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 Vom Narrenmond beschienen

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BeitragThema: Vom Narrenmond beschienen   10.09.11 18:22

das Eingangsposting lautete :


*
VOM NARRENMOND BESCHIENEN

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Vancouver - Kanada
Sanctuary "The Guardian" - Ascans Räumlichkeiten / Limbus
Morgen des 03. Februar 2010


*
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   21.09.11 17:16

Als Antwort folgte ein Lächeln, das sie nicht zu benennen wusste und eine erneute Aufforderung. Seine Stimme hatte einen sonderbaren Klang, der allein ausreichte um eine weiteres Gefühl in ihr zu wecken: eine innere Wärme. Jeromy wusste nicht wieso, aber Ascan stachelte ihre Entschlossenheit an und sie versuchte es erneut. Für zwei Herzschläge schloss sie die Augen, denn sie konnte ihn dann besser fühlen, da sie zumindest dieser Sinn sie nicht ablenkte. Vorsichtig, doch dieses mal sicherer, tastete sie sich voran. Dann fühlte sie ihn. Fühlte seinen Geist. Es war fast so, als müsse sie eine Barriere überwinden um in seinen Kopf zu gelangen, aber sie konnte seine Macht noch immer erahnen. Wusste, dass sie zu schwach war und so tastet sie nur scheu. Vernahm nur so viel, wie er zu ließ. Sie spürte Ascan zunehmend deutlicher, so wie die Wölfin es getan hatte und dennoch war Jeromy nicht in der Lage Ascan Bilder und Gedanken zu schicken, so wie die Wölfin es getan hatte. Während dieses mental Sich-nach-ihm-Ausstrecken nahezu intuitiv geschah, wusste sie nicht wie sie sich so mit ihm verständigen sollte.
Dann war da seine Stimme, die sie zusammenschrecken ließ. Obgleich seine Worte zeigten, dass sie es richtig machte, war sie der Klang seiner Worte in der Verbundenheit irgendwie fremd. Fast brach die Verbindung komplett, aber im letzten Moment gelang es ihr sich zu fangen und sie zu halten. Jetzt wurde es immer einfacher.

Jeromy lächelte erleichtert, na war doch gar nicht so schwer. Sie versuchte sich nun mehr auf die Dinge, die sie umgaben zu konzentrieren und die Verbindung dennoch zu halten. Die Wölfin konnte es auch und sie auch! Nun fast schon zärtlich und kaum spürbar – falls das überhaupt ging – streifte sie seinen Geist. Ihr wurde sie Stille umso deutlicher bewusst hier im Limbus. Ascan war da, ganz nahe. Wieder war da dieses warme Gefühl und die Aufregung. Die Verbindung. Es hatte etwas Vertrautes. Fast so, als würde sie ihn berühren, doch es war viel inniger, ohne dass es ihr das Unbehagen bereite, wie es seine physische Nähe tat. Es war zugleich ungefährlich und dennoch gefährlich, weil es jede Sekunde umschlagen könnte, wenn er es wollte. Er könnte noch einfacher auf jeden ihrer Gedanken zugreifen. Sie machte sich verletzlich. Und dennoch war es aufregend. Langsam lösten sich ihre Gedanken wirklich von der Verbindung,die sie sie ihrerseits aufrecht hielt.
Zögerlich kam sie näher Schritt um Schritt, bis sie ganz dicht vor ihm stehen blieb und Ascan eingehend musterte. Sie hatte seine erste Antwort nicht vergessen. In ihrem Blick lag Schalk und ihr Grinsen hatte fast schon etwas Anzügliches, ebenso wie ihre leise Stimme.
„Wo ist die fünfte Phiole dann?“, fragte sie verschwörerisch. Was zur Hölle tat sie da überhaupt? Sie wusste noch nicht einmal, wie ihr Verhalten wirkte und ob sie sich nicht vollends lächerlich machte.
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Ascan
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   22.09.11 13:11

Ascan war erstaunt wie schnell sie es hinbekam die Verbindung aufrecht zu halten, ohne dass er nachhelfen musste. Vielleicht wusste sie wie es sich anfühlen musste durch die Wölfin und es fiel ihr deshalb leichter und dennoch war es eine Leistung, die Ascan durchaus erstaunte. Vor allem da sie es bereits nach kurzer Zeit sogar zusammenbrachte sich wieder auf andere Dinge zu konzentrieren und schließlich sogar - wie es ihm schien - mit Leichtigkeit zu reden und die Verbindung zu halten. Eine Tatsache die für jemanden, der es nicht wusste wie komplex die Sprache und das Denken war, sehr einfach erscheinen mochte. Doch es war bei Weitem alles andere als das. Denn sie musste sich voll und ganz auf mehrere Dinge gleichzeitig Konzentrieren, was sie jedoch mit Bravur schaffte.

