world of darkness


 
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Gott
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BeitragThema: Alles auf Anfang   28.09.11 21:05

das Eingangsposting lautete :

*

ALLES AUF ANFANG

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Grand Marais - Minnesota
Fabrikgebäude
29. September 2009


*

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Seymor
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   17.10.11 18:23

Das Auto geriet kurz ins Schlingern, was seine Befürchtung ein wenig bestätigte, dass es wohl nicht der beste Anfang gewesen war.
"Nun es heißt, was es heißt... Ich weiß nicht wie weit hinten ich anfangen soll, aber ich denke es reicht vorerst mal, wenn ich dir sage, was wir sind. Womit wir dann bei mir wären." Ihr Lächeln machte ihm etwas mehr Mut, immerhin hatte sie damals ja auch nichts dagegen gehabt ein Halbvampir und Halbfeuerdämon zu sein, also von da ausgehend konnte es ihr ja auch jetzt eigentlich nichts ausmachen.
"Ich bin ein Gestaltwandler. Diese menschliche hier ist nur eine meiner Erscheinungsformen und sie gehört nur im Mindesten genauso zu mir wie es die anderen auch tun. Vor allem wenn man bedenkt das ich den Großteil meines Lebens nicht als Mensch gelebt habe." Er grinste etwas schief. Eine Tatsache, die Alyssa schon damals fasziniert und interessiert hatte, mal abgesehen von dem Punkt mit den Kätzinnen. Vielleicht könnte er ihr auf diese Art ein wenig leichter erklären. dass sie auch wenn sie keine Menschen waren, alles andere als Monster waren und vor allem das meist die Menschen die Monster und die Monster oft nur die Opfer waren.

Er suchte in ihrem Blick danach, ob sie ihm überhaupt Glauben schenkte und fand was er erwartet hatte. Sie stempelte ihn für verrückt ab, aber zumindest schien sie noch keine Angst vor ihm zu haben, was wohl eher auf seine erste Vermutung über ihre Beurteilung schließen ließ.
"Bitte bau jetzt keinen Unfall, aber ich schätze du glaubst mir sonst wohl nicht." Ein sanftes Schimmern hüllte Seymors Körper ein und nur wenige Momente später saß eine Katze auf dem Beifahrersitz und sah zu Alyssa auf. Ein "Miau" erklang. das wohl so viel ausdrückte wie: „Na glaubst du mir jetzt?“ Dann war ein etwas selbstzufriedenes Schnurren zu hören, bevor der Katzenkörper schimmerte und erneut Seymor da saß. Selbst gebannt - wartete er ihre nächste Reaktion ab. Wie sie nun reagieren würde, würde wohl über sein weiteres Vorgehen im Bezug auf die Intensität und die Menge an Infos, die er ihr gab, bestimmen.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   17.10.11 19:02

Gestaltwandler? Alles klar? Eben schien er doch normal gewesen zu sein? Hatte Seymor etwa was eingeworfen, so lange sie nicht hingesehen hatte? Sie hätte ihm die Karte doch besser vorher wegnehmen sollen um einen besseren Blick auf ihn zu haben. Sie blickte ihn kurz an und in ihrem Gesicht stand Skepsis – ganz deutlich. Sie schaute ihn an als... ja als gehörte er in die Klappse... vielleicht hatte sie sich auch nur verhört und sie gehörte in die Klappse?
Keinen Unfall bauen? Was? In ihren grauen Augen brannte eine Herausforderung, die sagte: „Beweis es!“ Und dann sah sie als nächstes ein Wollbündel, das neben ihr auf dem Beifahrersitz saß und sie anmaunzte und fast zeitgleich schnurrte. Alyssa sah einmal hin, blinzelte, dann ein zweites mal.

„Scheiße, ich werd irre!“, kam nur der derbe Ausspruch ihrerseits und sie stieg abrupt in die Bremse, worauf das Auto mit einem unschönen Geräusch bald darauf zum Stehen kam, mitten auf ihrer Spur. Sie starrte einen Moment gerade aus auf die Straße, blinzelte erneut und sah wieder das Katerchen an. Dann sah so wohl ein Gestaltwandler aus. Sie wollte gerade die Hand nach ihm ausstrecken, dann saß jedoch wieder Seymor vor ihr. Verdattert blickte sie an. Aber da war keine Angst.

„Wow, du kannst mich doch nicht so erschrecken!“, gab sie leicht weggetreten und schockiert von sich. „Und was bin ich dann? Ein verdammter Werwolf?“ Sie atmete tief durch und suchte Seymors goldene Augen. Es hatte sie schockiert, aber irgendwie hatte sie doch gewusst, dass da mehr war. Ein Teil von ihr hatte es bereits geahnt und war nicht erstaunt, vermutlich war das auch der Grund, weshalb sie keine Angst hatte. Sie langsam beruhigend startete sie wieder den Motor und fuhr langsam los, während sie das Lenkrad umklammerte und ihr Blick noch immer nicht ganz klar war. Scheiße und was würde nun kommen.

