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 Julfest

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Gott
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BeitragThema: Julfest   30.03.13 16:56

das Eingangsposting lautete :



*

JULFEST




Soundtrack: https://www.youtube.com/watch?v=_mauH_uQZRY

Moskau – Russland / Katherina Park Hotel
Vancouver – Kanada, Sanctuary "The Guardian"
Sounthborow Street, Glenmore District
24. Dezember 2012


*


Zuletzt von Admin am 01.04.13 10:13 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 7:46

Nur weniger später stand sie in der Tür. Sie so zu sehen brachte ihn auf andere Gedanken, schönere Gedanken und schob wieder einmal die Probleme zur Seite. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf seine Züge, während er sie betrachtete und das Flackern der Kerzen, verursacht durch den Luftzug während ihres Eintretens, Schatten auf ihrem Gesicht warf, bis die Flammen wieder zur Ruhe kamen. Dann kam sie so völlig untypisch für sie - wie er fand - auf ihn zu und setzte sich neben ihn. Normalerweise war er es, der auf sie zugegangen war, doch er mochte ihr neues, lockeres Auftreten, das sie gerade zeigte. Es schien alles einfacher, wenn sie bei ihm war. Ihr Grinsen ließ ihn ebenfalls noch breiter Lächeln, gepaart mit ihrer Aussage. Nun das stimmte wohl, im ganzen Guardian gab es mit Sicherheit niemanden, der sie hätte besser schützen können.
„Also darf ich von jetzt an öfter auf deine Gegenwart hoffen?“ Er beobachtete wie sie ihr Haar zurück strich und fragte sich, ob es an den drei Jahren lag, dass sie nun so offen auf ihn zugehen konnte und sogar seine Gefühle erwiderte?. Oder ob es an der Nacht in Moskau lag, die jene Barriere, die sich zwischen ihnen befunden hatte, zerstört hatte. Vermutlich beides zusammen, dennoch war sie jetzt vermutlich das einzige sterbliche Wesen, welches so viel über ihn wusste, wie er selbst es tat. Es fehlten ihr zwar noch Einiges aus seiner Vergangenheit nach seinem Pakt, aber jenes Geheimnis, das seine Macht ausmachte, wie er zu dem geworden war, der er heute war, wusste nur sie und womöglich nun ein Jünger Arimans. Dennoch auch dieser wusste mit Sicherheit nicht alles.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 9:03

Sie sah ihn zufrieden lächeln und rückte näher an ihn, sodass sie mühelos die Hand nach ihm ausstrecken konnte und sich ihre Finger an seine Wange legten und zärtlich darüber strichen. Sie grinste noch immer, als sie antwortete:
„Womöglich kannst du tatsächlich öfter mit meiner Gegenwart rechnen...“ Erneut strich ihre Hand über seine Wange und wanderte seitlich in seinen Nacken, während sie sich zu ihm herüber lehnte und ihn küsste. Dieses mal nicht stürmisch wie im Büro, sondern viel mehr sanft und langsam ließ sie ihre Lippen über seine gleiten. In dieser Geste lag all die Geborgenheit und Entspannung, die sie in diesem Augenblick bei ihm empfand. Alsbald löste sie sich wieder von ihm und suchte seinen Blick.
„Ich habe die...“ stockte sie überlegend, bevor sie fortfuhr: „...Auseinandersetzung mit deiner Schwester mitbekommen. Es lief wohl nicht so gut?“, fragend schaute sie ihn an. Denn womöglich waren ihre Stimmen aus leiser geworden, weil einer von ihnen nachgegeben hatte.
Ohne Überlegungen, ob sie es durfte, ob er es wollte – denn sie hatten diesen Punkt, jedenfalls was sie betraf, überschritten – lehnte sie sich an seine Seite und schmiegte sich an ihn. Ihre Hand strich über seinen Nacken und begann damit durch sein Haar zu streichen, das sich so glatt anfühlte und im Kerzenlicht schimmerte. Dann legte sie den Kopf an seine Schulter und seufzte leicht, aus Zufriedenheit und doch auch Besorgnis um Ascan.
„Glaubst du, es wäre hilfreich, wenn ich versuche mit ihr zu reden?“ Einer Frau würde sie womöglich mehr Vertrauen schenken, eines die nicht so viel Macht und Einfluss ausstrahlte, wie es Ascans Person tat.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 15:40

