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 Vom Narrenmond beschienen

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BeitragThema: Vom Narrenmond beschienen   10.09.11 18:22


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VOM NARRENMOND BESCHIENEN

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Vancouver - Kanada
Sanctuary "The Guardian" - Ascans Räumlichkeiten / Limbus
Morgen des 03. Februar 2010


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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   11.09.11 7:54

Vancouver – Kanada
Surrey Road 56 am Port Mann Park, upper Surrey district
Jeromys Schlafzimmer, Nacht vom 02. - 03. Februar 2010

„Ascan!“, stöhnte sie leise und erwachte vom Klang ihrer eigenen Stimme. Ruckartig setzte sie sich auf und wusste zuerst nicht wo sie war. Dunkelheit umgab sie. Ihr Herz pochte wie verrückt und ihr Gesicht glühte regelrecht. Sie keuchte leise und verstand nicht wirklich was geschehen war. Nur sehr langsam gewöhnten sich ihre Augen daran und sie erkannte die vertraute Umgebung, realisierte dass sie zu Hause war. Ganz allein. Sie lag allein in ihren Futonbett, von draußen erhellte das wenige Licht der Straßenbeleuchtung ihr Zimmer. Sie machte ein Paar tiefe Atemzüge in dem verzweifelten Versuch sich zu beruhigen. Jeromy zog die Decke bis ans Kinn und lehnte sich zurück. Doch erst bei dieser einen Bewegung bemerkte sie die Feuchte und Hitze zwischen ihren Schenkeln. Bemerkte den durch und durch feuchten Stoff ihrer Unterwäsche. Verdammt, das konnte doch nicht wahr sein. Mit ein paar schnellen Handgriffen entledigte sie sich ihrer Unterwäsche, die unachtsam neben dem Bett landete. Die Bettdecke fühlte sich kühl an im Vergleich zu ihrer brennenden Haut.
Der Vollmond war mittlerweile Tage her, die Wölfin gab vorerst Ruhe, da sie sich zumindest mehr als in der bisherigen Zeit vorgekommen war, austoben durfte. Sie war sogar so still, dass Jeromy sie manchmal vergaß. Vergaß, dass sie da war.
Sie atmete tief durch und legte sich auf den Rücken, doch kaum dass sie die Augen geschlossen hatte, sah sie Ascan. Aber nicht den Ascan aus dem Labor, sondern den Ascan aus ihrem Traum, der sie im Artefaktraum geküsst hatte. Dieser Vollmond war nicht ohne Spuren an ihr vorbeigegangen. Die Bilder vor ihrem geistigen Auge waren realer, als sie es gewollt hatte. Er hatte so verdammt gut ausgesehen. Einfach umwerfend. Und sogar die Wölfin hatte sich das Bild und seinen Geruch gemerkt. Was für ein absonderlicher Traum und dennoch holte er sie ein.

Erneut sah sie Ascan vor sich in seiner Lederhose und seinem Shirt. Sie saß vor ihm auf dem Tisch. Sie war seinem Befehl gefolgt und hatte „ihren Oberkörper frei gemacht“, wie er es einmal ausgedrückt hatte und noch einiges mehr. Seine Finger tauchten in die rotbraune Pampe in den Tiegel ein und strichen über die ihre. Zeichneten zunächst etwas auf ihren Rücken, dann ihre Schultern, ihre Arme, zeichneten eben jene Zeichen auf ihre Brüste und ihren Bauch. Sie fühlte seine Hände auf ihrer Haut, sanft und dennoch stark.

Jeromy stieß ein leises Seufzen aus, was für ein Traum. Und sie bezweifelte sehr stark, dass Ascan ihr diesen Traum eingepflanzt hatte. Ihr Atem beschleunigte sich wieder bei dem Gedanken an ihn und den Traum. Sie spürte wie sich die Muskeln in ihren Schenkeln und ihrem Unterleib schmerzhaft anspannten. Ohne wirklich bewusst zu wissen was sie tat, wanderte ihre Hand zwischen ihre Beine und begann gewisse Punkte zu berühren, zu streicheln, sich durch diese Berührungen Erleichterung zu verschaffen. Es war das Gefühl, das sie im Traum gefühlt hatte. Ein ähnliches Gefühl, wie sie es bei dem Kuss verspürt hatte.

Sie sah ihn wieder vor sich. Irgendwann hatte sie ihre Hände nach ihm ausgestreckt, hatte sie über seine Brust, zu seinen Schultern gleiten lassen, unter sein Shirt, das eng an seinem Körper lag sodass man seine Konturen zu deutlich erkennen konnte. Doch das war nicht genug. Bald war sie so ungeduldig gewesen, dass sie es ihm über den Kopf gezerrt hatte. Seine Muskeln und Sehnen zeichneten sich deutlich ab - aber davon hatte sie bereits in dem Raum mit dem See einen Eindruck erhascht. Er war wirklich sehnig und athletisch gebaut und groß, wie sie einmal mehr festgestellt hatte. Ihre Hände waren bewundernd über seine Haut gewandert und folgten den organischen Formen von seinen Schultern, über seine Brust, seinen Bauch hinab zu den Hüften. Seine schwarze Lederhose saß tief, so dass sie deutlich seine leicht hervorstehenden Hüftknochen sehen konnte. Sie hatte sich dicht an ihn gedrückt. Ihre Hände hatten ihn zu ihr herab gezogen, während seine Arme sie gehalten und ihren Leib enger an seinen gezogen hatten, so dass sie deutlich fühlen konnte, was unter dem Leder war. Sie hatte seine Berührungen überall gespürt, hatte sie genossen und unbewusst Küsse und Berührungen auf seiner Haut verteilt, bis die Ungeduld sie in den Wahnsinn getrieben hatte, die Sehnsucht und die Neugierde, die Lust. Sie hatte ihn so sehr gewollt, ohne zu wissen wie oder wieso. Sie hatte nur gewusst, dass ihr etwas fehlte. Ihre Hände hatten sich ihren Weg in seine Hose gebahnt, hatten den Verschluss geöffnet und sie ein Stück weit hinab geschoben.
Sie hatte gewinselt, gebettelt, ohne genau zu wissen, wonach eigentlich. Seine Hände hatten ihre Hüften fest umfasst und an ihn gezogen und dann...


