv gehen. Alle online Daten wurden kurz nach dem Ereignis gelöscht.“ - „Schon gut Evy. Vielen Dank für deine Hilfe. Ich hoffe Lilin stellt bei euch nicht zu viel auf den Kopf.“ - „Nein, sie ist lernwillig!“, lachte sie und am besten wollte Alyssa gar nicht so genau wissen, was der Unterton in Evys Stimme zu bedeuten hatte. Das sie kein Mensch großer Wort war, verabschiedete sich Alyssa schleunigst und kam aber auf eine andere Idee.
Sie war eine Frau und was konnten Frauen besonders gut...? Genau! Handtaschen kaufen! Einmal mehr war sie dankbar, dass sie noch in Amerika waren – dem Land der unbergenzten Möglichkeiten, wo es Malls gab, die rund um die Uhr geöffnet hatten! Also stapfte sie zu Fuß los. Zeit hatte sie alle mal und die Gegend hatte etwas von Kleinstadtidylle. Sie ließ Seymor zwar ungern allein zurück, aber wenn er aufwachte, würde er sicher auch Zeit zum Nachdenken brauchen und sie hatte die absolut absurde Idee etwas von eben dieser Idylle, in der Seymors Ziehmutter gelebt hatte, auf sie beide wirken zu lassen. Sie würde gern ein Paar Tage bleiben.

Genau 2 Stunden später, als die Sonne gerade aufgegangen war, schob sie sich eine Frau mit langen, glatten roten Haaren ins Zimmer, eine große Papiertasche umgehängt und zwei frisch gebrühte Kaffees in Händen. Mit einem leisen Klicken wurde die Tür geschlossen und sie tippelte auf ihren fast 7cm hohen Absätzen hinein, während der knielange weit Rock ihre bunt geblümten Kleides mitschwang. Das lange rote Haar war anders als sonst im Nacken zusammen gesteckt und ihre Lippen glänzten feucht von dem roten Lippenstift, als sie ein süßes Lächeln aufsetzte und die Tüte auf dem Boden absetzte. Der Kaffee bekam einen Ehrenplatz auf dem Tisch mit Spiegel vor dem Bett.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   24.03.11 13:54

Seymor schlief von dem Zeitpunkt an dem er eingeschlafen war bis in die späten Morgenstunden durch. Es war ein absolut tiefer und sogar traumloser Schlaf, was vermutlich darauf zurückzuführen war, dass sein Kopf sich immer noch weigerte das Ganze mit sich selbst in Verbindung zu bringen. Normalerweise würde das Unterbewusstsein jetzt wohl eingreifen und helfen das Gehörte zu verarbeiten, doch zumindest bei dem, an das er sich erinnern konnte, war es reine Schwärze gewesen. Nicht so eine von der unangenehmen, leeren Sorte, sondern einfach ein wohliges Tiefschlaf-Schwarz. Er fühlte sich auch vollkommen erholt und doch zugleich irgendwie schwerfällig, als nach dem Klacken der Tür langsam die Augen öffnete. Er hatte so fest geschlafen, dass er noch nicht einmal Alyssas Abwesenheit mitbekommen hatte, was nur sehr selten vorkam. Normal genügte es, dass sie das Gewicht auf der anderen Bettseite verlagerte um ihn kurz aufwachen und nach der Ursache suchen zu lassen. Doch diesmal hatte er nicht einmal mitbekomen, dass sie sogar das Zimmer verlassen hatte. Während er dem Licht entgegenblinzelte und versuchte seine Augen an das Tageslicht zu gewöhnen, sah er wie Alyssa in ungewohnter Kleidung und mit scheinbaren Einkäufen durch die Tür ins Zimmer trat. Etwas verwirrt und noch immer etwas schlaftrunken gähnte er, während er sich streckte und erneut blinzelte, diesmal mit bereits besserem Überblick. Erst jetzt erkannte er, dass sie tatsächlich ein ihm unbekanntes Kleid trug und auch ihre Einkaufstasche ließ darauf schließen, dass sie wohl eben erst vom Einkaufen zurück kam. Generell war ihr Äußeres sehr ungewohnt im Gegensatz zu den letzten Wochen, in denen sie keinen Lippenstift getragen hatte. Selbst ihre Haare trug sie anders, was Seymor einerseits lächelnd, andererseits etwas irritiert dreinblickend da sitzen ließ.
„Wie lange bist du denn schon wach?“ fragte der Gestaltwandler immer noch verwirrt, einerseits von seiner eigenen Unaufmerksamkeit, als auch von Alyssas Veränderung. Obwohl, wenn man ihn gefragt hätte, hätte er vermutlich die Geschichte des gestrigen Abends nahezu perfekt wiedergeben können, so gut hatte sie sich in seiner Erinnerung festgesetzt. Ebenso wenig schafften es diese Erinnerungen sich in seinen Gedanken zu manifestieren. Erneut streckte er sich genüsslich und stand schließlich vom Bett auf. Erst jetzt viel ihm auf das er gestern noch nicht einmal sein Gewand ausgezogen hatte, sondern einfach eingeschlafen war. Der Geruch des Kaffees stieg ihm in die Nase und neugierig ging er auf Alyssa zu und küsste sie, was sich als leichter Fehler heraußstellte, den mit dem Geschmack des Lippenstifts ,der sich an seine Lippen heftete, tat wohl auch die Farbe selbiges.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   25.03.11 0:06

