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 Ein Hauch von Wahnsinn

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BeitragThema: Ein Hauch von Wahnsinn   16.02.12 14:51

das Eingangsposting lautete :

*

Ein Hauch von Wahnsinn

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City of Thunder Bay – Ontario, Kanada
Whitney Court - 625 Beverly Street


02.-10. Oktober 2009

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Seymor
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   18.05.12 13:34

Als Seymor ankam und der Staub sich legte, half Collin Alyssa bereits wieder auf die Beine, während er verzweifelt und zurückweichend sich entschuldigte. Er blieb nahe Alyssa stehen, doch die schien ihn erst gar nicht zu bemerken, sondern bewunderte schlicht ihre Hand auf der eine kleine Flamme ihre Farbe wechselte. Nun sie schien Fortschritte zu machen, dachte sich Seymor und betrachtete sie dennoch besorgt. So weit er es beurteilen konnte, hatte sie keine Verletzungen. Er trat noch einen Schritt auf sie zu und nun schien sie ihn endlich zu bemerken. Er legte seine Arme um sie und küsste sie sanft. Während er sie enger an sich zog.
„Ist dir was passiert?“, er vermutete schon, dass dem nicht so war und wartete deshalb nicht einmal auf eine Antwort. Sondern küsste sie schlicht erneut.
„Musst du dich immer in Situationen bringen, in denen ich erst befürchten muss dich zu verlieren, nur um dann zu sehen, dass du wie eh und je vor mir stehst?“, fragte er grinsend. Er wusste nicht genau wieso, aber er war sich bereits bevor er sie so vorgefunden hatte, sicher gewesen das ihr nichts passiert war. Vielleicht lag es an der schlichten Tatsache, dass nach dem, was ihnen passiert war, er einem Baum nicht einmal mehr die Chance anrechnete ihnen gefährlich zu werden. Und demnach wie gut sie ihr Feuer bereits im Griff hatte, schien sie sehr gute Fortschritte zu machen. Was wiederum hieß, dass sie schon sehr bald wieder von hier weg könnten. Alles in allem war es eigentlich ganz gut gelaufen bis jetzt und trotz dieses Zwischenfalls stieg seine Laune. Selbst der Kampf mit den Mädchen hatte ihm Spaß gemacht.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   19.05.12 19:53

