world of darkness


 
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 Jeromy Nelson

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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
Lebensalter : 27
Tätigkeit : Mitarbeiterin im Guardian
Anzahl der Beiträge : 250
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BeitragThema: Jeromy Nelson   24.04.11 18:58

Jeromy Nelson - 23 Jahre – Magierin & Mondwandlerin





Rolle:
Eine junge Frau saß da und kaute unschlüssig und sichtlich entnervt auf ihrem Dauerschreiber herum. Es war doch wirklich ein Wunder, dass sie nicht auch noch die Farbe ihrer Unterwäsche und ihre Körbchengröße wissen wollten, die zugegebenermaßen kleiner ausfiel als ihr lieb war. Sie überlegte ernsthaft zu lügen, so wie sie es eben auch bei ihrer Körbchengröße tun würde. Aber die waren hier alle so auf Draht, die würden jede Lüge sicherlich nach 5 Minuten auffliegen, also besser nicht. Wer wusste schon, wie viele FBI-Agenten oder womögliche eigene Sicherheitsbeauftragte ihre persönlichen Daten checkten und ihr Leben so weit zurück verfolgten, als sie noch ein Embryo war. Oder noch schlimmer bist zum Zeugungsakt, was sie lieber gar nicht wissen wollte! Sie schüttelte den Kopf – eklige Gedanken. Nein nein nein!

In Ordnung, sie war hier um sich für die Stelle der Mitarbeiterin der Forschungsabteilung dieser hoch geheimen Organisation, die sich „The Guardian“ nannte, zu bewerben. Also Konzentration! Sie war wirklich auf diesen Job angewiesen!



Aussehen:
Ein Mann ging an ihr vorbei und grinste sie an, während er eine schwere Kiste schleppte. Sie lächelte nicht. Wieso auch? Sie kannte ihn nicht, sie verstand nicht, wieso er das tat. Rechnete er sich ein Paar Chancen bei ihr aus oder wollte er freundlich sein? Es war egal. Aber sie verstand auch nicht wirklich, was er in ihr sehen konnte. Sie war eine mittelgroße Frau von durchschnittlicher Statur. Ihre Kleidung war meist dunkle und sportliche, bequem, aber nichts Besonderes. Nichts auffälliges, im Gegenteil so gar recht unauffällig.Ihr Äußeres war gepflegt, zugegeben, sie achtete auch sehr darauf, dass alles glatt und ordentlich war, manchmal sogar fast streng. Ihr Haar war fest in einen Knoten gebunden und festgesteckt, es stand kaum eine Strähne ab. Ihre Pullover war schwarz und faltenfrei, die Jeans enganliegend, leicht verwaschen, in einem herkömmlichen Blau. Ihre Schuhe hatten kleine Absätze, die beim Gehen keinerlei Geräusche machten. Das einzige auffällige war ihr geschmeidigen leichten Gang. Sie bewegte sich sehr bewusst und kontrolliert. Ihre Statur hatte sich seit kurzem verändert. Ihr Körper war flacher geworden, sehniger, wendiger. Sie hatte lernen müssen alle Anzeichen ihres Körpers zu verstehen, alle Veränderungen anzunehmen, denn sie musste oft darauf acht geben, wann ihr Körper auf den Mond reagierte. Alles an ihr war durchschnittlich und menschlich, sie wollte gar nicht auffallen. Wozu?
Dass sie an der linken Schulter eine Narbe hatte von einem Biss hatte erwähnte sie nicht. Ebenso wenig, dass sie einmal am Rücken genäht werden musste, als sie im Teenager Alter in eine Messerstecherei verwickelt worden war. Es spielte auch keine Rolle, dass sie die Weichheit ihres Körpers vermisste, die üppigen weiblichen Rundungen. Aber auch das war besser so. Sie hatte einiges an Gewicht und Fett während ihrer Transformationen verloren und dafür einiges an Muskeln gewonnen, was die schmerzhafte Transformation in ihrem Fall einfacher zu ertragen machte.

Das alles verschwieg sie aber. Stattdessen klebte sie ein kleines Passbild auf den Bogen. Ein strenges Gesicht schaute ihr entgegen. Die Wangenknochen zeichneten sich leicht gegen die Haut ab und ihre Augenbrauen waren leicht skeptisch nach oben gezogen. Das schwarze, schulterlange Haar trug sie glatt und offen auf dem Bild. Ihr Blick war kalt und leer auf dem Bild. Sie füllte lediglich den Fragenkatalog aus. War ja schlimmer als im Krankenhaus...

Name: Jeromée-Katherina Nelson
Geschlecht: weiblich
Geburtsdatum: 31.10. 1987
Geburtsort: Seattle, Washington
Größe: 1,70
Gewicht: 54kg
Augenfarbe: blau
Haarfarbe: schwarz
Wohnort: 57 Parker Street
Vancouver, BC V6Z 2R5, British Columbia,Canada
ID-Code: 6046887678