Ascan schmiegte seine Wange ein wenig in ihrer Hand entgegen und vorerst würde er sich wohl mit einem „Womöglich“ zufrieden geben müssen. Zärtlich wie den Kuss selbst, erwiderte er ihre Zuneigung und umfasste mit seiner Hand sanft ihre Seite. Als sie den Kuss löste und sich an ihn lehnte, ergriff Ascan mit seiner Hand nach der ihren und verschränkte die Finger. Er hätte nicht gedacht, dass er jemals wieder so dasitzen würde. Damals mit Selenya war er so dagesessen, alle Sorgen verdrängend, die sie beide betraf. Doch die Sorglosigkeit hielt nur einen Moment an, bevor er zur Bestätigung ihrer Feststellung nickte. Er lachte kurz auf.
„Sie ist ganz die Nachfahrin meiner Schwester. Nachdem sie versucht hatte mir ein Messer in den Arm zu stechen und damit gescheitert ist, war sie nur noch wütender. Anstatt Angst zu haben und hat mich als Terminator bezeichnet.“ Er genoss ihre Berührungen und sein Daumen streichelte sanft über ihren Handrücken, während er ihren Vorschlag anhörte.
„Hmm, ich weiß es nicht. Um ehrlich zu sein, hätte ich im Moment mehr Angst um dich als um sie, wenn ich dich zu ihr hereinschicke. Sie hat bereits das halbe Mobiliar zerstört und trotz Erklärung, weshalb das Fenster sich nicht einschlagen lässt und trotz des Hinweises, dass selbst wenn sie schaffen würde das Glas zu zerbrechen, dass sie dann eine Steinwand hinunter klettern müsste, versucht sie beharrlich mit allen greifbaren Gegenständen das Fenster einzuwerfen. Von der Messerattacke und der als Wurfgeschoss benutzten Vase gegenüber meiner Angestellten ganz zu schweigen!“ Er klang einerseits zwar sogar ein wenig belustigt, andererseits hörte man ihm jedoch auch die Sorge an.
„Ich weiß nicht genau was ich mit ihr tun soll. Sie will dem, was ich sage, keinen Glauben schenken. Sie denkt, ich hätte sie entführt um Lösegeld zu erpressen. Was eine gewisse Ironie hätte, da ihr Imperium mit meinem Geld aufgebaut wurde und nach wie vor zu einem Großteil von mir mitfinanziert wird.“ Das Letzte sagte er mit einem erneuten kurzen Auflachen. Ja er hatte gut für die Nachfahren seiner Schwester gesorgt. Keiner von ihnen hatte auch nur einen Tag unter Existenzängsten leiden müssen.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 17:21

Als Ascan ihre Finger mit einander verschränkte und den Arm um sie legte, nestelte sie noch ein bisschen herum in dem Versuch sich noch enger an Ascan zu kuscheln, zog die Beine leicht unter sich an, dann gab sie ein zufriedenes Seufzen von sich und schloss die Augen, während sie ihm zuhörte. Allerdings dauerte es nicht lang, bis sie in Lachen ausbrach. Das hatte der Krach also zu bedeuten! Wenn sie ehrlich war, konnte sie es ja seiner Schwester nicht einmal verübeln.
„Vielleicht solltest du dir Gedanken über ein gummiertes Zimmer mit gummierten Gegenständen machen!“; gab sie noch immer lachend vor sich. Der Film in ihrem Kopf war einfach zu amüsant. Es dauerte etwas, bis sie sich beruhigt hatte und den Kopf schüttelte.
„Bist du dir sicher, dass sie wirklich eine von den Nachkommen deiner Schwester ist?“ So viel Temperament hätte sie der Frau nicht zu getraut, wenn sie bedachte wie kontrolliert Ascans Familie und zumeist auch er selbst war. Sie wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln.
„Tut mir Leid, ich weiß, dass es eigentlich nicht komisch ist. Aber wenn man es sich genau überlegt, ist es das doch irgendwo. Vermutlich hast du recht. Zudem könnte ich sie infizieren und wäre ein zusätzliches Risiko.“ Jedenfalls falls sie auf die Wölfin losging und diese sich zu verteidigen versuchte. Wieder ein leises Seufzen, dieses Mal trauriger. Ihre Finger strichen wieder zu seiner Wange und Katherina schaute auf.
„Ich hoffe, das alles ist bald vorbei und du hast nicht mehr so viele Sorgen.“ Wieder streckte sich etwas, drückte ihm einen Kuss auf die Wange und schmiegte sich wie zuvor an ihn.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 17:43

