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 Aggressive Verhandlungen

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Gott
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BeitragThema: Aggressive Verhandlungen   26.03.13 23:14

das Eingangsposting lautete :



*

AGGRESSIVE VERHANDLUNGEN




Soundtrack:https://www.youtube.com/watch?v=v7Y1SB1ynVU

Moskau
Dozor, Theatralnaya
21. Dezember 2012


*


Zuletzt von Admin am 01.04.13 10:12 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
Lebensalter : 27
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   28.03.13 16:09

Schnell verstand sie worauf Ascan hinaus wollte. Ganz so schäbig waren die Vampire dann doch nicht organisiert, sie hatten zumindest einen funktionierenden Überwachungsapparat, wenn auch nicht unbedingt die notwendige Ausbildung und Schlagkraft. Sie nickte Ascan zu. Sie folgte Ascans Hinweis und rief zu dem führenden Leiter dieses Kommandos schnell zu ihnen durch einen der Schachte zu folgen, sobald sie hier fertig waren, denn sie wüssten den angeblichen Aufenthaltsort der weiteren Vampire. Sie rief ihm zu auch weitere Männer mitzunehmen. Sie sollten schließlich nicht abgeschlachtet werden unterwegs. Damit trat sie auch bereits mit Ascan ein Stück abseits.
„Du machst mir meinen Job viel zu einfach!“, grinste sie zu dem bis an die Zähne bewaffneten Blumenverkäufer-Vampirjäger hinauf und bemerkte wie auch Krabat näher trat. Und dann befanden sie sich bereits im Residenzsaal des selbsternannten Vampiranführers. Sie standen recht mittig umgeben von weiteren Vampiren. Ihre Augen fixierten den jungen Mann auf dem schwarzen Thron. Er war womöglich Anfang Zwanzig, nicht älter. Sein Gesicht war blass und er trug sein langes, dunkles Haar offen. Die braunen Augen musterten sie verdutzt. Er schien der Einzige zu sein, der europäischer Abstammung war und nebenbei auch einen etwas verschlagenen Blick hatte, wenn er im Moment auch eher überrascht wirkte. Ein schneller Blick durch den Raum verriet ihr, dass das nicht die einzigen Vampire waren. Durch die losen und eher unsorgfälltig aufgetürmte Barrikade konnte sie weitere Gesichter erkennen. Sie wusste nicht wie viele, aber es mussten mehr sein, als in der Halle zuvor. Dieses Mal wurde sie etwas nervöser, dennoch hätte sie bei Ascans Ausspruch fast aufgelacht. Aber es war Valentins Lachen, welches die angespannte Stille durchbrach.
„Bedauerlicherweise kann ich das nicht so einfach zu lassen, dass ihr Feierabend macht.“ Er erhob sich leicht und tat einen Schritt auf der betonierten Erhebung vor.
„Ergreift sie!“, bellte seine kalte Stimme durch den Raum. Und sogleich waren es zwanzig Vampire, die auf sie zusetzten. Sie wusste eigentlich, dass Ascan sie mit Leichtigkeit hätte verteidigen können, aber ihre Instinkte setzten schneller ein, als sie denken konnte. Während der Mantel noch zu Boden glitt, stand bereits die Wölfin breitbeinig da und schüttelte die lästigen Stiefel ab. Der erste Vampir, der in ihre Reichweite kam, wurde gepackt und regelrecht zerfleischt. Sie machte sich nicht einmal die Mühe ihn zu töten, sondern eine möglichst große, klaffende Wunder zu hinterlassen, welche ihn vor Schmerzen kampfunfähig machte. Der Rest würde sich von allein ergeben.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   28.03.13 16:27