Alyssa lächelte zufrieden, als sie Seymor noch immer im Bett sah, wie er da lag, sie noch etwas träge anschaute und sich streckte. Seine goldenen Augen blickten verwirrt und er musterte sie, woraufhin Alyssa nur noch mehr lächeln musste, so dass ihr zufriedenes Lächeln zu einem ausgewachsenen Grinsen wurde. Wie lange sie wach war? Sie zuckte die Schultern...“Ein Paar Stunden,wahrscheinlich“ Sie beobachtete wie er sich erneut streckte und binnen weniger Züge bei ihr war. Seine Arme schlangen sich auf so vertraute Weise um sie und sie wurde an seinen vom Schlaf noch warmen Körper gedrückt. Ihre Hände umfassten seine Handgelenke und glitten langsam seine Ellen hinauf zu seinen Oberarmen, bis bei seinen Schultern angelangt war. Doch da berührten seine Lippen bereits ihre und drängten sie leicht auseinander zu einem sanften Kuss, den sie erwiderte. Sie schmeckte den eigenen Lippenstift süß nach Kirschen. Ihre Hand wanderte wie von selbst unter sein zerknittertes Shirt, seinen Rücken hinauf, die andere Hand hielt ihn im Nacken fest, ließ ihn nicht fort, während ihr Kuss hitziger wurde. Mit einem glücklichen Seufzen an seinen Lippen schmiegte sie sich dichter an Seymor, dann löste sie sich von seinen Lippen und legte den Kopf leicht zurück um ihn anzuschauen. Sie lachte leise, als sie seine Lippen sah, die rot verfärbt waren von ihrem Lippenstift. Ihre Hand strich über seine Wange und dann mit dem Daumen über seine Lippen.
„Steht mir besser...“, meinte sie grinsend.
Alyssa löste sich vollständig von Seymor, schob die Tasche schwungvoll mit ihren Fuß in Richtung Bett, so dass sie schlitternd dagegen stieß und vor dem Bett umfiel. Ihre Hände umfassten seine Hüften, sie schmiegte sich wieder an ihn und schob ihn rückwärts zurück zum Bett. Sie drückte ihn einfach hinab mit ihrem gesamten Gewicht, so dass er zum Sitzen kam und setzte sich selbst auf seinen Schoß, so wie sie es oft tat. Der weite Rock entblößte ihre Knie rechts und links seiner Hüften und ergoss sich über seine Oberschenkel. Ihre Arme schlang sie um seinen Hals, so war sie ganz dicht bei ihm. Eine ihrer Hände wanderte erneut zu seinem Gesicht und strich über seine Wange.Sie konnte Seymors Duft ganz deutlich wahrnehmen, seine Wärme, einfach alles. Ihre Sinne hatten sie nicht im Geringsten im Stich gelassen, nun ja bis auf den Bannkreis...

