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 Ian Bennett

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Ian Bennett
Admin
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Deva
Lebensalter : 22
Tätigkeit : Student
Anzahl der Beiträge : 61
Männlich

BeitragThema: Ian Bennett   21.07.14 7:32

Ian Bennett, 22, Mischwesen - Deva

„Also gut, fangen wir an. Am besten nennen Sie für das Protokoll ihren Namen, Alter und... was genau sie sind. Ich meine nicht die jetzigen Daten, ich meine die von dem Zeitpunkt, wo alles angefangen hat. Bitte...“
„Mein Name ist Ian Bennett. Als damals alles begann, war ich 22 Jahre alt. Meine Art nennt man Deva. Heute bekannt als eine der wenigen Arten, die es durch ein Portal irgendwann auf diese Seite verschlagen hat. Eine Art Mischwesen, könnte man uns wohl nennen.“

„Gut, Mr. Bennett. Das auf dem Foto sind also Sie, haben Sie vorhin bei der Datenaufnahme bestätigt. Ich beschreibe Ihr damaliges Aussehen kurz für das Protokoll: der hier Anwesende Ian Bennett war im Jahr 2010 ein jugendlich wirkender, junger Mann, Mitte zwanzig. Keine groben Auffälligkeiten. Braune Haare, ca 1,80m groß, braune Augen. Seinen Körperbau kann man als sportlich bis athletisch beschreiben. Auf den meisten Fotos, die uns vorliegen, trägt er meist legere Kleidung und einen damals sogenannten 'out-of-bed-look-Haarschnitt'. Kann man das so sagen?“
„Klar, warum nicht. Ist ein wenig abgehoben dieser Begriff für total verwirrte Haare, aber klar, Sie dürfen natürlich.“
„Mr. Bennett, wir sind hier nicht zum Spaß, vergessen Sie das nicht. Bitte bestätigen Sie einfach nur das, was gerade zu Protokoll gegeben wurde.“
„Jep, stimmt genau. Sie haben nur vergessen zu erwähnen, dass ich einen verdammt gut trainierten Waschbrettbauch hatte. Warum... warum schauen Sie mich jetzt schon wieder so an? Ich gebe nur alles wichtige zu Protokoll Mr.!“
„Und Sie denken, Mr. Bennett, dass ihr damaliger Waschbrettbauch, wichtig sei?“
„Sie haben doch angefangen meine Haare so hochtrabend zu beschreiben. Keine Ahnung, mögen Sie meinen Waschbrettbauch? Oder meine Haare? Ich kann Ihnen noch sagen welches Shampoo ich...“
„Mr. Bennett!“
„Blub!“
„... des Weiteren haben wir Bilder von der anderen Gestalt des hier anwesenden: Die Form des Devas ist als humanoid zu beschreiben. Weiße Haut, auffallend schwarze Augen, die Körpergröße beträgt etwas über 2 Meter, bis 2,05 Meter. Im gleichen Maße gibt es auch ein Anwachsen der meisten Muskelpartien...“
„... Waaaaschbreeeeettbaaaaauuuuch...“
„... Der Deva ist ebenfalls als überaus athletisch anzusehen und wirkt auf den normalen Menschen fast einschüchternd. Auf den meisten Bildern trägt der Anwesende in seiner Deva-Form einen ledernen Kampfanzug und hat verschiedene Klingen bei sich, wobei dem großen Zweihandschwert wohl die meiste Bedeutung zuzuordnen ist. Eine weitere Frage habe ich jedoch über Devas: wie wird man zu einem? Sind sie so geboren? Wird man dazu? Wie alt werden Deva? Sehen alle Deva so aus wie sie, oder gibt es gravierende Unterschiede bei ihnen? Es ist wenig über diese Rasse bekannt...“
„Naja.. ist doch klar, Zeitreisen. Später sehen alle Menschen so aus! Außerdem sind wir Klone. Allesamt. Es sei denn die Genmanipulierten aus den Labors. Die haben mehr Arme. Und Beine. Ich hab schon mal nen Tausendfüßler-Deva gesehen, das war vielleicht abartig. Außerdem war der Pink! Stellen Sie sich das vor: PINK!“
„Das ist... nicht ihr ernst, oder?“
„Nope. Ist es nicht. Aber gruselige Vorstellung, was? Die Wahrheit ist aber noch ein wenig gruseliger. Es ist eine andere Welt aus der die Deva ursprünglich kommen. Eine andere Dimension, wenn Sie so wollen. Nennen Sie es wie Sie wollen, auf jeden Fall kommen die Deva nicht aus dieser Welt. Nur sind sie schon ziemlich lange hier mittlerweile. Wahrscheinlich sogar noch welche von denen, die damals ursprünglich hier gelandet sind, denn Deva sind wohl so etwas wie... unsterbliche Wesen. Oder zumindest ziemlich langlebig. Ein paar Tausend Jahre sind keine Seltenheit bei uns Deva. Allerdings haben wir diesen unglaublich netten Vorteil, trotzdem so jung auszusehen. In beiden Gestalten. Genau wie in den Geschichten über Elfen oder Elben oder wie man die nennt. Ich hab nur den Film gesehen. So ein Fantasy-Kram hat mich nie sonderlich interessiert. Aber keine Sorge, wir sehen weder alle gleich aus, noch haben wir hunderte von Fuß-Paaren. Wir sind genau wie Menschen: der eine ist dick, der andere dünn, der eine groß, der andere klein. Naja, obwohl ich eigentlich glaube, dass alle Deva ziemlich gut durchtrainierte Typen sind. Die Dicken überleben wohl das anstrengende Training nicht... Wie lange genau wir Deva hier sind, kann ich allerdings gar nicht sagen, es müssen schon ein paar, viele, etliche, unzählige Generationen sein schätze ich. Aber ich? Ich bin natürlich so geboren worden. Ein kerngesundes Deva-Baby.“