Ascan seufzte hörbar, als er die Antwort Valentins hörte. Wäre ja auch zu schön gewesen. Die Vampire hier waren schneller und wohl auch schon mehr an ihre übernatürlichen Sinne gewöhnt. Deshalb schafften sie es sogar bis zu ihnen. Doch Jeromy reagierte genauso schnell und riss einem ein großes Stück Fleisch heraus. Eigentlich hatte Ascan nicht vorgehabt ihnen überhaupt Hoffnungen zu machen, aber er wollte Jeromy ja auch nicht allen Spaß nehmen, darum ließ er sich ein wenig Zeit, bis sie auch noch einen zweiten erwischt hatte und auch Hund sich über einen hergemacht hatte. Obwohl er offensichtlich der Gefährlichste war, schienen die meisten ihn umgehen zu wollen und erst einmal die „leichten Opfer“ anzugreifen. Es war fast lächerlich Jeromy und Hund als leichte Opfer zu bezeichnen, wobei es im Vergleich mit Ascan wohl stimmen mochte. Er ging sogar so weit den ersten, welcher ihn anzugreifen wagte, auf sich zu kommen zu lassen und diesen fast schon zaghaft in seinen Arm beißen zu lassen. Von einem Moment auf den anderen wurde die Haut auf seinem Arm ledrig und anstatt des Blumenverkäufers stand wieder Ascan da. Doch nicht mehr in seiner menschlichen Gestalt. Sein Körper hatte sich zu jenem Wesen verändert, das auch Jeromy schon einmal gesehen hatte. Obwohl mitten im Angriff, sah er wie der Vampir sichtlich zurückschreckte und einen Moment innehielt, sich dann aber besann und wohl dachte, dass dies seine Chance wäre. Seine Zähne blieben jedoch so wie sie waren auf Ascans ledrig wirkender Haut. Nicht einen Millimeter sanken sie darin ein und hätte Ascan den Arm gehoben, wären sie womöglich noch gebrochen. Doch er wollte ihn ja nicht auf ewig verkrüppeln und schlug stattdessen mit seinem anderen Arm zu, der die selbe unnatürliche Veränderung durchlebt hatte. Der Vampir wurde von den Beinen gerissen und nahm in seinem Flug zwei weitere mit, die gegen den Betonsockel segelten, woraufhin man einige Knochen knacken hörte. Es klang ziemlich ungesund. Hinter ihm hörte er wie die Tür der Barrikade aufgerissen wurde und die Vampire, die draußen postiert waren, hereinströmten. Kein weiterer wagte sich auf Ascan zu, doch als gut und gerne 20 weitere den Raum betreten hatten, wollten sich mehrere auf Jeromy und Hund stürzen.
„Genug!“, sagte Ascan und obwohl er das Wort nur gesagt hatte, erschallte seine Stimme im gesamten Raum und mochte sogar noch weit bis in den U-bahn-Tunnel zu hören sein. Mit diesem Wort breitete sich von Ascan eine Druckwelle aus, die nur Jeromy, Hund und Valentin unberührt ließ. Der Rest, gleich ob Vampir, Möbelstück, Stein oder Holz wurde mit Wucht in einem Kreis von Ascan weg geschleudert, sodass die Vampire, die hereingestürmt waren, sogar die Barrikade durchschlugen und jene, die dahinter gestanden waren in alle Richtungen geschleudert oder darunter begraben wurden, bis erneutes Knochen rechen zu hören war. Wären sie Menschen, hätte der Großteil von ihnen vermutlich nicht überlebt, doch so würden sie sich sicher wieder regenerieren in ein paar Tagen. Es herrschte Totenstille. Jene wenigen Vampire, die hinter der Barrikade gestanden hatten und nicht von ihren Kameraden oder Trümmern getroffen worden waren, standen wie gelähmt da und beobachteten das Schauspiel. Die anderen lagen auf dem Boden und ihnen fehlte sogar die Luft um vor Schmerzen oder aus Angst zu schreien. Der Thron war in Einzelteile geborsten und Valentin stand wie geschockt da, als Ascan langsam auf ihn zuging. Sein Blick war auf ihn gerichtet und ein Zauber hielt seinen Körper an Ort und stelle. Er konnte sprechen, aber er könnte nicht einen Fuß weit zurückweichen.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   28.03.13 17:06

Da fühlte sich doch ein Werwolf gleich wohl. Nachdem der erste winselnd am Boden lag, kam auch schon ein zweiter dran. Und ein dritter und vierter, von denen wieder mehrere gleichzeitig angriffen. Aber jetzt war sie in ihrem Element. Sie fühlte sich wohl in ihrem Körper, der nun warm gelaufen war. Die Sinne geschärft auf die kleinste Regung, mit schnellem Herzschlag und gespannter Muskulatur. Sie teilte Tritte mit den Hinterläufen aus, setzte hier und da einen gezielten Sprung, biss zu, riss Fleisch von Knochen. Und je mehr sie in Fahrt kam, desto präziser wurde jeder Angriff. Es war fast wie jagen, nur dass sie sich nicht bemühte kurz und schmerzlos zu töten, sondern ihre gesamte Grausamkeit und Wut in jeden Angriff stecken konnte. In diesem Momenten gab es längst keine Unterschiede mehr zwischen dem Wolf und der Frau.
Erst als ihre Gegner allmählich zu schwinden begannen, bemerkte sie wie Türen in der Barrikade aufgingen, welche sie zuerst übersehen hatte und weitere Vampire in den Raum strömten. Aber was machte Ascan eigentlich? Ihr aufmerksamer Blick huschte zu ihm herüber und sie erblickte wieder dieses dunkle Wesen, das er ihr damals vor drei Jahren im Wald offenbart hat. Das so dämonisch wirkte mit seinen Gliedmaßen, dem etwas langgezogenen Gesicht. Und dann ließ seine Stimme, die durch ihren gesamten Körper zu hallen schien, sie erzittern. Sie war überall und dann spürte sie eine Druckwelle, die sich von Ascan ausbreitete. Sie blieb aber stehen, obgleich sie sich auf einen Aufprall gefasst machte. Sie sah lediglich wie die Vampire durch die Luft flogen und die Barrikade und so ziemlich alles andere in dem Raum einstürzte. Ein Wunder, dass die Wände überhaupt hielten. Nahezu ehrfurchtsvoll blickte sie sich in der Zerstörung um. Lediglich Valentin stand da. Doch in seinem Gesicht zeichnete sich Anspannung wieder. Er regte sich nicht. Wieder schaute die Wölfin zu Ascan. Sie hatte gar nicht realisiert, wann er nicht mehr der Blumenverkäufer gewesen war und wann er zu dem dämonischen Wesen geworden war, so sehr war sie in den Kampf vertieft. Langsam schritt er auf den Vampir zu und seine Augen füllten sich mit Angst. Die Wölfin folgte ihm. Etwas in ihre sagte: los, töte ihn, oder der andere Teil glaubte, dass es wohl besser wäre ihn an die Zuständigen zu übergeben. Aber würden sie ihn jetzt töten, dann konnten sie es auf Notwehr schieben und niemand würde es erfahren. Aber sie zwang sich wieder sich zurück zu verwandeln, bis sie als Mensch wieder hinter Ascan stand und zu ihm aufgeschlossen hatte. Sie berührte ihn am Unterarm.
„Ascan, lass ihn leben, damit er bekommt, was er verdient hat!“ Damit trat sie an Ascan vorbei auf Valentin zu, bis sie direkt in seine Augen blickte. Und ihr tat es Leid. Aufrichtig Leid, besonders um das blonde Mädchen. Aber auf der anderen Seite hatte auch sie Leben auf dem Gewissen. Sie wartete nur darauf, dass Ascan den Zauber löste, aber sie wartete wohl nicht lang genug. Holte aus und verpasste Valentin einen Schlag mitten ins Gesicht, sodass es knackte und ihre Hand zu schmerzen begann, aber der Vampir sackte bewusstlos zu Boden. Sie wand sich wieder Ascan zu und stand bald darauf wieder als Wolf vor ihm. Unschuldig blickte sie zu ihm herauf.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   28.03.13 17:28