Jeromy stöhnte laut auf, als sie die eigenen Finger ein kleines Stück weit in ihrem Inneren fühlte. Ihre Muskeln spannten sich an und ihr Körper bäumte sich auf, während sich die eigenen Hüften ihrer Hand entgegen drückten, so wie sie es in ihrem Traum an ihn getan hatten.

Sie hatte ihre Finger in seine Haut gebohrt, ihn unkontrolliert gekratzt, hatte in seine Schulter gebissen um einen triebhaften Schrei zu unterdrücken, während er sich in ihr bewegt hatte. Sie hatte sich verzweifelt an ihn geklammert und sich fallen lassen. Sie hatte aufgehört zu denken. Keine klaren Gedanken, nur ihr beider Keuchen, seine roten Augen, sein wundervoller Körper und all diese Gefühle, die es in ihr auslöste. Sie waren überwältigend. ER war atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes, alles was er war und tat war fantastisch. Allein ein Blick hatte ausgereicht und sie war ihm verfallen, sie hätte sich nicht gewehrt, ganz gleich was er von ihr verlangt hätte. Sie hatte seinen Namen mal leise geflüstert, einmal ungezügelt heiser geschrien.

„Ascan...“, keuchte sie seinen Namen als dieses Erlösung sie kraftlos in die Kissen zurück sacken ließ und ein warmes und wohliges Gefühl zurück ließ. Sie wagte nicht die Augen zu öffnen, in der Angst, dass der Traum dann verschwinden würde. Verdammt es war mindestens 6 Jahre her, seit sie das gemacht hatte, seit sie selbst Hand angelegt hatte.Doch das war nicht alles.

Als sie zum ersten mal kraftlos unter ihm auf dem Schreibtisch zusammenbrach, dauerte ihr Traum noch einige Runden weiter und führte sie hinab in die Gemäuer, wo er den Werwolf in Schach gehalten hatte an Vollmond. Ihr Traum führte sie in die Zelle und zu den uralten Ketten, die sicher einst genutzt worden waren, doch nicht zu solchen Zwecken. Sie mochte es, dass er so viel stärker und mächtiger war, dass sie schwächer war. Sie begab sich nur zu gern in seine Gewalt und genoss alles, was er mit ihr anstellte, Dinge tat, von denen sie noch nicht einmal wusste, dass diese irgendwo in ihrem Unterbewusstsein verankert waren...

Vancouver - Kanada
Sanctuary "The Guardian" - Ascans Räumlichkeiten / Limbus
Morgen des 03. Februar 2010

Als am Morgen die Sonne sie weckte, lag Jeromy noch immer nackt in ihrem Bett. Was für ein krasser Traum. Nur ein Traum. Bedeutungslos sagte sie sich... doch wie sollte sie Ascan unter die Augen treten, nachdem sie nun feststellen musste, dass er zu ihrer nächtlichen Fantasie geworden war. Nachdem sie Dinge getan hatten, die sie nur in absonderlichen Träumen tun würde, die nicht real waren. Sollte der Kuss der Auslöser für all das gewesen sein? Wie konnte das möglich sein?

Sie fühlte sich verunsichert wegen dem, was gestern vorgefallen war und sie hatte keine Ahnung was es zu bedeuten hatte. Hatte nicht den blassesten Schimmer wie es nun weiter gehen würde, ob er der gleichgültige, kalte Ascan wäre oder ob er diese aufrichtige Person, die sie am Vortag hatte kennenlernen dürfen. Aber sie wollte sich diese Unsicherheit unter keinen Umständen anmerken lassen und mehr noch, sie hatte dennoch gute Laune und sie fühlte sich wohl, was deutlich an ihrer Kleidung zu erkennen war. Ihre Beine steckten in hautengen, dichten schwarzen Strumpfhosen, hohen schwarzen Lederstiefeln mit Absätzen, die einmal – da sie keine Hose trug – endlich zu sehen waren, und einem sehr engen Lederrock, der ihr gerade einmal bis zur Mitte der Oberschenkel reichte und hinten seitlich ein Stück geschlitzt war. Dazu trug sie einen auffallend karmesinroten, enganliegenden Rollkragenpullover und ihre Weißgoldohrringe. Ihr pechschwarzes Haar, das noch glatter als sonst war, fiel ordentlich auf ihren Rücken hinab. Sogar ihre Wimpern wirkten länger und schwärzer und ihre Lippen roter als gewöhnlich. Von Unsicherheit blieb kein Zeichen, stattdessen war da eine junge, attraktive und gefasste Frau. Sie wusste nicht, wo sie Ascan suchen sollte außer in den Räumen, die ihm William zugeteilt hatte. In den Limbus konnte sie wohl kaum selbst hineinkommen ohne ihn. In aller Frühe war sie also von Zuhause aufgebrochen und hatte sich vorzeitig zur Arbeit begeben, denn schlafen konnte sie ohnehin nicht. Wenn sie die Augen schloss, kehrten wieder die Bilder aus ihrem Traum zurück.
In ihrem Magen flatterte es und sie war nervös, denn dafür gab es mehr als genügend Gründe. Sie klopfte erneut, gezielt und exakt drei mal mit den Knöcheln gegen seine Tür.
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   15.09.11 10:36

Ascan hatte den Rest des Tages damit zugebracht weiter zu forschen. Nun zumindest hatte er es vorgehabt, doch so sehr er es auch versucht hatte, war bereits nach wenigen Stunden ein unbestimmbares Bedürfnis in ihm so stark geworden, dass er es in dem Keller kaum ausgehalten hatte. Den Limbus hatte er gar nicht erst in Betracht gezogen. Auch wenn er es nicht mal vor sich selbst zugab hätte, er hatte es nicht über sich gebracht die Zeit bis zu ihrem Wiedersehen absichtlich zu verlängern. Doch nachdem das Gefühl in ihm aufgetaucht war, hatte sich ein Gedanke in ihm festgesetzt. Das Haus hier war viel zu leblos und er musste etwas daran ändern. Kurz darauf war ihm Jeromys Geschichte von der Katze eingefallen und Ascan gefiel die Idee sehr gut, dass er einen Wächter hier einsetzen könnte, der nicht so kalt und leblos wie die Rüstungen oder die Gargoyles waren und so hatte Ascan sich kurzerhand in die Stadt teleportiert und hatte etwas getan, das er in seinem ganzen Leben noch nicht getan hatte. Er war durch die Stadt spaziert auf der Suche nach einem Tierladen. Er hätte sich natürlich auch ein Tier herbei zaubern können, allerdings befürchtete er das dies den Effekt den er sich davon erhoffte geschmälert hätte.