Als sie näher auf ihn zu kam und der Abstand zwischen ihnen mit jedem Schritt ihrerseits kleiner und kleiner wurde, konnte Ascan durch die Verbindung die Spannung, die sich aufbaute, nur noch mehr fühlen. Er selbst empfand wieder diese Anziehung. Wieder diesen Wunsch nach ihrer Nähe. Wenn es ihm auch leichter fiel dieses mal sich selbst zu beherrschen, wartete er bis sie schließlich ganz nah vor ihm stand. Er sah in ihr Gesicht, in ihre Augen, auf ihre Lippen, ihre Wangen und wieder war da dieser leichte Zwang sie zu küssen, den er jedoch unterdrückte, als er ihre Worte vernahm und ihr stattdessen ein ungezwungenes Lächeln schenkte.
"An einem sicheren Ort.", sagte er mit beinahe ebenso verschwörerischer Stimme und sein Grinsen wurde heimlicher, als er noch näher an sie trat.
"Mit deiner Erlaubnis werde ich es noch eine Weile hüten, solange wir genug von den anderen Phiolen bekommen." Damit zog er das Amulett heraus aus seinem T-Shirt und ließ es mit einem leisen Klicken aufspringen; noch bevor Jeromy hätte die Oberfläche genauer sehen können.

In dem Amulett waren Runen zu erkennen; die sehr sehr alt wirkten und inmitten dieser, die ähnlich einem Pentagramm angeordnet waren, befand sich eine Halterung in die exakt so eine Phiole mit Blut passte und die wohl auch zu diesem Zwecke gemacht worden war. Das Blut in der gläsernen Phiole schimmerte leicht, so als wollte es zeigen, dass es von Magie durchdrungen war. Er suchte wieder Jeromys Blick, bevor er es mit einem erneuten Klacken wieder verschloss und es so unter sein Shirt gleiten ließ, dass Jeromy der Blick auf die äußere Oberfläche wieder verborgen blieb.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   22.09.11 16:07

Ascan kam noch einen Schritt näher und sie spürte seinen Blick, als ein leichtes Prickeln unter ihrer Haut, ein Gefühl, das nichts weiter als Einbildung war. Sie spürte wie das Herz in ihrer Brust schneller zu pochen begann. Auch wenn sein Lächeln kein wirkliches Lächeln war, war es seine leise Stimme, die ihr einen Schauer einjagte. Alles daran war wie reine Hypnose, auch wenn sie sicher war, dass es kein Trick war, dass der einzige Trick sein Charme war. Sie spürte ihn in ihrem Kopf, spürte ihn nahe bei sich in zweierlei Hinsicht und keine davon war ihr unangenehm. In diesem Moment hätte Jeromy wohl fast allem zugestimmt, während sie wie begannt in seine Augen schaute, also nickte sie nur. Dann lenkte er jedoch ihre Aufmerksamkeit auf das Amulett, das ihr bereits in seinem Haut aufgefallen war, als er im Wasser gewesen war. Und dann in ihrem Traum.

Oh Gott, der Traum. Sie sah sich wieder auf dem Schreibtisch und Ascan vor sich mit nackter Brust und den Anhänger um seinen Hals. Sie sah ihn vor sich im Gemäuer, als sie beide nackt waren und sie sich an den alten Ketten festgeklammert hatte, während er... Scheiße!
Unwillkürlich errötete sie und senkte ihren Blick zu dem Amulett um Ascan nicht ansehen zu müssen. Allein die Bilder ließen dieses Gefühl zurückkehren, das sie nicht kannte. Ihr wurde heiß und sie bemühte sich gleichmäßig zu atmen. Sie wollte ihn wieder küssen. Verdammt, was war das?
Ihre Verwirrung folgte. Sie kannte diesen Drang nicht, wusste nicht, was er zu bedeuten hatte, wusste nicht, was dieses Gefühl war. Es war wie der Rausch, den die Wölfin nach Blut empfand und Gier, aber nicht brutal, sondern... sie wusste es nicht. Wusste nicht, wieso ihr Körper so auf ihn reagierte, mit dieser Aufregung wie... wie bei der Jagt?

