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 Julmond

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Gott
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BeitragThema: Julmond   01.04.13 9:27

das Eingangsposting lautete :



*

Julmond




Sondtrack: https://www.youtube.com/watch?v=06H_6oI4EK4


Vancouver – Kanada
Vancouver - Capilano Lake
27. Dezember 2012


*
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BeitragThema: Re: Julmond   17.04.13 6:18

Während die Schwarze immer schneller wurde, nahmen auch die anderen immer mehr an Tempo zu. Lediglich Liam, der durch sein Gewicht immer wieder tiefer als die anderen im Schnee versank und Senna, die gar nicht erst die Lust hatte auf zu schließen, fielen immer mehr zurück. Doch als sie beim See ankamen, ließ Jeromy sich ein wenig zurückfallen sodass zumindest Liam wieder aufholen konnte.

Remus war der erste, der ihre geistige Verbindung im Rudel fühlte. Er kannte es bereits von Ascan und zu einem sehr geringen Teil hatten sie diese Verbindung auch untereinander im Rudel, allerdings beschränkte es sich großteils auf maximal einen Hilferuf oder auf die Beute oder anders ausgedrückt auf den gemeinsamen Jagdsinn. Nach und nach fühlten es auch die anderen, wobei, Liam, es schlichtweg akzeptierte und dem keinerlei Bedeutung beimaß, Jack und John hingegen sogar die Verbindung in geringem Maße erwiderten und sie so mehr oder weniger zumindest vorerst ins Rudel integrierten.

Senna hingegen reagierte anders. Sie kannte diese Art der Berührung so wie alle von ihnen bereits von Ascan, auch wenn dieser bei Weitem nicht so vorsichtig und fragend vorgegangen war. Dennoch hasste sie es und selbst im Rudel hatte sie ihren Geist stets von den anderen getrennt. Sie war nicht sonderlich gut darin sich abzukapseln, was sie nun um so mehr wahrnahm, als Jeromy dennoch ihren Geist erreichte, trotz ihrer Bemühungen sie auszuschließen. Sie gab einen wütenden unzufriedenen Laut von sich, der nur schwer hörbar war, da sie schon ein gutes Stück zurückgefallen war.

Schließlich witterten sie alle zugleich, was Jeromy ihnen auch über Gedanken mitteilte. Sie hatten Beute gefunden. Doch Jeromys Frage an Remus war eigentlich überflüssig, denn Jack und John überholten die beiden einfach, den Alpha ignorierend. Er mochte in taktischen Situationen ihr Leitwolf sein, aber die stärksten im Rudel waren immer noch sie drei, nur das Liam, schlichtweg nicht mit der Geschwindigkeit der anderen beiden mithalten konnte.

Remus hingegen reagierte etwas verwirrt ob ihrer Frage, er fühlte sich selbst nicht wirklich als Alpha dieses Chaotentrupps. Er hatte Ascan nicht erst einmal gebeten ihn von hier abzuziehen und für sinnvollere Aufgaben einzusetzen, da die Truppe mit oder ohne ihm lediglich ein Fehlschlag war, zumindest in seinen Augen. Dennoch nickte er in seiner Wolfsgestalt zu, was während des Laufens kaum zu erkennen war und gab ihr auch gedanklich die Erlaubnis dazu.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julmond   17.04.13 7:45

Während sie sich noch mit Fragen aufhielt, preschten die beiden Wölfe bereits voran. Kaum, dass sie ihre Zustimmung erhalten hatte, auch wenn Remus doch recht irritiert schien, dass sie ihn als Alpha ansah, sprintete sie den beiden anderen in rasantem Tempo hinterher. Sie zwang ihren Körper zu Höchstleistungen, bis sie die beiden eingeholt hatte und ihnen sogar um eine Kopflänge voraus war. Sie war schon gespannt wie die beiden anderen reagieren würden, wenn sie ihnen voraus war. Aber vorerst begnügte sie sich damit mit den beiden Wölfen zu laufen. Und je weiter sie liefen, desto deutlicher nahm sie die Fährte auf und die beiden anderen ebenso. Nur etwas störte sie hier, der Gestank nach Vampir, je näher sie dem Rand des Grundstücks kamen, doch das steigerte nur ihre eigene Aggressivität, die sie lieber an der Beute auslassen wollte, als an den Untergebenen der Rothaarigen, obwohl sie es ja nur zu gern getan hatte. Senna war mittlerweile aus ihren Gedanken verschwunden und auch aus ihren Sorgen. Ihre Instinkte richteten sich ausschließen auf die Beute. Ihre Augen hatten schon bald das Reh erspäht, doch sein Geruch wurde immer weiter überdeckt von dem Gestank der Blutsauger. Was hieß, sie kamen dem Rand immer näher. Und soweit sie wusste, konnten Rehe durch Ascan Barriere. Im Lauf scherte sie nach links aus und sah zu Jack und John. John war um wenige Schritte schneller. Sie ließ die beiden verstehen, dass sie das Reh einkreisen wollte und in die entgegengesetzte Richtung treiben wollte auf Remus, Liam und auch auf Senna zu, anstatt es so lange zu jagen bis es fort war. Die Frage blieb jetzt, ob die beiden sich soweit kontrollieren konnten und erst einmal ausscherten, anstatt das Tier immer weiter weg zu treiben, denn im Gegensatz zu ihm, waren sie hier eingesperrt.
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Gott
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BeitragThema: Re: Julmond   18.04.13 9:13

