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 Erwachen

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BeitragThema: Erwachen   28.05.12 18:17

das Eingangsposting lautete :


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City of Thunder Bay – Ontario, Kanada
Whitney Court
12. - 14. Oktober 2009


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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Erwachen   04.06.12 13:10

Alyssa erhaschte immer wieder einen Blick auf das Geschehen außerhalb des Kreises. Sah die Verwandlung und wie sich Bonnys Gesicht erhellte. Dass sie nicht müde wurden und es Bonny nicht zu kalt wurde? Dann hörte sie Seymors Stimme und ein Blick in die Richtung der beiden verriet ihr, dass sie sich erhoben.
„Ja glaub ich auch!“, stimmte Bonny erleichtert zu, während sie auf sie beiden zukamen.
„Die Katze verstehe ich langsam besser. Aber der Puma ist mir ein Rätsel. Aber der nächste Schritt wäre wohl, dass ich versuche eben diese Veränderungen selbst herbei zu rufen.“ stellte Bonny fest. Zumindest stellte sie sich das einfach vor bei zumindest kleineren Veränderungen.
Und dann waren sie bei ihnen. Meredith öffnete die Augen und realisierte erst, dass sie selbst wie versteinert dagesessen hatte, während sie sich auf den Stein in ihren Händen fixiert hatte, leider ohne Erfolg, wie sie enttäuscht feststellen musste.
Der Feuerkreis öffnete sich und zog ein Oval, indem er Seymor und Bonny integrierte. Alyssa grinste zu Seymor herauf.
„Ich glaube, ich könnte mich daran gewöhnen!“ Sie schaute Meredith an. „Mach dir nichts drauß. Es gibt noch morgen und du schaffst es sicher!“ Zugleich als Alyssa aufstand erlosch das Feuer auch bereits und es wurde dunkel und kalt.
„Gehen wir nach Hause!“, stimmte Alyssa ein und marschierte zum Auto. „Alle einsteigen!“, lud sie die Mädchen ein, die sie wieder zurück in die Stadt mitnahmen und unterwegs absetzten.
„Ich freu mich schon auf Sonntag!“, meinte Bonny, als Meredith ausgestiegen war und nun Bonny folgte. Hoffnung schimmerte in ihren Augen. „Bis bald!“ Damit war das Mädchen verschwunden und sie waren wieder allein. Als sie weiter fuhren, war es erstaunlich still im Auto ohne die Mädchen. Sie grinste Seymor an.
„Das hat die auch Spaß gemacht! Und wir haben beide was dazu gelernt!“, stellte sie triumphierend fest, als müsste sie noch einmal feststellen, dass das Training gar keine so schlechte Idee war.
„Nach Hause?“, fragte sie Seymor. „Oder hast du noch etwas anderes im Sinn?“ Eigentlich war sie müde und sehnte sich nach einem Bett, aber zugleich war sie auch völlig überdreht. Ihre neuen Fähigkeiten erfreuten sich wirklich! Es war erstaunlich sie sehr sie sie mochte und wie schnell sie sie kontrollieren konnte. So etwas hatte sie selbst nicht erwartet.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Erwachen   04.06.12 19:44

Auch Seymor nickte.
„Ja ich freue mich auch schon darauf weiter zu machen. Ich denke, wenn du erst mal die Katergestalt verstanden hast, können wir auch dazu übergehen, dass ich auch andere Gestalten annehme.“ Zufrieden mit den Ergebnissen des Tages folgte er den anderen zum Wagen. Sie hatten die anderen beiden schnell abgesetzt und waren schließlich wieder miteinander alleine. Obwohl er den Nachmittag mehr genossen hatte, als er gedacht hätte, war er jetzt dennoch froh wieder mit Alyssa alleine zu sein.
„Ich habe ein wenig Hunger, aber wir könnten auch noch zu Hause eine Kleinigkeit essen.“
Er lächelte Alyssa an und streichelte mit seiner Hand über ihren Arm, während sie die Schaltung betätigte.
„Ich glaube du hast recht. Vielleicht sollten wir wirklich mal wieder ein wenig länger an einem Ort bleiben und zumindest scheint es hier für uns nicht so gefährlich zu sein. Außerdem könnten wir wohl tatsächlich noch Einiges lernen, wenn wir weiter trainieren.“, seine Stimme klang entspannt und ruhig.
„Ich sollte wohl öfter auf dich hören.“, diesmal legte sich ein Grinsen auf sein Gesicht und seine Stimme klang ein wenig frech. „Ich denke Faye hat einen gehörigen Schrecken bekommen. Ob sie sich wohl bis Sonntag erholt?“ Es war nur wenig Reue aus seiner Stimme heraus zu hören.
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Alyssa Raven
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Halbblut: Vampir-Phönix
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BeitragThema: Re: Erwachen   04.06.12 20:47