Ascan fand die Ruhe, die eingetreten war, als sehr angenehm, doch während er langsam auf Valentin zu schritt, begannen die Vampire rund um sie die Stille wieder zu durchbrechen. Da waren Schmerzenslaute, erstickte Atemgeräusche, Aufschreie und während er weiterschritt, hörte er Jeromy näher treten und sah sie als Menschenfrau an ihm vorbeigehen. Nun dann sollte sie sich um ihn kümmern. Er hatte ohnehin nicht vor ihn zu töten. Wenn überhaupt war Valentin der einzig Brauchbare hier, auch wenn selbst dieser wohl noch einen langen Weg der Ausbildung zurücklegen müsste, bevor er tauglich für den Dienst wäre. Hund hatte sich unterdessen daran gemacht die versteinert wirkenden Vampire, die hinter der Barrikade teils lagen, teils standen, zu fixieren und hatte hinter sie eine Barriere projeziert. Er war stolz auf sich, dass er mittlerweile so gut mit Ascan zusammenarbeiten konnte, dass nicht einmal Gedanken nötig waren um einander zu verstehen. Ascan fand, dass es eigentlich zu viel Ehre für Valentin war mit diesem Anblick, den Jeromy bot, als sie auf ihn zu schritt, zu sterben. Aber was sollte Mann schon tun. Außerdem würde es ihr wohl nicht sonderlich zusagen, wenn er bereits jetzt schon Ansprüche erhob. Also sah er zu, wie sie auf ihn zuschritt und ein Lächeln zierte seine Lippen, als sie zum Schlag ausholte und Ascan den bewusstlosen Vampir einfach zu Boden sinken ließ. Nun zumindest hatte sie offensichtlich ihren Spaß gehabt, dachte er. Doch da hörte er bereits von hinten Kampfgeräusche. Offenbar waren die Leute vom Dozor auf dem Weg hier her. Was so viel hieß wie: er sollte nicht als Ascan hier zu finden sein, wenn sie hier auftauchten. Jeromy stand bereits wieder als Wolf vor ihm und sein Körper verlor sein dämonisches Aussehen, während sich wieder eine Illusion über ihn und den Hund legte. Nun sollten sie ihn doch noch ansprechen, würde er sich schon zurecht finden.
„Ich bin im Übrigen der freischaffende Vampirjäger Archibald. Falls du mich erwähnen möchtest in deinem Bericht.“, sagte er breit grinsend und stellte sich neben sie. Einige der Vampire, die noch laufen konnten, versuchten ihren Kameraden zu Hilfe zu eilen, rannten jedoch nur gegen eine Mauer, die sie nicht sehen konnten. Irgendwie konnten sie ihnem fast schon Leid tun. Schließlich folgten fast alle dem Beispiel der Vampire zuvor und ergaben sich einfach.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   28.03.13 18:02