Alyssa schüttelte nur den Kopf, als Seymor die an sich drückte und das Zittern langsam nachließ, als das Feier erlosch und sie sich an ihn schmiegte, ihre Arme um ihn legend. Eine Weile stand Alyssa einfach nur noch da bis er etwas von ihr abließ, sodass sie Seymor in die Augen sehen konnte.
„Anders wäre es doch langweilig!“, gab sie schmunzelnd zurück. „Außerdem, wenn ich doch ohnehin nicht sterben kann, wieso sich dann unnötig sorgen?“, gab sie leiser zurück, damit nur er sie verstehen konnte. Obwohl ihr Herz noch immer schnell pochte. Aber ihre Augen funkelten damit umso heller und übermütiger. Sie trat einen Schritt von Seymor zurück, konzentrierte sich auf ihre Hand und wieder war da das blau-grüne Feuer in ihrer Handfläche. Sie nahm seine Hand, öffnete seine Finger und ließ das Feuer in seine Handfläche tanzen, damit er sehen konnte wie anders es sich anfühlte. Sie biss sich auf die Unterlippe und schaute Seymor einfach nur aufgeregt an. Sie konnte es wirklich! Das Feuer beherrschen, zwar vorerst noch schlecht als recht, aber sie würde es schon bald wieder besser können. Ihre Angst hatte Collin ihn soweit genommen und das war das Wichtigste.
Bonny trat zaghaft an sie heran und musterte beide.
„Nichts passiert?“, es war mehr eine Feststellung als eine Frage und Alyssa schüttelte den Kopf, zeitgleich erlosch das Feuer in Seymors Hand. Bonny blickte zu Collin, der leicht betreten da stand und die kahle Stelle betrachtete, die das Feuer gefressen hatte und das Mädchen lächelte zuerst Seymor und Alyssa an, ehe sie zu Collin trat und seine Hand in die ihre nahm. Auch Alyssa nahm ihm kein Bisschen übel, dass er die Kontrolle verloren hatte.
„War das etwa alles?“, war Fayes Stimme in Alyssas Rücken zu hören. Sie hatte mittlerweile mit den beiden anderen aufgeschlossen zu der Gruppe. „Ich fange doch gerade an warm zu werden!“, grinste sie noch immer zufrieden in die Runde. Bonny verdrehte nur die Augen.
„Ich verstehe ohnehin nicht, wieso wir uns nicht lieber auf andere Dinge spezialisieren? Ungeschehen kann ich es zwar nicht machen, aber zumindest etwas unauffälliger!“ Sie ließ Collins Hand los, ging ein Stück weiter, wo eben noch Büsche und Bäume gestanden hatten und kniete sich hin, schloss die Augen und legte beide Hände auf den Boden.
„Und das wird was?“, fragte Faye gelangweilt und verschränkte die Arme vor der Brust. Von Bonny kam nur ein mahnendes „Schscht!“, und sie machte weiter. Ganz langsam begann sich der Boden mit weichem Moos zu bedecken und kleine Pflänzchen drängten sich ans Tageslicht, wurden grüner und wuchsen, wenn auch nur sehr langsam. Bonny ließ sich Zeit, bis der ganze Boden bedeckt war, sodass keine Asche oder Erde zu sehen war und an derselben Stelle erneut bald wieder Büsche und eine kleine Kiefer wachsen würden. Alyssa bestaunte ihr Werk nicht schlecht. Das war wohl auch eine Gabe, die es sich zu besitzen lohnte. Collin sah sie an.
„Wie hast du das gemacht?“ Bonny zuckte nur mit den Schultern und lächelte.
„Das und Heilen sind die einzigen Dinge, die ich auch allein zu Stande bringe.“, meinte sie bescheiden und in Fayes Gesicht sah man nur zu deutlich ihre Unzufriedenheit. Damit war sie wohl nichts Besonderes mehr. Sie seufzte und brummelte, während sie Seymor ansah:
„Das war's dann wohl für heute oder wie?“
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Seymor
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   20.05.12 9:08