Als sie seine Hand auf ihrer fühlte, schaute sie lächelnd zu ihm herüber, richtete den Blick jedoch wieder auf die Straße. Das mit dem Autofahren war da noch so eine Sache, das war wie das mit dem Feuer, man verlernte es nicht wirklich und dennoch fühlte man sich unsicher, wenn man es lange nicht getan hatte. Stimmt! Erst als sie seine Worte hörte, fiel ihr ein, dass sie eigentlich hungrig sein musste. Also nickte sie. Und das mit dem öfter auf sie hören... Alyssa grinste breit zu Seymor herüber.
„Da könntest du recht haben, ich scheine nicht die schlechtesten Ideen zu haben!“, dann wurde sie jedoch wieder ernster. „Aber ich schätze, wir haben heute wirklich einige Fortschritte gemacht. Und Faye wird sich sicher auch erholen. Ich glaube sie ist eine harte Nuss und steckt das weg. Aber es war auch bitter nötig, dass sie jemand in die Schranken weist.“
Da Alyssas Orientierung nicht die beste war, hatte sie die Thunder Bay Expy 17 genommen und war nach links in Richtung Zentrum abgebogen. Bald darauf kamen sie in die Nähere Umgebung ihrer derzeitigen Wohnung und die Gefahr sich zu verfahren wurde kleiner. Sie fuhr die Red River Road hinab in Richtung Bett, als sie zunächst eine große Pizzeria passierten, an der Alyssa weiter fuhr. Dann kam die nächste Pizzeria, eine kleinere und einladende.
„Pizza?“, kam es von Alyssa breit grinsend zu Seymor. Sie wartete auf Seymor Zustimmung und parkte direkt davor. Ein Paar Schritte die Treppen hinauf und sie waren im Pizzahaus, das zwar wirklich mediterran eingerichtet war und sehr gemütlich wirkte, aber Alyssa freute sich wirklich auf etwas Ruhe und Bett. Also bestellten sie eine unterschiedlich belegte Pizza und hielten 15 Minuten später eine dampfende Schachtel in Händen. Diese Zeit, nutzte Alyssa natürlich um zur Tankstelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu flitzen und dort mit einer Tüte heraus zu kommen, deren Inhalt aus Kerzen und Limonade bestand. Sie grinste Seymor schulterzuckend an und meinte:
„Ich brauchte bis Sonntag doch etwas Training!“ Damit stiegen sie mit ihren Einkäufen ein und fuhren nach Hause. Das erste, was Alyssa tat, war sich aufs Bett fallen zu lassen und erst dann fest zu stellen, dass eben die Sachen waren, mit denen sie auch draußen trainiert hatte. Na gut.
Verschmitzt schaute sie zu Seymor, streifte ihre Kleidung bis auf die Unterwäsche ab und eilte flott in die Küche um Teller und Besteck zu holen. Während sie es zu Seymors Aufgabe machte die Pizza zu zerteilen, verteilte sie die Kerzen willkürlich im Raum und knipste das Licht aus, als Seymor fertig war. Ein leises Poltern erklang, als sie über eine Kerze am Boden stolperte und diese umfiel.
„Mist. DAS war bestimmt nicht meine beste Idee!“ Sie beugte sich danach und stellte sie wieder auf. Dann entflammte eben diese Kerze und sie überquerte den Abstand zum Bett schnell. Als sie saß. Entzündeten sich immer mehr Kerzen wie von Geisterhand, bis der Raum vom Kerzenlicht angenehm erleuchtet war. Das Grinsen schien seit dem Nachmittag nicht mehr aus ihrem Gesicht zu weichen, seit sie das Feuer auch nur für die kleinsten Tricks gebrauchen konnte. Doch dann schaute sie Seymor ernster an.
„Wie kamst du eigentlich dazu heute diese Gestalt zu wählen? Ich glaube, ich habe so etwas noch nie gesehen. Glaubst du, du könntest nun auch andere annehmen?“ Nach dieser Gestalt wollte sie ihn bereits die ganze Zeit fragen.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Erwachen   05.06.12 6:47