Die Wölfin knurrte, als sie einer der Vampire unweit von ihr regte. Kaum, dass er das Geräusch hörte, beschloss er sich wieder tot zu stellen. Auch die anderen Vampire, die mittlerweile nahezu alle verletzt waren, schafften es geradeso sich gegenseitig zu helfen, wobei man das nicht als Hilfe bezeichnen konnte. Laute, hallende Schritte verhießen die Ankunft des Einsatzkommandos, das einmal mehr sehr pünktlich war. Und als sie wieder zu Ascan blickte, sah sie wider den Vampire jagenden Blumenverkäufer und gab ein amüsiertes Geräusch von sich. Sie besah sich, wie sich das Kommando, welches gewachsen zu sein schien, an die Arbeit machte und die Vampire in Gewahrsam nahm. Nun, sie schienen nicht überfordert zu sein. Aber alle Männer mieden Ascan und sie tunlichst. Lediglich einer kam auf die zu. Wieder der, dessen Gesicht sie bereits aus dem Dozor kannte. Er mochte Mitte Dreißig sein und war einer der Leiter der Einsatzkommandos. Soweit sie wusste, war er ein Mensch, welcher sich durch seine Militärlaufbahn und Ausbildung im Dozor sein Ansehen und seine Stellung verdient hatte.
„Vielen Dank für Eure Hilfe!“, meinte er aufrichtig an Ascan gerichtet mit einem Akzent, der verriet, dass er nicht aus Russland kam, sondern irgendwo aus dem Süden, wie auch seine bronzene Hautfärbung. Er reichte Ascan die Hand.
„Ohne Euch hätten wir es nicht geschafft. Vielleicht können wir und einmal bei Euch erkenntlich zeigen für den Dienst, den Ihr uns erwiesen habt.“ Dann schaute er Jeromy an, die lediglich dasaß und ihn anschaute, noch immer ganz der Wolf.
„Hier!Ich glaube, die wird sie brauchen“, meinte er und breitete eine Decke über dem Wolf aus. Jedenfalls hatte er das vor, bis sie die Zähne zeigte und ihn anknurrte. Sie mochte ihn zwar, aber noch lange nicht so sehr um sich anfassen zu lassen. Etwas verdattert reichte er Ascan die graue Wolldecke. Nachdem er gegangen war, kam kurz darauf ein jüngerer auf sie zu und wagte es gar nicht näher zu kommen. In ein Paar Metern Entfernung legte er eine ähnlich gefärbte Militärhose und ein viel zu großes Shirt, welche zu einem Stapel gefaltet waren, in zwei Metern vor ihnen ab. Die Wölfin verdrehte die Augen und schnappte sich die Decke letztendlich doch, zog sie über sich, sodass Katherina nicht nackt war, als sie wieder als Menschenfrau dastand und in die Decke gewickelt auf die Sachen zuging. Sie schnappte sich den Stapel und verzog sich zur Barrikade, wo sie sich schnell die Sachen überstreifte, die nur so an ihr schlackerten. Egal. Barfuß stapfte sie durch die letzten Vampire und fand bald ihre Stiefel und auch ihren Mantel, nun eigentlich war es Ascans Mantel, der bereits ein Paar Gebrauchsspuren davon getragen hatte. Sie sollte echt Geld für ihren Kleiderverschleiß verlangen. Aber jetzt saß sie zumindest wieder straßentauglich aus.
Als sie sich zu Ascan umdrehte, sah sie, wie gerade der wieder erwachende Valentin davon getragen wurde.
„Jetzt können wir Feierabend machen!“, grinste sie Ascan an und streckte sich genüsslich. Ihre Schulter schmerzte noch immer, stellte sie bei der Dehnung fest.
„Das waren sicher noch nicht alle...“, grübelte. „Aber nicht nur das Dozor muss sich bei dir bedanken, sondern auch ich!“ Sie trat auf ihn zu, legte die Arme um seinen Hals, schmiegte sich an ihn und küsste den Blumenverkäufer.
„Sicher, dass ich für dich nicht doch ein netter Wort einlegen soll? Nach dem hier können sich dich kaum hassen.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   29.03.13 9:23