Charakter:
Als nächstes folgte erneut eine Eingabe, wie sie dämlicher nicht hätte sein können. Wieso verlangte man bitte eine persönliche Psychoanalyse? Es war doch klar, dass Menschen sich selbst nicht einschätzen konnten – jedenfalls nicht in völligem Maße. Oder aber, sie logen. Wieder einmal kam ihr in den Sinn einfach eine Falschangabe zu machen und zu schreiben, wie freundlich, nett, zuvorkommend und kooperativ sie war. Sie hätte schreiben sollen, dass sie Tiere wie Menschen mochte und mit jedem zurecht kam. Ein Sonnenschein eben. Klar und der Typ von eben, der sie angegrinst hatte, hätte es gut und gern bestätigt!
Sie war das Gegenteil. Kompliziert und sehr launisch. Oft war sie kurz angebungen und sogar aggressiv, das war sie immer gewesen, aber seit dem Mondwandlerbiss war sie es noch weitaus mehr geworden. Ihre Neigung zu Wutausbrüchen und Gewalteskapaden wurde immer schlimmer. Aber das schob sie gut und gern auf ihre neue tierische Seite. Evy hatte sie immer als „impulsiv“ bezeichnet und genau das, schrieb sie auch hin.
Etwas wusste Jeromy aber über sich, sie war äußerst „“ willensstark, um nicht zu sagen stur. Sie war unbeugsam und hatte meist auch so ihre Probleme mit Autorität gehabt bisher, das etwas, das sie wohl oder übel lernen musste in kommender Zeit. Aber sie war lernwillig. Ihr unnatürlichen Drang sich profilieren zu müssen machten sie regelrecht leistungsfixiert. „Workaholic“ war das dritte Wort, das sie schrieb.
Früher war sie eine Idealistin gewesen, aber mittlerweile war auch das vergangen. Es gab das Märchen, das sie leben wollte nicht. Früh genug hatte sie das erkennen müssen und ihr bunter Traum vom schönen Leben war wie eine Seifenblase zerplatzt. Damals war sie abgerutscht und hatte ständig Scheiße gebaut,sich geprügelt, geraucht, gekifft, gesoffen und sie war kaum ein Teenager gewesen. Fast wäre sie wegen ihrer vorlauten Klappe von der Schule geflogen. Doch das war einmal.Sie versuchte diesen Drang schnippisch zu sein zu unterdrücken, manchmal gelang es ihr auch. Eben diese Seite von sich versuchte sie zu unterdrücken mit ihrem Kontrollzwang. „Kontrolliert“ schrieb Jeromy und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Kontrolliert soweit es ihr möglich war und dieses Monster in ihr nicht die Oberhand gewann, wie konnte sie anders als es unter Riegel zu halten.
Da war es ein Wunder, dass sie ihren Sinn für Humor nicht vollständig verloren hatte und noch wusste, wie man lachte. Evy hatte sie immer zum Lachen gebracht, bis heute. Gut, ihr eigener Sinn für Humor war etwas „zynisch“ und manchmal böswillig, aber damit musste man lernen umzugehen. Verbittert... nein, verbittert war das falsche Wort, sie war nicht verbittert, sondern enttäuscht. Aber noch hatte sie Hoffnung... Sie ließ die restlichen Zeilen unausgefüllt und schrieb: „Ich weiß es noch nicht, findet es selbst heraus!“



besondere Fähigkeiten:
Endlich mal einer Frage zu der sie mehr schreiben konnte und das ohne zu lügen oder sich selbst zu loben. Ich bin ein Mondwandler, reicht das?, fragte sie sich in Gedanken. Also schrieb sie drauf los:

„Ich wurde durch einen Angriff zur Mondwandlerin, daher die tierische Gestalt bei Vollmond. Außerdem heilen Verletzungen eine Nacht vor dem Vollmond, während und danach unfassbar schnell.“ Wurde der Mondwandler verwundet in der Nacht, so verwandelte er sich am Tag wieder in einen Menschen und alle Verletzungen waren verheilt. Aber manche Mondwandler konnten sich nicht in Menschen zurück verwandeln, andere hatten einen längeren Zyklus von insgesamt 5 Tagen. Es war je nach Wirt des Virus unterschiedlich, aber das wussten die Leute hier sicherlich bereits.So fuhr sie fort:
„Studierte 3 Jahre lang Papyrologie, antike Sprachen: Griechisch, Latein, Sumerisch, Sanskrit, in Ansätzen Gälisch und Arabisch. Daher kenne ich einige der alten Überlieferungen und Rituale. Erfahrung in Ritualmagie und Kräuterkunde, sowie ausführliches Wissen in Dämonologie. Einige Nahkampferfahrungen.“Nun,das sollte doch wohl genügen, damit konnte sie mehr als so mancher anderer Mensch auf der Straße.



Schwächen | Anfälligkeiten:
Hmm...war ja auch nicht gerade schwer zu beantworten. Ich mutiere einmal im Monat zum Wolf und zerfleische alles war sich mir in den Weg stellt. Ich bin die perfekte Tötungsmaschine, noch Fragen?! Aber auch das schrieb sie nicht auf den Bogen. Ebenso wenig, wie sie ihr Dasein als Fluch empfand und nichts sehnlicher als wieder ein Mensch wäre. Diese Dunkelheit, Jeromy konnte sie die ganze Zeit in sich spüren, böse und lauernd. Es war schlecht und sie hatte keine Kontrolle darüber.
„Unkontrollierbar“ stand schwarz auf weiß da. Es gab bisher keine Kontrolle für das was sie war: ein Monster, das direkt aus einem Horrorfilm entsprungen war.Außerdem hatte das Monster eine ganz große Schwäche: es war „anfällig und verletzbar mit Silber, jedoch nur in der Wolfsgestalt“

Ansonsten war sie ein „sterblicher Mensch, anfällig für Verletzungen und Krankheiten“. Es gab da etwas, das sie einmal gelesen hatte, es hieß. Dass Mondwandler ebenso langsam alterten wie Werwölfe und somit eine Lebensspanne von bis zu 150 Jahren erreichen konnten, aber dafür hatte sie noch keinen Beweis. Das musste er erwiesen werden. Jeromy wusste nicht, ob das Fluch oder Segen war, damit zu leben. Aber die schob die Gedanken bei Seite und schreib brav weiter.



Familiensache :
Vater: Alexander Nelson, Versicherungsvertreter
Mutter : Laura Nelson( Bennett), freie Sängerin
Geschwister: Evelynne Marie Nelson
Partner : niemand!
Kinder:Keine!