Wie er schon vermutet hatte, war Alyssa nichts passiert, dennoch fühlte er sich ein wenig erleichtert. Er grinste über ihre ersten Worte, doch die zweiten zogen dies sofort wieder aus seinem Gesicht und für einen Moment schien es, als wollte er sie hier an Ort und Stelle einer Moralpredigt unterziehen. Doch der Gesichtsausdruck verschwand beinahe im selben Moment wieder. Er war erst einmal froh, dass sie sich über ihre Kräfte freute und nicht mit Angst reagierte. Das andere konnte warten. Dann nahm sie seine Hand und ließ eine Flamme auf seiner Handfläche tanzen. Erst wollte er zurückziehen, da er, obwohl er Alyssa vertraute, die Befürchtung hatte das Feuer würde ihn verbrennen, doch widerstand dem Drang und stellte verwundert fest wie unterschiedlich sich die verschiedenen Flammen anfühlten. Er wollte gerade etwas dazu sagen, als er von hinten Bonnys Worte hörte. Auch Faye und die anderen kamen und einzig Collin schien von der Situation mitgenommen zu sein, denn alle anderen wirkten eigentlich so, als könnten sie das Training durchaus fortsetzen. Bevor sie diesbezüglich jedoch weiter entschieden, ließ Bonny sie alle Zeuge ihrer Kräfte werden. Seymor hatte zwar bereits nach ihrer Rettungsaktion geahnt, dass Bonny mehr war als sie eigentlich schien, doch das war tatsächlich viel mehr, als er erwartet hatte. Gebannt beobachtete er, wie sie das Gras und Moos nachwachsen ließ, langsam wie es schien, doch wenn man bedachte wie lange es im Normalfall gedauert hätte, war dies wohl als würde sie mit Lichtgeschwindigkeit reisen. Nun vielleicht nicht ganz so, aber ein anderer Vergleich viel ihm auf Anhieb nicht ein. Das Ganze wurde jedoch rüde, wie er fand, von Faye unterbrochen, als diese auf ihre ursprüngliche Frage zurück lenkte und somit zumindest ein wenig den Zauber von Bonny zog. Seymor dachte dennoch über Bonnys Frage nach. Deshalb sah er dann auch zu ihr. Ging sogar einige Schritte auf sie zu. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass er ihr vertrauen konnte und jetzt da er ihre Magie gesehen hatte hatte sich dieses Gefühl nur um so mehr verstärkt.
„Ich schätze mal, du hast gar nicht die Absicht jemanden zu bekämpfen?“, es war eine Feststellung in Form einer Frage. „Ich weiß auch nicht, ob es dich jemals betreffen wird, doch auch ich will nicht kämpfen, doch scheinbar wird man in dieser Welt nicht danach gefragt und schließlich bleibt einem an manchen Punkten nur die Wahl zu fliehen oder zu kämpfen.“, er hatte die anderen vollkommen ausgeblendet und in seinem Kopf lief sein bisheriges Leben ab. „Bis ich Alyssa traf, hatte ich immer die Flucht gewählt, eine Variante, die es mir zwar erlaubte stets alle Schwierigkeiten zu umgehen, doch mir gleichermaßen aufzwang allein zu sein, denn spätestens wenn man jemanden hat, den man beschützen möchte, ist Flucht nicht immer eine Option, selbst wenn man es schaffst zu entkommen, wer sagt einem, dass es auch die anderen schaffen.“ Er dachte an New York zurück, als sie in den Straßen von den Werwölfen angegriffen worden waren, auf dem Weg zu Alyssa. Er ging in die Hocke und betrachtete das Moos. „Dennoch hast du natürlich Recht und kämpferisches Geschick ist nicht die einzige Möglichkeit um im Kampf nützlich zu sein. Wieder dachte er daran, dass er damals nur als Bussard und Kater die Möglichkeit gehabt hatte zu helfen und dies durch ein schlichtes Ablenkungsmanöver tat, indem er einen Wagen stahl. Nun lächelte er und strich über das Moos. „Kannst du deine Heilfähigkeiten auch einsetzen ohne die Person zu berühren?“
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   20.05.12 11:08

Alyssa umfasste Seymor Arm und schmiegte sich daran, während sie Bonnys kleiner Vorführung folgte. Seymor war, wie es ihr vorkam, doch fasziniert und auch sie hätte Bonny nicht so viel zu getraut. Niemand erachtete es für notwendig Faye zu antworten. In der Gruppe war eine seltsame Spannung zu fühlen. Von Collin Bedauern und Anspannung, Schuld, von Faye Wut und vielleicht Aggression, von Cassy und Meredith Angst. Angst war das falsche Wort, aber sie warteten nur auf irgendeine Reaktion ihrer Rudelführerin. Und Alyssa selbst? Sie wollte am Besten noch weiter ihre Fähigkeiten erproben, wenn auch nicht unbedingt im Kampf. Sie würde am Liebsten wie Bonny selbst Kämpfen aus dem Weg gehen, also konnte sie es ihr gar nicht verübeln, dass sie den Kampf mied. Als Seymor ein Paar Schritte auf Bonny zu tat, ließ sie von ihm ab, wenn auch nur ungern. Und während er auf Bonny einsprach, lösten seine Worte Erinnerungen in ihr aus.

Da war eine große Explosion in einem Hochhaus, sie war mir einem schwarzhaarigen Mann da und es wimmelte von Reportern, dann trug er sie auf seinen schwarzen Schwingen hinab, dann war da ein andere Mann, ein Kampf. Dunkelheit und der Gedanke, nein die Frage, ob Seymor es geschafft hatte zu entkommen. Sie hatte ihn in den Nachrichten gesehen.