Als sie zu lachte, musste auch er lachen und er entspannte sich noch ein wenig weiter. Wenn man über Probleme lachte, schienen sie auf einmal gar nicht mehr so schlimm zu sein, selbst wenn sie es waren.
„Vielleicht sollte ich wirklich diesbezüglich Vorkehrungen treffen.“, sagte er immer noch grinsend bezüglich der Gummizellenidee. Wenn sie so weitermachte, hätte sie aber ohnehin bald nichts mehr, das sie werfen könnte. Dann nickte er.
„Ja und sie hat genau die selbe Art mit Problemen umzugehen. Schreien, toben, weinen und wüten, bis sie bekommt was sie möchte. Aber irgendwie hat sie es geschafft, dass an nahezu alle ihre Nachkommen weiter zu vererben.“ Dann grinste er wieder.
„Vielleicht hat sie das mit Absicht gemacht um ihren großen Bruder auch nach Jahrhunderten quälen zu können.“ Dann schüttelte er den Kopf. „Darüber müsstest du dir keine Sorgen machen. Erstens, traue ich dir zu, dass du sie nicht angreifen würdest und zweitens könnte ich die Infektion ja sofort rückgängig machen und ich habe im Moment, bis die Sache geklärt ist, ohnehin nicht vor das Guardian für lange zu verlassen.“ Als sie sich noch enger an zu schmiegen versuchte, schob er seinen Arm unter ihren Rücken und streichelte ihren Unterarm entlang. Dann wurde er wieder ernster. Ja er hatte sie in diese Lage gebracht, dass sie sich nun mehr oder weniger hier verstecken musste. Seine Sorgen spielten dabei das geringste Problem. „Mir würde es im Moment schon reichen, ein Anzeichen von ihnen finden zu können. Etwas, das mir verrät, womit wir es zu tun haben. Was auf uns zukommen wird, sodass wir uns ein wenig darauf vorbereiten könnten. Diese Unwissenheit quält meinen Kopf, denn ich bin es nicht gewohnt unvorbereitet angetroffen zu werden.“ Zwar konnte man die Verteidigungslinie, die er im Moment geschaffen hatte, nicht wirklich als unvorbereitet beschreiben, allerdings war es für Ascan eine Seltenheit nicht genau über seinen Feind und dessen Schwachpunkte Bescheid zu wissen. Trotz seiner Macht war Ascan immer klug und vorsichtig genug gewesen, sich - bevor er sich mit jemandem anlegte - dessen Fähigkeiten und Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und Gegenmaßnahmen zu überlegen.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 18:36