Als er den Laden betrat, der die Aufschrift Cats'n Puppies trug, wurde er von der Frau, die hinterm Tresen stand, sehr genau und wohl etwas überrascht beäugt. Sie war blond und von kleiner, schlanker Statur mit einem hübschen Gesicht und einer etwas zu groß wirkenden Brille auf der mit Sommersprossen gespränkelten Nase. Als sie sah, dass Ascan ebenfalls etwas ratlos drein blickte, kam sie auf ihn zu.
"Kann ich ihnen helfen?"
Ascan sah sich im Raum um und dann zu ihr.
"Ich suche nach einem Haustier." Ein Satz, der der Ladenbesitzerin ein kurzes Lachen entlockte. "Nun dann sind sie hier richtig. Haben sie auch eine bestimmte Vorstellung was für ein Tier? Eine Katze, einen Hund, Fische." Sie schien kurz zu überlegen und sagte dann etwas zaghaft.
"Einen Hasen oder Hamster?" Scheinbar fand sie die Vorstellung, dass ein Mann wie Ascan sich so ein Tier zu legen würde, als sehr sonderbar und sogar komisch, denn ein unterdrücktes Lächeln legte sich auf ihre jungen Züge, während sie Ascan weiter scheinbar ohne Scham musterte. Ascan hingegen zuckte die Schultern.
"Ich weiß es noch nicht, dürfte ich mir mal ein paar ansehen...?" Das sah die Verkäuferin jedoch scheinbar als Kommando, dass er nun ihre Hilfe wollte, denn sie deutete ihm zu folgen und dann begann sie zu reden.
"Mein Name ist Marry, meiner Mutter gehört der Laden hier, ich arbeite nur aushilfsmäßig, wenn sie gerade was zu tun hat." Dann sah sie Ascan noch mal an. "Nun also wenn sie mich fragen, denke ich dass ein Hund am Besten zu ihnen passen würde. Vielleicht ein Dobermann oder ein Schäferhund? Oder sind sie eher der Familienmensch, dann würde ich ihnen einen Retriever oder Sheppard empfehlen." Sie führte ihn durch den Laden nach hinten, wo ein sehr großzügiges und offensichtlich von Tierliebhabern eingerichtetes Gelände war, wo die Hunde herumtollten und abgetrennt davon ein etwas kleineres für etwa zehn Katzen.
"Natürlich könnten sie sich auch eine Katze zulegen. Wohnen sie in einer Wohnung oder in einem Haus?" Doch noch bevor Ascan antworten konnte, redete sie bereits weiter. "In einer Wohnung sind Hunde natürlich arm dran, sie glauben gar nicht, wie viele sich einen Hund kaufen und den dann auf ein paar Quadratmetern einsperren und ich meine wirklich einsperren. Tiere sind Lebewesen wie wir auch und sie haben ebenso Rechte, auch wenn wir das oft nicht einsehen wollen." Ascan dachte bereits daran sich einfach wieder wegzuteleportieren und fand seine Idee mehr als dumm und fragte sich wie er nur darauf gekommen war, als sie die Tür zum Hundegehege öffnete, in dem sich die Welpen befanden und einige von ihnen scheinbar in Erwartung auf Futter zu ihr liefen.

"Sind sie nicht süß?", erklang ihre Stimme erneut, nachdem sie kaum zehn Sekunden geschwiegen hatte. Sie nahm einen der Welpen hoch und hielt ihn fast wie ein Baby.
"Was halten sie von diesem kleinen hier? Ein Mischling aus Australian Sheppard und Caddledog. Ein sehr guter Wachhund und sehr gelehrig. Wenn sie Kinder haben..." Sie hielt inne, so als ob sie diese Frage durchaus interessierte, schien sich dann jedoch eines besseren zu besinnen. "Also wenn sie Kinder haben, wird er auch mit Sicherheit sehr kinderfreundlich sein." Ascan strich ihm durchs Fell und der Welpe schnupperte an ihm und wich dann ein Stück zurück, wenn er sich auch von ihm durchs Fell streicheln ließ.
"Nein, ich glaube er ist der falsche für mich." Ascan hatte eigentlich keine große Lust auf dieses Wortgeplänkel und deshalb ging er einfach weiter und sah sich in dem Auslauf um. Vereinzelt lösten sich die Welpen nun wieder von ihnen, da nicht wie erwartet etwas zu fressen kam, und streunten wieder im Gehege herum. Einer der kleineren mit silbrig grauem Fell begann mit ein paar anderen herum zu raufen und jagte diese durchs Gehege. Obwohl er scheinbar zu den jüngsten hier gehörte, schienen die anderen beinahe Angst vor ihm zu haben. Denn sie flüchteten kurzerhand wieder zu der Verkäuferin, wo der Silberne abbremste und unbeeindruckt von den Worten der Verkäuferin, die ihn kurz schollt, bereits auf eine Gruppe von drei anderen Welpen zu sprintete, welche ebenfalls auseinander preschten.