Die Bilder drangen nur unbewusst zu ihr durch. Das silbrige Funkeln. Das Fläschchen. Ihr Blut. Er trug eine winzige Phiole ihres Blutes um seinen Hals. Ihr Blut... ja genau. Doch sofort verschwand es wieder unter seinem Shirt. Erst jetzt fiel ihr auf, wie eng die Kette gewesen war, so als könne man sie ihm gar nicht ausziehen. Und aus Silber. Und die Kleidung war die selbe wie in ihrem Traum. Scheiße, bloß nicht dran denken, nicht daran denken, was sie mit sich selbst getan hatte bei dem Gedanken an ihn. Amulett! Amulett!! Amulett! Sie hatte nicht wirklich einen Blick darauf werfen können, dazu war der Moment zu kurz gewesen und ihre Gedanken zu zerstreut. Sie schaute an die selbe Stelle an seiner Brust, wo es verschwunden war.
„Wozu ist das?“, fragte sie, ohne Ascan anzusehen und trat einen Schritt zurück. Abstand war gut. Ihr Hand tastete nach dem Tisch und sie schaute sich nach den Phiolen um, die Ascan abgelegt hatte. Um sich irgendwie abzulenken. Ihre Finger steckten sie schnell in die Halterung, die sie dafür vorbereitet hatte. Aber irgendwie schien sie unschlüssig zu sein. Zu zerstreut um sich jetzt zu konzentrieren.
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Ascan
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   22.09.11 16:39

Ascan fühlte eine gewisse Erregung in Jeromys Bewusstsein. Die Verbindung zwischen ihnen war zu schwach um ihm tatsächlich gewahr werden zu lassen, woran sie dachte oder was der Grund war. Selbst die Erregung an und für sich konnte er mehr erahnen, denn das er sie wirklich wahrnahm. Vermutlich hätte er die Verbindung jedoch gar nicht gebraucht, denn ihm war wohl bewusst, dass das Erröten ihrer Wangen den selben Ursprung hatte. Dann hatte er das Amulett wieder verstaut und während er sie ansah, stellte sie ihm eine Frage, die für einen kurzen Moment Misstrauen in sein Gesicht brachte. Vorsicht, womöglich sogar eine Spur von Angst, doch es war nur ein Bruchteil, dann kehrte das Lächeln zurück. Jeromy wusste nichts über das Amulett. Es war eine reine Frage aus Interesse und nicht weil sie wusste, wie man ihn töten konnte. Sie war keine Verfolgerin und auch keine Jägerin, sie war schlicht und ergreifend Jeromy und eben diese war wohl von Natur aus dazu geschaffen alles zu hinterfragen, was man ihr vor die Nase hielt.

"Es verstärkt meine Kräfte im Bezug auf denjenigen, dessen Blut ich darin einschließe. Also in dem Fall über dich und die Wölfin, ich könnte allerdings auch mein eigenes Einfügen, was ich bereits des Öfteren getan habe um generell meine Kraft noch um einiges zu verstärken.", Ascan sagte die Wahrheit, doch den eigentlichen und wichtigsten Grund und auch eben den Grund, weshalb er sie die Gravur auf dem Amulett nicht hatte erkennen lassen, behielt er für sich. Es war nichts, dass sie wissen musste und noch viel mehr, nichts das sie wissen sollte. Zu seinem eigenen und wohl noch mehr zu ihrem eigenen Schutz.

Sie trat ein paar Schritte von ihm zurück und schnappte sich die Phiolen, um sie dann - wie es ihm schien - nur um die Finger zu beschäftigen, in den Halterungen anbrachte. Das Gefühl, das sie noch ein paar Augenblicke zuvor gehabt hatte, kam ihm wieder in den Sinn. Vermischte sich mit seiner Erinnerung an den Kuss. An den, als sie ihn geküsst hatte. Er trat wieder einen Schritt näher an sie heran. Eine Hand setzte dazu an, sie sacht am Arm zu berühren, doch wie von unsichtbarer Hand festgehalten hielt er einen Moment inne. Doch der Moment verging und seine Hand schlich sich an ihren Oberarm, legte sich sachte darauf, so als wolle er sie zu sich drehen. Als ein herzzerreißendes Winseln erklang und Ascan gequält drein blickte und sich nach dem Welpen umsah, der bei einer Kiste lag und sich winselnd die Pfote leckte. Sofort war Ascan bei ihm mit einer Teleportation,mit der er den Tisch umgangen hatte und bei dem Welpen war.
"Idiot!", schimpfte er vor sich hin und hob ihn hoch. Wieder teleportierte er sich.
"Lass es in Ruhe.", schimpfte er den Welpen, obwohl er ihn eigentlich in Gedanken viel besser erreichte und es ihm auch dort mitteilte. Der Welpe winselte und schickte ihm die Gefühle des Schmerzes.
"Du bist selbst schuld." Ascan legte ihn auf den Untersuchungstisch und hielt die Pfote fest.
"Halt still." Er nahm eine Pinzette, die an einer Seite angeschärft und wie zwei Nadeln spitz zulaufend war. Dann folgte ein erneuter lautes Winseln, als die Pinzette in die kleine Pfote schnitt und Ascan einen kaum größer als ein kleiner Regenwurm großes raupenähnliches Wesen herausholte, das jedoch vollkommen von scharfen Spitzen umgeben war. Das Wesen rang im Todeskampf darum und schien verzweifelt zu versuchen sich festzukrallen bis seine Bemühungen erloschen und Ascan es tot auf den Tisch legte und mit einigen kurzen Worten die Wunde des Welpen zuheilen ließ. Der Welpe winselte noch einmal, dann sah er jedoch dankbar drein und rollte sich wieder auf den Bauch. Leckte noch einmal über die Wunde und knurrte dann mit seiner noch viel zu japsigen Tonlage die tote Raupe an. Ascan wirkte erleichtert, doch dann sah er den Welpen tadelnd an.
"Wenn du weiter so neugierig bist und deine Nase überall reinsteckst, wirst du es bei mir vermutlich nicht lange machen." Dann sah er auf die Raupe. "Zu schade, sie sind so schwer zu bekommen und es war die letzte, die ich hatte." Obwohl das Wesen offensichtlich tot war, ergriff Ascan es erneut mit der Pinzette und ließ es in eines der gläsernen Behältnisse fallen und verschloss dieses.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   24.09.12 23:43