Sie trat einen Schritt zurück und ließ Seymor erst einmal machen, während sie versuchte die Bilder in ihrem Kopf zu sortieren und zu ordnen. Nur am Rande bekam sie mit, dass Bonnys Augen Seymor aufmerksam betrachteten. Das Mädchen nickte ab und zu als Zustimmung, dass sie verstand, was Seymor ihr zu vermitteln versuchte.
„Im Grunde ist es doch so, dass niemand von uns weiß und so lange wir uns unauffällig verhalten und keinen Ärger stiften, sollten wir auch niemandem auffallen. Und dann brauchen wir auch gar nicht zu kämpfen.“ Sie schaute zu Boden, wo Seymor in die Knie gegangen war, schaute das Moos an.
„Das sind gar nicht meine Kräfte. Wenn ich Pflanzen wachsen lasse, nehme ich die Kraft auf der Erde und leite sie einfach schneller und genauso ist es beim Heilen, es sind nicht meiner Kräfte sie heilen, sondern die der Person selbst. Ich kann sie nur durch meine Berührung leiten. Nichts weiter. Also nein, ich muss die Dinge berühren.“ Aber ihr dämmerte, dass Seymor sich wohl fragte, ob sie ihre Kräfte auch in einem Kampf einsetzen konnte.
Faye hingegen stapfte zu einem Baumstamm, pflanzte ihren Hintern darauf und seufzte entnervt, während ihr Bruder ihr einen warnenden Blick zu warf.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   22.05.12 6:07

Obwohl er hinter sich Schritte hörte, die er vom Geräusch her nicht zuordnen konnte, aber dennoch vermutete, dass es Faye war, da die beiden anderen Mädchen sich bisher kein einziges Mal getrennt hatten, die Schritte für Collin zu leichtfüßig waren und er Alyssas Schrittabfolge kannte, davon mal abgesehen, stand sie nur knapp hinter ihm und er hätte es ohnehin gemerkt, wenn sie sich entfernt hätte. Dass Faye es nicht gefallen würde, war ihm klar gewesen, dennoch war er beinahe erstaunt wie leise es geworden war, als er angefangen hatte zu erzählen. Er hatte nicht damit gerechnet, dass man seinen Worten tatsächlich so viel Respekt beimessen würde. Nichtsdestotrotz machte Bonnys Antwort es ihm nicht gerade leichter und als er sich wieder aufrichtete, machte er ein leises „hmm“, streckte der noch immer knienden Bonny die Hand entgegen, um ihr ebenfalls auf zu helfen und betrachtete sie dabei erneut.
„Dass du jemanden berühren musst, macht das Ganze natürlich schwieriger, da du dich damit dennoch ins Kampfgeschehen begeben musst. Dennoch,vermute ich, dass es bei dir so wie bei allen sein wird und auch du wirst deine Kräfte in die eine oder andere Richtung noch verändern.“ Dann kam ihm eine Idee. Er grinste leicht.
„Kannst du eigentlich nur beeinflussen, dass etwas heilt oder wächst?“ Er machte eine kurze Pause, während er sich dachte, dass ein falsch zusammenheilender Knochen, der noch schneller zusammenwächst, alles andere als eine gute Heilung wäre.
„Oder ist es dir auch möglich zu lenken wie etwas wächst oder heilt? Kannst du die Form bestimmen oder die Art wie etwas zusammenwächst?“ Es war eine leichte Aufregung in seiner Stimme, denn wenn dem so war, war sie ihm , wenn auch auf eine andere Art, ähnlich. Er konnte zwar nicht heilen oder Gras wachsen lassen, aber er konnte seinen eigenen Körper willentlich verändern. Schließlich hörte er das Seufzen von Faye was ihn nur weiter grinsen ließ und er sah kurz zu ihr.
„Keine Sorge, das Training für heute hat gerade erst begonnen.“ Wieder grinste er breiter.
„Und wenn ich mich richtig entsinne, war deine Verteidigung zuvor, lediglich der Versuch die Arme vors Gesicht schlagen um dich vor mir zu schützen. Daran müssen wir auch noch arbeiten. Hätte ich dich angegriffen anstatt zu Alyssa zu fliegen, wären selbst deine Vier verbündeten nicht mehr rechtzeitig gekommen um dich zu retten.“
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   25.05.12 18:38