Ascan beobachtete ihn eine Weile, dann ging er ihm nach. Erst unbemerkt von diesem, dann jedoch wurde er von den zwei unterschiedlich gefärbten Augen fixiert. Trotz seiner geringen Größe, die wohl gerade mal an die eines kleinen ausgewachsenen Chihuhahas heranreichte, stellte er sich breitbeinig hin und betrachtete Ascan genauestens, während dieser weiter auf ihn zu schritt. Ein Geräusch, das an eine Knurren gemahnte, jedoch aufgrund des Mangels an ausgewachsenen Stimmbändern kaum zu vergleichen mit dem eines ausgewachsenen war.
"Vorsicht, er ist ein wenig bissig manchmal, er kann zwar niemanden verletzen, aber seine spitzen Milchzähne können durchaus auch schon ein wenig wehtun." Erklang die Stimme der Verkäuferin, die Ascan beobachtete und den Welpen wieder absetzte.
"Er ist unser kleiner Raufbold in dem Haufen und kaum zu bändigen. Also wenn sie nicht sehr viel Auslauf haben, sollten sie sich gut überlegen, ob sie ihn nehmen. Auch mit ihren Möbeln sollten sie besser nicht zu bedacht sein, er wurde uns bereits einmal zurückgebracht, weil er ein halbes Wohnzimmer innerhalb von zwei Stunden Abwesenheit in ein Chaos aus Federn, Stofffetzen und Bissspuren verwandelt hat."
Als Ascan nur noch zwei Schritte von ihm entfernt war, schien der Welpe sich nicht einschüchtern zu lassen. Ascan ließ ihn ein wenig an seiner Hand zerren, ließ ihn ein wenig seien Kräfte erproben und ihn ausprobieren. Dann jedoch entzog er sich ihm wieder und stand auf.
"Ich nehme ihn." Die Verkäuferin wirkte etwas verwirrt nickte jedoch.

Den Rest hatte Ascan schnell abgewickelt. Er hatte die Verkäuferin nicht mehr wirklich zu Wort kommen lassen und nach ein paar weiteren Minuten hatte er noch eine Halskette und eine Leine bekommen und sogar mit Geld bezahlt. Das Wechselgeld hatte er nicht gewollt, was der Kassiererin beinahe Tränen in die Augen trieb bei der Menge, doch Ascan hatte sie nicht weiter beachtet und war mit dem Hund und einem Buch über Huskys, worauf sie noch bestanden hatte, dass er es mitnahm, in die nächste Gasse abgebogen und kurz darauf hatten sie sich im Anwesen befunden.
Den Rest des Tages hatte Ascan wie ein kleiner Junge damit zu gebracht mit dem Hund zu spielen und sogar für eine gewisse Zeit vergessen, dass er eigentlich hatte Jeromys Blut erforschen wollen.

Am nächsten Morgen wurde er früh von einer Hundezunge aus seiner Meditation gerissen, die ihm übers Gesicht leckte und als er nicht sofort die Augen aufmachte wurde daraus ein unzärtlicher Biss in die Nase, der jedoch selbst wenn Ascans Haut normal gewesen wäre, kaum mehr als ein leichter Schmerz gewesen wäre.
Der Welpe saß auf Ascans Brust und wedelte scheinbar zufrieden mit dem Schwanz, während Ascan, als er die Augen aufmachte, sehen konnte weshalb dem so war. Neben sich war das Kissen nicht mehr dieses Namens wert, denn es waren eigentlich nur noch Stofffetzen und ein unangenehmer Geruch stieg ihm in die Nase. Es dauerte eine Weile bis Ascan begriff worum es sich dabei handelte, doch als er aufstand und die Lacken unweit des Kastens sah, wurde ihm klar wonach es hier roch. Erst wirkte er verärgert und wollte den Hund schelten, doch dann kam ihm eine bessere Idee. Ein paar Worte und sowohl das Bett, als auch der Boden waren wie zuvor. Dann schnappte er sich den Welpen und ging mit ihm in den Keller. Ein versuchtes Knurren war zu hören, als Ascan ihn nicht auf den Boden ließ, gefolgt von einem ebenso versuchten Biss. Doch Ascan schritt zielstrebig voran...

So war es viel besser. Stellte Ascan fest, nachdem er das Ritual vollzogen hatte und auch der Welpe sah ihn nun aus, wie es schien, viel größeren Augen an. Auch hatte sich die Farbe der Pupillen verändert. Wo das eine zuvor blau gewesen war, zierte es nun eine rote Pupille. Wohingegen das andere das tiefe Grün behalten hatte.

Ascan sah auf die Uhr und befand, dass es Zeit war und kurz darauf befand er sich in seinem Büro im Sanctuary. Er ließ den Welpen hinunter, der sich fragend nach Ascan umsah und nach einem kurzen Augenkontakt und einem Nicken seines Herren verspielt damit begann den neuen Raum zu erkunden. Es dauerte nicht lange und drei kurze Klopflaute ertönten.
"Herein.", erklang von Ascan die Antwort, er jedoch schaute immer noch dem Hund hinterher und obwohl das Ritual bereits eine halbe Stunde zurücklag, war auch eines seiner Augen immer noch von dem selben rot wie es das des Hundes jetzt war.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   15.09.11 16:17

Jeromy hörte Ascans Stimme, die ihr die Erlaubnis gab einzutreten. Sie atmete durch und versuchte alles aus ihren Gedanken zu verbannen, auch wenn er sie nicht lesen würde. Ihr Abschied war sonderbar gewesen. Er hatte sie hier her teleportiert und wirklich einen leichten Kuss auf ihren Handrücken gehaucht, während sie nur versteinert in seine Augen geblickt hatte, unfähig etwas zu entgegnen. Und bevor sie sich hatte verabschieden können – sie hatte noch nicht einmal gewusst wie sich hätte verabschieden sollen – war er verschwunden. Dann der Traum. Oh Gott, bloß nicht daran denken. Sie schob die Bilder bei Seite, die ihren Geist umnebelten. Wieso musste es immer so schwer sein sich von ihm zu verabschieden und sich ihn dann erneut zu treffen. Sie wusste nie, was sie tun sollte, was sie sagen sollte. Besonders jetzt nicht.