Jeromy sah ihn zögern, überlegen, vermutlich wollte er es ihr nicht sagen und dennoch war sie um so erstaunter, als sie seine Stimme hörte. Jemand der so mächtig war wie Ascan, hatte wohl auch viele Feinde und fürchtete jene Macht zu verlieren. Verständlich. Doch die Tatsache, dass ihr Blut ihm mehr Macht gab über sie, war nicht verwunderlich und dennoch zwang es sie dazu ihm zu vertrauen. Darauf dass er diese Macht nicht missbrauchen würde und er hatte es auch nicht getan, sondern nur die Wölfin in Schach gehalten. Er war so mächtig und doch gab er sich mit ihr ab. Sie war ihm im Grunde ausgeliefert... und ihr einziger Vorteil... Ihr Vorteil war die Wölfin, erkannte Jeromy verblüfft. Nun so lange, wie die Wölfin zumindest auf ihrer Seite war und nicht auf Ascans. Doch Ascans Berührung holte sie zurück. Sie zuckte kurz zusammen bei der Berührung und wäre fast zurück gewichen, weil sich dieses elektrische Kribbeln wieder bei der Berührung in ihrem Arm ausbreitete. Sie wand sich automatisch Ascan zu und suchte seinen Blick, er war ihr wieder so nahe und sie schaute in seine irritierenden, verschiedenfarbigen Augen. Die Wölfin in ihr spürte die Gefahr, die er ausstrahlte nur um so deutlicher und dennoch war sie nicht in der Lage sich zu rühren. Sie schaute ihn einfach nur an und jedes Denken war ausgelöscht.
Doch das Geräusch, das dann folgte, löste ihren Blick. Ascan wand sich ab und Jeromy atmete erleichtert auf. Ascan hatte etwas an sich, das sie sich jedes mal wie ein kleines Mädchen fühlen ließ, wehrlos, hilflos, ausgeliefert, verwirrt. So sehr sie dieses Gefühl auch versuchte abzuschütteln, es kehrte immer wieder zurück. Sie war einmal mehr dankbar für diese willkommene Ablenkung. Jedoch, als sie Ascan mit ihrem Blick folgte und ihn den Welpen aufheben sah, bereute sie diesen Gedanken. Der kleine Hund tat ihr nun schon Leid. Lag vermutlich an der Wölfin, dass die Tonlage des Welpen als so elendig empfand. Mit ein Paar Schritten war sie Ascan zu dem Tisch gefolgt, auf dem er das Tierchen abgelegt hatte.
„Hey, er ist kein Idiot! Noch nie was von Spieltrieb und Neugierde gehört! Er ist doch noch klein!“, rügte sie Ascan für seine Beschimpfung, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie wollte betrachten, was geschehen war, doch als Ascan mit der Pinzette hantierte und der Welpe ein Winseln von sich gab, entrang sich auch Jeromy ein leises, unterdrücktes Wimmern, das von der Wölfin stammte. Um sich selbst und den Welpen zu beruhigen, begann sie ihn zärtlich zu tätscheln, dann zu kraulen. Angewidert betrachtete sie das Raupentier und rümpfte die Nase.
„Igitt!“, sie wollte in diesem Fall gar nicht wissen, was dieses etwas war. Sie kraulte den Welpen eine Zeit lang weiter, sogar als dieser die Raupe anknurrte und bis er völlig wieder der alte war.
„Das Selbe gilt dann wohl auch für mich! Ich werd's auch nicht lang machen!“, grinste sie Ascan an. Am liebsten hätte sie das Hündchen erneut an sich gedrückt, tat es aber nicht, da sie ihn ja schließlich nicht zu einem Schoßhund erziehen wollte.
„Ich bin mir sicher, du findest Ersatz!“, meinte Jeromy beiläufig und nahm den Kleinen vom Tisch um ihn wieder auf dem Boden abzusetzten, bevor er noch auf die dumme Idee kam zu springen und Ascan ihn erneut verarzten musste.
„Wir sollten vielleicht beginnen?“, schlug sie zaghaft und zugleich schmunzelnd vor. Wenn man beachtete, dass sie bereits gestern Zeit verloren hatten und heute auch nicht wirklich in die Gänge kamen.
Jeromy ging wieder zu dem Tisch und entschied dann noch in einem vom Ascans Regalen zu stöbern auf der Suche nach weiteren Reaktionsmitteln, mit denen sie dieses Protein in ihrem Körper weiter zerlegen konnte um es vielleicht dann besser verstehen zu können. Zweifeln nahm sie noch drei Behältnisse heraus. Vielleicht wäre es klüger gewesen sich mit dem Viruskörper selbst auseinander zu setzten, aber irgendwie interessierte es sie viel mehr, welchen Fehler sie in ihrer Formel gemacht macht und was es zur Hölle mit dieser Mutase auf sich hatte. Es konnte doch auch schließlich sein, dass das Virus eine irreversible Mutation in ihrem Körper hervorgerufen hatte, dass es sich in ihr Genom gepflanzt hatte, sodass es viel einfacher wäre das Enzym zu blockieren, damit keine Verwandlung stattfand. Sie gab es nicht zu, aber es wurmte sie, dass sie einen Fehler gemacht und Ascan ihn gefunden hatte. In Gedanken hielt sie die Fläschchen fest.