Ein leises Gähnen kam von Seymor, als sie die Straße entlang fuhren und er doch zunehmend die Müdigkeit fühlte.
„Ich hoffe nur sie hat es richtig verstanden.“ Doch dann schob er den Gedanken von Faye bei Seite. Er hatte heute allen viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, allen außer Alyssa. Und das wollte er eigentlich jetzt am Liebsten nachholen. Sie blieben noch kurz bei einer kleinen Pizzeria stehen und bestellten eine Pizza zum Mitnehmen, was ihm eindeutig lieber war. Ein Magenknurren bestätigte, dass er Lust auf Pizza hatte, als sie wieder ins Auto stiegen und er den Karton mit der Pizza auf den Schoß bekam, aus dem ein wohlriechender Duft in seine Nase stieg. Nur wenig später parkten sie bereits vor ihrer Wohnung ein. Während er es sich bereits auf dem Bett gemütlich machte und die Pizza zerteilte, stellte Alyssa im Dunkeln noch Kerzen auf, die sie noch schnell gekauft hatte. Er grinste über ihre fast schon kindliche Freude über ihre wieder entdeckten Kräfte. Mit spielerischer Freude entzündete sie die Kerzen. Auf ihre Frage hin zuckte er mit den Schultern.
„Ich weiß nicht, ich hatte eigentlich nur die Idee sie ein wenig zu erschrecken und dachte mir das die meisten Frauen angst vor Schlangen haben. Ich wollte ja eigentlich nur eine normale Schlange wählen, aber irgendwas ist schief gelaufen, während der Verwandlung und während mich ihr Angriff traf.“ Er rutschte ein wenig zur Seite um Alyssa mehr Platz zu machen und machte eine einladende Geste.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Erwachen   05.06.12 17:47