„Mit menschlichen Eltern?“
„Mit menschlichen Zieheltern... sozusagen. Zumindest glaube ich das. Ich habe nie richtig nachgefragt, weil ich meine Eltern auch weiterhin als meine Eltern ansehen will. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass ich als Kind einfach ausgewechselt wurde. Im Krankenhaus. Einfach in eine menschliche, durchschnittliche Familie gesteckt, damit ich die Gebräuche dieser Welt lerne. Tja und dann, wenn man bereit ist, heißt es zurück zur Familie. 'Du bist nun ein Deva! Du warst auch vorher einer, aber warum sollten wir dir das vor deinem 20. Geburtstag sagen'? - Das ist vielleicht der Grund, warum ich nichts mit meinen leiblichen Eltern zutun haben möchte. Alle Deva sind irgendwie abgedreht.“
„Eine sehr seltsame Art der Erziehung, finden Sie nicht?“
„Hm... nicht wenn man Krieger haben möchte die innerhalb der Gesellschaft unsichtbar werden können. Ich war damals Student. Hätten Sie erwartet, dass ein einfacher Sportstudent ein Wesen aus einer anderen Dimension sein könnte? Bei Superstars kann man das nicht so genau sagen, Lady Gaga und so, aber Ian Bennett?“

„Gut.. Mr. Bennett, die äußerlichen Formalitäten wären damit abgeschlossen, genau wie ihre Herrkunft. Das sollte reichen dazu. Kommen wir nun zu ihrer Geschichte. Erzählen Sie. Von Anfang an.“
„Jetzt wollen Sie mich wirklich auf den Arm nehmen, oder? Krabbelgruppe? Kindergarten? Grundschule? Ich kann mich an einen ganz besonderen Malkasten erinnern, da hatte ich verschiedene Sticker...“
„Mr. Bennett!“
„Sie sollten sich mal besser ausdrücken. 'Von Anfang an' hört sich gleich so an, als wollen sie ein Video von meiner Geburt!“
„Gibt es davon eines?“
„Jetzt ist aber... Das ist nich Ihr Ernst, oder?“
„...“
„Nein, kein Video! Gut, sie bekommen ja meinen Lebenslauf: Geboren bin ich am 10.05.1988 in einem Vorort von Boston, Massachusetts. Dann ist lange nicht wirklich was passiert. Normale Schullaufbahn, ja, davor Krabbelgruppe und diesen verdammten Malkasten mit Sticker gab es übrigens auch! Wie geplant habe ich dann mit 18 Jahren die Schule beendet und fing dann an Sport zu studieren an der Boston University.“
„Einen Moment bitte. Haben Sie da nicht etwas vergessen?“
„Äh.. nein?!“
„Außerschulische Aktivitäten?“
„Äh.. ja?! Ja... ja ist ja gut. Kampfsportarten. Ich habe viel trainiert, war viel mit den Jungs draußen auf dem Fußballplatz, hab ein bisschen Parcour gemacht. Ich war damals nicht gerade die Leuchte in der Schule, da musste ich irgendwie anders Dampf ablassen, wissen Sie?“
„Sagten Sie nicht gerade, dass sie anfingen zu studieren? Sport? Auch ein Sportstudium fordert einen gewissen Notendurchschnitt, oder genügend Geld für eine private Uni. Was haben ihre Eltern denn gemacht? Und was meinen sie mit Kampfsportarten?“
„Tut mir echt leid, aber ich habe gerade einfach mal abgeschaltet und nicht zugehört. Sie hatten da glaube ich drei Dutzend Fragen in einem Satz gestellt, oder? Schon gut schon gut, sonst werden sie wieder wütend und verschütten den nächsten Kaffee, auf ihren Unterlagen und dann fangen wir wieder von vorne an... Ja, Kampfsportarten. Ich war immer schon begeistert vom Kampf, sich mit jemandem messen zu können. Einfach das Gefühl Mann gegen Mann anzutreten. War wie eine Droge. Natürlich blieben da die schulischen Leistungen auf der Strecke. Ich habe tagsüber alles andere gemacht, als gelernt oder Hausaufgaben gemacht. Ich musste besser werden, besser sein. Mit allen Mitteln, die eben da waren. Darum habe ich auch so viele Kampfsportarten ausprobiert. Ich habe mir etwas eigenes antrainiert. Meinen eigenen Stil. Aus Allem ein bisschen was, verstehen sie? Und für die Schule gab es Mary. Mary, Mary... Die war süß, die Kleine. Heute würde man sich glücklich schätzen so eine heiraten zu können. Und früher.. früher war sie einfach dafür da mich durch die Schule zu mogeln. Ihr habe ich wohl mein Stipendium zu verdanken. Kann ich ihr eigentlich von hier aus eine Karte zukommen lassen?“
„Ist das ernst gemeint?“
„Sicher, ich bin immer ernst.“
„Haben Sie eine Adresse?“
„Nö, aber Sie sind bestimmt in der Lage, da was raus zu finden, oder? Als.. Mary, M-A-R-Y... Nachname: unbekannt, Wohnort: unbekannt, Haarfarbe: un...“
„Sind Sie fertig mit ihren Scherzen Mr. Bennett?“
„...bekannt. Jetzt, ja. Kann weiter gehen. Ich will ja nicht Ihre Zeit stehlen. Also wie gesagt, sie hat mir sozusagen das Stupendium besorgt. Meine Eltern waren nicht unbedingt die Großverdiener und hätten sich die Boston University nie leisten können. Ich war wohl ein Glückspilz was das anging. Dann zog sie jedoch weg und ich war an der Uni. Naja, zumindest hatte ich etwas, was mir Spaß machte. Meine Noten litten zwar darunter, aber ich war auf der Uni trotzdem ein passabler Schüler.“
„Wie haben Sie ihre freie Zeit an der Uni verbracht?“
„Schön, dass Sie fragen. Da gibt es eine Menge Geschichten, die ich da erzählen kann...“
„Wir konzentrieren uns lieber auf Ihre Geschichte.“