„Ich hab dich noch nie so fest schlafen gesehen...“, merkte sie erstaunt an. Es gab wohl eine Menge zu verarbeiten, für sie beide. „Ich konnte nicht schlafen, da hab ich die Gegend etwas erkundet und ein bisschen telefoniert... Und ein paar Kleinigkeiten herausgefunden“, ihre Stimme wurde ernster und sie sucht seine Augen. Als sie hineinschaute, hatten auch ihre Augen wieder den warmen Goldton angenommen, der all ihre Zuneigung und Liebe widerspiegelte.

Sie waren nun vor 5 Tagen aufgebrochen und es war so vieles passiert, Schlag auf Schlag. Der Aufbruch selbst, nachdem sie sich gerade in New York eingelebt hatten, dann die Sache mit Lilin und schließlich eine Konfliktsituation nach der anderen: die absurde Vorstellung von Seymors Katzenbabys und ihre Überreaktion, dann die schwachsinnige Idee Seymor beschützen zu müssen, die in ihrem hrinverbrannten Angriff auf das Dienstmädchen endete. Schließlich hatten sie sich ihre Liebe gestanden, an die wohl keiner von ihnen beiden glauben mochte und nun die Vergangenheit, die Seymor einholte... also wenn das nicht erlebnisreich war... Und das meiste davon hatte sie selbst noch nicht einmal verarbeitet, sondern viel mehr verdrängt. Womöglich ging es ihm ja genau so. Sie hatte zumindest keine wirkliche Lösung für ihre inneren Konflikte gefunden.

„Was hältst du davon, wenn wir hier einen längeren Zwischenstopp einlegen und ein Paar Tage hier bleiben? Zeit haben wir genug und die Gegend ist friedlich. Man hört das Wasser sogar von hier, der Strand muss wunderschön sein. Wir könnten erneut zu Dianas Haus gehen, die Katzen besuchen, sehen ob wir mehr heraus finden über das myteriöse Dorf, wenn du magst. Außerdem habe ich ein hübsches Café gefunden und das Wichtigste: einen Waschsalon...ansonsten laufen unsere Klamotten bald von selbst weg...“, Alyssas Redeschwall versiegte und sie schaute Seymor weiterhin erwartungsvoll an, aus großen, fast schon kindlichen Augen.


Zuletzt von Alyssa Raven am 27.03.11 23:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Seymor
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   27.03.11 7:16

Seymor grinste nur noch breiter, als Alyssa ihm mit dem Daumen den Lippenstift wegwischte. Das war wohl das Gute daran, dass sie nicht oft welchen trug. So konnte er sie sonst immer küssen ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Mit wem sie wohl telephoniert hatte? Nun eigentlich fielen ihm da nur zwei Möglichkeiten ein, erstens mit Azrael oder zweitens mit James, was wohl eher stimmte. Er wollte schon fragen was sie rausgefundenhatte, als er - ohne sich dagegen zu wehren - wieder Richtung Bett geschoben wurde. So eng wie Alyssa an ihn geschmiegt war und auf Grund des Bettes, das in seine Kniekehle drückte ,hatte er gar keine andere Wahl, als sich wieder aufs Bett zu setzen. Was jedoch nicht zu seinem Nachteil war. Während sie redete und ihre Hand zu Seymors Wange glitt, strichen seine Hände zärtlich die Außenseite ihrer Oberschenkel, unter ihrem Rock, entlang. Unbeirrt sah er sie an und obwohl Alyssa vermutlich nicht unbedingt diese Absicht hatte, fühlte er nur zu gut wie sein Körper auf Alyssa reagierte, während sie so auf ihm saß. Noch während sie ausprach, dass sie bleiben wollte für ein paar Tage, lächelte er glücklich. Dank Alyssa hatte er irgendwie länger keine Angst davor mehr herrauß zu finden. Auch wenn er es vermied an das Gehörte zu denken, so war es - wenn man es aus seiner Sicht betrachtete - doch ein Happy End, denn seine Eltern hatten ihn nicht aus Angst vor dem Unbekannten oder weil sie ihn gehassst hatten, weggegeben, sondern um ihn zu beschützen.