13. Oktober 2009

Alyssa wünschte sich, dass der Abend länger gedauert hätte, aber mit gefülltem Magen und der Wärme, die sie umhüllte, mit Seymors vertrautem Geruch war sie bald so müde, dass sie die Augen nicht länger offen halten konnte. Achtlos hatte sie den Teller und die Pappschachtel, in der noch immer ein Paar Pizza-Stücke lagen auf den Boden gestellt und sich in die weiche Decke eingekuschelt und an Seymor geschmiegt. Sie war so unglaublich müde, dass sie einmal mehr an die Kerzen dachte, deren Flammen jedoch gleichsam mit ihrem Bewusstsein schwanden, bis es völlig dunkel wurde.
In dieser Nacht kamen die Träume wieder. Die Träume vom Feuer. Von einer brennenden Villa im Neuen Babylon. Bilder von einem brennenden Palast im Antiken Rom. Bilder von einem brennenden Schloss im guten mittelalterlichen Frankreich. Und das meiste davon hatte sie auf dem Gewissen. Und dann... dann sah sie den Mann, den sie such in dem Zeichenbuch gesehen hatte. Den Mann, der sie gezeichnet hatte. Und die Schmerzen, keine physischen, sondern die psychischen stürzten alle auf sie ein, auch wenn sie die gesehenen Bilder noch nicht in das Gesamtkonzept ihres Lebens einordnen konnte. Sie erwachte wimmernd im Schlaf und schmiegte sich noch enger an Seymor, als könne er diese Gefühle vertreiben. Doch die Träme kehrten wieder. Dieses mal sah sie lediglich eine Frau.
Sie hatte langes schwarzes Haar und durchdringende rote Augen, so rot wie Blut. Ihre Haut war weiß wir Marmor. Sie saß vor ihr auf einem goldenen Thron mit nichts weiter bekleidet, als dem vielen, schweren Goldschmuck, der ihren Körper notdürftig bekleidete und dem goldenen Diadem auf ihrem Haupt. Die Frau, nein sie war die Königin, streckte die Hand nach ihr aus. Als Alyssa an sich selbst herab blickte, erkannte sie das blaue Gewand einer der Tempeljungfrauen.
„Komm her, Kind!“, hallte ihre Stimme durch den leeren Saal. „Wie es auch deine Mutter getan hat.“ Doch sie war wie verteinert. „Komm zu mir!“, wiederholte die Frau mit warmer Stimme, die Alyssa völlig durchdrang und sie tat einen Schritt nach dem anderen bis sie vor der Frau stand und vor ihr in die Knie ging, diese streckte ihr die Hand hin, mit dem Handgelenk nach oben.
„Und jetzt, trink. Wie es meine Kinder seit jeher getan haben.“ Sie wollte widersprechen, konnte dem Drang aber nicht widerstehen, dann schmeckte sie Blut, warm und würzig. Es war nicht der Geschmack, den sie bisher kannte.

Und dann schreckte sie hoch.
Verdammt! Na das begann ja wunderbar. Sollten solche Träume sie immer heimsuchen, wenn sie das Feuer einsetzte? Aber die kannte diese Gesicht. Sie hatte diese Frau bereits einmal gesehen vor gar nicht all zu langer Zeit. Ja... aber wo... Doch der Schlaf holte sie wieder ein und Alyssa schlief. Dieses mal jedoch einen traumlosen Schlaf.

Als der Morgen da war, weigerte sie sich zu erwachen. Diese Nacht war einfach zu sonderbar und viel zu kurz gewesen. Aber es hatte ja doch keinen Sinn, sie wollten schließlich für Seymor einen Job finden. Nach etwas widerwilligem Anziehen und einem kalten Frühstück zwang sie sich doch dazu endlich mit Seymor zum Auto zu gehen und den Stadtplan hervor zu holen. Das nächst gelegene war das „Animal Services Centre“ , das sich jedoch schnell als eine überpro- portionierte Zuchtanlage heraus stellte, die seine Bewohner überzüchtete und überpflegte. Allein die Aufmachung ließ nichts Gutes ahnen. Alles in Allem wirkte es viel mehr wie ein überdimensionaler Hunde-Frisier-Salon. Alyssa schaute Seymor fragend und meinte etwas skeptisch: „Wir haben noch zwei Kandidaten: „Das Local Dog Rescue“ und das „Pet Valu?“ Diese beiden lagen zwar am süd-westlichen Ende der Stadt, aber die Chancen standen vielleicht gar nicht so schlecht, dass die Tiere dort womöglich mehr Freiheiten hatten.
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BeitragThema: Re: Erwachen   06.06.12 6:34

