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 March of the proud black Templar

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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: March of the proud black Templar   22.12.12 23:29

das Eingangsposting lautete :



*

MARCH OF THE PROUD BLACK TEMPLAR






Moskau
Hilton, Leningradskaya
20./21. Dezember 2012


*



Zuletzt von Max Wolkowa am 09.01.13 15:14 bearbeitet; insgesamt 10-mal bearbeitet
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   27.12.12 1:03

Seine Worte beruhigten die Wölfin mehr als sie, denn in ihrem Inneren hatte sie gehofft, nein eigentlich darauf gezählt, dass es Worte waren, Feststellungen, nichts, was er in die Tat umsetzen würde. Sein Ausdruck veränderte sich noch weiter, als er sprach und wurde sogar noch trauriger, dabei dachte sie kaum, dass es kaum möglich war. Sie fragte sich, wie jemand so traurig sein konnte. Er verwirrte sie, stellte ihre Welt und ihr Verständnis auf den Kopf, sagte Vieles, das sie nicht nachvollziehen konnte. Mit einem Seufzen stand sie auf und lief unruhig zum Fenster. Blieb davor stehen und blickte hinaus. Obgleich er sie so verwirrte und sie nicht wusste, was sie denken sollte, was sie tun sollte, wollte sie nicht gehen, noch nicht. Besonders nicht, da er ihr gegenüber nach und nach seine Fassade aufgab. Sie fuhr sich etwas unschlüssig mit den Händen durchs Haar und verschränkte die Arme dann vor der Brust, während sie aus dem Fenster hinaus schaute. Im Glas würde er dennoch ihre Spiegelung erkennen können. Langsam wand sie sich zu ihm um und schaute ihn an, dann schweifte ihr Blick zur Badezimmertür, wo sie ihre Sachen zum Trocknen gelassen hatte und dann wieder zu ihm. Bedacht langsam kam sie Schritt um Schritt auf ihn zu. Blieb kurz vor der Couch stehen,bevor sie sich wieder neben ihn setzte. Als sie den Blick seiner Augen erneut suchte, war er unergründlich wie immer und sie lächelte ihn kurz und schwach an. Ihre warme Hand wanderte zu seinem Gesicht und legte sich zärtlich auf seine Wange. Ohne darüber nachzudenken, gab sie dem Drang nach, den sie bereits ein Paar mal diesen Abend verspürt hatte. Sie beugte zu ihm vor und schloss die Augen, streifte seine Lippen sacht und hielt dabei den Atem,während ihr Herz zugleich laut und schnell pochte, doch dieses mal auf Grund einer anderen Aufregung. Sie drückte ihre Lippen auf seine und küsste ihn sanft, träge und süß. Nach ein Paar Herzschlägen löste sie sich wieder von ihm und hoffte in seinem Gesicht zumindest wieder die bröckelnde Fassade zu sehen. Sie löste die Hand nicht von seiner Wange und entfernte sich nicht weite von ihm. Es trennte sie gerade einmal eine Handlänge und sie hauchte ihre leise Frage fast schon gegen seine Lippen.
„Wieso gestehst du gerade mir eine Wahl zu, keine Zwänge. Ich will es verstehen?“, fragend sah sie zu ihm herauf.
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Ascan
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   27.12.12 13:07