„Zumindest glaub ich dir jetzt...“, gab sie mit einem schiefen und leicht ironischen Lächeln zu.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   17.10.11 19:24

Seymor grinste, als er sich zurückverwandelt hatte und ihren Blick sah. Es war keine Angst sondern ein einfaches Verdutzt-Sein. Ein Ausdruck, den er durchaus mochte. So oft war es ihm noch nicht gelungen Alyssa zu erstaunen, zumindest seines Wissens nach nicht, also kostete er den Moment förmlich aus. Als sie das Auto wieder startete, gurtete er sich vorsichtshalber jetzt an, eher er wieder zu ihr sah. Nicht, dass sie noch so eine Vollbremsung hinlegte. Er hätte eben als Kater beinahe das Gleichgewicht verloren. Dann sah er wieder zu ihr hin.
"Wirst du nochmal so spontan bremsen?" Ein leicht neckischer Ton klang in seiner Stimme mit.

"Nun nein, ein Werwolf bist du nicht, um es genau zu nehmen ist ein Teil von dir manchen Mythen und Legenden nach das genaue Gegenteil bzw. der Erzfeind der Werwölfe..." Er hielt kurz inne. Sah sie abwartend an. "Du bist zur Hälfte Vampir... Allerdings nicht einer von diesen Horrorgeschichten-Vampiren, die eine Blutspur aus Leichen hinter sich herziehen, sondern eigentlich sehr "human" - um beim Menschlich zu bleiben. Wie du ja gemerkt hast, isst du auch normale Sachen, was vielleicht von dem zweiten Teil deiner Abstammung herkommt."
Er hielt kurz inne und beobachtete sie, ließ jedoch nicht wirklich Zeit, dass sie etwas sagen konnte. Wenn - sollte sie gleich ganz über sich erfahren, was sie war und - dann eine Vollbremsung hinlegen.
"Den vampirischen Anteil hast du von deiner Mutter, dein Vater hingegen war ein Feuerelementar, was auch der Grund ist, warum du Feuer beherrscht." Wieder sah er sie an und er wusste selbst, wie übertrieben sich seine Worte anhören mussten. Doch eines hatte er immerhin noch daraufzusetzen, wenn sie ihm jetzt schon glaubte. Sein Lächeln wurde noch breiter.
"Und du bist im übrigen mehr als Tausend Jahre alt." Vorsichtshalber legte er eine Hand an die Halterung, die in der Tür war.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   17.10.11 20:04

„Was gibt’s denn da so zu grinsen?“, gab Alyssa empört zurück und schaute ihn entgeistert an. Ob sie wieder so spontan bremsen würde?
„Sicher, wenn du mich wieder erschreckst!“, sie blickte ihn an und steckte ihm die Zunge raus, dann wanderten ihre Augen schnell wieder auf die Straße und sie fuhr weiter, während sie ihm aufmerksam zu hörte. Der hatte doch Vollschaden!
„Vampir? Elementar? Aaaaaaalles klar! Du spinnst doch!“, gab sie wieder ungläubig zurück, fuhr dieses mal jedoch weiter, sogar fast gelassener und ruhiger, zum Teil, weil sie von seinen Worten abgelenkt war und weniger angespannt steuerte.

„Ich fresse keine Menschen, sondern lass sie am Leben? Und was war das dann in der Fabrikhalle? Wieso waren die alle zerfleischt und wir haben überlebt, oder ist es so weil ich ein Vampir bin und nicht sterben kann...“; plapperte sie darauf los und klappte dabei die Sonnenblende auf, in der ein kleiner Spiegel montiert war, in dem sie flüchtig ihre Augen musterte, um noch kaum Falten waren, dann – sicher dass sie nicht älter als 23 oder 24 sein mochte – klappte sie ihn wieder zu.
„Das mit dem Alter nimmst du zurück!“, gab sie etwas grummelig zurück und rümpfte beleidigt die Nase. „So alt bin ich auch wieder nicht!“ Dann seufzte sie resignierend und unzufrieden.