Je länger sie an einander geschmiegt verbrachten, um so mehr kam auch die Müdigkeit in ihrer beider Glieder und waren sie zuerst noch sitzend im Bett mit der Pizza auf dem Schoß, so änderte sich diese Haltung nur wenig später in eine liegende Position, in der sie viel zu schnell einschliefen. Eigentlich hatte Seymor sogar noch andere Tätigkeiten im Sinn gehabt, doch diese verloren sich in dem angenehmen Gefühl, sie in die Arme schließen zu können und in seiner Müdigkeit, die alles andere lähmte. Erst jetzt wurde ihm klar, dass der Tag auch für ihn sehr anstrengend gewesen war. Doch dann fielen ihm die Augen zu.
Auch Seymor hatte einen unruhigen Schlaf, was jedoch an Alyssa liegen mochte, da er immer wieder von ihrem Wimmern erwachte und seine Arme um sie schloss oder ihr beruhigend durchs Haar strich. Alpträume hatte sie auch früher manchmal gehabt, doch dieser schien ihr schlimmer zu sein.
Als der Morgen graute streckte er sich gähnend und war froh, dass Alyssa zumindest die letzten Stunden der Nacht ein wenig Schlaf gefunden hatte, doch er wollte sie noch nicht wecken. Deshalb wollte er sich, so leise es ging, aus dem Bett schleichen, was jedoch ein gekonntes Umklammer Alyssas zur Folge hatte, die ihn im Bett festhielt. Nun gut, dann blieb er eben liegen. Er streichelte sie noch ein Weile, küsste sie ab und an aufs Haar und ließ in seinen Gedanken den gestrigen Tag noch einmal ablaufen.
Ob Bonny wohl wirklich hinbekommen würde, was er von ihr wollte? Es dauerte noch eine ganze Weile bis Alyssa, zwar freiwillig und doch merklich widerwillig sich streckte und mit noch mehr Widerwillen ihre Decke beiseite schob, was ein Geräusch des Unbehagens ihrerseits zur Folge hatte. Seymor konnte einfach nicht anders, als zu grinsen, versuchte jedoch sie es nicht merken zu lassen. Nach einem kurzen Frühstück machten sie sich also auf den Weg um für ihn eine Arbeitsstelle zu finden. Je näher sie kamen, desto mehr überlegte er, ob es wirklich eine gute Idee von ihm gewesen war. Als sie dann beim Ersten ankamen, war er sich sogar sicher, dass es eine absolut schlechte Idee gewesen war und er wollte Alyssa bereits sagen, dass es wohl besser wäre, wenn sie wieder nach Hause fuhren. Doch Alyssa schien ebenfalls von diesem Tierheim alles andere als begeistert.
„Ich glaube auch nicht, dass ich hier richtig bin.“, meinte er grinsend. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, wie seine Arbeit hier aussehen würde. Er würde wohl einfach sämtliche Gehege, oder wie auch immer die Tiere untergebracht waren, öffnen und ihnen so ein Entkommen ermöglichen.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Erwachen   07.06.12 12:37