„Wie Sie meinen. Aber Sie lachen ja nicht, habe ich gemerkt. Ich möchte nicht, dass Sie sich einen Muskel zerren, wenn Sie schmunzeln. Also gibts eben die Langweiler-Version meiner Studentenzeit: Ich lernte und wollte die Uni hinter mich bringen. Abends nen Tee und dann ab ins Bett. Am Wochenende Filmeabende mit meiner Tante.“
„Und jetzt wirklich?“
„Sehen Sie, meine Geschichte kann man nicht erzählen, ohne, dass man ein bisschen Phantasie mitnimmt. Das mit dem Tee stimmt übrigens wirklich. Nur das mit der Tante... das... das war nicht meine Tante. Und vom Film hab ich eigentlich auch nie was mitbekommen. Wie auch immer. Darf ich kurz aufstehen und eine imposante Geste machen?“
„Nein.“
„Dann ist 'Party-tiiiime' jetzt irgendwie nur halb so ulkig, wie es sonst geklungen hätte. Na gut. Ja, ich war einer dieser Studenten, die viel gefeiert haben. Aber eigentlich war ich auf diesen Feiern meistens nur, weil wir uns dort Treffpunkte für Fights ausgemacht haben. Nicht, dass ich die Feten nicht mochte, ich konnte die auch sehr genießen aber...“
„Fights?“
„Ja. Ich sagte Ihnen doch, ich musste immer besser sein als die anderen. Laufen, rennen, schwimmen, boxen, werfen... kämpfen. Wir haben uns mit allem gemessen. Es traten immer zwei gegeneinander an. Die Disziplin wurde von der Gruppe ausgewählt. Kennen sie den Film Fightclub? So in etwa hat das ausgesehen. Nur weniger fehlende Zähne. Wir waren schließlich noch jung und schön. Blaue Flecken gab es trotzdem. Und manchmal sah man wirklich übel zugerichtet aus. Darin bestand eigentlich mein Dasein neben der Uni, wo ich viel über den Körper lernte und wie man ihn austrickste. Den eigenen und den der anderen...“
„Aber sie haben nicht nur für diese Fights gelebt, oder?“
„Nein. Wie gesagt, es begann 2010. Doch ursprünglich wohl zwei Jahre früher. 2008 waren meine Noten auf einem Tiefpunkt.“
„Was hat denn das mit Ihren Noten zu tun?“
„Lassen Sie mich auch ausreden? Ich muss auch ein wenig ausholen, wenn es spannend werden soll, wissen Sie? Ich mach es sowieso schon so sachlich wie möglich für Sie, Mr.! Also meine Noten, Tiefpunkt, ja genau. Da waren wir. Tiefpunkt. Ich war ziemlich fertig mit der Welt gerade und flüchtete in die Kämpfe, die auch immer schlechter wurden. Da waren einige, die konnte man einfach nicht besiegen. Und gute Noten hatten die auch noch, können Sie sich das vorstellen, wie unfair das ist?“
„Seine Freizeit genießen und trotzdem gute Noten zu haben? Sagen wir so Mr. Bennett. Ich war mal eine männliche Mary.“
„Sie haben gerade einen Scherz gemacht, oder? Wooooaaaah! Der war echt gut! Ich nenn sie jetzt Mary.“
„Nein Mr. Bennett, nicht Mary. Erzählen Sie weiter.“
„Ist gut, Mary. Wenn sie mir sonst keinen Namen geben, sind sie eben Mary. Egal, worauf ich hinaus wollte: ich war verzweifelt. Eines Nachmittags wollte mich einer meiner Dozenten sprechen. Er meinte zu mir irgendwas von wegen, ich sei ein Auserwählter oder sowas. Ich dachte, er wollte mit mir über meine Leistungen reden und dann fängt der mit irgend so nem Sekten-Kram an! Ich hab ihm nicht geglaubt und bin gegangen, wie jeder normale Mensch. Erst ein paar Tage später kamen die Typen von denen ich gerade erzählt habe, zu mir. Diese Super-Typen. Gute Noten, gute Kämpfer, perfekte Kämpfer! Und sie hätten ihre Waschbrettbäuche erstmal sehen sollen, Mary!“
„Mr. Bennett!“
„Sie wiederholen sich... Diese Typen waren es, die mich dazu gebracht haben, mal mit meinem Dozenten zu reden. Über diesen Sekten-Kram. Anscheinend waren die auch dabei. Und anscheinend war das keine schlechte Idee dazuzugehören. Sie boten mir an, mich zu trainieren. Genau wie es mein Dozent tat, als ich dann mit ihm redete. Das war auch der Tag, da ich das erste Mal gesehen habe, dass es noch etwas anderes gab, als die normale Welt. Mein Dozent war ein Deva, genau wie die vier anderen. Sie bildeten zusammen einen Ableger einer größeren Organisation ohne Namen. Ich nenne sie gerne die Bewahrer – ihren Zielen zu ehren.“
„Ziele? Was für Ziele?“
„Sie... bewahren. Die Welt. Sozusagen. Alle Welten. Irgendwie. Genau ist das schwer zu erklären. So eine art Superhelden-Gruppe, die sich gegen die zerstörerischen Mächte stellt, die die Welten vernichten wollen. Sie kennen Deva nicht wirklich, oder Mary?“
„Nicht Mary...“
„Ich sage Ihnen nun mal was, Mary. Über die Organisation. Über Deva. Das sind gute Leute. Die meisten zumindest. Man hat uns ausgebildet in uralten Kampftechniken, hat unsere Körper, unseren Geist, unsere Talente und Fähigkeiten gefördert. Wir waren Krieger. Die Elite dieser Welt. Ungeahnte Macht pulsiert in den Adern der Deva. Können Sie sich vorstellen wie es ist, von einer Sekunde auf die andere die Fähigkeiten von hunderten Generationen zu haben, das Wissen von Millionen Menschen? Das ist es, ein Deva zu sein. Wissen. Daher kommt ihre Stärke. Nur wusste ich das damals noch nicht... Ich bin ein Deva und fand es an jenem Abend heraus. Die vier waren da, mein Dozent. Auch sie zeigten mir ihre wahre Gestalt. Es dauerte ein paar Wochen, bis auch ich sie fand. Doch dann begann es: meine Ausbildung zum Bewahrer. 2008 war also meine erste Erfahrung mit der anderen Welt. Mit Magie. Und 2010 war ich mitten in meiner Ausbildung. Da wo alles begann.“