Ascans Blick folgte ihr, als sie sich erhob, suchte in der Spiegelung an der Fensterscheibe ihren Gesichtsausdruck, fragte sich was in ihr vorging. Das was er ihr gesagt hatte, war nicht für Leute gedacht, die noch so jung waren wie sie. Es musste sie überfordern. Jenes Vertrauen mit dem man aufwuchs, erst geschenkt durch die Eltern und dann anerzogen, das Vertrauen in die Welt, die einem von sich aus nichts Böses wollte, nahm mit dem Alter mehr und mehr ab, verlor sich in den vielen Schicksalsschlägen und den vielen Augenzeugenereignissen, denen man beiwohnte oder die man selbst verübte. Je länger ein Leben dauerte, desto mehr dieser Ereignisse sammelten sich an und gaben nach und nach das Wissen darum preis, dass es stimmte, dass die Welt selbst einem nichts Böses wollte, aber das Erschreckendere daran war, dass es ihr auch vollkommen egal war, wenn einem Böses widerfuhr, dass in Wahrheit niemand vertrauenswürdig ist, denn jeder ist auch wieder nur von bestimmten Dingen abhängig und von diesen wird er gelenkt. So wie Ascan abhängig war von seinem Amulett und wohl selbst gegen Jeromy einen Angriff starten würde, wenn sie versuchen sollte es ihm zu nehmen und so wie Jeromy trotz ihrer offensichtlichen und ihr selbst bewussten Unterlegenheit sich ihm zur Wehr setzen würde, sollte er sie jetzt einfach angreifen. Es gab niemanden, der einen nicht verraten würde, wenn nur die richtigen Mittel gefunden wurden um Druck auszuüben und diese Erkenntnis lässt nur einen Schluss zu. Das man selbst mächtiger sein musste als die anderen, um sie dadurch von Verrat abzuschrecken und sie selbst, wenn sie einen verrieten, aufhalten zu können.
Verrat. Etwas, das er selbst so oft in seinem Leben miterlebt hatte und er wusste bis heute nicht wer wen zuerst verraten hatte, war es sein Vater gewesen, der aus Besorgnis um das Reich und die legitime Thronfolge seines Sohnes, diesem die Unterstützung versagt hatte. Und nicht nur das, er hatte ihn sogar offen angegriffen und ihm gedroht, dem eigenen Sohn, oder war er es gewesen, der zuerst Verrat begangen hatte an seiner Familie, an jenen, die ihn geliebt hatten, seit er klein gewesen war und denen er Aufgrund der Liebe zu einer Frau, die von diesen nicht akzeptiert wurde, den Rücken gekehrt hatte. Er wusste auch nach all diesen Jahrhunderten nicht wessen Schuld es gewesen war oder ob überhaupt jemand die Schuld trug und ob es hätte verhindert werden können.
Dann kehrte Jeromy zurück zur Couch. Wieder folgte ihr sein Blick und suchte den ihren, als sie sich unweit von ihm niederließ, seinen Blick erwiderte und ihre Hand ihn zärtlich berührte. Eine Berührung wie aus einem Traum, so zart und unwirklich wirkte sie auf ihn. Ihre Lippen waren ebenso weich, wie er sie in Erinnerung hatte, doch diesmal war sie es, die ihn küsste und sie war es, die seine Nähe suchte und ihn damit aus dem Konzept brachte, ja sogar all seine Gedanken abschweifen ließ, während seine Lippen die ihren kosteten für einen unschuldig kurzen Moment. Ein Gefühl durchwanderte seinen Körper, das sich fast schmerzlich in seiner Magengegend niederließ. Zu lang war es her, dass er Gefühle zugelassen hatte und mit den Positiven trafen ihn auch viel Ängste, die sich in ihm zusammenballten und doch zugleich von dem Gefühl überdeckt wurden, wie Balsam, der über eine Brandwunde gestrichen wurde. Sein Blick war in die Ferne gerichtet, so als schliefe er mit offenen Augen und doch wanderte seine Hand sanft, ja gar zögerlich an ihre Seite. Berührte sie zärtlich und vorsichtig, als könnte er den Traum zerstören, wenn er nicht aufpasste. Es dauerte eine halbe Ewigkeit wie ihm schien, bis er ihre Worte zuordnen konnte. Er verstand sie und doch wusste er keine Antwort zu nennen. Wusste nicht, wie er ihr es erklären sollte, wusste noch nicht einmal, wie er es sich selbst erklären konnte. Denn alles schien nur die halbe Wahrheit zu sein.
„Weil... ich sehr lange auf dich gewartet habe.“, seine Worte waren beinahe ein Wispern. Kaum hörbar und er wusste, dass dies die einzige volle Wahrheit war, denn alles andere wäre falsch. Egal ob er sagte, dass er sie liebte, denn ein Teil von ihm sah in ihr Selenya und doch war es auch falsch zu sagen, dass er es ihr nur gewährte, weil er in ihr Selenya sah, denn ein Teil von ihm liebte auch das an ihr, was sie von Selenya unterschied, nein liebte nicht nur das, sondern liebte die Frau vor sich und so war weder das eine noch das andere wahr und doch beides zugleich.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   27.12.12 14:09