Bonny ließ sich von Seymor aufhelfen und hörte ihm noch immer aufmerksam zu. Leicht irritiert schaute sie ihn an, meinte dann aber:
„Ich kann lenken wie und vor allem wie schnell etwas zusammen wächst. Ich spüre meist, wo die Verletzung ist und kann gezielt genau diese heilen. Allerdings habe ich mich noch nie an Knochenbrüchen oder Krankheiten versucht. Eben weil ich die menschliche Anatomie nicht so genau kenne, habe ich Skrupel zum Beispiel Knochen zu heilen. Ich kann mich ja auch irren in dem, was ich glaube wahrzunehmen und es falsch verwachsen lassen oder genau das Gegenteil tun von dem, was die Krankheit eigentlich aufhalten würde. Darin fehlt mir sicherlich die Übung.“ Dann lächelte sie Seymor jedoch schief an. „Was genau hast du denn mit mir vor?“
Faye hingegen war von Seymors Worten gar nicht begeistert und ihr hübsches Gesicht nahm einen eingeschnappten und verletzten Ausdruck an.
„Beim nächsten mal, werde ich es nicht noch einmal machen!“, giftete sie zurück und starrte demonstrativ auf ihre Stiefel.
Alyssa hingegen folgte der Unterhaltung, war jedoch ganz hingerissen von den Kunststückchen, die sie mittlerweile beherrschte und spielte erneut mit dem Feuer auf ihrer Handfläche herum. Ließ es über ihre Hand tanzen, dann in die andere wandern und die Farbe wechseln. Verträumt schaute sie hinein und freute sich unverhohlen darüber. Sie schaffte es sogar eine Kugel auf Feuer zu formen und diese in die Luft zu werfen um sie dann wieder einzufangen. Collin betrachtete sie bei ihrem kindlichen Spiel und musste leicht grinsen, auch sein Schreck verflog langsam und sein schlechtes Gewissen schien zurück zu treten.
„Alyssa und ich sollten uns vielleicht auch zu euch gesellen. Ich glaube sie ist soweit, glaubst du nicht auch, Alyssa?“, Collin nickte den anderen in ihre Richtung zu schauen. Kaum dass sie Collins, Bonnys, Merediths und Cassys Blicke spürte, ließ sie die Feuerkugeln sofort zu Boden fallen, wo diese ganz nach ihrem Willen erlosch. Allein Faye schenkte niemandem Beachtung. Alyssa schaute etwas betreten in die Runde und lächelte unschuldig.
„Ich kann es ja zumindest versuchen...“, ihr Lächeln wurde zaghaft. Langsam vertraute sie sich mehr , vertraute dem Feuer. Seine Wärme weckte Vertrauen und Erkennen. Neugierig schaute auch sie, so wie Bonny auch, zu Seymor. „An was hast du gedacht?“
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   25.05.12 20:32