„Dein ganz persönlicher Fluch!“, kommentierte sie das Verhalten seiner Nachfahrin und schmiegte sich nur zu bereit willig in die Umarmung. Unter seinen streichelnden Bewegungen schloss sie die Augen und genoss den Moment. Wieder einfach nur bei ihm zu sein. Ihr Arm wanderte ein Stück hinab, bis er quer über seiner Brust lag und ihre Hand auf seiner Schulter, sodass sie regelrecht den Arm um ihn gelegt hatte.
„Dann wohnst du zur Zeit also hier?“, murmelte sie etwas träge und sog seinen Duft etwas tiefer ein. Sie hätte gern gewusst, ob sich sein Zuhause, der Turm mit dem Anbau sehr verändert hatten oder ob der Pool, der aussah wie ein See noch immer da war. Sie erinnerte sich wieder daran, wie sie nackt in seinem Bett aufgewacht war und ein Schauer rann über ihren Rücken. Aber sie war mittlerweile viel zu entspannt und träge. Sie verstand oder viel mehr fühlte sie es, dass es Ascan zu schaffen machte, nicht zu wissen wann und wo der Gegner zuschlagen könnte.
„Du hast dein Möglichstes getan. Jetzt bleibt nur abzuwarten und das Beste zu hoffen. Ich weiß, dass es dir nicht gefällt, aber es gibt wohl keine andere Wahl.“, brabbelte sie müde und merkte sie ihre Lider schwerer wurden und sich ihr Verstand langsam verklärte, so wie sie an ihn gelehnt da saß. Kurz begann ihre Hand ihn noch zu streicheln, doch die Bewegungen ebbten leise ab und sie war an ihn geschmiegt eingeschlafen, sogar in der sitzenden Position. In dem letzten klaren Gedanken, den sie auch unbedacht in seine Richtung sandte, spiegelte sich ihre Hoffnung wieder, dass auch er ein Paar Stunden Ruhe finden könnte, in denen er sich nicht zu sorgen brauchte. So wie früher.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Julfest   12.04.13 21:35

Während Jeromy sich weiter an ihn schmiegte, konnte er durch die Verbindung zwischen ihnen nur zu deutlich spüren, wie ihre Gedanken leichter wurden und immer weiter abschweiften, bis sie an ihn gelehnt eingeschlummert war. Er ließ sie noch ein wenig länger einschlafen, damit er sie nicht aufweckte. Sie würde übermorgen und die darauf folgenden Tage auch keine leichte Aufgabe vor sich haben und würde ihren Schlaf brauchen. Dann teleportierte er sie beide in sein Schlafzimmer. Es war so unbenutzt wie seit dem ersten Tag, dennoch war es wohnlich und warm eingerichtet. Das Bett war zweieinhalb Meter breit und drei Meter lang, also durchaus groß genug um auch mehreren Platz zu bieten. Zwei Kleiderschränke aus dunklem, gemasert em Holz säumten die Wände und zu jeder Seite des Bettes war ein von etwas lichterem Holz gefertigter Nachttisch, auf dem jeweils eine Lampe auf einem säuberlich aufgelegten Tuch platziert war. Das Zimmer war offensichtlich für zwei Personen ausgelegt, auch wenn meist nicht einmal eine Person hier anzutreffen war. Der Boden wurde durch einen Langflorteppich vor dem Auskühlen bewahrt, auch wenn hier unten die Temperatur ohnehin konstant und angenehm blieb. Er ließ Jeromy vorsichtig in das Kissen sinken und zog die Decke über sie. Dann erhob er sich noch einmal und entledigte sich seines Shirts und seiner Hose, holte sich eine bequemere Hose aus Stoff und schob sich ebenfalls unter die Decke. Er streichelte sie noch eine ganze Weile, hörte ihrem Atemgeräusch zu, während seine Gedanken bei schönen Momenten verweilten und nicht von der Ungewissheit, die sich sonst im Moment immer in seinem Kopf ausbreitete. Irgendwann im Schlaf drehte sie sich weiter zu ihm und er wurde in Rückenlage gebracht, während sie kurz darauf ihren Arm um ihn legte. In dieser Position, ihr Kopf auf dem Polster, unter den er seinen Arm geschoben hatte, wurden auch seine Gedanken flüge und er trat ebenfalls in seinen Zustand des Erholens ein, obwohl er sich nicht im Limus befand und Gefahr drohen mochte, fühlte er sich so geborgen, dass er sogar fast tatsächlich eingeschlafen wäre. Etwas, das ihm bereits seit Ewigkeiten nicht mehr passiert war.
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Katherina Wolkowa
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BeitragThema: Re: Julfest   13.04.13 20:27