Seine Hand wanderte ganz zaghaft an ihre Seite und berührte sie auf dem Stoff. Sie war sich nicht sicher, ob sie die Wärme seiner Hand wirklich fühlte oder es sich durch die leichte Bewegung nur einbildete. Es erstaunte sie vor allem, dass seine Berührung so leicht, so unsicher war und dennoch brachte gerade das sie dazu ein Stück näher zu rutschen, sodann ihre Knie seine berührten. Während er sprach, strich ihre Hand sacht über seine Wange und ließ nicht von ihm ab. Sie konnte fühlen wie der Lufthauch, als er sprach über ihr Gesicht strich und ihr Herz klopfte um so lauter. Hatte sie das wirklich getan? Ja, das hatte sie. Aber etwas in ihr sagte ihr auch, dass er seine Worte eben nicht grundlos gewählt hatte: ewig bei ihm bleiben, bei ihm bleiben wollen, dass sich ihr Körper und dein Geist nach ihm verzehrten? Vielleicht war genau das sein Wunsch. Er wollte nicht allein sein, er wollte jemanden um sich haben, eine Person, die ihn liebte und für ihn da war? Seine Worte bestätigten es nur und zugleich versetzten sie ihr einen kleinen Stich in den Magen: eine Art von Trauer,von Schmerz,von Bedauern, die sie nicht zuordnen konnte. Zugleich lösten seine Worte in ihr eine Resonanz aus und Worte formten sich in ihren Gedanken: es tut mir Leid, dass du hast so lange auf mich warten müssen. Aber wieso zur Hölle dachte sie das jetzt? Sie wusste, dass er schon einige Jahrhunderte alt war und die Wölfin hatte auch seine dämonische Seite kennen gelernt, was hatte es jedoch mit ihr zu tun? Wieso sie? Doch die Wahrheit las sie diesmal in seinen Augen: was auch immer es war, es hatte wirklich mit ihr zu tun. Etwas sagte ihr, dass sie nicht wollte, dass er erneut wegen ihr leiden musste. Mit diesem sonderbaren Sammelsurium an Gefühlen in ihrem Inneren wanderte ihre Hand zu seinem Hals und dann weiter in seinen Nacken. Diese Berührung hatte etwas so unglaublich Vertrautes, sodass sie nicht umhin konnte sie erneut zu ihm zu beugen und ihn zu küssen. Dieses mal zog sie ihn leicht zu sich und schmiegte sich in seine Berührung, schmiegte sich zaghaft an seine Brust. Als sie ihn küsste, fiel dieser Kuss nun anders aus: er dauerte länger an und all ihre Gefühle lagen dahinter: die Trauer, die Sehnsucht, die Anziehung, die er auf sie ausübte.
Erst nach einiger Zeit löste sie sich von ihm, ihre Hand verschwand aus seinem Nacken und sie bettete beide in ihren Schoß, lehnte sich an den Couchrücken, ohne jedoch auf Abstand zu gehen. Sie schaute ihn mit einem noch von dem Kuss leicht verschleierten Blick an.
„Ich würde so gern verstehen, was in deinem Kopf vorgeht, Ascan. Aber du schaffst es immer wieder mich weg zu stoßen, immer wenn ich glaube dir näher zukommen. Mich zu verwirren, Dinge zu denken und zu fühlen, von denen ich noch nicht einmal weiß, woher sie kommen.“
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Ascan
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   29.12.12 11:45

Je länger der Moment anhielt, da sie sich ansahen und berührten, desto mehr erschien es ihm wie ein durch Wunschdenken erzeugter Traum. Ein Schauer lief seinen Rücken hinab, als ihre Hand in seinen Nacken wanderte, mit eben der Geste, mit der auch Selenya ihn vor so langer Zeit zu küssen gepflegt hatte. Auch diesmal erwiderte er ihren Kuss und in sehr alter Gewohnheit legte er den Arm etwas enger um sie, als sie sich etwas an ihn schmiegte. Doch auch dieser Kuss, obwohl länger als der vorhergegangene, schien viel zu schnell zu vergehen. Ein bittersüßlicher Geschmack blieb auf seinen Lippen zurück, der zugleich das Verlangen und die Sehnsucht nach mehr widerspiegelte. Als er ihre Worte vernahm, suchte er wieder ihren Blick und es dauerte bis er darauf antworten konnte. Obwohl er seit Jahrhunderten drauf wartete sie wieder zu finden und wieder in seine Arme schließen zu können, war er nicht auf diesen Moment vorbereitet. Hatte nie überlegt, wie er es ihr dann erklären sollte, wie er sie jemals um Verzeihung bitten könnte für das, was er getan hatte und auch nicht wie er es ihr sagen sollte. Bei ihren Worten legte sich ein verständnisvolles Lächeln auf seine Lippen, das jedoch nicht mehr gänzlich von der Trauer des Vorhergegangen durchdrungen war.
„Mir scheint zu verstehen, was in meinem Kopf vorgeht, ist eine Lebensaufgabe.“ Diese Worte hatten einen leicht belustigten, jedoch keineswegs unfreundlichen Klang. Es war schlicht, dass auch er selbst erst Jahrhunderte später verstanden hatte, was in ihm vorgegangen war.
„Doch ich habe nicht die Absicht dich weg zu stoßen, es war nie meine Absicht dich von mir fern zu halten.“ Nun war er wieder Ascan wie man ihn kannte, doch ein klein wenig von dem, was Jeromy ausgelöst hatte, schien ihm dennoch anzuhaften, so als hätte sie ein Fenster geöffnet zu einem Teil Ascans, der für alle anderen nicht einmal existent zu sein schien.
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BeitragThema: nächtliches Wiedesehen   30.12.12 18:10