Es war nun sicherlich mehrere Sekunden her, seit er sie herein gebeten hatte und die Zeit verstrich weiter. Sie umfasste die Türklinke fester und hatte das Gefühl eines Déjà-vus, als sie sie langsam herab drückte und die Tür aufschob. Sie klemmte sich ihr geliebte Mappe mit Unterlagen und Mitschriften unter den Arm, während ihre linke Hand auf dem glatten Leder ihres Rocks auflag, allein aus Gewohnheit um ihre Unsicherheit zu verbergen. Doch es fühlte sich so anders an. Sie schob sich durch einen kleinen Spalt und ihre Stiefel machten wenige Klack-Geräusche bei ihren wendigen Schritten auf dem Steinboden. Schnell schloss sie die Tür hinter sich und lächelte Ascan an, noch bevor sie ihn sah. Wieder war ihre Haltung eine andere als vor dem Vollmond. Sie sah entspannter aus und ihre Bewegungen waren gleichmäßiger, wieder kontrolliert, doch dieses mal waren sie nicht so starr, sondern weicher und zugleich viel bewusster. So wie die einer Frau, die sich ihrer Reize bewusst geworden war, was jedoch nicht auf Jeromy zutraf, sie tat alles aus einer Intuition heraus um nicht schwächlich auf Ascan zu wirken. Dennoch fühlte es sich richtig und gut an. Die Wölfin hatte sich auch so ähnlich bewegt und es war nichts schweres diesen Ablauf zu adaptieren.

Noch bevor sie Ascans Blick erhaschen konnte, stupste sie etwas an ihrem Stiefel an. Ein Schnüffeln, so etwas wie ein verspielter tierischer Laut und sie blickte irritiert an sich herab. Ein silbernes Pelzbündel beschnupperte neugierig ihre Lederstiefel und Jeromy hielt mitten in ihrer Bewegung inne um nicht über das Tierchen zu stolpern. Sie hörte ein leises Knurren in ihrem Kopf, das von der Wölfin kam und fast hätte sie es als das eigene empfunden und wiedergegeben, was sicherlich peinlich gewesen wäre. Die Wölfin wollte sich einen Spaß erlauben und das Bündel ärgern. Jeromy schüttelte einfach nur verwirrt den Kopf über das Ganze, während das Hündchen ihre Beine umrundete und sie begutachtete.
„Ich wusste gar nicht, dass du einen Hund hast!“, meinte sie lächelnd und das Tierchen betrachtend. Vielleicht mochte er die Wölfin auch, weil sie ihn an sein Haustier erinnerte, dachte sie sich und spürte die Wut der Wölfin, die sich nicht auf gleiche Stufe mit einem Haustier stellen wollte.
Jeromy wollte sich zu dem Hund hinab beugen und die Hand nach ihn ausstrecken, aber erneut hielt sie in ihrer Bewegung inne und ihr Lächeln verschwand. Sie schritt an dem Tier vorbei. Das rote Auge schreckte sie ab, denn das eine war wunderschön grün und das andere rot. Und es war sicherlich kein natürliches Rot, das vorher so gewesen war. Sie schritt weiter auf Ascan zu, doch in dem Moment als sie endlich seine Augen fand, hielt sie ein weiteres mal verdutzt, fast erschreckt inne, denn wie bei dem Hund war auch eines seiner Augen rot. Und sie hatte schon Angst gehabt, dass ihr Traum oder die Vorfälle der letzten Tage sie ablenken könnten, das hier war Ablenkung genug um sich noch nicht einmal daran erinnern zu können.
Mit einer lockeren Bewegung rutschte die Mappe hinab und landete in ihrer Hand, so dass sie von ihrer Linken gehalten seitlich an ihrem Oberschenkel auflag, ein natürlicher Reflex resultierend aus dem Bewegungsdrang – ihrem oder Wölfin, wer wusste das schon.
Sie wusste doch, dass Ascans Augen sich verfärbten, wenn er Blutmagie anwendete. Aber es sah wirklich befremdlich. Ein Blick auf den Hund, doch der verhielt sich relativ normal. Skeptisch sah sie Ascan an. Sie hielt ihn eigentlich nicht für einen Tierquäler, aber sie kannte ihn viel zu wenig um über alle seine Vorlieben Bescheid zu wissen.
„Was hast du mit dem Hund angestellt?“, sie schaffte es ein schiefes Lächeln aufzusetzen und ihre Stimme verschwörerisch klingen zu lassen, wie im Scherz, obgleich es keiner war. Selbstsicher kam sie dennoch weiter auf Ascan zu.
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   16.09.11 14:52

Als Jeromy hereintrat, blieb sein Blick noch auf dem Hund hängen, dem er noch keinen Namen gegeben hatte, da ihm bis jetzt noch kein passender eingefallen war. Nun gut, einen hatte er in Betracht gezogen, sich jedoch dann gefragt, ob er denjenigen, dem er damit Schmach bereiten würde, nicht ohnehin schon ein klein wenig zu viel angetan hatte. Allerdings reizte es ihn doch sehr, jedoch fragte er sich, ob er seinen Hund wirklich mit jemandem vergleichen wollte, den er über den Tisch gezogen hatte. Das wäre dem Hund gegenüber wohl ungerecht. Dieser jedoch lief ohne Scheu, jedoch bei Weitem weniger aggressiv, als er es einen Tag zuvor gewesen war, zu Jeromy und beschnupperte sie. Ascan konnte ihren Geruch durch ihn wahrnehmen und er merkte, dass er den Geruch der Wölfin, der in geringen Mengen wohl immer an Jeromy haftete dem Welpen durchaus Respekt einjagte, doch keine Angst. Er fragte sich, ob der kleine wohl vor irgendetwas Angst hatte. Ungerührt ließ er, als Jeromy auf Ascan zu ging, von ihr ab und kümmerte sich lieber wieder darum den Arbeitsplatz zu erkunden.

Ascan war Jeromys irritierter Blick in seine Augen und auch in die Augen des Hundes nicht entgangen. Was ihn daran erinnerte, dass wohl das Zeichen der Verschmelzung ihres Geistes noch deutlich zu sehen war. Ihre Frage kostete ihn ein Schulterzucken.
"Er ist nun mein Vertrauter... falls du meinst ob ich ihm etwas getan habe, im Sinne von Schmerzen zugefügt? Dann nein, es ist ein sehr altes Ritual, das bei Hexen und auch Hexern früher sehr gebräuchlich war, wenn auch eher selten bei Hunden, aber ich mochte seinen Charakter als ich ihn gesehen habe und mir scheint ein klein wenig hat wohl auch er mich ausgewählt, sonst hätte das Ritual erst gar nicht funktioniert." Ascan erzählte es sehr beiläufig als ob es sich dabei um das normalste der Welt handlte und er einfach nur nen bereits lange fälligen Einkauf getätigt hätte. Doch in seinen Augen konnte man ein gewisses aufgeregtes Funkeln sehen, das nicht ganz seine eigentlichen Euphorie und sein Machtgefühle, die beide das Ritual mit sich gebracht hatte, verbergen konnte.