Seymor nickte bloß und zog sie mit einer Hand zu einem Kuss heran, während die zweite bei ihrem Schenkel innehielt.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   29.03.11 11:12

Seymor antwortete ihr nicht, aber sein Nicken war Antwort genug: er lächelte sie an. Und sein Lächeln löste in ihr ein warmes, glückliches Gefühl aus. Sie war für einen Moment ganz still und diese sonderbare Stille erfüllt den gesamten Raum. Sie hielt inne und schaute Seymor in die goldenen Augen. Sie spürte seine Hände an ihren Oberschenkeln, wie sie unter ihren Rock glitten und Alyssa lächelte. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen und seufzte leise. Dann war seine Hand in ihrem Nacken und zog sie wieder zu einem Kuss hinab. Ihre Hände wanderten in seinen Nacken und sie schmiegte sich enger an ihn, während sie Seymor zärtlich küsste. Doch gleich war eine Hand auf seinen Rücken unter sein Shirt gewandert, ihre Finger zogen seine Wirbelsäule nach und sie fühlte wie sein Körper auf sie reagierte. Unruhig ließen ihre Hände von Seymor ab und zogen ihm stattdessen bestimmt das Shirt über den Kopf. Gleich darauf begann sie seinen Hals zu küssen und hinterließ ein Paar rote Lippenstiftabdrücke darauf.
Sein vorgestern hatte sie versucht diesen Drang zu unterdrücken, zu ignorieren, doch jetzt nahm sie ihn dafür um so deutlich wahr: den Geruch und die Wärme seiner Haut, wie weich sie war, sie konnte sogar seinen Puls erahnen. Erst da fiel ihr auf, dass es bereits eine Woche her war, dass sie Seymor gebissen hatte und sie bis auf den Zwischenfall hatte sie ihre Vampirsinne unter Verschluss gehalten. Doch es fühlte sich alles viel intensiver an, wenn sie sich nicht dagegen sträubte. Sie ließ von seinem Hals ab und betrachte Seymor, konnte sich ein Grinsen jedoch nicht verkneifen, als sie die rote Farbe auf seiner Haut sah. Schuldbewusst schaute sie ihn an, war wohl keine gute Idee, der Lippenstift.
Dann beugt sie sich zurück und griff nach der Tüte, die auf dem Bett landete.
„Ich hab dir was mitgebracht“, verkündete sie grinsend, „...aber ich schätze wir sollten erst die rote Farbe da weg wegmachen.“ Sie deutete auf die Tasche in der eine neue Jeans und ein Shirt drin war.
Aber es war vergeblich, nur kurze Zeit später landete dich Tasche auf dem Boden zusammen mit seiner Hose und ihrem Kleid, als Seymor sie in Matratze drückte. Irgendwie hatten sie es dann ins Badezimmer geschafft, allerdings wusste sie nicht mehr zu sagen wann und wie, geschweige denn wie sie es wieder zurück geschafft hatten. Oder wo genau sie ihr Kleid zu suchen hatte, dass sie nach absolut verwirrtem Suchen unterm Bett fand.