Alyssa steuerte also weiter in Richtung Süden durch die gefüllten Straßen und musste einmal mehr feststellen wie groß diese Stadt eigentlich war. Doch wenn man sich an die Hauptstraßen hielt, kam dennoch relativ schnell ein sein Ziel und so kamen sie schließlich am Stadtrand an. Vor ihnen lag eine Zufahrt, die durch einen hohen, dichten Drahtzaun abgetrennt war. Über dem grünen Tor hin ein Holzschild, auf dem „Pet Valu“ stand mit großen weißen Buchstaben. Alyssa fuhr hinein und stellte den Wagen auf einen der Parkplätze, die sich links und rechts des Weges befanden und weder sonderlich groß, noch als solche markiert waren. Alyssa schaute Seymor und meinte dann ernst:
„Du, weißt, dass du das nicht machen musst, wenn du nicht willst oder Bedenken hast. Es war schließlich deine Idee!“ Sie wollte Seymor zu nichts zwingen, obwohl sie selbst es für eine gute Entscheidung hielt. Nach all dem, was er ihr erzählt hatten von ihm und von ihr, war es eine neue Erfahrung für ihn und Seymor konnte lernen Verantwortung zu übernehmen und zwar nicht nur für sie sich und sie, sondern auch für andere und vielleicht sich zugleich etwas in die Gesellschaft eingliedern. Es war ihr nicht nur einmal aufgefallen, dass er sich unter Menschen unwohl fühlte, obgleich er bereits große Fortschritte gemacht haben musste, was die Bar anging und das gestrige Training.
„Wir können es uns ja anschauen und dann kannst du jeder Zeit noch immer ablehnen.“, meinte sie ermunternd und stieg aus. Der Weg führte noch etwas 15 Meter gerade aus, dann war da ein Holz-Bungalow auf der rechten Seite mit einem kleinen Schalter, der zur Zeit jedoch unbesetzt war. Also ging Alyssa einfach daran vorbei und erkannte ein noch viel größeres und höheres Gebäude, dessen Vorderseite komplett verglast war. Die großen Fensterflächen ließen sich öffnen und zeigten zwei Etagen. Die Oberste beherbergte viele verschiedene Katzen, die bunt durcheinander wuselten und weiter oben in eigenen Bereichen waren Wildkatzen zu sehen. In der Etage darunter war der Bereich für Hunde, der auch relativ groß wirkte und auf der linken Seite des Weges waren weite, teilweise überdachte Gehege. Zu Alyssas Erstaunen, tippele etwas näher, dass schepperte es, als die Vorderpfoten auf das Gitter trafen und ein japsendes Bellen erklang, das gar kein Bellen war. Sondern viel mehr ein Gurgeln, das auf sich aufmerksam machen wollte.
„Sieh mal!“, meinte Alyssa lächelnd. Als gelbe Augen sie ansahen und der Wolf neugierig schnüffelte. Sie trat etwas näher und ein verhaltenes Heullaut erklang.
„Kann ich euch helfen?“, kam eine Frauenstimme in ihrem Rücken. „Das ist übrigens Layla und ich bin Mel. Und ihr seid?“, die Stimme klang kein bisschen unfreundlich. Vor ihnen erschien eine Frau mit kinnlangem gelocktem, blonden Haar in einem blauen Latzhose. Sie sah zwar nicht so aus, wie man es von einer modernen Frau erwartete und dennoch strahlten ihre grünen Augen Selbstvertrauen und Stärke aus. Auf eine sehr eigentümliche Weise, sah sie sogar ganz gut aus.
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Seymor
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BeitragThema: Re: Erwachen   07.06.12 16:11

Dankbar lächelte Seymor Alyssa an, während er ebenfalls ausstieg. Auch wenn, dass Gebäude wieder viel größer war, als er eigentlich gedacht hatte, schien es zumindest anders als das vorherige kein „Luxusladen“ zu sein.
„Ich denke, anschauen wird mich nicht gleich umbringen.“ Obwohl er es recht selbstsicher sagte, konnte man durchaus heraus hören, dass er diesbezüglich bei Weitem nicht der Selbe wie gestern beim Training war. Obwohl auch dort „Fremde“ gewesen waren, hatte er sich dort dennoch nicht all zu unbehaglich gefühlt. Sie alle waren „besonders“ gewesen und dadurch hatte er weniger Probleme damit mit ihnen zurecht zu kommen, doch jetzt müsste er mit normalen Menschen klar kommen. Menschen, für die er ebenfalls ein normaler Mensch sein müsste, wenn er nicht das Risiko der Entdeckung riskieren wollte und davor hatte er Angst. Davor, dass man ihm nicht glauben würde, dass er ein normaler Mensch war. Davor, dass er auffallen würde. Bisher hatte er die Interaktion mit Menschen gemieden, wenn man von seinen Erfahrungen mit seinem Ziehvater und der Zeit als Straßenmusiker absah. Er folgte Alyssa gleich auf. Ein Geräusch von links ließ seinen Blick den Verursacher suchen und noch ehe Alyssa sie kommen sah, hatte er die Wölfin bereits bemerkt, der sogleich seine Aufmerksamkeit gehörte. Sofort war in seinem Kopf der Gedanke, dass er wohl auch in die Gestalt eines Wolfes schlüpfen könnte, wenn er es wollte. Alyssa folgend trat auch er näher an die Wölfin heran und es juckte in seinen Fingern bei dem Gedanken in Gestalt eines Wolfs mit ihr über die Wiesen zu laufen. Doch bevor er seine Gedanken fortsetzen konnte, hörte er von hinter ihnen eine Stimme. Seymor drehte sich um und versteifte sich sofort ein wenig. Auch wenn die Stimme sehr freundlich klang und auch ihr Gesicht freundlich wirkte. Nein ihre ganze Erscheinung sagte ihm eigentlich zu, wenn auch nicht so wie bei Alyssa, sondern auf eine ähnliche Weise wie bei Bonny. Doch das half nichts gegen das Unwohlsein, dass er bei dem Gedanken empfand, dass er sich nun wohl vorstellen müsste. Doch er versuchte es erst mal mit einem Lächeln.
„Eine schöne Wölfin.“, fügte er diesem noch hinzu, doch verstummte dann vorerst und hoffte, dass entweder Alyssa oder Mel, wie sich die Frau vorgestellt hatte, das Wort ergreifen würde. Er fragte sich, ob es wirklich eine Gute Idee gewesen war herzukommen. Womöglich hatten sie damit nur den Weg für neue Probleme geebnet, außerdem wusste er nicht, was er jetzt tun sollte.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Erwachen   07.06.12 19:36