„Hier stelle ich mir die nächste Frage, Mr. Bennett: hat sie die Ausbildung verändert? Wie würden sie ihren Charakter vor und nach der Ausbildung beschreiben?“
„Vor und nach? Das ist ganz gut getroffen Mary. Es gibt nur ein vor und danach. Das 'dazwischen' zählt allerdings dazu. Und da meine Ausbildung immer noch nicht abgeschlossen ist, würde ich sagen, hat sich da nicht so viel geändert.“
„Und das bedeutet? Wie würden Sie ihn aus Ihrer Sicht heute beschreiben?“
„Hm.. lassen Sie mich kurz überlegen: ich bin ein lebensfroher Mensch, gehe gern am Strand spazieren und date gerne Frauen mit dem Namen Mary. Manchmal auch Männer.. haben sie heute Abend Zeit?“
„...“
„Scherz. Wow, dass es so langweilig wird mit Ihnen, hätte ich wirklich nicht gedacht. Was soll ich Ihnen denn sagen? Eine Charakterbeschreibung? Das sehen sie doch selbst. Ich bin wohl ein bisschen abgehoben und früher war der einzige Unterschied zwischen meiner heutigen Selbstsicherheit und der von damals, dass ich heute weiß, was ich alles kann. Früher war ich es nur, weil ich jung war, weil ich stark war. Selbst vor dem Deva-Sein. Unerschütterliche Selbstüberschätzung, gepaart mit dem Willen zu schaffen, was man sich vornimmt. Zumindest in einigen Bereichen des Lebens. Dazu kommt aber noch ein wenig das Leben zu genießen und die Kleinigkeiten zu würdigen. Lebensfreude ist wichtig, Mary.“
„Verarschen Sie mich jetzt?“
„Nur ein bisschen, Mary, nur ein bisschen. Sie bekommen von mir nicht mehr als das. Charakterisieren dürfen Sie mich. Ich gebe Ihnen nur die Rahmenbedingungen. Wie Sie die deuten, das bleibt Ihnen überlassen.“