Nachdem Alyssa ihre übrigen Klamotten gefunden und in eine Tasche gestopft hatte - es waren ja nicht gerade viele, die sie dabei hatten - führte sie Seymor den selben Weg entlang, den sie bereits am frühen Morgen gegangen war. Es war wie in den meisten dieser Siedlungen hier im Norden. Man musste nur der Hauptstraße folge, an der die wichtigsten Geschäfte und Läden gelegen waren, das wirtschaftliche Zentrum baute sich immer entlang der Hauptverkehrszone aus, so dass man unweigerlich daran vorbei musste. So hatte sie auch einen Waschsalon gefunden, der bereits geöffnet hatte und ihre Klamotten in eine der Maschinen gesteckt, die noch mit Münzgeld funktionierten. Irgendwie absolut hinterwäldlerisch, aber seinen eigenen Charme hatte es dennoch. Anschließend hatte sie Seymor einfach in mit geführt ein Kaffeehaus nahe der Hafenanlage, das sich „Angry Trout Cafe“ nannte. Es war sicherlich bereits hundert Jahre alt, das Holz war bereits verwittert und dunkel. Von außen sah es leicht heruntergekommen mit dem Moos bewachsenen Schieferndach. Aber im Inneren erwartete einen ein ganz anderes Bild, alles war mit lackiertem hellen Holz eingerichtet, gemütlichen runden Tischen. An Wänden hingen zahlreiche Zeitungsausschnitte, die den jährlichen Anglerrekord dokumentierten, Gemälde von hiesigen Künstlern, Photographien. Und man hatte einen herrlichen Blick auf den Superior Lake.
Sie hatten kaum Platz genommen als ein freundliche Kellnerin Anfang 30 sogleich mit den Karten auf sie zu kam und ihnen selbstverständlich einen Kaffee eingoss und sogleich eine Tagesempfehlung parat hatte und sie aber gleich eifrig über das warme Menü informierte.
Der See war vollkommen ruhig, das Wasser still, die Sonne schimmerte im dunklen Wasser und man konnte kein Land mehr am Horizont sehen. Alyssa fand es nach wie vor erstaunlich ein See, der größer war als die Meere der orientalischen Welt. Fischer kamen rein und Arbeiter, die die Kellnerin grüßten, aber es war den Umständen entsprechend leer. Vermutlich würde man gegen Mittag keinen einzigen Platz hier bekommen. Es war erstaunlich, aber diese Gegend hatte Alyssa in ihren Bann geschlagen, während sie so auf das Wasser hinaus schaute.Sie seufzte fast wehmütig. Verträumt meinte sie nur. „Es ist irgendwie schön hier...“ Schon erstaunlich, Wasser war das Einzige, was sie töten konnte und doch – oder gerade deswegen – war sie fasziniert davon.Das wäre eine Gegend, wo sie sich vorstellen konnte ein Paar Jahre zu verweilen. Friedlich. Idyllisch. Jeder kannte den anderen. Aber eben: jeder kannte den anderen, hier länger als ein Paar Jahre zu bleiben wäre Mord, es würde den Leuten auffallen, dass man nicht alterte. Die Tarnung würde auffliegen und dann... dann lief man Gefahr... das Selbe zu erleben, wie Seymors Eltern...
Da sie wieder beim Thema war, fragte sie die Kellnerin, als diese auftischte, wo sich das Stadtarchiv befand und wurde wieder zur Hauptstraße verwiesen. Sie hatte Seymor erwartungsvoll angeschaut, ob er überhaupt dort hin wollte, ob er mehr wissen wollte...

Nachdem mehr oder weniger ausgedehnten Frühstück hatte Alyssa aber kurzer Hand beschlossen, die Sache mit Seymors Zustimmung auf Morgen zu verschieben und Seymor stattdessen viel lieber zu entführen. Es kam nicht oft vor, dass es sie an einen Ort wie diesen verschlug, wo man nur eine halte Stunde laufen musste und fern ab von Menschen und Auto war. So hatte sie Seymor regelrecht dazu gezwungen ihr die Hafenstraße hinab zu folgen, die sie immer weiter vom Dorf wegführte in ein relativ unbewohntes Gebiet. Es gab zahlreiche Flussausläufe, die im See mündeten, kleiner vergessene Brücken, kleine Schluchten mit spitzen Felsen und Wasserrinnsalen, sogar Birken gab es in dieser Gegend und man konnte so gut wie überall Fichten riechen. Es war erstaunlich hier. Vermutlich war es das erste mal, dass Seymor sie so verträumt erlebt hatte, so als wäre sie in einer vollkommen anderen Welt. Sie waren lange gelaufen und die Zeit zog schneller dahin, als es den Anschein hatte...
Schließlich waren sie an einem Strand einige Meilen außerhalb der Stadt gelang, es wurde bereits dunkel und die Tage merklich kürzer. Vom See kam ein kalter Wind auf, den sie dank der leichten Bekleidung spürte, dennoch war ihr nicht kalt. Sie war viel zu abgelenkt vom Himmel, der so blau und klar war, dass er sich im Wasser spiegelte. Sie war an Seymor heran getreten und hatte ihre Arme unter seiner Jacke verstecktsich an ihn schmiegte und lehnte in ihrer Umarmung den Kopf an seine Brust, während sie weiter aufs Wasser schaute. Sie sollten wohl bald zurück.
Es erstaunte sie selbst, dass sie es aussprach.
„Ich frage mich, ob deine Eltern wohl hier waren und genau an diesem Ort gestanden haben... oder dein Vater mit Diana...“, dann verstummt sie, fast schon in Sorge, dass sie mit diesem Gedanken die Situation zerstört hatte.