Ungeduldig hatte sie das Formular ausgefüllt,unterschrieben und das Datum drauf gesetzt (26. Juni 2007), es in eine Mappe mit ihren Anderen Bewerbungsdokumenten gelegt und es bei einer blonden Sekretärin abgegeben. Abwarten und Tee trinken...Wenn sie sie nicht nahmen, würde sie sich eben was anderes suchen. Die junge Frau trat hinaus in die heiße Nachmittagssonne. Sie fühlte, bald war wieder Vollmond...
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Zuletzt von Jeromy Nelson am 26.08.11 17:04 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Jeromy Nelson   25.04.11 15:35

Vergangenheit :


Ihre Mutter war eine erfolgreiche Sängerin gewesen und bei einem ihrer schillernden Auftritte verliebte sie sich in den Mann, der in der ersten Reihe saß. Wahrscheinlich tat sie es aus einer Laune heraus. Sie heirateten. Zunächst lief die Ehe glücklich, das Paar bekam zuerst ein Mädchen - Evy, dann das zweite - Jeromy. Doch kaum zwei Jahre später begann sich die temperamentvolle Sängerin mit dem bodenständigen Handlungsvertreter zu langweilen. Jeromy konnte bis heute nicht verstehen, wie sich ihre Mutter in einen solchen Mann verlieben konnte.
Während ihre Mutter also durch die Weltgeschichte tourte und sich Drogenexzessen und Orgien hingab, war ihr Vater es, der sich um die Erziehung der beiden kümmerte.

Evy, ihre ältere Schwester war schon immer in allem besser gewesen als Jeromy. Trotz der Schüchternheit kam die ältere Schwester bei allen gut an und schrieb die besten Noten. Jeromy dagegen war ein Wechselbalg. Wo es eine Prügelei gab, war sie mitten drin, in der Schule musste sie ständig nachsitzen und ihre Noten... na besser nicht davon anfangen. Sie stand oft bei den coolen, älteren Jungs in der Ecke. Einmal hatte sie Zigaretten im Supermarkt für die geklaut und sie hatten sie alle geraucht. Zur Strafe gab es einen Monat Nachsitzen und Hausarrest obendrein, also ob das was Neues wäre... Einer der Jungs hatte von zu Hause auch eine Flasche Wodka mitgehen lassen... und das selbe Tat-Strafe-Schema wiederholte sich. Eigentlich wiederholte es sich jeden Monat. Und so ging es einige Jahre ...

Ab und an ließ sich dann auch ihre Mutter blicken, aber das auch nur für kurze Zeit. Sie bleib eine Woche und zwei, gab ein Paar Ratschläge, ein Paar gute Worte, Geld. Bis sie an Jeromys 14. Geburtstag beschlossen nur noch für ihre Mädchen da zu sein. Zu dumm, dass sie die Kindheit ihrer Töchter fast verpasst hatte und nicht da gewesen war, als diese sie am meisten gebraucht hätten. Besonders Evy, die zu dieser Zeit ihre besonderen Fähigkeiten entdeckt hatte. Jeromy war im Vergleich zu ihr wirklich langweilig. Manchmal beneidete sie die Schwester um die Gabe, aber meistens war sie froh kein Freak zu sein und mit ihrer Clique irgendetwas Blödes anstellen zu können. Evy veränderte sich zu dieser Zeit, manchmal wurde sie noch verschlossener, als sie ohnehin bereits war und Jeromy... tja... sie verlor den Kontakt zu ihrer älteren Schwester immer mehr.

Und da fing die ganze Scheiße erst richtig an, sie begann aus Langweile mehr zu trinken bis zur Besinnungslosigkeit, kiffte bis zum Umfallen. Ihr sonst so ruhiger Vater rastete aus, jede Woche gab zerbrochene Möbel und Geschirr. Die beiden Erwachsenen waren weit aus mehr mit sich selbst beschäftigt, als mit ihren Kindern.Ihre Eltern waren keine schlechten Menschen. Ihr Mom war eigentlich ganz cool und verständnisvoll und ihr Vater fürsorglich und zuverlässig, ihr beider Problem war nur, sie waren nie bereit für die Elternrolle und sie waren das ungleichste und unharmonischste Paar, das man sich vorstellen konnte.

Irgendwie hatte Jeromy die Junior High aber dann doch geschafft - mit Evys Hilfe. Die ältere Schwester hatte sich nach einem Jahr gefangen. Sie war zwar nicht wirklich sie selbst aber annähernd eine Evy, wie sie Jeromy früher gekannt hatte. Damals hatte Evy zu malen begonnen und ihre Bilder waren umwerfend, sie verkaufte einige davon dann und wann in den wenigen lokalen Ausstellungen. Und dann, drei Jahre später, nachdem Jeromy ihren Senior High Abschluss gemacht hatte, waren sie zusammen von Zuhause abgehauen um zu weit nach New York zu gehen und dort das große Glück zu versuchen.