Zuletzt von Jeromy Nelson am 26.09.12 10:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ascan
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   25.09.12 13:06

Während Jeromy den Welpe wieder auf den Boden setzte, räumte er das Gefäß mitsamt Inhalt wieder weg. Er nickte leicht als Antwort auf Jeromys auffordernde Frage hin und stellte sich erneut zu ihr, während der Welpe offensichtlich etwas Neues, diesmal jedoch passenderes zum Spielen gefunden hatte. Ein kleines Kissen, in das Löcher eingebracht waren, sodass man Phiolen hinein stellen konnte und diese dennoch ein wenig Bewegungsraum hatten, was für manche, seltene Versuche von Vorteil war. Doch Ascan ignorierte den Welpen jetzt besser einmal. Es wäre wohl wirklich an der Zeit, dass sie langsam begannen ansonsten würde Jeromy womöglich noch durchschauen, dass er bereits gefunden hatte, wonach sie suchten und dann müsste er gegen seine Abmachung handeln, was er eigentlich nicht vorhatte.
„Ja, das sollten wir.“ Er besah der Reihe nach die Phiolen, die sie in Augenschein nahm und grinste, als sie nach einer greifen wollte.
„Ah ein gute Wahl für eine Frau, doch ich würde davon abraten diese Zutat jetzt zu untersuchen.“, er hatte ein wissendes Grinsen im Gesicht und seine Augen beobachteten was sie tun würde. Er hatte sie schließlich gewarnt, dennoch war ihm nur zu bewusst, dass diese Warnung wohl erst recht Grund gewesen sein müsste um sie neugierig zu machen. Vermutlich mehr, als es ohne diese Worte der Fall gewesen wäre, also wartete er ab, was sie tat, während er einen prüfenden Blick in das Gefäß warf. Das Braune Pulver, das sich darin befand schien so frisch wie an dem Tag, da er es erstellt hatte und doch war es eine der ältesten Zutaten in seinem Sammelsurium. So schlicht es auch aussah, hatte es eine fabelhafte Wirkung und war noch dazu sehr vielseitig in seiner Einsatzbreite. Es konnte schlicht unter Essen oder in Getränke gemischt werden, aber auch für speziellere Tränke verwendet und dadurch sein Potenzial noch verstärkt werden. In der einfachste Form, nämlich eingeatmet oder per Essen und Trinken zu sich genommen wirkte es schlicht wie ein sehr starkes Aphrodisiakum, das jedoch zugleich die Empfindsamkeit der Betroffenen steigerte und somit in früheren Zeiten nicht nur als Verführungsmittel gern gesehen war, sondern auch unter Leuten wie dem bekannten Kasanova sehr geschätzt wurde, wie einige Vermutungen zuließen. Auch wenn nicht genau bekannt war, woher dieser es bezogen haben könnte.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   26.09.12 10:20