Obwohl die Beiden durchaus von Jeromy erreicht wurden, war offensichtlich, dass sie sich nicht darum kümmerten, sondern so schnell wie möglich einfach das Tier hetzen wollten. Obgleich sie es immer weiter gen Ende des abgesperrten Gebiets trieben, wechselte es knapp vor der Absperrung die Richtung und lief wieder in das Gebiet hinein, sodass die Wölfe es fast erreicht hätten und doch entglitt es ihnen fast schon durch die Fänge hindurch. Was ebenfalls seltsam war, obwohl sie das Tier nun schon eine Weile hetzten, war es keineswegs außer Atem und noch viel seltsamer war, dass es keinerlei Angst verströmte, was John und Jack jedoch nicht weiter auffiel. Das Reh nahm direkten Kurs auf die Eisfläche. Es ließ den Wölfen immer gerade genug Abstand, damit sie nicht zu einem Sprung ansetzen konnten und doch schien es gar nicht wirklich zu versuchen ihnen zu entkommen. Viel mehr schien es so, als wollte es mit den Wölfen spielen. Dann trafen die Hufe auf die Eisfläche und das Getrappel wurde lauter. Auch Jack und John folgten dem Reh ohne weiter darüber nachzudenken, dass die Eisdecke zur Mitte hin stetig dünner wurde. Remus hingegen schliff sich regelrecht vor der Eisfläche ab und auch Senna, die in größerem Abstand gefolgt war, bliebt noch bevor sie das Eis betrat stehen.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julmond   18.04.13 19:48

Und die Antwort war ein Nein. Die beiden Wölfe verstanden ihre Nachricht zwar, waren jedoch kein bisschen daran interessiert. Also beschleunigte sie ihren Lauf noch weiter, bis sie Jack überholt hatte und wollte sich gerade daran machen das Reh zu überholen um es auf die beiden zu zutreiben, doch es wechselte von selbst die Richtung. Schlitternd und reichlich irritiert kam sie zum Stehen und blickten Reh samt Verfolgern nach. Was zur Hölle? Anstatt dem natürlichen Instinkt zu folgen, machte es sich scheinbar zu einer leichteren Beute für die beiden Irren. Doch eines war hier sonderbar. Sonst genoss sie die Angst ihres Opfers, kostete sie vollkommen aus. Den Geruch von blankem Entsetzen, den starren blick in den aufgerissenen Augen. Aber dieses mal witterte sie nichts. Keinen Geruch von Panik, den die Beute sonst verströmte. Es war seltsam. Und wenn die beiden Wölfe so weitermachten, dann würde sie sie schnell aus den Augen verlieren! Verdammte Sturschädel! So schnell sie konnte rannte sie den dreien hinterher und erkannte recht schnell, dass sie sich wieder in Richtung des Sees bewegten und das rasend schnellt. Das Reh voran.
Was sie aber nahezu entsetzte, was die Tatsache, dass das Reh auf die Eisfläche rannte und dabei nicht wie vermutet auf seinen dünnen Beinen mit den starren Hufen ins Schlittern kam,fiel und zum Opfer der rasenden Wölfe wurde. Es bewegte sich nahezu so, als stünde es lediglich auf Schnee. Im Lauf setzte sie zu einem warnenden Heulen an, als sie sah, dass die beiden Trottel und sicher auch bald Liam auf die Eisfläche zu rannten. Aber je weiter sie rannten, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass das Eis unter ihrem Gewicht einbrechen würde. In Gedanken versuchte sie die beiden Wölfe zu erreichen. Es war zwar nicht ihr Recht, dennoch formulierte sie den diffusen Befehl, den sicher nur ein Wolf verstanden hätte: „Kehrt um, sonst geht ihr drauf!“ Aber dies schien sie nicht sonderlich zu kümmern. Noch ein Heulen wurde ausgestoßen, welches erneut warnend war, sich dann aber auch hilfesuchend an Senna und Remus richtete. Dennoch betrat sie den Rand und folge sehr langsam auf jedes Knackende Geräusch des Eises achtend den Beiden. Etwas ging hier nicht mit rechten Dinge zu. Ihre Instinkte meldeten ebenfalls Gefahr.
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Gott
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BeitragThema: Re: Julmond   19.04.13 6:44