„Gut... in Ordnung Mr. Bennett. Dann erzählen sie mir etwas von ihrem Familiären Umfeld.“
„Da gibt es nicht viel. Ich bin Einzelkind.“
„Und ihre Eltern? Sonstige Verwandte?“
„Wow... noch mehr langweilige Geschichten. Lassen Sie mich rechnen... Mein Vater, Matthew Bennett, war damals 48. Meine Mutter Sophia 47. Er, Bankangestellter. Sie, Grundschullehrerin. Den Rest meiner Familie kenne ich nicht. Wir hatten nie Kontakt mit ihnen. Da gab es mal irgendeinen Streit zwischen allen und das war noch, als ich ein Kind war. Und dann hab ich niemanden mehr gesehen. Wollen Sie jetzt die Geschichte einer Grundschullehrerin und eines Bankangestellten auch noch? Ich dachte wir sind wegen meiner Geschichte hier?“
„Ja, sie haben recht. Ihre Geschichte. Aber auch in ihrer Geschichte muss es jemanden geben. Jemand besonderen? Freunde?“
„Freunde? Na ja, wenn sie meine Ausbildungsgruppe als Freunde sehen wollen, statt als Kriegsgefährten, dann haben Sie ja vier. Ihre Namen kann ich ihnen jedoch nicht sagen. Sie wollen doch nicht Ziel der Deva-Vereinigung werden, oder? Aber um ihre Frage zu beantworten: nein. Es gab vor 2010 nicht wirklich jemanden. Ich hatte meist nur flüchtige Bekanntschaften. Egal wer, man hielt es nicht lange aus bei mir. Die Kämpfe, die unregelmäßigen Zeiten zu den ich mal anzutreffen war. Mehr als oberflächliche Freundschaften konnten da nicht gedeihen. Natürlich hatte ich viele Bekannte, aber die waren für mich eher lästig, da ich die meiste Zeit doch in das Training steckte. Einzelkind und Einzelgänger kann man wohl zu mir sagen, auch wenn ich mich immer auf meine Eltern verlassen konnte. Es änderte sich erst mit dem Jahr 2010, aber dazu kommen wir wohl erst später, was?“