„Okay, rein hypothetisch, müsste ich dann nicht heute Nachmittag im Sonnenlicht verbrannt sein? Oder was weiß ich, meine Haare Feuer fangen, wenn du mich wieder auf die Palme bringst? Oder wenn ich ein Vampir bin, muss ich dann nicht Blutdurst haben, dein Herz, deinen Puls oder deinen Geruch... keine Ahnung... spüren...und Verlangen haben dich zu beißen?“ Sie zog die Augenbrauen hoch und schaute Seymor kurz herausfordernd an, so als wolle sie sagen: widerleg das jetzt mal.
„Weil wenn dem so ist, dann trifft nichts davon zu! Ich bin nicht untot.“ Sie wollte es nicht glauben.
Sie griff ohne ihn erneut anzusehen nach seiner Hand und legte sie sich auf die Brust, so dass er ihre Wärme spüren konnte durch die offene Jacke und das Shirt.
„Mein Herz schlägt, meine Haut ist warm und soweit ich das beurteilen kann, rieche ich nicht nach Leiche oder sehe tot aus.“ Das stimmte wirklich, ihre Haut war zwar hell, aber ihre Wangen waren rosig und sie sah wirklich lebendig aus und etwas verwirrt und wütend. Sie fühlte sich... absolut menschlich. Als ihr diese Nähe bewusst wurde, ließ sie seine Hand wieder los und wirkte leicht irritiert ob der Vertrautheit dieses Gefühls, das seine Hand auf ihrem Körper ausgelöst hatte.

„Hör zu, dass du ein Gestaltwandler bist, glaub ich dir, aber bei mir musst du dich einfach irren! Ich fühle keine Macht, kein Feuer, keinen Durst...“, ihre Stimme hatte einen eindringlichen, nahezu verzweifelten Unterton, der jedoch bald wieder verschwand.
„Hm... obwohl gegen Schokokekse hätte ich nicht einzuwenden...“, fiel ihr nebenbei auf. Hey, das war doch ein Fortschritt, sie wusste zumindest, dass sie Schokokekse mochte!
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Seymor
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   18.10.11 17:38

Seymor hörte ruhig ihren Argumenten zu und ließ sie sich durch den Kopf gehen. Das ganze wirkte sehr seltsam auf ihn. So weit er wusste, hatte Alyssa sonst immer sein Herz hören können und vor allem auch seinen Geruch wahrgenommen. Vermutlich sogar noch besser als er den ihren, selbst wenn er in Katzengestalt war. Also weshalb sollte das jetzt nicht der Fall sein. Nun gut, dass sie keinen Blutdurst hatte, mochte vielleicht daran liegen, dass es noch nicht so lange zurücklag, allerdings konnte er ja auch nicht so genau nachempfinden, wie es sich anfühlten musste das dringende Bedürfnis nach Blut zu haben. Klar, es war wohl ähnlich wie Hunger, aber er bezweifelte, dass er einen Menschen - mal davon abgesehen, dass diese ohnehin nicht schmeckten, wie man so feststelle - beißen oder fressen könnte, nur weil er so großen Hunger hatte. Natürlich wäre das eine durchaus schwerwiegendere Form, als der kaum merkliche Biss von Alyssas Zähnen, der - wenn er sich ehrlich war - sogar das eine oder andere Mal bestimmte Emotionen durchaus verstärkt hatte. Was ein leicht selbstzufriedenes und andererseits schelmisches Grinsen auf seine Lippen legte, als er sich an vereinzelte Situationen erinnerte.

Als er ihre Reaktion über das Alter hörte, fiel er schließlich in Gelächter aus.
"Sag mal, wie kommt es dann, dass du Sprachen fließend sprichst, die heute vermutlich keiner mehr beherrscht? Vermutlich noch nicht mal mehr brüchig und du sprichst sie wie deine Muttersprache?" Er erinnerte sich an die Worte, die sie an ihn gerichtet hatte, als er aufgewacht war. Er wusste zwar nicht welche Sprache es war, aber er war sich ziemlich sicher, dass es keine einfache Fremdsprache gewesen war. Dazu hatte sie sich viel zu alt, mystisch angehört wie er fand, aber das schlimmste was sein konnte war das er sich irrte und sie eine normale Fremdsprache gesprochen hatte. Er wusste jedoch, dass Alyssa sehr alte Sprachen beherrschte.Wieder suchte er ihren Blick.

"Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich nicht irre.", sagte er lächelnd und wendete seinen Blick wieder ab. "Weißt du, ich wollte es dir nicht sagen und um ehrlich zu sein, will ich es auch nicht. Es fühlt sich falsch an es dir zu sagen, Worte reichen dafür schlicht nicht."
Seine Stimme wurde etwas leiser und ernster, wenn sie auch sehr weich klang und irgendwie wirkte er wieder zurückhaltender. Ihm selbst fiel auf, dass es ihm im Moment sogar einfacher fiel mit Alyssa zu reden. Auch wenn er nicht genau wusste weshalb. Nicht dass er vorher nicht gerne mit Alyssa geredet hätte, aber es war viel mehr so gewesen, dass sie sich über mehr als Worte verständigt hatten und so viele Worte überflüssig waren, die er nun gebrauchte.
"Wir beide sind so etwas wie ein Paar, wobei es vermutlich das falsche Wort ist." Er biss sich auf die Lippe. "Ich schätze, wir sind mehr als das und doch nicht auf der Ebene wie die meisten Menschen es bezeichnen würden." Er seufzte leise und überlegte wie er ihr sagen konnte, was er wollte, was er im Gedanken hatte. Suchte kurz und scheu ihren Blick, nur um erneut in Gedanken zu versinken. "Ich weiß nicht wie ich es in Worte fassen kann und um ehrlich zu sein; ich habe Angst, dass ich das Falsche sagen könnte, sodass es sich jetzt, wo du dich an nichts erinnern kannst von dem was passiert ist, in etwas hinein geengt fühlen könntest." Wieder seufzte er. Er hätte gar nichts davon erwähnen sollen. Jetzt wo er es gesagt hatte, fühlte es sich nur noch falscher an. Er legte unruhig die Hand auf den Oberschenkel und sah aus dem Fenster.
"In meinem Leben gab es nicht viele, die mir etwas bedeutet haben. Die meisten Menschen hab ich gemieden und bis auf einige sehr wenige hatte ich auch kaum mehr als flüchtigen Kontakt. Bis ich dich kennenlernte, dachte ich überhaupt, dass ich der einzige auf der Welt wäre, der anders war. Das es mein Schicksal sei alleine zu sein." Wieder sah er zu ihr und in seinen Augen lag das Vertrauen, das er - seit er sie kannte - in sie aufgebaut hatte.
"Du warst diejenige, die das geändert hat." Dann brach er ab. "Vergiss was ich hier sage, es ist nur dass ich dort in der Fabrik dachte, ich würde dich verlieren und jetzt, da wir das überlebt haben, so unwirklich es mir auch noch immer erscheint, weiß ich nicht, was ich dir sagen soll und was nicht, aber ich denke es ist besser, wenn ich dir alles sage, denn ich will dir nichts verheimlichen. Das habe ich noch nie gemacht und ich wäre vermutlich auch schlecht darin." Wieder sah er kurz zu ihr wartete ihre Reaktion ab und hoffte nicht alles falsch gemacht zu haben.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   18.10.11 22:46

„Hey,mich auslachen ist unfair!“,beschwerte sie sich schmollend, als Seymor in Gelächter ausbrach.
Sie dachte nach, stimmte ja, sie hatte in einer anderen Sprach gesprochen, als sie jetzt tat. Etwas ungläubig schaute sie Seymor an.
„Ich muss zugeben, ich weiß noch nicht einmal, was das für eine Sprache war, sie war einfach da in meinem Kopf, genau wie das Autofahren...“ Hey, vielleicht würden die Erinnerungen nach und nach zurück kommen, das war doch zumindest eine Hoffnung. Doch ein Lächeln blieb noch eine Weile und es hatte etwas an sich, das ihr sogar sehr gefiel. Die Art wie sich seine Lippen leicht verzogen weckte in ihr das Bedürfnis ihn zu küssen. Aber sie entgegnete nichts, was sollte sie auch, er hatte schließlich recht behalten, auch wenn diese ganze Geschichte klang wie aus einem Horrorfilm. So hörte sie einfach nur zu und erwiderte seinen Blick, wenn sie den seinen auf sich spürte. Sie hörte sein Seufzen, wie sich seine Stimme veränderte, wie er nach Worten suchte. Und das alles zusammen löste in ihr eine tiefe Traurigkeit aus, weil sie sich einfach nicht erinnern konnte und doch das Gefühl hatte, dass es eine Menge war, woran es sich zu erinnern gab. Während Seymor so sprach passierten sie ein Schild, auf dem stand: Canada, Ontario - Thunder Bay, 40 Miles. Bald mussten sie dann von der Straße runter und vor ihnen leuchtete das Schild einer Tankstelle auf. Alyssa fuhr rechts ran, von der Straße hinunter und blieb in der Dunkelheit stehen. Das Einzige, was Licht spendete war das Leuchten der Neon-Tafel und bis auf ihrer beider Atem war es still in dem Wagen. Ein Klicken und Alyssa schnallte sich ab und wand sich zu Seymor um, das neue Leder knirschte bei ihrer Bewegung. Sie lehnte sich auf ihre rechte Seite und schaute ihn an. In der Dunkelheit konnte sie aber nur seine Konturen erkennen und das feuchte Glitzern seiner Augen. Sie seufzte leise und schwieg einen Moment, bevor ihr Stimme ganz leise in der Dunkelheit erklang.