Gespannt lauschte er der Antwort, die er von Bonny bekam und wurde dabei immer aufgeregter. Sodass er Fayes Antwort gänzlich überhörte und auch einen Moment länger brauchte um überhaupt die anderen wahrzunehmen. Er war aufgeregt wie ein kleines Kind, das gerade entdeckt hatte, dass es Magie wirklich gab. Bisher waren ihm eigentlich immer fast alle überlegen gewesen mit ihrem Wissen, mit ihrem Alter und meistens auch im Kampf, doch jetzt hatte er einmal die Möglichkeit sein Wissen weiter zu geben und nicht nur das; sie behandelten ihn auch alle wie eine Respektsperson. Erst jetzt fiel ihm auf, wie gebannt wohl alle darauf wartetenm was er sagen würde. Er trat einen Schritt von Bonny zurück und grinste breit, drehte sich jedoch dann zu Alyssa.
„Ich denke, du kannst auf alle Fälle mit machen.“ Dann gab er ihr einen süßen kurzen Kuss, bevor er ihr ins Ohr flüsterte. „Aber zünd mir nicht wieder meinen Schwanz an.“
Dann wandte er sich jedoch wieder an Bonny.
„Nun, um ehrlich zu sein, versuch ich gerade selbst heraus zu finden, was genau ich mit dir trainieren könnte, oder wohl viel eher in welche Richtung wir deine Fähigkeiten trainieren können, damit du sie auch für den Kampf, oder wohl eher für deinen und auch für den Schutz der anderen einsetzen kannst.“ Er erinnerte sich an einen der alten Batman-Filme, die er sich in einem Kino damals angesehen hatte, wo ebenfalls eine Frau pflanzen kontrollieren konnte, doch das war hier wohl nicht der Fall, sie konnte jedoch vielleicht sogar noch mehr.
„Kannst du deine Kräfte eigentlich auch an dir selbst benutzen oder ist es auf anderes Leben beschränkt?“ Er merkte, dass alle schlicht darauf warteten, worauf er eigentlich hinaus wollte, aber so genau wusste er das eigentlich selbst nicht. Er wusste nur, dass er ihre Fähigkeiten verstehen wollte und dass er ihr mehr als allen anderen, abgesehen von Alyssa natürlich, helfen wollte, denn ihr konnte er nicht so wirklich helfen. Er wollte es ihr beibringen ihre Kräfte so einzusetzen, dass sie sich damit auch schützen konnte. Sich und jene, die ihr wichtig waren, denn darum ging e doch letzten Endes.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   26.05.12 22:12

Unerwartet stand Seymor dichter vor ihr und noch bevor sie es realisiert hatte, waren ihre Augen geschlossen und er küsste sie. Aber der Kuss endetet viel zu schnell. Seine Lippen waren nahe ihre Ohrs und sie fühlte den Hauch seines Atems in ihrem Haar, als er sprach und dann war er fort. Viel zu weit. Eigentlich hätte sie dann doch lieber andere Dinge getan, als hier zu trainieren. Oder hätte zumindest mit ihm allein trainiert.
„Als ob ich dir so etwas antun würde?“, sprach sie lauter aus als beabsichtigt und schaute Seymor empört an. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust und schenkte Seymor kaum noch Aufmerksamkeit. Sie betrachtete leicht eingeschnappt Bonny, die das Wort erhob.
„Ich kann sie auch auf mich selbst einsetzten, sogar besser als auf andere, weil ich meinen Körper genauer kenne, genauer fühle.“, sie antwortete leicht irritiert und wurde einfach nicht schlau aus ihm. Aber Alyssa und Collin ging es ähnlich. Keiner der Anwesenden verstand, worauf Seymor denn abzielte.
Seufzend, aber wortlose stand Faye auf und stapfte ein Stück in Richtung Haus davon, sodass sie im Rücken der Gruppe war. Meredith und Cassy warfen ihr irritierte Blicke nach und dann einander zu. Ob sie beiden wohl folgen sollten? Unterließen es aber dann doch, denn möglicherweise gab es noch etwas von Seymor zu lernen.
Bonny grübelte. „Ich könnte vielleicht einen Schild aus Pflanzen erschaffen, aber das würde einige Zeit beanspruchen, bis alles gewachsen ist. Ich könnte am Boden liegende Freunde verarzten und heilende Pflanzen schneller wachsen lassen. Aber im Kampf selbst? Ich weiß ja nicht. Eine aggressivere Kraft wäre hilfreicher.“, Zweifel klangen in ihrer Stimme mit.
Auf einmal war das Knacken von Holz zu hören. Ein Ast brach und sauste auf Seymor herab. Er raste mit einem dumpfen Geräusch tief in den Boden, rechts zu seinen Füßen. Dann ein weiteres Krachen, der andere raste linkt an Seymor vorbei, streifte seine Lederjacke gefährlich und stach tief in den Boden links von seinen Füßen. Erschreckt blickte sich Alyssa nach dem Urheber um und ihrem Beispiel folgten die anderen entsetzt. Das Mädchen stemmte ihre Arme in die Seiten und meinte herausfordernd: „Genug der Worte!“
Dann ein weiteres Krachen und frontal raste aus dem Wald ein Ast auf Seymor zu, ein der Natur entwendeter natürlicher Speer. Das Geschoss zielte genau auf die Mitte seiner Brust. Noch bevor es Seymor treffen konnte, erklang ein schrilles und zugleich befehlendes „Nein“ und der Ast ging in Flammen auf, änderte minimal seine Richtung und stieß vor Seymor hinab. Alyssas Feuer war dennoch in diesem Fall nicht schnell genug gewesen um den Ast zu zersetzten.
„Faye!“, brüllte Collin sie dieses mal wirklich wütend an und eilte ihr bereits entgenen. Alyssa und Bonny bleiben wie angewurzelt stehen, als bräuchten sie einen Moment um zu realisieren, dass Faye wirklich versucht hatte Seymor zu verletzten. Erst langsam sickerte die Wut in Alyssa durch. Wenn Collin seine Arbeit leistete, dann würde sie Faye eine Lektion erteilen müssen.
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   27.05.12 6:59