Evy hatte damals bereits ein Jahr lang in der Galerie gearbeitet. und alleine waren die Mädchen besser dran. Evy hatte nicht die Absicht aufs College zu gehen, obwohl sie sicherlich ein Ass gewesen wäre und sicherlich einiges auf künstlerischer Ebene hätte lernen können. Aber Jeromy hatte es dann am Abend-College versucht und geschafft Kurse in Altertum zu belegen. Eigentlich war sie erst durch Evys Job in dem Antiquitätenladen auf die Idee gekommen sich mit Altertum zu beschäftigen und hatte großes Interesse daran gefunden fremde Sprachen und Kulturen zu erforschen. Und erstaunlicherweise hatte sie sogar ihr erstes Diplom mit einem hervorragenden Schnitt absolviert.
Es war gegen Ende ihrer Examensarbeit, als sie von einem Typen aus ihrem Kurs zu einer Abschlussfeier eingeladen worden war. Überschwänglich war sie natürlich mitgegangen, bis sich herausgestellt hatte, dass der Kerl sie befummeln und flachlegen wollte. Sie hatte sich zur Weh gesetzt, doch erfolglos. Doch dann bekam sie es mit der blanken Panik zu tun und brach ihm mit irgendetwas, das sie gerade so erreicht hatte, die Nase bevor es wirklich ernst wurde. Aufgelöst und allein hatte sie sich auf den Heimweg gemacht.
In dieser Nach, als wäre es nicht schlimm genug, wurde von einem großen Wolf angefallen. Bis dahin hatte sie nicht an Märchen geglaubt, doch beim nächsten Vollmond hatte sie daran glauben müssen. All der Schmerz. Das Blut. Die Verwirrung. Schreie. Erinnerungen hinter einem tiefroten Schleier und Blutgier. Da verstand sie ihre Schwester erst. Dieses mal war Jeromy es, die sich versuchte von der Welt abzukapseln.
Einmal mehr wusste sie nicht, was sie ohne Evy getan hätte, als diese wie aus dem Nichts mit einer sonderbaren Adresse aufgetaucht war und sie und ihr Arbeitgeber – James hieß er – sie hier her gebracht hatten, ins Sanctuary. Das war vor zwei Jahren gewesen. In der Zwischenzeit hatte sie sich hier beworben und Zuflucht bekommen. Zunächst wurde sie als Gefahrenquelle hier einquartiert, doch sie konnte sich bald als nützlich erweisen, so dass die Organisation ihre weitere Ausbildung übernahm und ihr gleichzeitig einen Job anbot. Wahrscheinlich war eben das hier ihre Berufung, denn sie schaffte ihre ersten Fortschritte erstaunlich schnell. Ihr gelang sogar ein Durchbruch. Im Grunde hatte sie für sich geforscht und vor 5 Monaten ein Rezept für ein Serum gefunden, mit dem sie sich nicht mehr verwandeln musste und wenn sie es doch tat, hatte sie ihre Aggression unter Kontrolle. Es war ein Fluch, der sie verändert hatte. Doch mit diesem Erfolg, auch wenn sie es noch nicht heilen konnte, kämpfte sie gegen die eigenen Dämonen und es lag noch so viel vor ihr. Aber hier war sie sicher und die Welt war sicher vor ihr.

Ihre Eltern hatten die Scheidung eingereicht. Evy war glücklich mit ihrem Job und ihrem Leben. Sie war eine verdammt gute Zeichnerin und verdiente sich ihr Geld auch damit. Sie hatte sogar einmal eine Einladung zu einer ihrer Ausstellungen geschickt. Jeromy hätte schwören können, dass ihre Schwester total verschossen war in ihren Arbeitgeber. Aber hey, wenn es das, was sie wollte.
Sie selbst allerdings hatte sich der Forschung verschrieben. Hier lag ihre Zukunft. An Familie oder gar einen Partner wagte sie nicht zu denken, bis sie ein Heilmittel gefunden hatte. Und bis dahin gab es eine Menge Sprachen zu lernen. Viele vergessene Schriften zu ergründen. Und noch mehr Legenden zu bewahrheiten!
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Jeromy Nelson   10.08.11 20:48

AUFZEICHNUNGEN


Beobachtung : Wandlung


23. März 2006

Ich versteh nicht, was das heute gewesen war. Ich weiß nur, dass die Wunde mit 30 Stichen genäht werden musste. Es war ein Wolf oder ein wilder Hund, der mich angefallen hat. Aber er war so groß. Als wäre es nicht genug, dass ich auf diesen Dan herein gefallen wäre und er mich fast...


29. März 2006

Im Krankenhaus glaubten die Ärzte, ich hätte mir eine Infektion eingefangen.Sie gaben mir ein Serum gegen Tollwut und Tetanus , spritzten mir unzählige Antibiotika und ließen mich nach einigen Tage der Beobachtung wieder gehen. Zunächst schien auch alles problemlos.


08. April 2006

Nachdem die Fäden gezogen worden sind, ist die Wunde jetzt nur noch ein weißer Abdruck auf meiner Haut. Mehrere unförmige weiße Linien. Allerdings fühle ich mich so sonderbar.
Beobachtete Symptome:
Schwächeanfälle, Schwindel, Verkrampfungen und verstärkte Muskelaktivität, Fieberschübe.
Sonderbarerweise kann ich nachts keinen Frieden finden, trotz der Müdigkeit laufen alle meine Sinne und Muskeln auf Hochtouren.


11. April 2006

Es wird immer schlimmer, ich kann seit Tagen nicht mehr schlafen. Die Geräusche sind unerträglich laut, so laut dass es schmerzt. Die Farben waren zu beginn so grell, dass ich sie nicht ertragen konnte. Ich konnte die Helligkeit nicht ohne Sonnenbrille ertragen.Doch mittlerweile sehe ich alles rot. Es ist so, als würde man ständig eine Brille tragen mit blutroten Gläsern. Doch anstatt dass die Farbe warm wirkt, lässt sie alles hinter einem Schleier aus Wut verschwinden. Ich kann mich nicht konzentrieren und fühle Schmerzen in jedem Muskel. Ich bin nervös, kann keine Ruhe finden, nicht schlafen. Was geschieht mit mir? Ich fühle wie mein Herz und meine Muskeln auch Hochtouren laufen. Lange halte ich diesen Zustand nicht durch.