„Wir reden wohl nicht sehr oft, was?“ Ein Paar hatte er gesagt, aber so fühlte es sich nicht an. Sie empfand Zuneigung aber mehr? Er hingegen musste sie wirklich mögen, wenn nicht sogar lieben, so wie er sprach.
„Ich würde lügen, wenn ich sage, dass du mir alles erzählen kannst. Die Hälfte von dem, was du sagst, kann ich nicht glauben und es macht mir Angst. Dabei weiß ich noch nicht einmal, ob mein früheres Ich überhaupt wusste, was Angst war. Ich würde Einiges dafür geben, mich zu erinnern.“
Langsam gewöhnten sich ihre Augen an das Licht und das Ausdruck in seinem Gesicht versetzte ihr einen kalten Stich in ihrem Inneren.
„Ich kann jeder Zeit gehen, so wie ich es früher konnte, weshalb sollte ich also eingeengt sein? Und früher hast du mir auch einen Grund gegeben, dass ich nicht gegangen bin...“, sie lächelte Seymor kläglich in der Finsternis an und rückte in dem Sitz näher heran. Ihre Hand tastete zögerlich nach der seinen und legte sich zärtlich darauf. Ihr Daumen begann langsam, in keinen Bewegungen über seinen Handrücken zu streichen, ohne dass sie es realisierte. Er hatte etwas von Fabrik gesagt... ja richtig, sie wollte wissen, was dort geschehen war und eigentlich wollte sie es auch nicht wissen. Egal, es war noch immer Zeit. Alyssa seufzte ihrerseits.
„Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll.“, gestand sie kläglich mit kaum hörbarer Stimme. „Wir sind bald da in Thunder Bay. Und dann? Was dann? Was sollen wir da? Ich weiß nicht wohin. Und ich bin allein. Außer dir habe ich niemanden...“, flüsterte sie mit zittriger Stimme, fing sich jedoch bald wieder. Sie ließ von ihm ab, streckte sich und meinte dann fröhlicher und etwas lauter:
„Ich weiß nur, dass ich müde bin und Zucker und Koffein brauche. Sag ma, kann es sein, dass ich verrückt nach Keksen bin? Weil wenn dem so ist, würde das meinen Heißhunger auf Kekse erklären. Wir sollten ohnehin noch Tanken, weil ich nicht weiß wie weit wir mit meinen Fahrkünsten kommen oder wie oft ich mich verfahre.“ Sie fragte sich wie viele Meilen es noch dauern würde, bis die Tankleuchte aufblinkte.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   21.10.11 13:19

Wieder hörte Seymor ihr nun geduldig zu, auch wenn ihre Beschwerde ihn nur erneut grinsen ließ. Doch ihre Worte bestätigten nur weiter, dass er vielleicht doch nicht alles erzählen sollte. Es würde ihr mit Sicherheit Angst machen, auch wenn sie sich bisher wohl gut hielt, was womöglich daran lag, dass sie ihm einen Großteil davon einfach gar nicht erst abkaufte. Dann fühlte er ihre Hand, die zaghaft die seine suchte und er umschloss auch die ihre sanft, während er ihr weiter lauschte. Das Problem war, dass auch er nicht wirklich wusste, was genau sie ihn Kanada hatten machen wollen. Es war Seymor ziemlich egal gewesen wo sie hingingen, er hatte nur bei Alyssa bleiben wollen. Ein Ort würde wohl nie zu seinem zu Hause werden, dafür war er das Streunen viel zu sehr gewohnt. Nein, das einzige zu Hause, das er hatte, war Alyssa und dabei spielte es keine Rolle wo sie sich befanden. Doch jetzt fand er es dennoch sehr dumm von ihm, dass er sich nicht mehr dafür interessiert hatte. Er wusste nur, dass Alyssa irgendeiner Spur seiner Vergangenheit gefolgt war, die sie fast genauso brennend interessiert hatte wie ihn selbst, doch wo genau sie hinwollte, oder was sie heraus gefunden hatte, dazu hatten sie sich noch nicht die Zeit genommen.

Doch ihre Stimme änderte sich, kaum das sie ihre Ängste ausgesprochen hatte und Seymor musste wieder grinsen, während er nickte.
"Ich glaube das ist etwas, das du auch ohne Erinnerung daran behalten hast." Er strich leicht mit seinem Daumen über ihren Handrücken und genoss es ihre Hand zu halten.
"Ich denke wir werden schon sehen was auf uns zukommt oder? Und selbst als du deine Erinnerung noch hattest, war der Plan wo hin es gehen soll, vermutlich kein zu 100% vorgefertigter. Wir sind auch den Rest des Weges eher nach Lust und Laune gefahren." Er lächelte aufmunternd. Es würde schon alles kommen, wie es kommen mochte. Irgendwie fühlte er sich im Moment sogar ziemlich wohl und das obwohl er ihr - oder vielleicht weil er ihr - schon einiges erzählt hatte und sie dennoch keine Angst vor ihm hatte.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   22.10.11 21:53

Schön, mochte sein, dass sie keinen vorgefasste Route hatten, aber zumindest einen Anhaltspunkt. Aber jetzt hatte sie gar nichts. Das war durchaus ernüchternd, doch das sagte sie Seymor nicht, denn zumindest er klang zuversichtlicher als sie sich fühlte. Aber vielleicht hatte er recht.