Als sie so vor ihm stand, fiel Ascan erst ihr sehr verändertes Äußeres auf. Selbst vor dem letzten Vollmond hatte sie sich nie so "freizügig" und aufreizend gekleidet und auch ihre Bewegungen erinnerten ihn viel mehr an die Wölfin, denn an die doch eher zurückhaltende und etwas steife Jeromy des Vormonats... Ob es etwas mit dem gestrigen Tag zu tun hatte? Oder war sie offener, weil sie Ascan nun mehr traute? Dann grinste er breit, ließ seinen Blick einmal über ihre Statur und zurück zu ihren Augen schweifen ohne es zu verbergen.
"Steht dir." Sein grinsen hatte durchaus etwas Anzügliches, wenn es auch sehr ehrlich wirkte.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   16.09.11 16:27

Ihre Augen ruhten aufmerksam auf Ascan, während er sprach und da dämmerte es ihr. Der Hund war so etwas wie sein Seelentier. Wobei, nein das war das falsche Wort. Mit einem weit aus ruhigeren Blick schaute sie Ascan nun an und nickte endlich begreifend.
„Er ist dein Coimirceoir“, stellte Jeromy mit einem fast bewundernden Lächeln in Ascans Richtung fest. Sie hatte ihm Unrecht getan, so etwas zu vermuten.
„Es ist nur, nimm es nicht persönlich...“, sie lächelte verschmitzt. „Ich hätte dir nicht unbedingt zu getraut, dass du auch nur interessiert an einem Gefährten bist, Da es doch statistisch recht selten dazu kommt, dass sich ein Magier einen Vertrauten nimmt... außerdem könnte er dich zugleich angreifbar machen, wenn du dich an ihn bindest...“, gab sie etwas leiser zu. Und Ascan schien im Gegenteil alles zu tun, um sich bestmöglich zu schützen. Aber in diesem Fall irrte sie sich doch gern. Auch wenn er es einfach so abtat, war es für sie dennoch nicht von geringer Bedeutung. Wenn sich jemand einen Gefährten zu legte, ein Vertrautentier, war es ein Zeichen von Sehnsucht nach Gesellschaft und Verständnis. Und auch das war ein weitere Punkt, der Ascan menschlich machte.
Sie schüttelte nur leicht den Kopf. Von wegen; was vormachen!

Doch dann veränderten sich seine Züge und er schaute sie an und grinste wieder ein Grinsen. Ein Grinsen, das kurz die Bilder ihres Traumes aufflackern ließ. Kurz wurde ihr Blick glasig und abwesend, aber es dauerte vermutlich gerade einmal eine oder zwei Sekunden.
„Danke“, murmelte sie verwirrt und wand sich bereits ab, um ihre Aufmerksamkeit von ihm abzulenken. Vielleicht war es doch nicht die beste Idee ihre Kleidung nach ihrer Laune zu wählen, sondern besser sie nach Taktik zu wählen,danach was am unverfänglichsten war. Aber so vieles hatte sie gar nicht an sich geändert?

Egal. Sie betrachtete wieder den Welpen und legte flüchtig die Mappe an Rande von Ascans Schreibtisch ab, ohne nachzudenken. Jeromy drehte sich dem Hund zu und beugte sich hinab, die Hand nach ihm ausstreckend. Sie war gespannt ob er ihr überhaupt näher kommen würde. Doch neugierig tapste der Welpe auf sie zu und beschnupperte ihre Hand. Das sah Jeromy als Möglichkeit ihre Hand durch sein Fellwandern zu lassen. Zu früh gefreut. Ihre Finger berührten gerade einmal das weiche Fell auf seinem Kopf, als sie bereits seine spitzen Zähnchen in ihrem Zeigefinger spürte, gefolgt von so etwas sie wie einem Knurren. Verdammt hatte der spitze Zähne.
„Hey!“, protestierte Jeromy lauter und versuchte ihm ihren Finger zu entziehen, doch er ließ nicht locker und zerrten nur noch mehr daran.
„Na warte! Vor dir Wollknäul hab ich doch keine Angst!“, ein leises gespieltes Knurren kam von ihr, das zugleich ein leises Grollen war, das auch den Spieltrieb der Wölfin widerspiegelte, die ihrerseits auf den Welpen reagierte. Damit entzog sie ihm ihren Finger und fühlte die Kratzspuren, die seine Zähne hinterließen, aber sicherlich in ein Paar Minuten bereits vergehen würden. Sie Legte ihre Hände flink um seinen Bauch und hob ihn hoch in ihre Arme. Dann wurde der Welpe an sie gedrückt und so mit einer Hand festgehalten, dass er nicht danach schnappen konnte und wie ein Baby in ihrem Armen lag, während sie seinen Hals kraulte und darüber grinsen musste, was für einen Willen und Kampfgeist der Kleine hatte. Sie hatte gar nicht überlegt, ob sie zuerst hätte fragen sollen, falls Ascan was dagegen hatte. Doch sie wollte den Welpen nicht lange seiner Bewegungsfreiheit berauben. Zärtlich drückte sie ihn noch einmal an sich und setzte ihn dann ab, obgleich ihre Augen noch weiter auf ihm ruhten.
„Hat er einen Namen?“, sie schaute wieder zu Ascan.
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   16.09.11 22:54