Als die Leute vom Dozor eintrafen, war es anfangs wie bei den ersten Vampiren. Niemand schien sich zu ihnen her zu wagen. Nun wem war es zu verdenken, sie hatten zu dritt geschafft, womit wohl sämtliche hier anwesenden Leute vom Dozor Schwierigkeiten gehabt hätten und das ohne wirkliche Verletzungen und sogar ziemlich geringen Verlusten auf der gegnerischen Seite. Es hatten nahezu sämtliche Vampire überlebt, aber sie hatten sich einfach ergeben. Das musste durchaus beeindruckend auf die Leute wirken, auch wenn Ascan sie nicht einmal als Bedrohung angesehen hatte. Es mussten wirklich Änderungen in den Sanctuarys her. Es konnte doch nicht sein, dass ein Zusammenschluss von Jungvampiren für solche Aufregung sorgen konnte. Das Sanctuary müsste jederzeit stark genug sein um mit solch einer geringen Bedrohung spielend fertig zu werden. Was sollte denn sonst sein, wenn wahre Gegner des Santuarys auftauchten. Immerhin gab es weitaus stärkere Wesen als Vampire, auch wenn er zumindest eine kannte, für die er durchaus Respekt zollte. Nachdem ein Großteil der Vampire bereits eingesammelt war, kam ein junger Mensch auf ihn zu. Man konnte ihm ansehen, dass er clever war und für einen Menschen sogar gut in Form, dennoch fragte sich Ascan wer auf die Idee kam einen Menschen ohne magische Begabung oder sonstiger übernatürlicher Talente in den Außendienst zu stecken. Außer wenn man ihn loswerden wollte. Für die meisten Wesen wäre er schlicht und ergreifend Futter und seinen Auszeichnungen nach zu urteilen war er sogar ein Befehlshaber, was so viel hieß wie das oberste Glied der Kette, dem alle Folge leisteten. Zugleich war er als Mensch einer der am am einfachsten auszuschalten war. Keine kluge Entscheidung. Dennoch schüttelte er ihm die Hand und nickte kurz.
„Vampire stehen auf meinem Dienstplan, Ihr müsst mir also nicht danken.“
Zu letzterem nickte er einfach nur. Nun wenn er seine neue Position inne hatte, die er anstrebte, würden sie ihm diesen Gefallen wohl oder übel erwidern müssen und dann gäbe es einige Umstrukturierungen. Er grinste, als er Jeromy die Decke überlegen wollte und diese ihn schlicht anknurrte. Also war sie wohl ebenso noch nicht ganz warm gelaufen mit ihren neuen Kameraden. Er bekam die Decke in die Hand gedrückt und nur wenig später brachte ein jüngerer Mann Hose und T-Shirt. Ascan seufzte, als er die Größe sah, am liebsten wäre er gleich los und hätte ein paar neue Kleidungsstücke für Jeromy besorgt, aber das würde wohl nicht viel bringen. Er sollte sich wohl wirklich daran setzen ihr Geschenk vorzubereiten, sie hatte es bitter nötig. Als sie wieder zurück kam und seinen Satz von vorhin kommentierte, grinste er doch, dann zuckte sie etwas zusammen.
„Soll ich deine Wunde verheilen?“ Er hatte ganz vergessen, dass sie getroffen worden war. „Hmm vermutlich nicht, aber der Rest wird sich wohl vorerst mal verstecken und wir haben den Kopf der Schlange abgeschlagen und dazu wohl auch noch den Großteil ihres Rumpfes. Soweit ich das aus den Erinnerungen des einen sagen kann, waren die Mächtigeren jene 20, die hier im Raum waren, alle anderen waren schlicht Kanonenfutter, die noch nicht einmal wirklich ihre Neuen Sinne im Griff hatten. Dann grinste er erneut ob ihrer Worte.
„Ach so ein wenig Auslauf am Abend schadet auch mir nicht, sonst roste ich womöglich noch ein.“ Dann ergriff er ihren Arm und auch Hund kam angelaufen, zwar hinter der Illusion versteckt und doch konnte Ascan in Gedanken fühlen, dass er stolz erhobenen Hauptes auf sie zu kam. Aber Ascan ließ ihn auch das Gefühl der Verbundenheit und des Lobs zukommen. Hund hatte wirklich ausgezeichnet mit ihm zusammengearbeitet, er würde ihm bei schwereren Kämpfen wohl mehr als nur eine große Hilfe sein und er hatte sich in den drei Jahren schnell und gut entwickelt. Als auch Hund ihn berührte, waren sie einen Augenblick später bereits wieder in der Suite.
„Ich hoffe, du findest es nicht anmaßend, dass ich dich wieder hier her gebracht habe, aber ich fand es etwas unpässlich dich in Militärkleidung auf einen Kaffee einzuladen.“, sagte er grinsend. „Außerdem würde ich tatsächlich gerne mit dir darüber sprechen, ob du nicht ein gutes Wort für mich hier in Russland einlegen könntest und zwar für Ascan und nicht für den Vampirjäger.“ Mit diesen Worten stand auch wieder Ascan vor ihr und auch Hund schmiegte sich nun an sie, nicht mehr der tschechoslowakische Wolfshund.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   29.03.13 11:19

Als er nach ihrer Wunde fragte, schüttelte sie nur den Kopf.
„Ist nur ein Kratzer. In ein Paar Stunden ist er wieder weg.“ Besonders da es jetzt auf Vollmond zuging, regenerierte ihr Körper immer schneller und so langsam verstand sie die Vorzüge des Werwolfdaseins. Und während sie so da standen kam auch Krabat auf sie zu und schmiegte sich an. Bereits Sekunden später standen sie wieder im Wohnzimmer seiner Suite. Sie grinste Ascan an. Anmaßend? So!
„Du hast mich einfach gern bei dir!“, grinste sie ihn frech an und wand sich ab, während sich Krabat an sie schmiegte. Mit ein Paar Schritten war sie wieder bei der Couch, schälte sich aus dem Mantel, unter dem wirklich etwas zu große Kleidung hervor kam, woran sie sich aber nicht wirklich störte. Die Hose, hatte sie so eng zugezogen, dass diese ihr um die Hüften hin und das Shirt würde sicher nicht einmal bei der Verwandlung reißen. Dann ließ sie sich auf die Couch fallen und winkte Krabat mit einer lockenden Geste zu sich, worauf der auch folgte. Man konnte ja nie wissen wie viele Streicheleinheiten der Hund so bekam. Sie begann ihn ausgiebig hinter den Ohren zu kraulen. Sie hatte ihn selbst bisher ja vernachlässigt.
„Das war wirklich eine erstaunliche Leistung!“, sagte sie viel mehr zu Krabat als zu seinem Herr, während ihre Hände weiter wanderten zu seinem Hals und an seine Kehle und sie ihn fortwährend kraulte. Ihre Hände legten sich um seinen Kopf, welchen sie leicht anhob und ihn dazu brachte sie anzuschauen. Sie drückte ihm einen Kuss auf den Nasenrücken und klopfte neben sich auf die Couch, als Aufforderung, dass er sich neben sie legen sollte. Dann schaute sie wieder neugieriger zu Ascan.
„So? Ein gutes Wort für Ascan?“, sie schaute ihn etwas verschwörerisch an. „An was genau hast du gedacht? Ich weiß nicht genau, in welchem Verhältnis du zu den Leitern stehst und wieso du diese Scharade überhaupt nötig hast?“
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   29.03.13 11:49