Alyssa fuhr zu der Tankstelle und kam sogar vor einer Tanksäule zum Stehen und das ganz ohne diese umzufahren, auch wenn sie noch etwas weit weg stand. Aber langsam hatte sie es wieder raus. Und nach ein Paar Stunden war das gar nicht mal so schlecht, versuchte sie sich aufzubauen. Sie nickte in Richtung des kleinen, hell erleuchteten Raststätte und meinte, Seymor soll vorgehen und sehen, was es noch so Brauchbares darin gab, während sie sich daran machte zu tanken. Wenn sie drei Kreditkarten hatte, dann musste sie sich wohl um Geld keine Gedanken machen. Irgendwann überschlug sie, dass es reichen müsste um problemlos die ganze Nacht durchzufahren und ging ebenfalls hinein. Alles war vollkommen ruhig, nur aus einem kleinen Radio dudelte ein alter Rocksong, der ihr irgendwie bekannt vorkam. Im Inneren gab es allerlei Snacks, die man nur in Vakuum verpacken konnte. Dann erblickte sie Seymor zwischen den Regalen und kam direkt auf ihn zu. An der Kasse stand ein junger, schlaksiger Mann, der selbst vermutlich in ihrem Alter war, möglicherweise auch etwas älter. Alyssa spürte seinen Blick auf sich, was ihr irgendwie Unbehagen bereitete. Ob ihr das wohl oft passierte, dass ihr jemand nachblickte? Sie schüttelte den Gedanken ab und schlenderte an Seymor vorbei, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Ihr Zeigefinder strich einmal quer von einem Schulterblatt zum anderen über das glatte Leder, als sie sich dicht an ihm vorbei schob, da die Regale doch recht dicht bei einander standen. Sie grinste ihn frech an und verschwand hinter einer Tür mit der Aufschrift „Restroom“.

Die Toilettentür quietschte und war verkritzelt. Irgendwie wagte sie kaum etwas anzufassen, obgleich alles, samt dem weiß gefliesten Boden und den Wänden erstaunlich sauber war. Am Waschbecken drehte sie den Wasserhahn auf und das spürte das kalte Wasser auf ihrer Haut. Aus dem Spiegel darüber blickten sie fremde graue Augen an. Es war sonderbar sich selbst im Spiegel zu sehen und nicht einmal zu wissen, wie man aussehen würde. Es war sonderbar, dass sie sich so fremd erschien, als sei es gar nicht sie. Dennoch blickten die grauen Augen müde drein und ihr Gesicht wirklich unnatürlich blass von der Müdigkeit, die ihn noch in den Knochen steckte. Und auch das kalte Wasser auf ihrem Gesicht vermochte sie nicht wirklich wieder wach zu bekommen. Sie sah aus, als hätte sie eine Woche nicht mehr geschlafen. Unter ihren Augen waren leichte Schatten. Sie schüttelte was Wasser ab und ließ die Feuchte von der kühlen Luft trocknen. Es half ja doch nichts. Damit verließ den kleinen Raum. Ah ja genau... Kiss... hieß die Band, deren Song wieder auf und ab lief. Vielleicht konnte sie Zucker wach halten. Sie vergriff sich an den Keksen, Donuts, einer großen Wasserflasche und zwei Kaffee, dabei wusste sie noch nicht einmal, ob Seymor Kaffee mochte. Sie schaute sich nach ihm um, ob er fertig war und fündig geworden und bezahlte dann ihre Rechnung mit dem Bargeld, dass sie in ihrer Tasche gefunden hatte. Der Mann wirkte etwas verdrießlich, aber wer würde das nicht, wenn er in der Pampa nachts arbeiten müsste. Sie fragte sich ohnehin, ob sie hier wohl viel einnahmen, denn auf der ganzen Fahrt waren ihnen gerade einmal zehn Auto begegnet.

Als sie wieder zur Impala gingen, waren sie noch immer die einzigen. Die kühle Luft schlug ihr entgegen und sie fröstelte.
„Wann ist es eigentlich so kalt geworden?“, beschwerte sie sich und nippte an ihrem Kaffee im Laufen. Rasch schwang sie sich ins Auto und schloss die Tür, prompt wurde auch die Heizung auf gedreht. Die Tüte mit den Einkäufen landete hinten und ihr Kaffee auf dem Armaturenbrett. Sie zog ihre Lederjacke enger um sich und zippte den Reißverschluss zu. Dann rollte die Impala ein Stück vor, so dass sie dem erste Auto, das sie nun in den letzten 30 Minuten sah, Platz machte. Dann aber vergriff sich Alyssa an den Keksen, die aus der Tüte gefischt wurden. Nachdem die Packung ungeduldig aufgerissen war und sie in einen Keks gebissen und gekaut hatte, verzog sie das Gesicht.
„Igitt... Schokoladenersatz... Nüsse...“, traurig und enttäuscht schaute sie den Keks an. Seufzte kurz, dachte aber nicht daran ihn wegzuwerfen, sondern verspeiste ihn dennoch, bevor sie sich an die Donuts machte und Seymor kurz entschuldigend angrinste. Aber sie merkte, wie der Zucker zu wirken begann. Genüsslich zerpflückte sie den Donut in seine Einzelteile, während sie ihn aß und sich die Finger mit Schokoguss einschmierte. Dennoch grinste sie frech und glücklich.
„Erstaunlich wie glücklich einen Zucker und Fett und Teig machen können!“