Katherina war ihm so nahe, dass sie sich im Grunde nur etwas ihm entgegen beugen musste, um ihren Körper an seinen zu schmiegen. Stattdessen stützte sie den Ellenboden auf Couchlehne und bettete ihre Wange an der Hand, stützte sich so leicht ab,während sie ihn aufmerksam betrachtete. Sie mochte das Lächelns auf seinem Gesicht, das sie ansteckte und sie ihn verhalten zurück anlächeln ließ. So, eine Lebensaufgabe also? Sie ließ ihn ausreden und betrachtete ihn dann noch immer lächelnd eine Weile, bis sie aufstand, zu dem Wagen herüber ging und die Weinflasche mitnahm, aus der sie ihm nachgoss und ihr eigenes Glas auffüllte und dann vor ihnen auf dem Couchtischchen abstellte. Sie ließ sich mit der Antwort Zeit, obwohl sie ihr bereits kaum, dass seine Worte ausgesprochen waren, auf der Zuge lag. Katherina ließ sich wieder auf die Couch neben ihn nieder mit ihrem Weinglas in der Hand. Nahm scheinbar überlegend einen Schluck und grinste ihn an, hielt Augenkontakt.
„Ich hab ein langes Leben vor mir, wenn es das Schicksal so will...“, grinste sie ihn frech an. Ein Dank an die Wölfin, die ihr ermöglichte so gut wie das Vierfache eines Menschenlebens auf dieser Welt verbringen zu dürfen und noch stand sie ganz am Anfang. Sie tat noch einen Schluck und schaute nun nicht mehr grinsend in ihr Weinglas, so wie sie es eigentlich oft tat, mit Wein, Kaffee oder ihren Essen. Ihre kühlen, blauen Augen schauten ihn forschend und direkt an. Vielleicht wagte sie auch zu viel, wenn sie so bedachte, dass er recht hatte und ihr mit einem mal das Leben nehmen konnte. Dennoch wollte sie es wagen, es einfach herum zu drehen, wollte es aus seinem Mund hören, obgleich er das bereits früher indirekt geäußert hatte. Sie beugte sich verschwörerisch in seine Richtung und es blitzte kurz in ihren Augen, als sie ihre Frage raunte.
„Möchtest du denn, dass jemand sich dieser Lebensaufgabe annimmt. Möchtest du, dass ich in deiner Nähe bin anstatt fern von dir?“ Vielleicht lag es an dem Wein, der ihr bereits zu Kopf stieg und ihr die Bedenken nahm.
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Ascan
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   04.01.13 17:41