15. April 2006

Ich weiß nicht, was ich glauben soll... ich möchte,dass es nur ein Alptraum war. Da waren diese Schmerzen, nichts als Schmerzen gewesen. Ich konnte nicht denken, ich dachte ich sterbe. Ich hörte meine eigenen Knochen brechen und meine Muskeln brechen, nach einander. Ich konnte nicht atmen und ich dachte ich verbrenne von dieser Hitze, die aus meinem Inneren kam. Es dauerte einen ganzen Tag – ich schätze es müsste der 12. Januar gewesen sein. Und dann war der Schmerz in der Nacht weg. Und die Gedanken. Ich weiß nicht, was geschehen ist. Ich war frei. Losgelöst. Keine menschlichen Empfindungen. Es war nur ein Fühlen. Bruchstückhafte Erinnerungen, wie ich durch den Wald jage, durch die Straßen, schneller als ein Mensch jemals könnte. Und dieser Hunger. Ein vertrauter Geruch. Der Geruch führte mich durch die gesamte Stadt. So viele Geräusche und Eindrücke. Und der Wind und die Freiheit. Es war unglaublich. Berauschend. Alle Farben wirkten greller, wärmer, roter. Ich fühlte mich so stark.
Der Geruch, er führte mich überall hin, ich folgte ihn. Und dann sah ich ihn. Den Mann von damals. Den Mann aus dieser Nacht vom 23. März. Ich wollte ihn. Wollte ihm die Kehle zerbeißen, ihn in winzige Fetzen reißen. Ausbluten. Ausweiden. Ich konnte mich nicht halten. Ich war ein wilder Tier. Doch er war kein Mann. Ich weiß nicht, ob es nicht doch ein Fiebertraum war. Dann war er ein Wolf, größer als ich. Aber der Geruch und sein wilder Herzschlag ließen die Jagdinstinkte erwachen. Ich setzt auf ihn zu. Er wehrte sich. Ich wusste, dass er mächtiger war als ich und es war egal. Ich wollte Vergeltung, oder Rache... egal... ich wollte sein Blut und ich konnte nicht inne halten, bis er tot war. Es tat mir nicht Leid, ich genoss es, ich liebte es. Und in der zweiten Nacht war es das Selbe, nur dass es kein Mensch war, es war ein Hund, ein großer und dann kam ein zweiter Mensch. Ich glaubte, es sei ein Mensch, aber er hatte so sonderbare spitze Fänge wie ein Tier. Und als ich erwachte war ich nackt. Meine Wohnung ein Trümmerhaufen und alles voller Blut... ich war das nicht...
Wie kann ich so grausam sein. Das kann nicht sein. Wie kann sich ein Mensch in einen Wolf verwandeln. Wie kann ein Mensch so grausam sein und andere Menschen auf diese Weise töten... Das kann nicht sein... ich... nein...


09.Mai 2006

Ich weiß nicht, wie ich den Mut dazu fand, aber ich erzählte es Evy, in der Hoffnung sie könne bestätigen, dass es nur ein Traum sei. Evy kannte immer einen Ausweg. Und auch dieses mal. Aber sie stritt es nicht ab. Sie erzählte Schauergeschichten von Werwölfen und Mondwandlern. Nein. Das gibt es nicht. So etwas bin ich nicht...


11. Mai 2006

Es beginnt von vorn... alles... die Eindrücke, die Gefühlte, die Wut und da ist diese Stimme in meinem Kopf, die mir sagt, dass ich töten soll... ich halte das nicht aus... bitte Gott... bitte bitte lass es aufhören. Das kann nur ein Alptraum sein...


15. Mai 2006

Wie kann sie Recht haben? Wie kann ich dieses Monster sein...? Evy hielt es für das Beste mich zu ihrem Arbeitgeber zu bringen, bis dahin hatte ich gedacht, dass er ein antiquierter Brite sei, ebenso wie sein Antiquariat. Aber er war es nicht. Er nahm sich die Zeit mir alles zu erklären. Und ich muss eingestehen, er hatte Recht. Ich bin eine Gefahr für die Menschheit. Für meine Umgebung. Ich bin nur sicher, solange ich eingesperrt bin in seinem sonderbaren Keller, verschlossen hinter einer dicken Tür aus Eisen. Ich bin ein Tier. Mörder. Ich hab diese Menschen ermordet... Sie sollten mich am besten für immer einsperren. Ich will und kann nicht mit dieser Schuld leben...mit diesen Stimmen...mit dieser Blutgier und dem Gefallen daran...zu was bin ich geworden...ich muss fort,damit ich nicht Evy und James das Selbe antue... ich muss gehen... nein...am besten,ich sollte es gleich beenden,damit ich keine Gefahr mehr darstelle...

13. Juni 2006

Sie lassen mich nicht... ich dachte,es wäre einfacher, ich wäre keine Last und keine Gefahr mehr. Aber James hat mich gefunden, als ich bewusstlos war... er hat Einiges an Giften in seinem Haus, ich zweifle, dass es ein einfaches Antiquariat ist. Er steckt da drin. Ich bin mir sicher, er ist kein Mensch. Er hatte ein Geheimnis. Vielleicht ist er wie ich... oder ich liege ihm am Herzen, weil ich Evys Schwester bin. Auf alle Fälle hatte er mich rechtzeitig gefunden und mit ein Gegengift gegeben. Zu unserer aller Sicherheit hat er mich weggesperrt für die Tage um Vollmond. Er sagt, er kenne einen Ort, wo ich Hilfe finden könne. Diese Leute kennen sich damit aus... aber ich bin da nicht so sicher... ich bin mir in nichts mehr sicher... noch nicht mal darin wer ich bin... oder was ich bin...