Während Jeromy sich um Hund kümmerte, ging Ascan zum Telefon und rief die Rezeption an.
„Eine Flasche Mouton Rothschild 1945 und eine Kleinigkeit zu essen.“ Dann legte er den Hörer wieder auf und wandte sich Jeromy zu, die Hund mittlerweile in Beschlag genommen hatte. Was dieser nur zu gerne über sich ergehen ließ. Er konnte durch die Verbindung sogar fast so etwas wie ein unterdrücktes: „Pech gehabt, jetzt kümmert sie sich um mich“, wahrnehmen, aber er war sich nicht ganz sicher, weil Hund es gut verborgen hielt. Außerdem sollte er seinen Spaß haben, die Belohnung hatte er sich verdient, nachdem er heute seine Fähigkeiten so erfolgreich eingesetzt hatte. Während Hund Jeromys Aufforderung folgte und es sich auf der Couch bequem machte und seinen Kopf in ihren Schoß bettete, ging Ascan zum Fenster und schaute wieder einmal hinaus, als Jeromys Frage kam. Er lächelte leicht und konnte sein eigenes Gesicht in der Spiegelung sehen.
„Es ist auch im Sanctuary Netzwerk leider wie überall.“ Er seufzte leise und drehte sich zu ihr um. „Es ist alles ein Spiel aus Politik, Geheimhaltung, Grenzziehung. Zwar arbeiten offiziell alle zusammen, aber jedes Häuschen arbeitet in Wahrheit für sich, hat seine eigenen kleinen Geheimnisse, verbirgt Dinge vor dem Senat und wenn man ehrlich ist, gibt es schon lange keine wirkliche Ordnung mehr im Sanctuary. Das hier ist doch wohl der beste Beweis. Ich möchte mich selbst keineswegs dafür preisen, mir ist bewusst, dass ich durch mein Alter und mein Erlebtes einen großen Vorteil gegenüber vielen habe und ich bin froh, dass es nur wenige gibt, die sich in einem Kampf mit mir messen könnten. Dennoch hätte das hier ohne meine Hilfe in einem Blutbad enden können, wenn die Vampire im Kampf gegen „einfache“ Menschen geschickt werden. So etwas sollte nicht sein, selbst wenn er im Militär ein ranghoher Offizier ist, für den Kampf gegen übernatürliche Wesen ist so jemand nicht geeignet und auch der Rest des Einsatzkommandos hatte nicht einmal den Mumm uns anzusprechen, geschweige denn dass sie eine wirkliche Hilfe gewesen wären, wenn man vom einsammeln absah. Und so wie hier, passiert es im Moment überall auf der Welt und das Schlimmste dabei ist: Vorfälle wie dieser werden nicht einmal dem Senat gemeldet. Die einzelnen Sanctuarys behalten solch wichtigen Informationen für sich und der Senat verschließt die Augen davor. Einer der weiteren Punkte weshalb ich auch nahezu in jedem Sanctuary einen Spion eingebracht habe. In Frankreich gab es kürzlich einen Überfall einer organisierten Gruppe von Mondwandlern, bei dem die Hälfte des Einsatzkommandos getötet wurde und auch das wurde uns im Senat nicht gemeldet und damit bleibt dem Senat nicht nur die Möglichkeit verschlossen Hilfe anzubieten, sondern das Netzwerk zerfällt immer weiter, es geht sogar so weit, dass sich einzelne Parteien Feindschaft erklären. Zwar bedeckt und doch muss man nur genauer hinsehen um es deutlich zu erkennen. Deutschland und China wäre dafür ein Beispiel. Von meinen Quellen habe ich erfahren, dass beide Seiten sogar bereits Untergrundgruppierungen im jeweils anderen Land geschaffen haben für den Fall, dass einer den anderen angreift und so darf es nicht weitergehen oder wir werden uns irgendwann alle gegenseitig zerfleischen.“
Er hielt inne und legte die Finger für einen Moment an die in Falten gelegte Stirn.
„Ich habe bereits damit begonnen einige Gleichgesinnte um mich zu scharen, die ebenfalls der Meinung sind, dass sich im Netzwerk etwas verändern muss, dass wieder klarere Richtlinien eingerichtet werden müssen und dass wir keinen Senat brauchen, der keine Entscheidungen fällt, sondern eine Führung, die auch ihrer Position nachkommt und führt. Der unserer Sache wieder ein gemeinsames Ziel gibt, anstatt uns zu entzweien. Doch im Moment fehlen mir noch einige Stimmen um ein solches Aufbegehren im Senat durchsetzen zu können und eine Wahl zu erzwingen. Aber ich denke, wenn ich Moskau und St. Petersburg auch noch auf meiner Seite hätte, würde es nicht mehr lange dauern, bis auch der schlafende Senat endlich die Unzufriedenheit und die drohende Gefahr erkennt.“
Er ließ die Hand wieder sinken und schüttelte den Kopf. Dann läutete es bereits an der Tür und Ascan ließ die Tür aufschwingen mittels einer Handbewegung. Ein Essenswagen wurde herein geschoben und eine Flasche Wein mit zwei Gläsern vorbereitet. Wobei man den Kellnern deutlich ansah, dass sie Angst hatten die Flasche auch nur irgendwie zu beschädigen. Es wäre beinahe ein Jahreslohn, den sie dafür hergeben müssten. Dann verschwanden sie eilig wieder und Ascan wandte sich wieder Jeromy zu, während er die beiden leicht angefüllten Weingläser mitnahm.
„Andererseits ist jetzt eigentlich mehr ein Grund zu feiern, denn sich Sorgen zu machen, immerhin haben wir heute eine durchaus bedrohliche Ansammlung an Vampiren davon abgehalten einen wirklichen Feldzug auf Moskau zu starten.“ Er lächelte und schien als wollte er die Sorgen einfach aus seinem Kopf vertreiben.