Ob ihrer Aussage musste er innerlich lachen. Ein langes Leben? Das war etwas, das aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden konnte. Er mochte für sie schon sehr alt wirken und doch war sich Ascan bewusst, dass er für manche wie ein Kind wirken musste mit seinen paar Jahrhunderten, die er erst am Rücken hatte. Er wusste von Wesen, die bereits seit Jahrtausenden existierten und im Vergleich dazu wären ihre, was mochten es sein: 400 oder vielleicht mit ein wenig Hilfe seinerseits 800 Jahre, wie das Leben einer Eintagsfliege wirken. Dennoch wollte er sie für diese Zeit nicht missen und wer weiß, womöglich würde sie sich in vielen Jahrhunderten ja auch auf einen Pakt einlassen, der ihr das Leben garantierte, oder wenn er mit seinen Forschungen voran kam, wäre es ihm vielleicht möglich eine weitaus langlebigere Werwolfvariante zu erschaffen. All das ging ihm schlagartig durch den Kopf, als sie so auf der Couch saß, den Kopf an ihre Hand gelehnt und ihn ansah. Doch sie unterbrach seine Gedanken, indem ihr Lächeln schwand und ihr Blick ihn wieder zu sich rief, während sie ein wenig näher kam. Doch was sie dann sagte, löste in ihm keineswegs wieder eine Anspannung aus. Nein, im Gegenteil, es fühlte sich sogar gut an diese Frage aus ihrem Mund zu hören. Auch wenn er sich gedacht hatte dies bereits offensichtlich gezeigt zu haben, schien es wohl, dass sie es offen von ihm hören musste, bis sie es tatsächlich auch akzeptierte, dass es so war.
„Das weißt du doch bereits, dass ich dich gerne in meiner Nähe hätte. Denkst du, ich hätte all diese Masken aufgelegt und wäre um die halbe Welt gereist, wenn dem nicht so wäre?“ Er sagte es mit einem freundlichen und ehrlichen Lächeln. Es war nicht gespielt und doch wirkte er kein bisschen mehr überfordert wie noch wenig zuvor. Er hatte kein Problem damit, dass sie wusste, dass er sie bei sich wollte. Sie war diejenige, in die er wagte Hoffnung zu setzen, zumindest so weit, dass er ihr zugestand mehr werden zu können als irgendjemand sonst. Er würde ihr zwar keineswegs so weit vertrauen, dass sie ihm gefährlich werden könnte, aber ihr offen zu sagen, was er empfand, darin sah er weder Schmach noch hatte er Angst vor der Zurückweisung. Wer einmal so viele Jahrhunderte auf jemanden wartete, der würde auch bis zum nächsten mal, da sie wiedergeboren werden würde, warten können und dann vielleicht, ja vielleicht würde sie dann die Gefühle akzeptieren.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   04.01.13 19:04

Als er sprach musste sie wieder grinsen und schüttelte leicht den Kopf, während ihr Blick ihn noch weiter fixierte. Zugleich lösten seine Worte aber ein angenehme Wärme in ihr aus, gepaart mit einem Hochgefühl, das sie zumeist nur erlebte, wenn sie als Wölfin durch die Wälder lief. Sie nahm noch einen Schluck von dem Wein, der dieses Gefühl der Wärme nur verstärkte.
„Du musst eine Frage immer mit einer Gegenfrage beantworten!“, stellte sie noch immer breit grinsend fest. Es war nicht so, dass sie seine Position ihr gegenüber nicht kannte, sondern viel mehr ein Spiel, wie und wie viel er ihr offen verraten würde. Sie tat noch einen Schluck und rutschte noch etwas herum, kam scheinbar unbemerkt noch etwas auf ihn zu, zupfte den Bademantel über ihren Beinen zurecht. Wieder einmal bemerkte sie wie wohl sie sich fühlte, sich hätte sich zwar ein Paar ihre Kleider her gewünscht, aber im Grunde störte es sie nicht mehr. Auch die Wölfin hatte ihre Panik nach seinen Worten gedämpft und war nun relativ ruhig und träge, hatte viel mehr den Drang danach gestreichelt zu werden. Denn im Grunde waren sie zwar zusammen und zugleich allein gewesen, immer, im Wald, bei der Jagd. Es hatte während der gesamten Zeit keinen Menschen gegeben, der sie berührt hatte und umso mehr machte sich diese Sehnsucht nach Zuneigung in ihrem recht offensiven Verhalten bemerkbar.
„Mir wäre es am Liebsten, wenn du gar keine Maske tragen würdest...“, merkte Katherina noch immer lächelnd an. Und außerdem, wenn du auch nicht so viel Kleidung tragen würdest, dachte sie sich. Auf der anderen Seite tat sich aber auch eine andere Frage auf, die sie immer mehr in die Offensive trieb. Sie stellte ihr Glas ab und kam auf Knien über die Couch rutschend näher an ihn heran. Ihre linke Hand legte sich auf seine Brust und strich hinauf zu seiner Schulter. Sie mochte es, wie sich sein Körper unter ihrer Hand anfühlte, hart und weich zugleich, warm, geschmeidig. Die rechte blieb in Höhe seines Herzen auf seinem Torso liegen, während Katherina sich leicht dagegen schmiegt, eine Berührung, bei der ihr Körper bis auf diese Kontaktflächen ihrer Hände kaum seinen berührte. Er würde lediglich ihre Wärme fühlen. Dennoch konnte sie nicht umhin, als wieder lächelnd zu ihm hinauf zu blicken. Ihr machte dieses Spiel sichtlich Spaß.
„Wie nah ist Nähe?“, raunte sie gegen seinen Hals.