Ascans Stimmte riss sie erst aus ihren Gedanken und erst bemerkte sie, dass sie zwei der Fläschchen in der Linken hielt und das andere in der Rechten. Sie hob es an um hinein sehen zu können und drehte es zwischen den Fingern und erkannte durch das dunkle Glas nur irgendein feines Pulver. Die Wölfin rümpfe nur die Nase und war dagegen, dass Jeromy das Fläschchen öffnete. Das waren schon mal zwei gegen eine. Was da wohl drin war? Neugierig schaute sie zu Ascan auf, der doch recht herausfordernd grinste, wie sie fand.
„Dann kannst du mir ja verraten was hier drin ist?“, schlug sie ebenfalls grinsend vor und schüttelte das Fläschchen zwischen ihren Fingern. Ihr Blick wanderte zugleich zu den anderen Fläschchen, die kurz als nicht hilfreich abgestempelt wurden und sie machte sich daran diese wieder zurück in den Schrank zu stellen und suchte weiter. Als sie nach einem größeren Fläschchen, das weiter hinten im Schrank stand, griff, bleibt sie mit dem Ärmel an etwas hängen und es klirrte leise, als ein gläsernes Etwas umfiel zu ihrer Linken und dann ein lauteres Klong vom Boden erklang. Und sie musste niesen. Was auch immer es war, es klitzelte in ihrer Nase. Schnell hielt ihre rechte Hand das Glasfläschchen fest, das auf dem Regalbrett lag, aber es machte keine Anstalten sich weiter bewegen zu wollen. Jeromy stellte fest, dass etwas des braunen Pulvers sich auf dem Brett zerstäubt hatte. Flott beugte sie sich nach dem Deckel, der zu ihren Füßen gelandet war, hob ihn auf, verschloss das Fläschchen und stellte es wieder auf. Mit schuldbewusstem Blick schaute sie Ascan an und fühlte sich auf einmal wie der Hund.
„Entschuldigung.“, brabbelte sie und eilte bereits los um ein Handtuch zu holen, das sie mit Wasser benetzte und damit wieder zum Schrank eilte um die Sauerei zu beseitigen. Und wieder musste sie niesen. Die Wölfin mochte es auch nicht.
„Was auch immer es ist, man sollte nicht daran schnuppern!“, sie rümpfte unzufrieden die Nase und verschloss den gesäuberten Schrank. Es war wohl besser, sie ließ die Finger davon, bevor sie noch etwas umwarf, das explosiv war.
Ohne lange zu zögern, machte sie sich an die Arbeit und warf Ascan noch einen abwartenden Blick zu um zu erfahren, was er machte, während sie ihre Mappe herbei zog, samt Stift und Papier und sich bereits ans Pipettieren machte.
Sie versuchte sich auf das manuelle Extrahieren des Enzym und ihre Formel zu konzentrieren, aber ihre Gedanken schweiften immer wieder ab... welchen Fehler zur Hölle hatte sie gemacht? Was war ihm aufgefallen und ihr nicht? Scheiße... Sie versuchte ein Trennmittel zu pipettieren und tropfte daneben auf ihre Hand. Mit einem Seufzen über die eigene Unfähigkeit machte sie sich wieder daran ein Papiertuch zu holen, ihren Mist wegzuräumen und es dann in den Müllkorb zu werfen. Und verfehlte ihn. Was zur Hölle? Noch einmal das selbe Spiel: aufheben, wegwerfen. Der Vollmond war vorbei, die Wölfin ruhig, sie hatte sich gut gefühlt heute Morgen und nun diese Unzulänglichkeit?
„Das war sicher ein Umzulänglichkeits-Pulver!“, murmelte sie, als sie sich daran machte das verschlossene Reagenzglas in eine elektrische Zentrifuge zu stellen, diese zu verschließen und einzuschalten. Nichts. Sie suchte nach einer Steckdose. Frauen hatten bekanntlich das Problem, dass sie vergaßen diverse Geräte an ein Stromnetz anzuschließen. Aber das war nicht ihr Fehler. Mit einem entnervten zweiten Seufzen, schaute sie zu Ascan auf.
„Es tut mir Leid, ich weiß nicht, was heute mit mir los ist. Kannst du mir helfen?“, sie nickte in Richtung der Zentrifuge. „Normalerweise führe ich mich nicht auf, wie ein Kind, das zum ersten mal im Labor steht.“ Etwas verunsichert strich sie sich die Haare aus dem Gesicht.
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Ascan
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   27.09.12 11:49