27. Juni 2006

James hatte nicht zu viel versprochen. Es gibt diese Einrichtung wirklich. Mit den Tickets, die er mir besorgt hatte, war es ein Leichtes nach Vancouver zu gelangen und auch diese Einrichtung war kaum zu übersehen. Gestern noch saß ich hier und füllt sinnlos und hoffnungslos Bögen aus und heute schon ging ein Anruf ein, dass sie mich nehmen wollen. Sie wollen mich ausbilden,mir eine Anstellung geben und eine Zuflucht und für die Sicherheit meiner Umgebung sorgen. William, der Leiter, sagte er sei ein Vampir und sei nichts schändliches daran anders zu sein. Er schwor, ich könne wieder ein normales Leben führen, bis auf die Ausnahme von 3 Nächten. Es gäbe einen Weg... Ich hoffe es... ich will ihm glauben... ich werde ihm glauben und die Stelle annehmen.Noch heute werde ich in dieses alte Gemäuer ziehen...
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BeitragThema: Re: Jeromy Nelson   10.08.11 22:01

Erste Erfolge – Das Serum


03. Juli 2007

Es ist erstaunlich, nun bin ich seit einem Jahr hier. William ist wundervoll, er ist wie ein zweiter Vater, nein wie der Vater, den ich mir immer gewünscht hatte. Und diese Welt, in der er lebt: diese Wesen, die Magie... nie hätte ich zu träumen gewagt, dass es das alles gibt. Es gibt so Vieles für mich zu lernen, zu sehen,nach zu holen. William ist der Einzige,dem ich vertraue, auch wenn ich nicht viel über ihn weiß, außer dass er außerordentlich klug und alt ist. Er kennt die Wahrheit über die Bestie und was in den Nächten damals geschehen ist. Er hat sein Versprechen gehalten, ich habe seit dem niemandem geschadet.
Auch muss ich zugeben, dass ich jemanden kennen gelernt habe:Henry. Er ist hier als Techniker angestellt. Ich mag ihn wirklich sehr. Er ist lustig und lebensfroh, verrückt, aufmerksam und verdammt süß. Und normal! Ein Mensch. Im Grunde das krasse Gegenteil von mir. Vermutlich mag ich ihn deshalb so sehr. Ich schätze, dass auch er mich mag, denn er versucht seit jeher seine Pausen mit mir zu verbringen. Aber je näher ich ihm komme, desto deutlicher wird mir wie anders ich bin, Wie gefährlich ich ihm werden könnte. Und die Bilder kommen hoch.Erinnerungen an all das Blut und die Freunde darüber. Ich will nicht, dass er auch so endet.
Und der Wolf? Den kann ich nicht einsperren, er ist immer da. Immer in meinem Kopf. Mal leiser, mal lauter. Ich hasse ihn. An manchen Tagen treibt er mich in den Wahnsinn, dass ich mir denke, einfach einen Schlussstrich ziehen. Ich kann so nicht weiter machen.
Doch auf der anderen Seite sind da meine Erfolge. Ich begreife schnell und lerne schnell. Besonders Sprachen und Zeichen. Es ist mir ein Leichtes mir eine Sprache anzueignen und sie zu verstehen und Bücher in fremden Sprachen zu lesen. Sogar in alten, besonders in alten.William riet mir die baltischen Sprachen zu lernen, könnte ich einmal Russisch, wäre der Rest kein Problem. Er sagte, da gäbe es einige Geheimnisse für mich zu ergründen. Und Chemie... eines Tages will ich dieses Tier ausrotten. Ich will verstehen,wie es funktioniert und ein Gegenmittel finden. Etwas, damit ich es beseitigen kann... denn ein ganzes Leben so fristen... das werde ich nicht können...



19. Mai 2008

Endlich verstehe ich es. Ich verstehe William! Unglaublich! Es gibt kein Land auf dieser Welt, dass so viele Geschichten zu erzählen weiß über die Wandelwesen wie das Baltikum. Von Gestaltwandlern,Wendigos, Mondwandlern, Werwölfen zu Upieren. Es ist wirklich faszinierend. Zu dumm, dass die wenigstens Geschichten verschriftlicht sind. Aber die Menschen im Osten sind sehr abergläubisch. Auch die heutigen Einwanderer. Von ihnen hört man die eine oder andere Geschichte über die Vampire und Werwölfe...


11. Juli 2007

Ich habe beschlossen, das ganze anders anzugehen. Rein logisch.
Ich wurde durch einen Biss zum Mondwandler. Diese sind abhängig vom Mond,im Gegensatz zu den Werwölfen.Also wird es in beiden Fällen über das Blut übertragen. Allerdings fand ich auch Geschichten, besonders bei den russischen Stämmen, dass man auch als solcher geboren werden kann. Also habe ich meinen Speichel und Blut untersucht.
Es stellte sich heraus, dass es wirklich über Flüssigkeiten übertragen wird,die direkt durch eine Wunde in die Blutbahn eines anderen geraten, denn in meinem Blut selbst finden sich kaum Spuren des Virus. Es scheint mutiert zu sein. Es erinnert mich an das Aidsvirus, nur dass es sich selbst scheinbar in den Körper einbauen kann. Also bin ich zu folgenden Ergebnisse der Forschung gelangt:
1. Dass es sich um ein Virus handelte, ein komplexes und mutiertes noch dazu
2. Dass es sich auf den gesamten Körper auswirkt:
- es veranlasst den Körper – wenn auch nur in geringem Maße – mehr Testosteron zu bilden
- ebenso steigerte es die Adrenaliausschüttung
→ was somit ihre Aggressivität und Gewaltbereitschaft steigerte
3. und die wichtigste ihrer Erkenntnis: das Virus enthält eine Information zur Bildung eines Enzyms, eines Enzym, das bei Menschen nicht vorhanden ist. Und dieses Enzym ist es, das den Muskeltonus am stärksten beeinflusst und vermutlich die Verwandlung herbei führt. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um eine Transferase oder Mutase handelt... allerdings ist es ein uns bis hier unbekanntes Enzym. Es ist erstaunlich wie sehr es den Körper verändert. Es macht ihn resistenter gegen Krankheiten und äußere Einflüsse. Es macht ihn stärker und robuster. Ein Mensch würde einem solchen Pult und Tonus auf Dauer nicht lange durchgehalten.Außerdem fördert es die Heilung und beschleunigt sie um die Hälfte. Allerdings scheint es je näher man dem Vollmond ist,desto stärker ausgeschüttet zu werden. Womit es im menschlichen Blut kaum nachzuweisen ist und Henry mir zur Hand gehen musste und mich in der Wolfsform schlafen legen musste.
Weshalb dieses Enzym auf den Mond jedoch reagiert,wo es produziert wird und seine genaue Funktionsweise bleiben weiter ein Rätsel, das ich noch nicht lösen kann.