„Darum sind wir beide hier, Mr. Bennett. Doch das Thema haben wir uns für einen anderen Tag aufgehoben. Lassen Sie uns jedoch weiter machen... Erzählen sie mir von ihren Stärken und Fähigkeiten...“
„Also ist das hier ein Bewerbungsgespräch... wusste ichs doch. Stärken, Fähigkeiten.. gleich kommen dann die Schwächen, oder?“
„Später, ja.“
„Und was für einen Job bekomme ich?“
„Können wir bitte weiter machen?“
„Klar, Mary, machen wir weiter. Also von meiner überaus großen, antrainierten Fitness, brauchen wir wohl nicht zu reden, oder? Und dass ich, was die Birne da oben angeht, nur sowas wie das Mittelmaß war, ist wohl auch schon klar geworden, oder? Also wenn Sie meine Fähigkeiten wissen wollen, erzähle ich Ihnen am besten, was ich als Deva kann. Ich sagte Ihnen ja, dass ich ein Kämpfer bin, ein Krieger. Einer der Bewahrer. Nur ist es das Wesen eines Deva Dinge zu wissen statt zu lernen. 'Gedächtnis von Tausend Leben', so sagte man es mir immer. Aber wahrscheinlich sind es weitaus mehr als tausend. Deva haben so etwas wie ein kollektives Gedächtnis. Durch Meditation oder stressige Situationen, kommen diese 'tausend Leben' hervor und schenken uns Wissen. Aber nicht nur Wissen wie Mathematik oder Geschichte. Selbst der Körper erinnert sich an Dinge. Erinnert sich an Techniken, erinnert sich daran, wie es ist zu töten. Wie man Knochen bricht, wie man Geschossen ausweicht, wie man Drachen tötet...“
„Drachen...“
„Drachen! DAs bedeutet es ein Deva zu sein. Man kann das, was Generationen vor dir gelernt haben. Man ist ausgestattet mit Wissen und Macht. Nur braucht man eine gewisse Zeit bis dieses Wissen zu einem kommt. Mit 22 Jahren hatte ich nur die erste Hälfte davon erreicht. Das, woran sich mein Körper erinnern wollte, nicht aber mein Kopf. Dazu kam jedoch das, was ich als Mensch gelernt hatte. Meine eigenen Techniken, meine Spontanität, mein Ehrgeiz. Und wohl die Ausbildung meines Dozenten. Ich lernte mich kurze Strecken zu teleportieren, konnte MG-Schützen mit meinem Schwert ausschalten, habe gelernt zu wissen, was andere denken, um so den größten Nutzen aus meiner Gabe zu ziehen. Leider war diese Teleportation auf einige Meter innerhalb dieser Welt beschränkt. Hin und her hüpfen in den Welten ist also leider nicht drin. Dazu kamen diverse Kampftechniken der Bewahrer, die bis heute mit ihren Klingen kämpfen. Ich rate Ihnen einen Panzer mitzunehmen, sollten sie sich mal mit den Jungs anlegen wollen. Mit Schusswaffen haben wir uns damals immer einen Spaß gemacht...“
„Will ich wissen, wie man sich damit einen Spaß macht?“
„Glauben Sie mir, Mary, das wollen Sie nicht.“
„Will ich also nicht.. aber ich würde gerne noch wissen, was sie mit diesem 'Gedankenlesen' meinen. Zu wissen, was andere denken, so haben sie es beschrieben, oder?“
„Wer hat denn was von Gedankenlesen gesagt Mary?! Wenn es Gedankenlesen wäre, würde ich das doch sagen, oder? Wenn ich etwas anderes meine, meine ich auch etwas anderes. So schwer ist das doch nicht, oder? Aber gut, für jemanden der nicht aus der Szene kommt: Kennen sie den Film.. äh.. wie heißt der nochmal? Da wo der coole Typ lernt den Schussbahnen von Schusswaffen auszuweichen. Wegen Wahrscheinlichkeiten ihrer Flugbahn, der Wahrscheinlichkeit wie der Schütze denkt. Equi.. li.. ach was wei? ich, irgend so ein seltsamer Name, den man nicht aussprechen kann eben. Aber nein, Gedankenlesen nicht. Ich glaube vielmehr zu wissen, was der andere denkt. Instinkt, Wahrscheinlichkeit. Nennen Sie es wie Sie wollen. Ich kann Kugeln ausweichen, kann Tritte, Schläge, Stiche voraussehen. Einfach weil die Menschen gleich sind, gleich ausgebildet werden, gleich denken, die gleichen Instinkte haben. Ich kenne diese Instinkte durch meine Vorfahren und weiß, wie man sie umgeht. Also weiß ich, was die anderen denken, logisch, oder? Ganz ohne den Gedankenlesen-Schwachsinn.“