Ascan schenkte ihr ein amüsiertes Lächeln, während er nur zu deutlich merkte wie sie die Phiole genauer unter die Lupe nahm.
„Wenn ich es dir sagen würde, wäre doch die ganze Spannung dahin. Nein ich denke wir belassen es vorerst dabei, dass du nicht daran schnuppern solltest und ich gebe dir irgendwann die Möglichkeit es selbst herauszufinden.“ Doch dabei drehte er sich bereits wieder dem Arbeitstisch zu und begann damit jene Sachen hervorzuholen, die er brauchen würde um sie glauben zu machen, dass sie alles versuchten und doch keine Fortschritte machten. Deshalb holte er schlichtweg all jene Indikatoren hervor, die Plausibel und doch nutzlos waren, während sie scheinbar weiter versuchte auf eigene Faust herauszufinden, was er so in seinen Regalen hatte, was jedoch ein kurz darauffolgendes Scheppern zur Folge hatte. Ascan bemerkte noch aus den Augenwinkeln, dass es sich dabei um genau das Fläschchen handelte. Wenn Ascan nicht Jeromys Schreck, als ihr die Phiole aus der Hand gefalle war, gespürt hätte, so hätte er angenommen, sie habe es absichtlich getan um herauszufinden, was sich darin befand, doch so schien sie einfach nur tollpatschig gewesen zu sein. Nachdem sie das Fläschchen wieder verschlossen hatte und mit einem Tuch das Ausgeleerte wegwischte, erkannte Ascan ihren Fehler. Eigentlich hatte er damit gerechnet, dass Jeromy vorsichtiger war, doch sie blieb exakt dort stehen, wo sie das Pulver verschüttet hatte und Ascan konnte förmlich sehen wie sie immer wieder etwas von dem Staub in sich aufnahm. Nun, vielleicht wirkte es durch die Werwölfin nicht, denn so weit er das Mittel kannte, setzte seine Wirkung relativ rasch ein, doch im Moment schien sie noch halbwegs bei Sinnen, deshalb befand er es vorerst für irrelevant und vollendete lieber seine Vorbereitungen. Doch kaum dass er es geordnet hatte, folgte ein Niesen und Ascans Blick richtete sich erneut auf sie und beobachtete wie sie eines nach dem anderen daneben gehen ließ. Womöglich hatte es tatsächlich eine andere Wirkung auf Werwölfe und er musste grinsen, als er ihr Gemurmel hörte. Nun nicht ganz, stellte er in Gedanken fest. Dann sah er wie sie scheinbar verzweifelt nach einem Stecker und einer Steckdose zu suchen schien und er hatte wahrlich Mühe sich ein Lachen zu verkneifen.
„Ich denke nach Strom musst du hier längere Zeit suchen.“ Er ging auf sie zu und berührte unbeabsichtigt ihre Hand, während er nach dem Gerät griff ein paar Wörter sprach und sich das Licht sofort auf „On“ einschaltete. Er war ja nach wie vor kein Freund dieser modernen Geräte, aber Jeromy hatte vermutlich nur damit gearbeitet und für jemanden, der nicht aus seiner Zeit kam, war es ja ohnehin fast unmöglich mit den alten Gerätschaften genaue Messungen anzustellen.
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   27.09.12 21:25