Ein flüchtiger Blick in Seymor Gesicht verriet Alyssa, dass er sich nicht gerade wohl fühlte. Vielleicht war das doch keine gute Idee. Aber da sie kein langes Schweigen entstehen lassen wollte – das machte schließlich keinen guten ersten Eindruck – ergriff Alyssa das Wort.
„Guten Tag!“, sie lächelte freundlich. „Ich bin Alyssa und das ist Seymor.“, stellte sie sich des Anstandes gemäß vor. „Wir haben ihre Anzeige in der Zeitung gesehen und wollten uns zuerst ein eigenes Bild von dem Arbeitsumfeld machen. Wir waren bereits im „Animal Services Centre“ und nun... ja...“, Alyssa schmunzelte und die Frau verstand sogleich und nickte lachend. Sie hatte ein tiefes, raues Lachen, das aber keinesfalls unangenehm war.
„Ja, ja. Ich glaube ich weiß, was gemeint ist. Bei uns sieht es doch anders aus. Ich steh zwar unter Zeitdruck, aber eine kurze Führung, ist noch drin!“ Sie winkte sie beiden ihr zu folgen.
„Der Besitzer der Pension ist letztes Jahr verstorben und sein Neffe hat sie übernommen, daher hat sich alles verzögert. Wir suchen Leute für den Umbau, der Winter steht schließlich vor der Tür und wir müssen unsere Schätzchen ins Warme und Trockene bringen und zum anderen brauchen wir auch Leute für die Pflege.“ Sie führte die beiden den Weg entlang vor ein großes Gehege, dass gerade umgebaut wurde und die Bärin darin musste leider auf engeren Raum rücken.
„Das ist unser neustes Mitglied. Wir haben sie diesen Frühling angeschossen im Wald gefunden. Hat sich wohl verirrt und wurde von eine Jäger angeschossen. Nun wird für sie für den Winter ein Unterschlupf gebaut. Bekanntschaft mit einer unserer Wölfinnen habt ihr ja bereits gemacht.“ Dann liefen sie weiter zu einem großen Waschbär-Gehege und zeigte ihnen die darin herum tobenden Tierchen. Ging dann weiter zu einem weiteren Gehege in dem ein kleines Füchschen auf drei Beinen herum humpelte.
„Ihr müsst wissen, wir finanzieren uns durch Investoren, Spenden unserer Kunden, leider viel zu wenigen staatlichen Subventionen und gelegentlichen Führungen im Sommer. Aber es reicht eigentlich vorne und hinten nicht, da wir nicht nur heimlose Tiere aufnehmen und weitervermitteln, sondern auch verletzte, die allein nicht mehr überleben könnten. Wir haben auch einen Vogelbereich mit zahlreichen Arten.“, sie deutet nur in die Richtung, in der man die große Konstruktion sah. „Drinnen haben wir auch ein Paar Luchse und Wildkatzen, die wir demnächst in ein größeres Gehege draußen umsiedeln wollten, sobald es fertig ist. Ebenfalls dort haben wir auch eine Abteilung für Nagetiere und unsere Kätzchen und Hundchen, die wir weiter vermitteln und verkaufen. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch gern noch auf eigene Faust umsehen. Wir haben eine Menge zu bieten.“ Damit endete der lange Monolog der Tierpflegerin und Alyssa nickte nur zustimmend. Doch die Frau musterte zuerst sie und befand wahrscheinlich, dass Alyssa eher der Typ Frau war, der sich ungern die Finger schmutzig machte und dann Seymor. Ihr Intuition sagte ihr, dass er bei Weitem besser für den Job geeignet war, als die Rothaarige.
„Wir brauchen dringend zwei starke Hände, die mit anpacken! Ich nehme an, der Job ist für dich?“, sie sah Seymor fragend an. „Schon irgendwelche Erfahrung?“
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Seymor
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BeitragThema: Re: Erwachen   07.06.12 21:38