Immer weiter folgten die beiden Wölfe dem Reh aufs immer dünner werdende Eis, direkt in Richtung der nicht zugefrorene Stelle. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast glauben, dass Reh wolle lieber Selbstmord begehen, denn von den Wölfen gefressen zu werden. Um so weiter sie jedoch kamen, um so lauter wurde das gefährliche Knarzen und Knacken unter den Pfoten der doch um einiges schwereren Wölfe. Als zum zweiten Mal das Heulen Jeromys erklang, begannen sich die Wölfe und bremsten schlitternd. Da sie die nahe zu die nicht gefrorene Stelle erreicht hatten, war den beiden klar, dass sie sich im wahrsten Sinne des Wortes auf sehr dünnem Eis befanden. Das Reh hingegen lief schnurstracks weiter auf das Wasser zu. Unter lautem Knirschen betrat Liam neben Jeromy in vollem Lauf die Eisfläche und bereits am Rand war das Brechen des Eises zu hören waren. Der Hüne machte aber keine Anstalten stehen zu bleiben. Remus gab nun ebenfalls einen warnenden Laut von sich, während Senna das Spektakel mit steigender Begeisterung verfolgte. Vielleicht würde sich das Problem von alleine lösen und Liam würde die Schwarze unbeabsichtigt in den Tod reißen. Als die vorderen Beiden versuchten sich möglichst langsam wieder zum Seeufer zu begeben und Remus und Senna ihre Augen auf Liam richteten, gab es ein leises platschendes Geräusch, das viel zu leise war für die Größe des Rehs und dennoch war das Reh plötzlich verschwunden. So als wäre es schlichtweg ins Wasser gesprungen.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julmond   19.04.13 7:09

Immer weiter rannten diese Hohlköpfe in ihrem Tod, diesem dummen Reh hinterher. Unruhig tippelte die schwarze Wölfin immer weiter auf das Eis hinaus. Ihre Krallen machten leise kratzende Geräusche auf der Eisdecke. Und dann kam Liam auf die Eisfläche gerast. Als er sie passierte, knarrte die weiße Schicht unter ihnen. Und die schwarze Wölfin gab einen wütenden Japslaut in Liams Richtung, der im besten Fall nur aggressiv war. Sie versuchte noch nach ihm zu schnappen, aber er war bereits Schritte voraus. Die beiden anderen Trottel waren weiter vorangeprescht, dorthin wo das Eis sie kaum tragen würde. Sie selbst verharrte an selbiger Stelle. Das war lediglich die Sorge um diese drei hirnlosen Wölfe. Das Reh war mittlerweile vergessen. Aber auch Remus und Senna konnten hier nichts mehr ausrichten. Wenn sie schon ihr Heulen nicht ernst nahmen, würde sie es eben anders tun müsse, ob sie wollten oder nicht. Zu Liam schickte sie einen Befehl, dass er sofort stehen bleiben und sich auf allen Vieren kriechend zurück bewegen sollte und das auf der Stelle. Den beiden anderen sandte sie einen ähnlichen visualisierten Befehl, ergänzt durch die Bilder, wie sie einbrachen in das eisige Wasser. Aber wenn sie ihr Gewicht nun verteilten und sich langsam bewegten, konnten sie es in einem Stück zurückschaffen. Würde sie selbst nun weiter auf die Wölfe zugehen, dann hieße es nur noch mehr Belastung auf der Eisschicht. Sie fühlte sich so hilflos. Und sie wusste auch nicht, wie sie ihnen den Befehl so gebietend geben konnte, wie es ein Alpha getan hätte. Also ließ sie sie lediglich erneut spüren, wie ernst es war und wie dringlich sie zurück mussten in Richtung Ufer. Das platschende Geräusch ließ kurz zusammenzucken, aber das war kein Wolf. Dafür war es zu leise. Doch das Reh war weg. Aber ihr war es im Augenblick egal.