Zuletzt von Alyssa Raven am 23.04.11 22:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   29.03.11 11:17

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The Angry Trout Cafe

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Superior Lake District

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BeitragThema: Re: Von den Geistern der Vergangenheit - Teil 2   12.04.11 12:26

Die Zärtlichkeit, die folgte, war das, was er brauchte, wonach sich sein Körper, als auch seine Seele sehnten. Während er sie in die Kissen drückte, seine Lippen über ihren Körper strichen, ihre Lippen sanft und doch begierig küssten, waren seine Hose und ihr Kleid am Boden gelandet. Er hatte die Wärme ihres Körpers an seinem wahrgenommen, mit seinen Händen ihren Körper nachgefahren und alles, woran er hätte denken können, all das, was er erfahren hatte, für diese Zeit vergessen. Es war nicht wichtig, denn in diesem Moment zählte nur Alyssa. Irgenwann waren sie auch im Bad gewesen und schließlich war sie in seinem Arm gelegen. Er hatte ihren Atem an seinem Hals gespührt und ihre Lippen die Küsse darauf hinterlassen hatten...

Danach war der Tag nur noch besser geworden. Obwohl er nicht wirklich wusste was er einem Spaziergang hier abgewinnen könnte, staunte er darüber wie schön die Umgebung der Ortschaft war im Gegensatz zu der Umgebung von New York. Teils Hand in Hand, teils eng aneinander und teils einfach nur spazierend hatten sie den Weg zurückgelegt. Ein Kaffeehaus hatten sie besucht und schließlich waren sie an den See gelangt, weit außerhalb der Stadt, abseits von dem - im Vergleich zu New York - geringen Lärm. Die Sonne verschwand bereits am Horizont und Alyssa hatte es schließlich geschafft ihn von allen schlechten Gedanken - ja sogar von jeglichem Trübsinn abzulenken und ihn mit ihrer Verträumtheit anzustecken. Seine Arme lagen um sie geschlungen und sein Blick überflog das wunderbare Bild, das sich ihm bot. Auf Alyssas Worte folgte ein Lächeln, sogar zu seiner Überraschung. Es schmerzte ihn in diesem Moment nicht daran zu denken was geschehen war, denn er sah genau die selbe Szene; wie er hier mit Alyssa stand, nur anstatt ihnen waren es jene zwei - wie er sie in seinem Traum gesehen hatte. Er drückte Alyssa noch fester an sich.
„Wer weiß.“ Seine Stimme klang ebenso verträumt wie er sich fühlte. Die ganze Szene schien so unwirklich zu sein. Ein leichtes Seufzen wie der Wind, der neben ihnen durchs Gras strich, verließ seine Lippen.
„Wäre es nur überall so friedlich wie hier,“ Sanft löste er nach Minauten, die sie so dagestanden waren, seine Hände und auch die ihren, dann schritt Seymor Alyssa mit sich ziehend auf den See zu, wo er in die Hocke ging und eine Hand in das angenehm kühle Wasser hielt. Nicht weit von ihnen schwammen seelenruhig - und das obwohl sie beide so nahe waren - Wildenten über den See und ab und an sah man kleine Wellen und Luftblasen von Stellen ausgehen wo Fische sich kleine Insekten geschnappt hatten.
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