"Ich hatte ja auch lange genug Zeit mich dafür zu entscheiden.", erwiderte er immer noch grinsend und beobachtete dann wie Jeromy sich wieder von ihm abwandte um nun - wie es ihm schien - erleichtert wieder nach dem Hund zu sehen. Doch nicht nur das, sie beugte sich vor und versuchte den Hund mit einer lockenden Geste zu sich zu holen. Was Ascan in die unverhoffte Lage brachte, dass er eine durchaus akzeptable Sicht auf ihre Kehrseite bekam, die ihm durch die für Jeromy eher ungewöhnliche Pose doch ziemlich präsentiert wurde und auch Ascan nicht umhinkam diesen Moment ein wenig auszukosten und die Vorzüge, die ihm geboten wurden für einen kurzen Moment zu würdigen, eher seine Augen, jedoch noch bevor sie sich wieder umdrehte, zu ihrem Gesicht zurückgelangt waren und er wieder beobachtete was sie mit dem Welpen tat. Dann grinste Ascan.
"Ich denke, ich lasse dich nicht zu viel Zeit mit ihm verbringen, er mag dich jetzt schon, nicht dass du ihn mir noch zu nem Schoßhündchen erziehst." Er sah bei seinen Worten sowohl Jeromy als auch den Welpen an, der wie als Antwort darauf sich nur noch mehr abmühte wieder frei zu kommen. Doch der Welpe war kaum hochgenommen, wurde er auch wieder abgesetzt, zu seiner sowohl Erleichterung, als auch etwas Ungenugtuung, denn eigentlich hatte es ihm doch ganz gut gefallen gekrault zu werden, wie Ascan aus seinen Gedanken nachvollziehen konnte. Auch wenn das ganze noch wirrer als bei der Wölfin war, da er noch weniger wie ein Mensch und noch dazu nicht wie ein ausgewachsener dachte, sondern hauptsächlich seinen Trieben nachging. Was ihn auch dazu verleitete wieder mit dem Absuchen des Raumes zu beginnen und sich schließlich eine Phiole, die wohl irgendwann unter den Tisch gefallen sein musste, als Kampfpartner erwählte und diese über den Boden jagte.

Jeromys Frage ließ Ascan wieder lächeln und dann den Kopfschütteln.
"Nicht wirklich, mir ist zwar einer vorgeschwebt, aber ich denke, er hat was Besseres verdient", ein leichtes Schmunzeln lag dennoch um seine Lippen bei dem Gedanken daran wie sich wohl seinem unfreiwilliger "Gönner" in dessen Höllengefilden der Magen umdrehen würde, wenn dieser sah, dass Ascan sein "Haustier" - natürlich war er mehr, aber wohl nicht in den Augen eines Dämonenfürsten - nach ihm benannte.

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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   17.09.11 8:38

„Gar nicht!“, protestierte Jeromy und rümpfte schnell die Nase, so wie es die Wölfin tat, wenn sie ein kurzes, unzufriedenes Knurren von sich gab, konnte sich ein unterdrücktes Grinsen aber nicht verkneifen.
„Den erzieht wohl niemand zu nem Schoßhund!“,wenn der Welpe nur annähernd Ähnlichkeit mit seinem Herrn hatte, fügte sie in Gedanken hinzu.
„Der ist wohl noch schwerer zu bändigen, als sein Herrchen!“, grinste sie Ascan frech an und wusste mal wieder nicht, wo diese Vermutung her kam. Aber sie war fest entschlossen keine Schwäche mehr vor Ascan zu zeigen und - wie sie es bereits damals getan hatte - ihn nicht viel anders zu behandeln als sie es mit Henry tat oder jedem in ihrem Umfeld tat, die waren schließlich auch nicht sicher gewesen vor ihren Anfällen, wenn sie das Bedürfnis hatte jemandem die Wahrheit oder einen frechen Spruch an den Kopf zu werfen. Wieso hatte sie sich eigentlich so einschüchtern lassen von ihm in der letzten Zeit? Gut, er war mächtig, gefährlich, unberechenbar, unlogisch für sie, das hatte sie oft genug festgestellt mittlerweile – alles kein Grund.

Doch ihre Blicke schlichen wieder zu dem Hund, der eine von Ascans Phiolen durch den Raum hetzte. Kurz wurden ihre Augen wieder abwesend und fremd. Dieses mal war es wieder die Wölfin die den Welpen durch ihre Augen betrachtete und der Ausdruck war scheu und zugleich wild. Jeromy spürte einen Drang, der eindeutig nicht ihrer war. Einen Drang zu spielen, zu hegen und pflegen. Ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Züge. Der Drang zu beschützen und zu lieben. Dann schaute sie verschreckt drein. Zur Hölle! Das war nicht sie! Aber seit wann... empfand die Wölfin so... Ihr war bisher nie aufgefallen, dass diese auch lieben und zärtlich sein konnte, dass sie viel mehr als das Monster war: ein soziales Wesen, das sich nach Eigenständigkeit und Interaktion sehnte. Letzteres hatte Jeromy bereits erkannt, denn sonst hätte Ascan die Wölfin kaum zu einem stillen Abkommen bewegen können. Aber sie rief sich zur Ordnung und schaute Ascan lächelnd an, wenn auch noch immer Irritation in ihren blauen Augen stand.

„Du solltest ihm bald einen Namen geben, dann kannst du besser mit ihm schimpfen, denn angeblich spiegelt der Vertraute den Charakter seines Herrn wieder “, grinste sie Ascan nun wieder an. Und gleichermaßen war es ein Zeichen der Bindung Ascans an den Hund, was Jeromy nur zu gern ungesagt ließ. Sie war sich sehr sicher, dass der Husky es genauso dicke hinter den Ohren hatte wie Ascan.
„Oder du lässt ihn seinen Namen selbst wählen...“, äußerte sie überlegend, denn sie war sich sicher, dass Ascan mit ihm kommunizieren konnte, vielleicht sogar auf eine ähnliche Art wie mit der Wölfin. Dann besann sie sich wieder und lächelte ihn an.
„Ich habe genug unserer Zeit vergeudet, sollten wir uns nicht besser wieder an die Arbeit machen?“
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   20.09.11 15:53

Dieses mal erstaunte Jeromy nichts mehr, nicht die Worte, nicht die Tür und sie wusste, was auf der anderen Seite liegen würde. Schnell griff sie nach ihrer Mappe, doch der Anblick des neugierigen Hundchens entlockte ihr ein leises Lachen. Seine Neugierde war wirklich amüsant, aber die Neugierde der Wölfin war mindestens ebenso stark. Ob es wohl ein natürlicher Instinkt war? Erneut hörte sie Ascan fragen und schaute erst da auf, auch er war bereits im Gehen. Eine leise Ahnung sagte ihr, dass wohl auch Ascan bestimmt ebenso neugierig gewesen war in seiner Jugend. Nun, Ahnung war das falsche Wort Menschenkenntnis oder Einschätzung, traf es besser.