26. Dezember 2012
Ascans Gemächer im Guardian

Im Schlaf hatte sie sich ihm nahezu entgegen gestreckt unter den streichelnden Berührungen und war näher an ihn heran gerutscht. Die sanften Berührungen beruhigten sie unterbewusst und entspannten sie. Sodass sie nicht einmal wirklich mitbekam wie sie sich nachts, als es zu warm wurde aus dem Wollpullover geschält hatte. Sie hatte tief und fest durchgeschlafen. Sie erwachte mit dem gleichmäßigen Heben und Senken seines Brustkorbs, da sie den Kopf an seine Brust gebettet hatte. Ihre Finger strichen von selbst seine Schultern entlang und zu seiner Brust, zu seinem Bauch. In ganz kleinen, sanften Bewegungen, ohne dass sie bewusst wahrnahm, dass sie ihn streichelte. Der Dämmerzustand zwischen Schlaf und Wachsein dauerte noch eine Weile an, bis sie langsam zu sich kam. Obwohl sie es nicht gewohnt war mit jemandem ihren Schlafplatz zu teilen, musste sie Ascan regelrecht bedrängt haben, denn sie fand sich in einer eng umschlungenen Position wieder. Einen Arm hatte sie nun um seinen Bauch gelegt, ihr Bein hatte das seine umschlungen und sie lag fast halb auf ihm. Gedämpftes Licht drang durch ihre Augenlider und es dauerte einen Moment, bis sie sich orientierte, wo sie waren: unten in seinen Gemächern und das Licht kam nicht von der Morgensonne, sondern von einer der Lampen. Ohne sich zu bewegen schaute sie sich kurz um, soweit sie blicken konnte, blieb aber so liegen. Ihre Augen wanderten zu seinem Bauch, spähten etwas hinunter zu der Decke, während ihre Finger seine Konturen nachzogen. Sie betrachtete das leichte Heben und Senken, die leichten Erhebungen und Senkungen, die durch das gedämpfte Licht nur noch deutlicher modelliert wurden und kam wieder auf ganz andere Gedanken. Dann drehte sie den Kopf und küsste ihn auf die Brust, wo ihn Kopf zuvor gelegen hatte. Ihre Augen huschten zu seinem Gesicht und sie schaute etwas verschmitzt drein. Aber der nächste Vollmond stand viel zu kurz bevor und sie würde kein Risiko eingehen. Stattdessen begnügte sie sich damit mit ihren Fingern ihm zärtlich das Haar aus dem Gesicht zu streichen und ihn zu betrachten, obgleich sie eigentlich im Moment mehr wollte. Aber das war egal. Vorerst. Ascan wirkte so entspannt und um Einiges jünger als zuvor.
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Ascan
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Magier
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BeitragThema: Re: Julfest   14.04.13 7:03