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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   29.03.13 12:41

Krabat war ihrer Aufforderung nur zu gern angekommen und sein großer Hundekopf ruhte mit einer angenehmen Schwere auf ihren Oberschenkeln, wobei ihre Hand immer wieder über seinen Kopf bis in seinen Nacken strich und hin und wieder an seinen Ohren verweilte. Sie fühlte sich sonderbar wohl in seiner Gegenwart und ruhig, was sie nicht vermutet hätte. Aber diese Ruhe ging mitunter von der Wölfin aus, die die Gesellschaft von einem nahezu Gleichgesinnten genoss und sich entspannte. Auch schien Krabat die Streicheleinheiten sichtlich zu genießen. Dennoch waren ihre aufmerksamen Augen nach wie vor auf Ascan gerichtet, welcher zum Fenster hinüber trat und zu erklären begann, nachdem er beim Zimmerservice erneut etwas für die geordert hatte.
Mit zunehmender Bestürzung hörte sie ihm zu. Sicher wusste sie, dass William seine Geheimnisse und seinen eigenen Kopf gehabt hatte, ebenso wie Sergej. Aber sie hätte nie zu denken gewagt, dass ein solches Chaos unter den einzelnen Häusern herrschte. Ihr Erstaunen, eigentlich ihr Empörung waren deutlich in ihrem Gesicht zu lesen. Sie schüttelte den Kopf, als sie von dem Verhältnis zwischen Deutschland und China erfuhr, die zwar immer unter Konkurrenz-Denken gelitten hatten, besonders in den Jahren der Modernisierung und der Aufholbewegung Chinas was den technischen, industriellen Sektor betraf, aber das es bis in eine Feindschaft hinein ging zwischen Organisationen, die sich gegenseitig unterstützen sollten. Allerdings erregte sein Beispiel Frankreichs ihre Aufmerksamkeit. Mondwandler! Dann gab es also wirklich Rudel, welche sie organisierten und sogar eine Schlagkraft aufbauen konnten. Zu gern wäre sie einem solchen Rudel begegnet, wenn auch liebend gern unter anderen Umständen.
Sie musste erkennen, dass Ascan Recht hatte. Es waren nur Menschen und selbst sie als Mondwandler hätte nie die nötige Leistung gegen eine solche Gruppe von Vampiren erbringen können, dabei waren es nur schwächliche neugeschaffene Vampire. Aber sie ließ ihn ausreden und kaum, dass Ascan geendet hatte, klopfte es an der Tür. Sie wartete geduldig, bis alles gerichtet war und sie wieder allein waren. Sie brauchte nicht Gedanken lesen zu können um zu sehen, dass die Verfassung des Sanctuary-Netzes Ascan wirklich zu setzte. Auch wirkte seine versuchte Zerstreuung nicht sehr überzeugend. Das war kein wirklicher Sieg, das war viel mehr das Aufzeigen eines sehr großen strategischen Fehlers, denn ohne Ascan hätten sie es heute sicher nicht geschafft, einschließlich ihr selbst. Aber wenn sie zum Beispiel anstatt Menschen ein Einsatzkommando aus Werwölfen und Mondwandlern einsetzen konnten so wie in Frankreich allerdings mit einem besseren Ziel, hätte das Ganze wieder anders ausgesehen. Sie schüttelte den Gedanken aber schnell wieder ab.
„Ich verstehe nicht viel von Politik, da ich entweder geforscht oder in den letzten Jahren Aufträge ausgeführt habe. Aber für mich klingt es nach einem Umsturz. Nach einem sehr großen.“ Womöglich würde sogar der Senat, wie er bisher bestand, in sich zerfallen. Auch als er von Russland sprach, wurde ihr sogleich bewusst, welche Rolle er ihr zuschrieb.
„Wen hast du bereits auf deiner Seite?“, fragte sie vorsichtig, ohne den Blick von Ascan zu wenden.
„Wenn du deine Leute überall postiert hast, dann weißt du auch, dass die Straja in Sankt Petersburg verschwindend klein ist, nicht zu vergleichen mit Moskau. Es wird sicher nicht schwer sein Sergej von deiner Sache zu überzeugen, da er ohnehin wenig Kontakt zu den anderen hält und nicht gerade viel von den anderen Sanctuarys hält. Wenn wir ihm alle eine Aussicht auf Besserung, auf bessere Verhältnisse geben, dann wird er dich womöglich unterstützen. Zugleich ist ihm aber auch nichts wichtiger als die Freiheit seiner Pflegekinder.“
Das letzte Wort betonte sie besonders und grinste in sich hinein. Komischer Kauz. Er sorgte sich um alle, die seine Hilfe brauchten und Zuflucht suchten, auch wenn seine Art hin und wieder recht eigensinnig war.
„Und was das Dazor angeht, können sie wohl kaum die Augen davor verschließen, dass sie schlicht weg unorganisiert vorgegangen sind, gegen einen Gegner, der nicht einmal die Chance hätte haben sollen überhaupt zu einer Gefahr zu werden... Ich vermute mal, dass ich morgen noch zum Vorstand geladen werden, der sicherlich einen ausführlichen Tatbestand hören will...“ Im Grunde wäre das bereits eine Möglichkeit Ascan vorzustellen, dachte sie sich.
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Ascan
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Magier
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Männlich