„Ascan, der Zweite!“, schlug sie schief grinsend vor. Trat Ascan jedoch dicht gefolgt auf und durchschritt die merkwürdige Filmschicht, die ihr erneut einen leichten Schauer über den Rücken jagte, als sie wieder die Energie des Limbus spürte. Aber ihre Bewegungen waren nach wie vor selbstsicher und von Unwohlsein kein Zeichen, sie schien bereits wie aus Gewohnheit hinüber zu treten. Es war zwar Ascans Grund, aber es war bekannter Grund für sie, das gab ihr Sicherheit. Vermutlich war es gut, dass Ascan sich den Hund zugelegt hatte, dadurch waren sie immerhin zu dritt und nicht nur zu zweit. Allein diese Tatsache erleichterte ihr Einiges. Sie schaute sich im Raum um. Nichts hatte sich verändert. Bereits wie beim ersten mal legte sie ihre Unterlagen an genau der selben Stelle ab - seitlich auf der Arbeitsfläche. Dann schritt sie weiter durch den Raum und stellte ein Mikroskop bereit. Dann zog sie mehrere Schubladen auf und durchstöberte den Inhalt, bis sie einige Pipetten in unterschiedlichen Größen bereit gelegt hatte und Glasplättchen mit Abdeckung. Schließlich fand sie, was sie gesucht hatte. Ihre Finger wanderten gleich ihren Augen mit und verweilten kurz bei jeder Linse, bis sie bei den dicksten zweien stehen bleiben und diese geschickt umfassten und auf ein Handtuch ablegte. Schließlich zog sie noch eine Halterung für die Phiolen heran. Und blickte sich fragend danach um. Sie sah vier Stück in Ascans Fingern. Erstaunen legte sich auf ihre Züge und zugleich zuckte sie zusammen, als die Erinnerung der Wölfin durch ihren Verstand blitzte.

„Ich dachte es seien fünf Phiolen gewesen und nicht vier.“ Ihr Blick wurde wieder unklar, als sie sich daran erinnerte, wie die Wölfin sich in Ascans Gewalt befunden hatte. Wie es sich angefühlt hatte in ständigem Kontakt zu ihm zu stehen, wenn er immer um sie war und in ihrem Kopf. Zu tief war ihr Verstand in der Erinnerung versunken, so dass die Gewohnheit der Wölfin auf sie überging und Jeromy es ihr gleich tat und ihre Sinne nach Ascan ausstreckte. Regelrecht versuchte ihn zu finden, zu fühlen. Dieses mal war da nichts. Wieso konnte die Wölfin das tun und sie nicht. Sie trat ohne zu zögern näher aus Ascan zu, seinen Blick suchend, bis sie nur noch wenige Schritte von ihm entfernt stand. Sie konnte die Macht seiner Präsenz fühlen, die ihn wie eine Aura umgab, vielleicht war es aber auch seine Aura. Sie konnte fast seinen Geruch wahrnehmen. Aber sie konnte ihn nicht erreichen. Sogar Ascan musste nun klar sein, was sie bezweckt hatte.
„Wieso kann ich dich jetzt nicht fühlen...“, da wurde ihr bewusst, dass die Worte vielleicht etwas unpassend gewählt waren, wenn man an die Geschehnisse zurück dachte.
„Ich meine, so wie dich die Wölfin gefühlt hat. Deine Gegenwart in ihrem Geist...“ Jeromy wusste doch schließlich wie es ging. Sie hatte es bei der Wölfin erfühlt. Sie konnte einfach auf die Erfahrungen dieser zurückgreifen.
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Ascan
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   21.09.11 15:20

Ascan ließ Jeromy eine Weile herrichten, ehe er sich selbst daran machte das andere Mikroskop herzurichten. Nun viel musste er dazu nicht tun, da er es beim letzten mal so gelassen hatte, wie er es brauchte und so wartete er einfach bis Jeromy fertig war mit ihren Vorbereitungen und sich zu ihm drehte. Ascan nickte auf ihre Frage hin.
"Es sind auch 5." Doch er machte keine Anstalten dahingehend die 5. aus dem Amulett hervorzuholen, sondern streckte ihr schlicht zwei der Phiolen entgegen. Doch noch während er das tat, spürte er ganz sacht wie Jeromys Geist an seinem entlang glitt. Es war ein sehr schwacher Versuch und wäre Ascan nicht ohnehin stets auf der Hut vor geistigen Angriffen und trainiert darauf sie auszumerzen hätte er sie vermutlich noch nicht mal gemerkt. Doch spätestens, als sie auf ihn zu trat, war ihm klar, dass sie tatsächlich versuchte eine geistige Verbindung zu ihm herzustellen. Doch eher Ascan darauf reagieren konnte, zog sie sich bereits wieder zurück und fragte stattdessen mit Worten.

Ascan lächelte sie an, ein undeutbares Lächeln, während er ihren Blick erwiderte.
"Versuch es erneut." sagte er mit sanfter Stimme und legte die Phiolen - anstatt sie ihr zu geben - auf den Tisch neben das Mikroskop. Wieder fühlte er die sachte, suchende Berührung am Rande seines Geistes. Doch diesmal war er darauf vorbereitet und konnte deshalb schneller reagieren. Sacht streckte auch er seinen Geist nach ihr aus. Ließ eine leichte Verbindung zwischen ihnen entstehen und hielt sie für einen Moment leicht fest, bis sie sich selbst daran gewöhnt und herausgefunden hatte wie sie ihren Geist mit ihm verbunden halten konnte. Die Verbindung war sehr einfach und leicht, weder konnte in ihren Geist sehen noch sie in den seinen, es war mehr einfach nur eine Verbindung, die fühlbar war. Die einen die Emotionen des anderen erahnen ließen.
"So ist es gut" sagte er, als er fühlte, dass sie es langsam schaffte unter Kontrolle zu bringen und Ascan überlegte ob es nicht vielleicht einen Versuch wert wäre, Jeromy ein wenig in den Künsten der Magie zu unterweisen. Vielleicht hatte sie ja in anderen Disziplinen mehr Talent als in der Blutmagie. In der sie ähnlich schlecht veranlagt wie Ascan zu sein schien.
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