Seymor hörte ihr zu und nickte nur, das war etwas womit man arbeiten konnte, dachte er sich. Doch was er genau wollte, behielt er vorerst für sich, denn es könnte durchaus für jemanden, der nicht damit aufgewachsen war wie er, eine abschreckende Wirkung haben und das würde ihr Training doch sehr stark hemmen. Er hörte wie Faye aufstand und aus irgendeinem Grund wusste er bereits, dass Faye nicht einfach nur gehen würde sondern die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Darum überraschten ihn auch die Angriffe nur bedingt. Was ihn jedoch sehr überraschte waren die schnellen Reaktionen Alyssas, Dank welchen er nicht einmal ausweichen musst. Obwohl es durchaus eine gefährliche Situation gewesen war, war Seymor beinahe froh, dass sie eingetreten war, denn damit hatte Alyssa deutlich gezeigt, dass sie zumindest im Notfall ihre Kräfte bereits unter Kontrolle hatte. Er drehte sich zu ihr um und küsste sie erneut.
„Danke.“, dennoch lag auf seinem Gesicht ein Grinsen, als er Collin davon stapfen sah. Als ob Faye auf ihn hören würde. Um Faye würde er sich schon selbst kümmern.
„Man muss nicht unbedingt aggressiv sein um einen Kampf zu gewinnen.“; wandte er sich nochmal an Bonny. „Doch wenn du mir erlaubst; werde ich dir später näher erklären in welche Richtung ich deine Kräfte trainieren möchte. Vorerst hat Faye wohl Recht und es ist an der Zeit, dass sie lernt wie wenig sinnvoll es ist sich absichtlich Feinde zu schaffen.“
Damit trat er von den anderen Weg und ging Collin nach in Richtung von Faye.
„Collin, trainiere bitte mit den anderen. Ich denke Alyssa sollte in Zusammenarbeit mit Bonny euch drei anderen durchaus Probleme bereiten können.“ Sein Ton hatte etwas Befehlendes an sich, das er von sich nicht gewohnt war, obwohl er fast schon erschreckend freundlich klang und auch jetzt ein Grinsen auf seinem Gesicht lag, als er sich an Faye wandte.
„Du bist also die Stärkste von euch? Das willst du doch eigentlich ausdrücken?“ Er beschleunigte noch sein Tempo. „Du brauchst die anderen nicht und siehst sie einfach nur als einen Verstärker für dich an, den man genauso gut opfern könnte?“ Er lachte ein böses Lachen. „Dann zeig mir, was du in einem echten Kampf kannst. Ich bin nicht einmal halb so stark wie jene Wesen, die ich bereits gesehen habe. Manche von diesen haben Kräfte und Mächte, an die du noch nicht einmal zu denken wagst, doch für jetzt werde ich dein Gegner sein, also versuche dass dein hübsches Gesicht unverletzt bleibt, denn diesmal werde ich nicht vorsichtig sein.“ Damit endeten seine Worte bereits, als die Gestalt schimmerte und ein Puma schneller als beim letzten Mal auf Faye zu sprintete, völlig ignorierend ob Collin seinen Worten überhaupt folge leistete. Er war der Einzige, wenn überhaupt jemand, der ihr Vernunft einbläuen konnte, dessen war er sich absolut sicher. Alyssa sah sie als Rivalin an, das war nur zu deutlich. Bonny versuchte ihr in ihren Augen ihre Position streitig zu machen, die anderen beiden waren nur ihre Gefolgsleute und ihr Bruder hatte wohl schon vor langer Zeit seine Vorbildrolle eingebüßt. folglich blieb nur er, der es erstens wirklich mit ihr aufnehmen konnte. Und zweitens erwartete sie wohl nicht, dass er ernst machen würde und drittens war er vermutlich der einzige auf den sie vielleicht hören würde. Doch das würde auf später warten müssen. Noch mehr beschleunigte er das Tempo, als er frontal auf sie zu stürzte. Es war keine Wut in seinem Kopf lediglich das Wissen, das sie ihre Freunde in Gefahr bringen würde, wenn sie weiter so mit ihren Kräften verfuhr wie bisher.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Ein Hauch von Wahnsinn   27.05.12 21:08