BeitragThema: Re: Aggressive Verhandlungen   29.03.13 13:08

Während er ihr zuhörte, trat er näher an sie heran und reichte ihr das Glas. Ihm war klar, dass er die Tatsachen, die er ihr erzählt hatte, in mancherlei Hinsicht gefährlicher darstellte, als sie zum jetzigen Zeitpunkt waren. Aber wenn nichts unternommen wurde, würden sie noch ganz andere Ausmaße annehmen. Dessen war er sich sicher. Nichtsdestotrotz setzte er sich neben sie und nickte mit dem Kopf in Richtung Essenswagen während er ihr das Glas übergab.
„Hast du Hunger? Ich weiß zwar nicht genau, was sie gebracht haben, aber im Normalfall sollte es doch etwas Schmackhaftes sein.“ Dann erst wandte er sich daran ihre Fragen zu beantworten.
„Nun, offiziell natürlich noch niemanden, dazu ist es noch zu früh. Allerdings habe ich gute Beziehungen nach England, noch aus meiner Vergangenheit. Also Unterstützung des Sentry, mit zusätzlicher Besorgnis des dortigen Leiters bezüglich Frankreichs ist mir sicher. Abgesehen von England sind auch Afrika, Arabien, China, Japan, Grönland, Island, Mexiko und Argentinien mit der momentanen Situation absolut unzufrieden und ich weiß aus guter Quelle, dass sie sich eine Veränderung wünschen und manche sogar kurz davor sind sich vom Netzwerk loszusagen, da ihre Anfragen nach Unterstützung oftmals einfach übergangen werden oder die Beschlussfindung einfach solange dauert, dass sie das Problem bereits selbst oftmals unter Verlusten beseitigen mussten, bevor wir überhaupt einen Entschluss gefasst haben, wie erst voriges Jahr in Afrika, wo ein Stamm Asanbosam sich wild über die unkultivierten Gegenden her machte und alle Menschen aus ärmlichen Verhältnissen verwandelten. Bis zuletzt tat der Senat es als weniger dringlich ab. Das afrikanische Wag löste es schließlich so, dass sie sich mit der Regierung zusammenschlossen und einen Genozid der Asanbosam durchführten, sowie bei ihrem Formarsch 40 Hektar Weideland nahezu verwüsteten. Hätte der Senat früher reagiert, wäre es ein leichtes gewesen sie anders aufzuhalten. Seither sind die Beziehungen zwischen dem Senat und Afrika nahezu auf Eis gelegt.“ Er zuckte mit den Schultern.
„Die Größe der Einrichtung spielt hierbei nur bedingt eine Rolle, zwar sollte jeder Leiter gleichviel Stimmgewicht haben, aber dem ist natürlich nicht so, da hast du recht, dennoch je mehr es sind ,um so geringer wird der Druck, den die großen Institutionen ausüben können.“
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