Zuletzt von Katherina Wolkowa am 19.04.13 13:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Seymor
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BeitragThema: Re: Julmond   19.04.13 7:37

Wie immer machte es Spaß die dummen Wölfchen an der Nase herum zu führen, sie in dem Glauben zu lassen, sie könnten ihn erwischen und ihnen dann doch knapp vorm Maul davon zu kommen. Es war eine gute Idee gewesen die Rehform zu wählen. Sie war so hilflos auf den ersten Blick. Nun vermutlich wäre sie es so oder so, hätte er nur die Möglichkeit eines Rehs gehabt. Er hatte die Mondwandler zwar noch nie als clever eingestuft. Dennoch war er erstaunt wie blöd sie waren, als sie ihm tatsächlich hinaus auf die dünne Eisschicht folgten.
Erst als er selbst unter seinem Gewicht immer wieder Teile wegbrechen hörte, ließen sie von ihm ab und schienen fast wie frisch geborene Welpen, da sie endlich begriffen zu haben schienen in welche Gefahr sie sich begeben hatten.
Seymor hingegen ließ sich in das Wasser fallen, doch noch, bevor er das Wasser berührte, war sein Körper bereits zu dem eines Hechts geschrumpft. Nur bedingt eine gute Form in diesen Gewässern, da hier auch einige Fressfeinde lebten, allerdings waren die wenigsten von ihnen nachtaktiv. Also beobachtete Seymor unter der Eisschicht wie es den Wölfchen erging.
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BeitragThema: Re: Julmond   19.04.13 7:44

Jack und John hatten den Befehl vernommen und hatten selbst auch endlich begriffen, in was für eine Lage sie sich selbst manövriert hatten. Allerdings hörten sie auf das was die Schwarze ihnen mitteilte und legten sich flach auf den Boden, während sie langsam über das knackende Eis zurück krochen. Selbst Liam war von der ungewohnten Befehlsgewalt in seinem Kopf überrascht und nachdem er die Bilder vom Einbrechen sah, begriff auch er weshalb sie so reagierte. Was ein schlitterndes und Krallen ins Eis stemmendes Bremsen zur Folge hatte, bei dem der schwere Wolf wie eine großer Stein über die Eisfläche rutschte. Die Muskeln verkrampft und er versuchte mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, zum Stehen zu kommen und dann einen Satz zurück zu machen, trotz der Warnung der schwarzen Wölfin vorsichtig zu sein. Eben diese Kraftanstrengung war zu viel für die Eisfläche, die an dieser Stelle zwar noch relativ dick war, aber die Belastung durch die Wucht des Aufprall des massigen Körpers verursachte ein markerschütterndes Geräusch, dann war ein panisches Japs von dem riesigen Wolf, der erst mit den Vorderläufen einbrach und schließlich mit dem Körper auf eine brechende Eisschicht einschlug und zum Teil im eiskalten Wasser versank.
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Katherina Wolkowa
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Werwölfin
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BeitragThema: Re: Julmond   19.04.13 14:20