Zuletzt von Katherina Wolkowa am 10.01.13 23:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ascan
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   05.01.13 18:27

Ascan grinste ebenfalls wegen ihrer Feststellung. Nun ihm selbst fiel es gar nicht mehr auf, aber jetzt da sie es erwähnte, musste er zugeben, dass sie wohl Recht hatte und er sehr gerne Fragen mit Gegenfragen beantwortete um die anderen zum Nachdenken anzuregen. Ascan war ein wenig verwirrt aufgrund ihrer Vorgehensweise, auch wenn er sich durchaus vorstellen konnte, dass Selenya ebenfalls eine sehr offene Frau in der heutigen Zeit gewesen wäre, denn sie hatte ihn schließlich schon damals wie jeden anderen behandelt, als er in ihr Dorf gekommen war und damals war er noch ein legitimer Thronfolger gewesen. Dennoch war er keinesfalls abgeneigt darüber, wie Jeromy verfuhr und ließ sie schlicht weg gewähren und schenkte ihr ein verschmitztes Lächeln, als sie seine Maske ansprach.
„Ich fürchte, ich trage meine Masken schon so lange, dass sie mehr Teil von mir sind als mein ursprüngliches Ich, das gerade einmal 16 Jahre gelebt hat.“ Es war eine ehrliche Aussage und sie enthielt mehr Wahrheit, als man denken mochte. Denn selbst wenn das alles nie passiert wäre, gäbe es diese Person schließlich schon seit Jahrhunderten nicht mehr. So war es eigentlich ganz klar, dass er nicht mehr der eigentliche Ascan war. Dann jedoch war Ascan tatsächlich erstaunt. Während sie ihn so anblickte und ihm mit einer Stimme, die unweigerlich viele Männer dazu gebracht hätte, alle klaren Gedanken beiseite zu schieben, ansprach, versuchte er in ihren Augen zu erkennen, was sie wollte. Nun auf den ersten Eindruck schien das völlig klar zu sein, doch er versuchte in ihren Augen zu lesen, ob sie schon zu betrunken war um noch klar zu denken, oder ob sie eine Kurzschlussreaktion hatte, oder ob sie schlicht ebenfalls seine Nähe wollte. Doch auch der Gedanke, dass sie nur versuchte ihren neuen Standpunkt zu festigen, ging ihm durch den Sinn, zwar nur unterschwellig, dennoch ganz würde er eben niemandem mehr vertrauen, nicht mal sich selbst, darum gab es auf seinem Amulett sogar einen Abwehrzauber gegen ihn selbst. Dann jedoch setzte er sich ein wenig weiter auf, sodass sie unweigerlich mit ihrem Gesicht ein wenig höher kommen musste und nur wenige Zentimeter zwischen ihren Gesichtern waren.
„So nahe, dass eine Nacht niemals ausreichen könnte um diese Art von Verbindung zu verstehen, wohl aber ein Moment ausreichen kann um diese Verbindung entstehen zu lassen.“
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   06.01.13 11:40