07. August 2008

Ich bin auf eine Geschichte gestoßen, in der heißt es, dass es ein Dorf in der Ukraine gibt, nahe Rumänien, dort war ein Dorf von solchen Bestien befallen worden und sei seien geheilt worden durch einen besonderen Trank. Das Rezept kennt allerdings niemand bis auf die Einwohner und sie hüten es, falls die Wölfe zurückkommen. Nun, da ich langsam die Funktionsweise des Virus verstehe, gibt es vielleicht einen Möglich es als Krankheit zu behandeln. Vielleicht gäbe es ja einen Stoff, der die Ausschüttung dieses Enzyms verhindert und mich davon befreit, denn wenn ich ehrlich bin. Es ist eine Krankheit.


24. Dezember. 2008

William glaubt, ich sei besessen. Soll er doch,so lange ich nur den Wolf loswerde und diese unstillbare Blutgier und diesen Drang zu töten. Die Reise war nicht unbedingt beschwerlich, aber lange. Es dauerte lang das Dorf zu finden und die Bewohner zu überzeugen. Ich muss zugeben, das Ergebnis war ernüchternd. Ich habe zwar etwas gefunden, doch es war anders als erwartet. Es ist kein Heilmittel. Es kann keines sein. Es ist nur ein Rezept für ein Beruhigungs- oder womöglich für ein Rauschmittel... es ist wirklich zum Verzweifeln...


17.März 2009

Es hat verdammt lang gedauert. Aber ich glaube es war nicht alles umsonst. Die Mischung macht's! Wer erwartet denn schon, dass Schlafmohn, Katzenblutkraut und Schöllkrautwurzel, die eigentlich betäuben,berauschen, desinfizieren und verheilen und vergiften zusammen eine Mischung ergeben, die ein Wölfchen zum Schlafen legt.
Diesen Monat konnte ich nicht anders, ich musste es wissen. Ich habe das Serum ungeachtete aller Nebenwirkungen ausprobiert. Und es war ein kleiner Erfolg. Die Raserei endete. Die Muskeln blieben relativ entspannt,die Spannung war nicht so unerträglich und auch der rote Film blieb die meiste Zeit aus. Der Wolf schwieg und hetzte nicht. Es war so friedlich. Das einzige was da war, war die ständige Müdigkeit, aber diese Nebenwirkung nehme ich gern in Kauf.



07. Juni 2009

Dieses mal war der Wolf nicht so still. Er war da im Hintergrund,leise...



07. Juli 2009

Der rote Film war wieder da und ich konnte das Heulen hören. Ich spürte den Wolf deutlich an seinen Ketten reißen. Ihm gefällt es gar nicht betäubt zu sein. Ich musste eine größere Menge des Serums aufwenden.
06. August 2009

Um die Verwandlung aufzuhalten reichte dieses mal die Menge von letzten mal nicht aus. Ich muss sie nahe zu verdoppeln, damit der Wolf still ist...


04. September 2009

Dieses mal war es die vierfache Menge der Anfangsdosis und ich bekomme den Wolf nicht still, dafür wird die Müdigkeit immer schlimmer und ich muss ständig im Rhythmus von mehreren Stunden nachspritzen, selbst wenn ich das Serum konzentriere.


04.Oktober 2009

Ich glaube das Serum verliert seine Wirkung oder das Mistvieh gewöhnt sich daran. Ich muss mich nahezu selbst bis ins Koma betäuben um die Verwandlung aufzuhalten, aber zum Schweigen kann ich es nicht mehr bringen... ich brauche dringend eine neue Lösung...
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Jeromy Nelson   10.08.11 22:03