Während sie so dastand und auf eine Reaktion wartete, betrachtete sie Ascan. Vor sich hatte er alles mögliche ausgebreitet. Sie hatte bereits aus den Augenwinkeln bemerkt, dass auch er seine Vorkehrungen traf. Sie hörte das Grinsen in der Stimme und sah das Schmunzeln in seinem blassen Gesicht. Ja klar! Natürlich gab es hier keine Steckdosen, sie waren im Limbus. Jeromy verdrehte die Augen, sie ärgerte sich viel mehr über sich selbst als über ihn. Sie betrachtete, wie er Schritt um Schritt näher kam, bis er dicht bei ihr war. Als seine Hand flüchtig die ihre strich und er sich etwas hinab beugte um die Hand an das Gerät zu legen, lief ein elektrischer Schlag durch ihren gesamten Körper. Jedenfalls fühlte sich dieses Kribbeln, das von dem Berührungspunkt ausging, wie elektrische Spannung an. Sie atmete ein und dieser Geruch kam ihr so bekannt vor. Nein, nicht ihr, der Wölfin. Er sprach wieder in dieser Sprache, die sie nicht verstand, doch sie hing bereits an seinen Lippen und beobachtete jede Silbe, die er aussprach. Als er geendet hatte, begann das Gerät leise zu surren und Jeromy verschränkte die Arme vor der Brust, während sie wartete. Ihr Blick wanderte unverhohlen an seinem Körper hinab. Die Schultern, die Arme, der flache Bauch, die Hüften und... Bilder aus ihrem Traum tauchten vor ihren Augen auf, wie sie ihm das Shirt vom Körper gestreift hatte, die Lederhose seine von seinen Hüften hinab geschoben hatte und er nackt vor ihr gestanden war. Von ihr unbemerkt streckte sich ihr Geist nach ihm aus, suchte die Verbindung, die die Wölfin hergestellt hatte und auch sie selbst eben, streifte irgendwo seinen abgeschotteten Verstand, ohne auch nur zu realisieren was sie tat. Es war sehr lebhafte Bilder, die sich in Kopf manifestierten und sie fragte sich unwillkürlich, ob sich sein Körper auch so anfühlte wie in ihrem Traum? Ihr Blick wurde abwesend und als sie bemerkte, dass sie ihn die ganze Zeit regelrecht angestarrt hatte, senkte sie ihn wieder zu ihren Füßen und errötete. Aber es war zu spät, ihr Gesicht glühte, ihr Herz pochte schneller und ihr Körper fühlte sich mehr als nur angespannt an. Dabei war sie heute morgen doch so angenehm entspannt und ruhig gewesen.
Hatte es hundert Grad hier drin? Ihr wurde sogar in ihren Kleidern zu warm. Ob ihm wohl auch so warm war, ertappte sie sich bei dem Gedanken. Sie atmete tief ein und aus und suchte seine Augen, die konnten sie wenigstens nicht ablenkten.
„Danke.“, murmelte sie und ihre Stimme hörte sich heiserer an, als gewöhnlich. Jedem anderen außer ihr selbst wäre es wohl nicht aufgefallen, hoffentlich fiel es auch ihm nicht auf. Aber falsch gedacht. Sein eines Auge war noch immer roter als das andere von dem Ritual vorhin. Und sein Gesicht. Die Lippen. Kaum war der Traum verdrängt, tauchten Erinnerungen an den Kuss auf. Sie tippelte auf der Stelle herum und entschied sich lieber dafür die Zentrifuge anzustarren als Ascan, das war ungefährlicher. Hoffte sie zumindest. Aber ihr Körper fühlte sich dummerweise genauso an wie heute Nacht... genauso bedürftig...
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BeitragThema: Re: Vom Narrenmond beschienen   28.09.12 8:58

Während er das Gerät funktionsfähig machte, entging ihm nicht ihre Reaktion auf seine Berührung und auch nicht das Abschweifen ihrer Gedanken. Auch wenn die Verbindung bei Weitem nicht ausreichend war, als dass er genaueres erfahren konnte, so war es doch deutlich, dass es sich im Moment nicht um die Arbeit drehte. Auch ihr Blick entging ihm nicht, also setzte die Wirkung des Pulvers wohl doch ein, wenn auch scheinbar um einiges schwächer und langsamer, als es normalerweise der Fall gewesen wäre. Dann fühlte er wie sie tastend nach seinem Geist griff. Die Verbindung forschend ein wenig stärker wurde, dennoch nicht einmal ansatzweise genug, als dass sie in seinen Geist eindringen konnte. Selbst wenn sie darin ausgebildet gewesen wäre, wäre es vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Sein Geist war ein Gefäß mit 7 Siegeln, die hinter 7 Wällen des Geistes und 7 Fragen verborgen waren und nur wer diese überwinden konnte, wäre überhaupt in der Lage in seinen Geist einzudringen, mal abgesehen davon, dass auf denjenigen dann 8 Jahrhunderte einstürzen würden. Eine Aufgabe, die für einen Geist, der erst seit wenigen Jahrzehnten lang diese Welt besiedelte, unmöglich zu verkraften war. Er suchte ihren Blick, was nicht allzu schwer war. Da sie ihn bereits erwiderte und beobachtete sie. Sie versuchte, nachdem er ihrem Blick offen begegnete diesem auszuweichen und ihre Stimme klang ein wenig anders. Ihr Gesicht hatte einen leicht rosigen Ton angenommen und es war unweigerlich erkennbar, dass sie sich nicht wirklich konzentrieren konnte. Ascan überlegte, ob er es ihr schon sagen sollte. Doch er entschied sich dafür lieber noch ein wenig ihre Reaktionen zu beobachten. Außerdem würde es sie ein wenig von dem Forschen abhalten und Gegenmittel hatte er ohnehin keines. Nun zumindest keines, das man so einfach einnehmen konnte.
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