„Äh ja... Gut, kommen wir zu Ihren Schwächen.“
„In Ordnung. Dickköpfig, engstirnig, uneinsichtig und blöd. Das sind die ersten Sachen, die mir einfallen. Vielleicht kann man noch dazu sagen, dass Stolz und der Drang, niemals eine Herausforderung abzuschlagen, auch Auslöser dafür sind. Da bringen auch die Erinnerungen an Tausend Leben nichts. Ein Mann muss sein Wort halten. Besonders wenn es um eine Herausforderung geht. Ich entwickelte auch eine Art... Beschützerinstinkt, von dem ich noch nicht wusste, dass ich ihn in mir hatte. Doch er sollte mir nicht so sehr im Weg stehen wie gewisse magische... Gegebenheiten. Schwarze Magie. So wie weiße Magie, die gewirkt wird, den Devas hilft und deren Effekte sogar leicht verstärkt, umso schlimmer wirkt schwarze Magie auf unseren Körper, unseren Geist... Alles eben. Deva sind eben Wesen des Lichts und das ist wohl auch der Grund, warum ich in dieser Gestalt meistens nicht in der Dunkelheit bleibe, denn die Sinne arbeiten nicht so, wie sie sollen. Ja, es hat auch Nachteile ein unbesiegbarer Deva zu sein. Wir haben halt Angst im Dunkeln...

„Mr. Bennett, wir sind fast fertig sehe ich. Es gibt noch drei Fragen mit denen ich abschließen würde für heute: Dass sie magische Wesen kennen, haben sie ja bejaht, sind sogar selbst eines. Auch die Kenntnisse über andere Welten haben sie bestätigt. Wissen sie denn was das Manuskript ist?“

„Manu... was?!“
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