Forschungsfall: Mondfluch/Sonnenfluch

04. November 2009

Ich kann nicht mehr klar denken... dabei ist es genau das, worauf ich angewiesen. Zur Zeit gibt es so viele Dinge, die mich beschäftigen. Aber vor allem gibt es da diese Geschichte. Die Geschichte von Katharina Petrowa, der Zarin Russlands. Eine Legende besagt, dass die Vampire und Wandelwesen älter sind als die Menschheit. Diese Wesen waren früher nicht gebunden an Tag und Nacht, nicht gebunden an Mond und Sonne. Vampire konnten unter Tags wandeln und Wendigos und Mondwandler wa
ren frei vom Fluch des Mondes. Aber die Menschen erlegten diesen Wesen, die so viel stärker waren als sie selbst, vor rund 6000 Jahren einen Fluch auf. Das war damals zur Hochzeit der Sumerer. Heute noch berichten vereinzelte Quellen davon wie das Volk große Feste feierte und bei ihren Schauspielen Wolfsfelle und Wolfsmasken trug um den Sieg über die Wesen nachzustellen.Von da an also flohen reinblütige Vampire vor dem Sonnenlicht. Aber ich weiß ebenso, dass nicht reinblütige Vampire vom Fluch der Sonne verschont sind, aber auch die, die durch den Zauber einer mächtigen Hexe oder eines Magiers Schutz vor der Sonne gewährt bekommen. Und die Wandler waren von da an den Mond gebunden. Den mächtigen unter ihnen – den Werwölfen und Werkatzen, ich bin mir nicht sicher ob Gestaltwandler auch darunter fallen, gelang es sich davon zu lösen und manchen sogar dieses Virus ihrem Willen zu unterwerfen. Somit können sie sich nach ihrem Willen frei verwandeln.
Andere, so wie ich selbst, blieben aber Sklaven des Fluchs.
Zwei Steine waren es also, die den Fluch in sich bargen.Es heißt weiter, wer die blaue Götterstatue aus Lapislazuli besitzt brauch die Sonne nicht zu fürchten und kann den Fluch aller Vampire lösen.
Derjenige, der den heiligen Mondstein findet, findet auch die Heilung von dem Fluch des Mondes.



21. Dezember 2009

Es gibt einige russische Quellen,die berichten Zarin Katharina I sei eine Vampirin gewesen. Sie war eine einfache Bauerntochter, die mit 17 in Lehre zu einem Theologen geschickt wurde. Dieser verheiratet sie mit einem schwedischen Grafen (die Namen tun hier nichts zur Sache,sie geben keinen Aufschluss über den Verbleib der Steine). Dieser Graf fiel darauf im russiche-schwedischen Krieg. Katharina kam als Gefangene in die Hände von Boris Peter Scheremetew, einem reichen und mächtigen Adeligen, der enge Beziehungen zum russischen Zaren pflegte. Er habe sie verwandelt und zu einem Kind der Nacht gemacht, schrieb der Zar in seinen Memoiren. Mit der Hilfe Scheremetews ließ sie nach der Statue suchen. Es gelang ihnen die beide zu finden um sich von dem Fluch zu befreien. (in der syrischen Quelle heißt es, beide Steine werden immer zusammen aufbewahrt und dürfen nicht getrennt werden oder in falsche Hände geraten)
Für Katharina wurde eine Halskette gefertigt und für Scheremetew ein Ring. 1703 gelang es ihr außerdem den Zaren Peter I zu umgarnen und seine Frau und Zarin zu werden.Doch mit dem Tod der Zarin 1727 starb auch das Geheimnis über den Verbleib der magischen Steine, die Epochen bereits überdauert hatten. Scheremetew fiel irgendwo, seine Grabstätte ist nicht bekannt, doch mit ihm wurde auch sein Ring begraben, so viel steht fest.


27. Dezember 2009

Heute gibt es zahlreiche Hinweise auf den Aufenthaltsort der Steine. Viele sind Hinweise darauf, wo die Steine sich einst befanden, viele auch nur Sagen, vor allem die älteren. Es gibt auch Quellen die besagen, Scheremetew sei in der Mongolei gefallen und der Stein sei dort. Katharinas Halskette sei von Generation zu Generation weiter gegeben worden, doch ihre Linie starb bereits vor 100 Jahren aus. Es gibt Museen in Budapest, die sich damit schmücken den Mondstein zu besitzen. Die Originalität wird jedoch bezweifelt.
Und wenn ich die Steine einst gefunden habe, welcher Bann ist es dann, der den Bann erlöst. Und vor allem kann ich so egoistisch sein und nur mich selbst von dem Fluch erlösen. Wer weiß, was für eine Plage ich loslösen könnte, wenn ich alle Wandler und Vampire auf die Welt los lasse.
Aber ich muss die Steine finden.


02. Januar 2010

Ich habe mich im Kreis gedreht, so viel steht fest. Die gesamten Aufenthaltsorte müssen noch mal geprüft werden. Laut einer lebenden Quelle wurden beide Statuen bereits von Vald Dracula zerschlagen und nicht erst durch Katharina I. Meine neue Annahme lautete nun, dass sie diesen Kelch gefunden haben musste. Somit muss nach allen möglichen Erwähnungen von Krügen gesucht werden. Und nach wie vor von der Halskette. Aber vermutlich befindet sich der Mondstein noch immer in besagtem Kelch. Also hat der Kelch Vorrang. Ich hoffe inständig, dass mir dieser Ascan helfen können wird.Wenn er ein Zeitzeuge Draculas ist, könnte das vielleicht ein wichtiger Hinweise sein.


28. Januar 2010

Ascan hatte Recht behalten. Vlad war wirklich in Besitz dieser Steine gewesen, ich fand sogar Abbildungen von ihm mit dem Kelch in Händen. Es ist also wahr. Alles deutet darauf hin, dass er wirklich ein Vampir war. Allerdings war die Gruppe der Werwölfe nicht namenlos. Es war eine Gruppe, die sich um den Forscher und Vampirjäger Van Helsing gescharrt hatte. Nach Vald's nicht ganz gewaltfreiem Tod durch die Werwölfe hatte wirklich Abraham Van Helsing wirklich den Kelch mit sich genommen und die beiden Steine daraus entfernt, denn auch er litt an dieser obskuren Krankheit. Nach seinem Tod war der Kelch und die Steine in Annas Besitz übergegangen, die seine einzige Tochter war. Diese war nach seinem Tod zunächst nach Rumänien und dann nach Russland gegangen, als ihr der russische Fürst Scheremetew ihr eine Unsumme von Geld geboten hatte und so war auch sie an den königlichen Hof gelangt. Somit schließt sich der Kreis und ich bin erneut bei Katharina I geendet.
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