Seymor atmete erleichtert aus, als Alyssa das Wort ergriff und daraufhin gleich eine Rundführung folgte, bei der er nichts reden musste. Er sah sich alles an und war erstaunt wie viele Tiere sich hier befanden und noch mehr, das es so etwas gab. Das Ganze klang nicht so, als ob sie oder der Eigentümer viel Geld damit machen würde und dennoch halfen sie den ganzen Tieren, die sonst wohl schon längst erschossen oder zumindest ohne Hoffnung auf ein Weiterleben ausgesetzt worden wären. Immer wieder konnte er auch kranke Tiere sehen, denen das Leid nur zu deutlich an zu sehen war. Bei den Wildkatzen horchte er noch einmal auf. Das wäre wohl noch eine Möglichkeit, wo er am liebsten seine Gestalt annehmen würde, doch diese Gedanken sollte er am besten verwerfen, das würde er sich selbst, wenn er hier arbeiten würde, auf keinen Fall erlauben dürfen. Doch je mehr er ihr zu hörte und um so mehr er sah, desto mehr wollte er hier helfen. Er wollte, dass es den Tieren hier gut ging und er verspührte sogar den Drang der Frau zu helfen, denn sie schien voll und ganz in ihrer Arbeit aufzugehen. Zumindest ordnete er ihre Art, wie sie sprach, so ein. Dann jedoch endete der Rundgang und Seymor musste sich darauf vorbereiten, dass jetzt dann wohl der Moment kam, in dem er sich entscheiden und vor allem profilieren musste. Nach einem prüfenden Blick wandte sich Mel an ihn und Seymor nickte.
„In einem Tierheim hab ich noch nicht gearbeitet.“, sagte er etwas kleinlaut. „Aber ich kann mit Tieren besser als mit Menschen und ich denke, ich könnte durchaus behilflich sein.“
Er überlegte in wie weit er seine Beziehung zu Tieren erklären konnte ohne auffällig zu wirken. Es kam wohl kaum sonderlich gut an, wenn er ihr erklärte, dass er mehr oder weniger mit den Tieren sprechen konnte. Nun nicht mit allen, dazu kannte er die Verhaltensmuster mancher Tiere zu wenig, aber wohl dennoch viel besser als die meisten Menschen es jemals erlernen könnten.
„Ich bin bereits mit Tieren aufgewachsen und habe eigentlich mein ganzes Leben immer mit Tieren verbracht und fühle mich wohl in ihrer Gegenwart, ich denke durch meine Freude mit Tieren zu arbeiten kann ich das, was mir an Erfahrung fehlt recht bald aufholen.“
Er klang etwas unsicher und suchte auch den Blick Alyssas, als er geendet hatte. Auch wenn sein Gesicht jedes mal ein wenig aufhellte, wenn er von der Zuneigung zu den Tieren sprach. Dann richtete sich sein Blick ein wenig fragend zu Mel. Wie sie wohl darauf reagieren würde? Er selbst hätte sich am liebsten geohrfeigt dafür, wie unsicher er klang. Eigentlich dachte er, dass er mittlerweile auch im Umgang mit Menschen selbstsicherer geworden wäre, doch irgendwie fühlte er sich gerade wieder wie der kleine Junge auf dem Spielplatz, der keine Ahnung davon hatte, was man von ihm wollte und erwartete.
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