Und das war genau der Moment, der ausreichte um genau eine Verbindung entstehen zu lassen, das wusste sie. Fühlte sie. Das waren wieder so viele Fragen in ihrem Kopf und dennoch konnte sie es nicht leugnen. Wenn sie ehrlich war, dann hatte diese Verbindung bereits seit Jahren bestanden, seit ihrer ersten Begegnung. Und vielleicht, wenn sie seinen Worten Glauben schenkte,sogar noch länger. Unweigerlich rückte sie näher, als Ascan sich aufsetzte. Sie war ihm wieder so nah, näher als sie beabsichtigt hatte. Sie sah in seine dunklen Augen und fragte sie,welche Farbe sie gehabt haben mussten. Sie musste sich konzentrieren, weil da wieder dieses Verlangen war ihn zu küssen, dass ihre Gedanken benebelte und jegliches Denken für einen Moment abstellte. Sie musste sich regelrecht zusammenreißen um dem Drang nicht nachzugeben. Zugleich aber fühlte sie ob seiner Worte eine andere Sehnsucht. Die Sehnsucht danach den Ascan kennen zu lernen, der keine Maske trug und seine Welt heil zu machen. Stück für Stück zusammen zu setzen, bis er keinen Grund mehr hatte sich zu fürchten und sich zu verstecken. Sie wusste nicht wie und wusste jedoch, dass ihre Kraft dafür wahrscheinlich nicht ausreichte und es im Grunde ein absurder Wunsch war, den sie sich nie erfüllen können wurde. Und was wenn doch? Sie hatte doch Zeit und er auch. Sie wollte ihm mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mittel ein Stückchen Geborgenheit geben, Trost spenden und sehnte sich zugleich nach seiner Nähe, wie er sich wohl nach der ihren.
Katherina schloss kurz die Augen um so den Blickkontakt zu beenden und sich aus seinem Bann zu lösen, dann tat sie etwas, was sie so bisher noch nie getan hatte und für sie nur untypisch war. Sie rutschte ein Stück hinab, löste ihre Hände, die eine fortwährender Barriere zwischen seinem und ihrem Körper gewesen war und schmiegte sich vorsichtig an ihn. Sie lehnte den Kopf an seine Schulter und ihr schwarzes, seidiges Haar, das früher einmal kurz gewesen war, floss nun über ihre Wangen und bis zu seinem Bauch. Wieder wurden die Augen geschlossen und sie atmete seinen vertrauten Duft ein. Ihre Linke stahl sich von seiner Brust etwas hinab und fuhr die Konturen, die sie durch den schwarzen Stoff seines Shirts erspüren konnte, nach. Sie lächelte leicht, was er nun sicher nicht sehen, sondern nur an ihren sich verziehenden Gesichtszügen fühlen konnte.
„Ich hätte diesen Ascan dennoch gern kennengelernt und in seine Augen geblickt und gewusst, welche Farbe sie haben. Erzähl mir von ihm und von dieser ominösen Verbindung...“, forderte sie leise und fast schon schüchtern auf, während sie ihr Körper an seinen geschmiegt entspannte.


Zuletzt von Katherina Wolkowa am 10.01.13 23:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: March of the proud black Templar   06.01.13 11:55

Während ihre Gesichter nur so wenig voneinander entfernt waren, fiel es ihm zunehmend schwerer sie nicht einfach zu küssen. Er wollte sie zu sich ziehen, die letzte Barriere überwinden, die sich zwischen ihnen aufgebaut hatte und doch war nicht er es, der zuerst in Aktion trat, sondern Jeromy. Sie verlagerte ihr Gewicht und ihre Hände, sodass sie sich endgültig an ihn schmiegte. Er konnte die Wärme fühlen, die von ihrem Körper ausging und durch den Bademantel nach außen kroch. Er konnte auch die Wärme ihres Atems fühlen, als sie ihren Kopf auf seine Schulter bettete und dieser die Stelle an seinem T-Shirt erwärmte. Langsam legte er die Arme um sie, sanft und doch so wie er es früher bei Selenya bereits getan hatte, schützend und stark, so als wollte er ihr mitteilen, dass solange sie bei ihm war, ihr niemand etwas tun könnte. Doch so weit reichten seine Gedanken in diesem Moment gar nicht, denn er schwelgte lediglich in den Gefühlen, die dieser Moment in ihm hervorrief. Er war so lange umhergeirrt, hatte sich Ziele gesetzt, sie erreicht und neue Ziele gesucht und doch hatte er das eine, sein erstes Ziel, das ihn überhaupt erst zu dem Ascan gemacht hatte, der er heute war, niemals erreicht. Doch nun hielt er sie in seinen Armen und in diesem Moment war er sich sicherer denn je, dass es seine Selenya war. Erst ihre Worte brachten ihn wieder ein wenig zurück, auch wenn es einige Herzschläge länger dauerte, bis er ihr antwortete.
„Das wäre eine sehr lange Geschichte. Wo möchtest du denn das ich anfange?“, seine Stimme war leise und hatte einen zufriedenen Anhang. Ruhig wie immer und doch seltsam entspannt war seine Atmung, die sonst eher kontrolliert wie sein Ganzes war.
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