Bald darauf fuhren sie weiter und wieder war da die Stille. Alyssa drehte ganz leise das Radio auf, doch da spielten nur diese typischen „Schlaflos-in-Seattle“-Songs, von Liebe und Herzschmerz und das konnte sie wirklich nicht ertragen und dennoch fragte sie sich, wie es wohl war, als sie ihre Erinnerungen hatte und sie ein richtiges Paar waren. Was taten sie? Wie hatten sie sich kennen gelernt? Das monotone Schnurren der Impala wirkte bald wieder ermüdend auf sie, aber sie wollte die Stadt erreichen ohne einen weiteren Zwischenstopp. Sie schaute flüchtig zu Seymor herüber.
„ Erzähl mir etwas... von uns... was war das Lustigste... oder Verrückteste... oder Schönste... was wir zusammen erlebt haben?“, sie konnte sich nicht entscheiden und auch ihrer Frage hörte man an, dass sie nicht wusste, wie sie es fragen sollte, ohne das es einen sonderbaren Klang hatte.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   07.11.11 17:20

Als Alyssa an der Tankstelle hielt, war er sich nicht sicher, ob er überhaupt mit hineingehen sollte. Eigentlich wollte er nichts, obwohl er doch bereits wieder Hunger hatte, auch nachdem sie zuvor an und für sich mehr als genug gegessen hatten. Viel mehr sehnte er sich für einen Moment danach Alyssa nahe zu sein, zumindest näher, als er es im Moment war, verschob den Gedanken dann jedoch fast genauso schnell wieder. Es war zu früh und sie konnte sich schließlich an nichts von ihnen beiden Erinnern. Ein Grund mehr sie daran zu erinnern, ging es ihm kurz durch den Kopf, was ein Grinsen auf seine Lippen übertrug, das für einen kurzen Moment seine Gedanken widerspiegelte. Doch auch dieses verflogen schnell und er stieg aus dem Auto aus um nicht weiter daran zu denken und betrat - während Alyssa das Auto volltankte - den Shop. Der Mann, der an der Kasse stand, nickte ihm nur zu und Seymor ging einfach weiter auf die Regale zu. Er fand auch schnell das gesuchte und nahm sich eine Flasche Cola und eine Flasche Wasser. Das Cola mehr um sich wieder wacher zu machen, als das es ihm tatsächlich schmecken würde. Kurz darauf betrat auch Alyssa den Shop und sie kam auf ihn zu. Ein kurzer Blick, dann Schritt sie an ihm vorbei zu der Süßkramabteilung.
Als sie wieder im Auto saßen, die endlos wirkende Straße vorüberziehend, stelle Alyssa verdrießlich fest, dass ihr die Kekse nicht schmeckten, daraufhin musste Seymor erneut grinsen. Zumindest schien sie keine schlechte Laune zu haben. Er fragte sich wie er wohl mit dieser Situation klar kommen würde, wenn er mit einer vollkommen "Fremden" ohne Gedächtnis herumfahren würde.

Dann lauschten sie wieder eine Zeitlang nur dem Radio. Doch die Stille schien Alyssa nicht zu behagen und ihre Frage ließ ihn kurz stutzen. Er überlegte eine Weile, dann sagte er grinsend:
"Also etwas, über das du dich köstlich amüsiert hast, war als du mir versucht hast das Motorradfahren bei zu bringen und ich anschließend samt Motorrad im See gelandet bin." Er sah sie abwartend an, bereits darauf gefasst, dass sie lachen würde und er sie dann beleidigt angucken könnte, wie er es schon früher getan hatte, wenn sie diese Situation erwähnt hatte.