Wenigstens die beiden weißen Wölfe hatten begriffen, was sie ihnen hatte mitteilen wollen. Endlich. Aber sie war auch selbst etwas überrascht von dem Widerhall ihres Befehls, denn sie hatte die Stärke selbst unterschätzt. Sie sah wie die beiden Wölfe in einiger Entfernung sich zu Boden drückten und langsam vorankam, ohne sich aufzurichten. Liam hingegen versuchte sich an unnötigen und selbstmörderischen Stunts. Sein tollpatschiger Versuch zu bremsen löste das Unausweichliche aus. Das gefährliche Knacken durchschnitt die Nachtluft und einen Moment lang herrschten Totenstille. Es war als setzte ihr Herz einen Augenblick aus. Ihre scharfen Augen waren auf den dunklen Wolf draußen auf dem Eis gerichtet. Sie rechnete jeden Wimpernschlag damit, dass er einbrach in die mörderisch kalten Wassermassen und von dem Eis begraben wurde. Der Riss durchdrang das Eis sogar bis zu ihr. Wider aller Instinkte, die Gefahr brüllten, setzte sie sich in Bewegung. Langsam, obgleich sie sicher nur die Hälfte von Liam wog und das Eis sie tragen würde, tippelte sie in seine Richtung. Sie ließ Jack und John noch einmal verstehen, dass sie sich seitlich und damit in die Liam entgegengesetzte Richtung bewegen sollten, wo das Eis nicht so fragil war. Aber der Hüne brach ein, rutschte mit dem Kopf voran ins Wasser. Allein würde er das nicht überleben. Sie hoffte nur, dass er klug genug war, sein Gewicht nach hinten zu verlagern, damit sich seine Scholle nach hinten in eine Waagerechte zurück senkte. Genau diesen Gedankengang schickte sie ihm und zwar mit aller Konzentration und mentalen Stärke, die sie nur aufbringen konnte, aber sie wusste wie panisch er war. Sie sah, wie er sich abmühte genau das in die Tat umzusetzen. Jedoch war er zu ungelenk und rutschte bei jedem Versuch sich nach hinten zu bugsieren immer wieder nach unten mit dem Oberkörper voran ins Wasser. Verdammt. Die Wölfin brauchte scheinbar ewig um ihn zu erreichen, da sie sich sichere Pfade über das Eis suchen musste. Und je weiter sie kam, desto mehr knarrte es auch unter ihr. Je näher sie ihm kam, desto wackeliger wurde der Grund. Als sie ihn fast erreicht hatte, brach sie mit einem Vorderlauf ein, konnte sich jedoch schnell genug zurück retten und ihren Schritt umplatzieren. Als sie glaubte ihn erreicht zu haben, krachte es wieder und sie merkte, wie sie zu treiben begann auf ihrer eigenen Eisscholle. Auf dem Eisstück bewegte sie sich so weit zum Rand wie es nur ging, bevor es zu kippen begann. Sie auf die Hinterläufe aufrichtend, versuchte sie Liams kippende Scholle zu erreichen und hinab zu drücken. Aber sie war zu leicht. Es half alles nichts. Sie trat einen Schritt zurück und machte einen kleinen Satz um auf dem Rand der Eisscholle zu landen und diese wieder in eine annähernd horizontale Lage zu bringen. Dennoch sank Liams Teil tiefer ein, weil er einfach viel mehr wog als sie und die Scholle keine zwei Quadratmeter groß war.
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BeitragThema: Re: Julmond   20.04.13 8:18

Jack und John folgten gehorsam ihren Befehlen ohne überhaupt zu bemerken, dass sie es taten. Es war einfach ein Reflex zum Eigenschutz, der sie ohne widerspruch das tun ließ, was sie ihnen mitteilte und so setzten sie ihre vorsichtige Wanderung kriechend zu den Seiten des Sees fort. Unterdessen beobachteten Remus das Geschehen mit wachsendem Schrecken, denn er wusste nicht wie er helfen sollte und er wusste, sollte Jeromy etwas zustoßen, wäre sein Leben verwirkt. Senna beobachtete mit wachsender Begeisterung wie die schwarze Wölfin dem eingebrochenen Liam immer näher kam, dann sogar selbst fast einbrach und schließlich sogar nur noch auf ihrer eigenen Scholle festsaß. Liam schaffte es offensichtlich nicht aus eigener Kraft wieder hochzukommen und in den Momenten, in denen seine Schnauze auftauchte, hörte man panisches Japsen und sogar Winsellaute. Er kämpfte um sein Leben. Die Wucht des Sprungs der schwarzen Wölfin reichte zwar nicht aus um die Scholle gerade zu richten, aber sie gab Liam die Chance herauszukommen. Jedoch mit zu viel Schwung und das Unvermeidbare trat ein. Liam rutschte auf die Wölfin zu und das Gewicht beider Wölfe verlagerte sich auf die andere Seite der Eisfläche. Schnell kippte die Scholle. Senna sah es kommen, dass weder die Schwarze, noch Liam sich noch rechtzeitig dagegen stemmen konnten. Liam weil er zu langsam war und die Wölfin weil sie von Liam behindert wurde und zugleich zu leicht war. Panisch klammerte sich Liam an die Eisscholle, selbst als sie schon senkrecht stand und dann zerstörte er dadurch auch ihre letzte Chance, als er mit seinem Rücken auf die bereits leicht fragilen Eisschichten hinter ihnen einschlug und diese barst
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