Sie hatten die Nacht aneinander geschmiegt verbracht. Jeromy hatte sich irgendwann entschloss das Kissen zu wechseln und anstatt dessen seine Brust als Ablage für ihren Kopf zu verwenden. Irgendwann nahm sie auch sein Bein in Besitz und obwohl Ascan nicht genau sagen konnte warum, so fühlte er sich mit jedem Mal, das sie mehr von ihm in Besitz nahm, behaglicher. Die Nacht verging schnell und obgleich hier unten keinerlei Tageslicht erkennbar war, schalteten sich vereinzelte Lampen von selbst ein um mit einem gedämpften Licht ein angenehmes Erwachen zu ermöglichen und daran zu erinnern, dass es bereits Vormittag war. Ascan schauderte für einen Moment unter ihrer Berührung, sie war sanft und hinterließ ein leichtes, angenehmes Gefühl auf seiner Haut. Als sie ihn schließlich auf die Stelle Küsste, wo zuvor sein Kopf gelegen war, öffnete er die Augen, die er im Gegensatz zu sonst, geschlossen gehabt hatte und drehte sich leicht, sodass sie zwar ihre Lage beibehalten, er sie aber betrachten konnte. Er mochte den Gesichtsausdruck, den sie ihm zuwarf. Es erinnerte ihn an Bilder aus Moskau und auch ihre Gedanken schienen teils dahin abzuschweifen. Er sah sie für einen Moment einfach nur an, bevor seine Hand über ihre Wange strich, die Strähne, die in ihr Gesicht gerutscht war nach hinten schob und in ihren Nacken wanderte um sie zu einem Kuss zu sich zu ziehen. Der Kuss hielt nur kurz an und war nicht von der stürmischen Art, sondern hatte viel mehr etwas süßliches. Etwas, das den Wunsch nach mehr zurückließ und viel mehr Sehnsucht erweckte, denn das er sie stillte. Doch er löste sich wieder ein Stück weit und sah sie grinsend an.
„Hast du nun also gut geschlafen unter meiner Obhut?“, sich auf ihre Worte vom gestrigen Abend beziehend, bei denen sie vermutlich nicht gleich daran gedacht hatte bei ihm zu übernachten. Dennoch war er froh, dass es so gekommen war. Die Stunden mit ihr so zu verbringen, hatten ihm Ruhe gebracht, die Gedanken für eine Zeit verstummen lassen und ein Gefühl des inneren Friedens in ihm ausgelöst. So gesehen hatte er nach all den Jahren, das, wonach er seit mehreren Jahrhunderten suchte, gefunden auch wenn sie nicht Selenya sein mochte und womöglich noch nicht einmal ihre Wiedergeburt, so war dennoch sie es, die das selbe wie Selenya geschafft hatte. Vielleicht irrte er sich, aber während sie so im Bett gelegen hatten und er über schönere Dinge nachgedacht hatte, war ihm die Frage gekommen, ob er womöglich gar nicht nach Selenyas Wiedergeburt gesucht, sondern viel mehr jemanden wie Selenya gesucht hatte. Nach jemandem, dem er so vertrauen konnte, wie er es jetzt tat und für die er bereit war selbst durch die Hölle zu gehen, wenn es sie retten würde.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julfest   14.04.13 17:44

Eine Hand wanderte in ihren Nacken, noch während er ihren Blick erwiderte und sie wurde herauf gezogen. Sie folgte und schob sich ein Stück hinauf, Ascan entgegen, blieb jedoch noch immer eng an ihn geschmiegt liegen. Es war genau diese Art von Kuss, mit dem auch sie ihn gestern geküsst hatte. Und als er sich löste, öffnete sie widerwillig die Augen und sah ihn grinsen. Aber auch Ascan sah nun entspannter aus, erholter. Sein Gesicht wirkte zumindest gelöster als am Vortag. Etwas betreten und schuldig schaute sie weg. So war das Ganze nicht geplant gewesen.
„Blendend!“, erwiderte sie jedoch mit einem zaghaften Lächeln, schmiegte sich jedoch dann wieder in die vorherige Lage. Genoss seine Nähe, seine Wärme, seinen Geruch.
„Eigentlich könnte ich noch ewig so liegen bleiben!“, murmelte sie und schloss wieder die Augen keinen Millimeter von ihm weichend. Ihre Finger strichen sacht über seine Seite.
„Hätte mir jemand vor Tagen erklärt, dass wir einmal so gemeinsame Zeit verbringen würden, hätte ich ihn für bescheuert erklärt.“, sie versteckte ihr Grinsen an seiner Brust, aber sicher würde er das Zucken ihrer Mundwinkel dennoch spüren. Dann seufzte sie zum Teil glücklich, zum Teil jedoch wieder etwas traurig bei dem Gedanken was vor ihnen lag.
„Können wir noch etwas hier bleiben, bevor wir wieder zurück gehen?“ Sie wusste, dass Ascan Aufgaben hatte und auch sie sollte sich endlich wieder anderen Tätigkeiten widmen, als ihn ständig von der Arbeit abzuhalten. Aber sie fühlte sich wohl und sie wusste auch, dass er sich ebenso in ihrer Gegenwart fühlte wie sie in der seinen. Dass es nicht nur ihr Ruhe und Frieden brachte, sondern auch ihm. Sie wusste es einfach. Sie wusste auch, dass da Raum für so vieles mehr war, für so viele andere Sehnsüchte. Hatte es in seinem Kuss geschmeckt. Aber der Moment wäre nicht genug. Und dennoch begnügte sie sich vorerst einfach nur bei ihm zu sein.
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