"Das war im übrigen auch der Tag, an dem wir beschlossen haben, dass es besser ist, wenn du Auto fährst." Auch wenn ihm die Situation damals peinlich gewesen war, so hatte er im Moment einfach nur das Bedürfnis sie zum Lachen zu bringen und das war etwas gewesen über das sie sich nur zu gern amüsiert hatte.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Alles auf Anfang   09.11.11 14:19

Wieder wurde es still, nur die Stimme des Moderators, der das nächtliche Programm ankündigte, war leise aus den Boxen des Autos zu hören. Die kommenden Songs sagten Alyssa jedoch rein gar nichts. Aber Seymors Stimme schob sich lauter und dennoch angenehm in die Geräuschkulisse aus Radio und Motorschnurren. Sie schaute ihn kurz an, richtete die Augen jedoch gleich wieder auf die Straße. Motorradfahren? Sie musste breit grinsen.
„Dann war es wohl nicht die schlechteste Idee, dass ich fahre, was? Seitdem hab ich dich sicherlich nicht mehr fahren lassen?“, schmerzte sie und wusste bereits, noch bevor es geschah, dass von Seymor ein protestierend-beleidigter Blick kommen würde, worauf sie erst recht lachen musste und noch immer lachend und zu gleich verspielt meinte:
„Sei kein eingeschnapptes Katerchen! Ich lass dich auch wieder fahren!“, versprach sie. Zumindest dann, wenn er nicht auch noch die Impala im Ozean versenkte. Apropos Ozean; Alyssa bog in den nächsten Feldweg, der nach rechts abzweigte und sie weg von der Straße führte. Sie drosselte die Geschwindigkeit, denn der Grund wurde steiniger und machte das Vorankommen gepaart mit der Dunkelheit noch schwieriger. Außerdem wusste sie nicht, was sie dort erwarten würde und ob der Weg nicht mitten in der Luft endete. Sie konnte gerade einmal wenige Autolängen weit den Grund erahnen, der mit Gras bewachsen war und gerade so eine Autobreite maß.

Sicherlich hätten sie die Straßen nehmen können, doch da die Kontrollmaßnahmen verschärft worden waren... den Grund wusste sie nicht mehr so genau... war Alyssa nicht so scharf darauf die Kontrollstelle zu passieren. Sie beide besaßen zwar gültige Ausweise, die ihrerseits auf nicht ganz legalem Wege beschafft worden waren, doch verfügten sie kaum über genügend Finanzen, jedenfalls nicht über legale Konten laufend, um sich für die Frist ihres Aufenthalts in Kanada versorgen zu können. Zudem hatte ihr Aufenthalt noch keine Grenze, da er nicht durch ein Visum begrenzt war. Nun und die Sache mit den Vorstrafen... da wusste Alyssa nicht so genau zu beantworten, außerdem konnte sie ebenso wenig einen festen Wohnsitz in den USA nachweisen... also mehr als genug Gründe die Straße zu verlassen, was sie ja getan hatten.

Die Anspannung stieg und man merkte Alyssa deutlich an, dass sie nervös war, weil sie nicht wusste wie es weiter gehen sollte, sowohl mit der Straße, als auch mit ihnen. Der Anspannung folgte die Stille, die sich zwischen sie legte für eine Weile. Doch Radio tat seine Pflicht und dudelte leise einen Lovesong:
„Learning how to smile again, free to show my heart, knowing I can face the things, that used to seem too hard. I look inside your eyes and see a different part of me, of what I didn’t know. I wanna remind for everything I need. So many things I’ve been missin’, not watchin’, but that was all in the past. Now I realize, there’s so much more to learn, I’m ready for the world. Not scared of letting go. Now I realize, there’s so much more to feel and my heart knows it’s real. The part of me so long forgotten is calling and this feels like home.“
Anstatt es jedoch abzudrehen, drehte sie es minimal lauter. So fuhren sie eine Weile durch das holprige Küstengebiet, bis Alyssa nach einer Weile beschlossen hatte wieder nach einem Weg zurück zur Straße zu suchen, was gar nicht so einfach war, zudem dass sie immer müder wurde. Als sie wieder die ebene Straße erreichten, hoffte Alyssa inständig, dass sie die Grenze hinter sich gelassen hatten. Aber als sie mittlerweile fünf Minuten gefahren waren und keine Lichter in Sicht kamen, wusste sie, dass sich den Kontrollposten hinter sich gelassen hatten. Sie fuhr rechts ran und hielt am Straßenrand. Es konnte sicher nicht mehr weit sein... vielleicht 30 Meilen... aber ihr fielen die Augen zu; der Zucken und das Koffein wirkten nicht mehr. Ungeschickt machte sich sich daran hinten nach der Kekspackung zu graben, sie sie jedoch nicht ertasten konnte und kletterte nach hinten.
„Gefunden“, kam ihr glücklicher Ausruf, als sie die Packung unter dem Sitz heraus beförderte und sich damit genüsslich streckte.
„Ich schlaf gleich ein...“,murmelte sie gähnend. Die Wärme des Radios, der leise Song im Radio und die Dunkelheit, ihre Konzentration brach vollends.
„Und dann?“, wiederholte sie erneut gähnend ihre Frage von vorhin, mehr zu sich als zu Seymor und vergaß die Kekse wieder. Die Antwort blieb im Obskuren, als sie bereits zusammengekauert auf dem Rücksitz in einer sitzenden Haltung dahin dämmerte.
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