„Immer doch!“, gab Alyssa langsam zurück, noch immer in Fayes Richtung starrend, so als wartete sie nur auf einen weiteren Angriff der Hexe. Dann meinte sie zu Bonny.
„Ich schätze Faye sollte das beste Beispiel sein, dass man nicht aggressiv sein muss um zu gewinnen, sogar im Gegenteil...“ Dann sah sie wieder Seymor an, der ihnen weitere Anweisungen gab und sich in Richtung Faye aufmachte.
„Warte!“, Alyssa eilte Collin ein Paar Schritte nach und hielt ihn am Ärmel seiner Stoffjacke fest, zupfte leicht daran, als Zeichen, dass er mitkommen sollte.
„Lass Seymor machen, er wird schon wissen, was er tut.“ Besorgt und genervt zugleich von seiner jüngeren Schwester winkte er ab und kehrte Faye den Rücken, er folgte Alyssa zu den anderen. Dennoch war die erste Reaktion der Gruppe zu Faye herüber zu schauen, deren Stimme der leichte Wind bis zu ihnen trug.

„Ich bin nicht die Stärkste von uns. Das trifft auf meinen Bruder zu, das Oberhaupt des Zirkels!“, sie sprach die letzten Worte abfällig. „Ich würde niemanden opfern, wenn es ein ernster Kampf wäre!“, rief sie Seymor nun in ihrem Stolz gekränkt. „Außerdem habe ich noch gar nicht angefangen!“ Noch während sich sein Körper in den einer Raubkatze verwandelte, suchten ihre Augen nach einem Zweig, der vor ihr lag. Flink schnappte sie danach, zog mit einer Umdrehung um sich selbst einen Kreis in die Erde, das Zweiglein zerpflügte dabei die Erde und das eingetrocknete Laub. Dann kniete sie sich innerhalb des Kreises hin, wie es Bonny zuvor getan hatte. Ihre Finger strichen das Laub bei Seite und zeichneten eine Rune in die Erde. Sie presste beide Hände darauf und sprach einmal: „Tellus pare!“ Sogleich pflügte die Erde rasend schnell der Linie nach auf Seymor zu. Katapultierte Steine, Blätter und Boden in die Luft, wie von tausenden Sprengsätzen, die in der Erde vergraben waren und in Dominoeffekt los gingen, geradewegs auf Seymor zu. Der Angriff hinterließ einen einen regelrechten Graben, dort wo die Energie entlang gepflügt war.
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