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 Aufbruch in ein neues Leben - NY

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BeitragThema: Aufbruch in ein neues Leben - NY   16.09.10 14:34


AUFBRUCH IN EIN NEUES LEBEN


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New York - Queens
Gelände der Iskariot Organisation
Seymors Zimmer
23. September 2009
02: 43h



Zuletzt von Admin am 26.09.10 5:33 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   19.09.10 11:05

Weiß. Das war das Einzige, was ihren Verstand bisher erreichte. Die Decke seines Zimmers war weiß. Keuchend lag Alyssa da, während die letzten Wellen der Wärme durch ihren Körper hinweg rollten. Ihr Herz pochte noch immer rasnt und ihr Atem war schneller als gewöhnlich. Nur widerwillig klärten sich ihre Sinne, nahmen den Raum in dem sie sich befand wahr. Doch eine wohlige Trägheit breitete sich aus und legte sich wie Nebel erneut über ihre Wahrnehmung. Nebel der alles dämpfte, sogar ihre Gedanken. Ihre Muskeln fühlten sich schwer an und dennoch war sie entspannt.
Quadrate - ine klassizistische Kassentendecke. Endlich erkannten ihre Augen mehr als nur Seymor, außer ihm gebann wieder die weitere Welt zu existieren. So lag Alyssa einfach da und starrte hinauf zur Decke. Weiß. Sie schloss die Augen; erneut war sein Geruch intensiver, sein Herzschlag erfüllte die Stille. Sie musste sich konzentrieren. Aber worauf?
Das hatte sie nicht geplant gehabt, sie hatte etwas anderes gewollt, aber mal wieder hatte sie die Kontrolle verloren, mal wieder hatte sie sich einfach nur von Emotionen und - was noch viel schlimmer war - von Begierde leiten lassen. Und nun lag sie da: in seinem Bett neben ihm. Nackt, allein bedeckt von einem Bettlaken und versuchte sich zu erinnern. Wieso fiel es ihr nur so schwer...?
Tief sog sie die Luft ein und erinnerte ihr Herz daran langsamer zu schlagen. Langsam, langsam.
Reglos blieb sie ein Paar Augenblicke liegen und genoss die Nachwirkungen des Gefühls, das er ihr beschert hatte, genoss seine Nähe, genoss es seinen Herzschlag zu hören. Den Herzschlag,an den sie sich mittlerweile so gewöhnt hatte. Sie würde ihn vermissen... sehr...

Und da war es wieder, weshalb sie her gekommen war. Sie war spät am Abend in sein Zimmer gekommen, hatte mit ihm reden wollen und auf einmal hatte sie diese unfassbare Verzweiflung und Trauer gespürt, wie damals am Tag ihrer ersten Begegnung. Sie hatte nicht allein sein wollen, doch dieses mal war es anders, rd war nicht das Alleinsein, es war das Ohne-Ihn-Sein, das sie dieser schmerzhafte Verzweiflung spüren ließ. Panik hatte sie gelähmt, der Gedanke ihn nie wieder zu sehen. Sie wollte ihm noch einmal nahe sein, ihn noch einmal auf diese vertraute Art spüren, so intensiv und lebendig wie möglich. Sie wollte sich dieses Gefühl, das sie in seiner Nähe hatte einprägen, damit es zu einer Erinnerung wurde, zu einem Beweis, dass er kein Traum gewesen war.
Aber wie sollte sie nur anfangen...die richtigen Worte finden...? Sie hatte es doch zuvor nicht gekonnt.
Wie sehr würde ihr das hier fehlen? Nie hätte sie geglaubt, dass es so schwer sein würde, erkannte sie, als die Matratze leicht unter seinem Gewicht nachgab, Alyssa spürte ihn direkt neben sich.

Widerwillig drehte sie sich auf die Seite, stützte einen Ellebogen in die Matratze ohne ihn anzusehen.
Sie wollte keinen traurigen Blick sehen, keinen Blick der sie stumm darum bat zu bleiben. Er hatte ihr bereits damals, als sie ihn kaum gekannt hatte, fast das Herz gebrochen und sich in ihre Erinnerungen eingebrannt. Aber ihr Entschluss stand fest. Es war Zeit. Sie war nie jemand gewesen, der lange an einem Ort verweilte und nun war sie knapp ein Jahr hier. Lange genug. Es gab nichts zu tun und der Krieg, der hier lief, war nicht länger ihr Krieg. Sie würde Jordi vermissen, diesen sonderbaren Menschen, und den Gefallenen, aber mehr wohl kaum. Dieser Ort, diese Stadt begann sie einzuengen, beagann ihr die Luft zu rauben. Sich fühlte sich wie ein Vogel eingesperrt in einem Käfig. Es war ihr immer zuwider sich irgendwem anzuschließen, dazu zu gehören oder gar einen Vorgesätzten zu haben. Man konnte den Nordwind nicht halten, wieso also sie?Es gab hier nichts mehr, das sie hielt - außer Seymor.Sie würde nicht fragen, ob er mit ihr ging. Dennoch war da die Hoffnung: ein Teil von ihr, der ihr sagte, dass ihn hier nichts hielt, außer ihr. So wie er es war, der sie hier hielt, dass es diesen Blick nie geben würde, dass sie ihn nicht alleine lassen musste.

Langsam öffnete sie die Augen, ihr Blick streifte anfänglich nur seine nackte Brust, dann sein Kinn, seine Wangen, seine Lippen und schließlich zu letzt seine goldenen Augen. Diese Farbe faszinierte sie jedes mal aufs Neue. Sie warem so warm, so dass es ihr vorkam, dass sie sie selbst in der kältesten Nacht hätten wärmen können. Sie schaute ihn lange an, prägte sich alles ein, nur für den Fall... die Trauer vermochte sie nicht aus ihren Augen zu vertreiben, also versuchte sie sie mit Entschlossenheit zu überdecken.
" Ich werde heute Nacht gehen. Raus aus New York! ", war ihre einzige Feststellung.
Noch wusste sie nicht wohin, aber ihre Sachen standen bereit.
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   23.09.10 15:47

Bereits als sie gekommen war hatte Seymor ihre veränderte Stimmung festgelegt, wenn schon nicht an der leicht veränderten Art die sie an den Tag gelegte hatte, dann zumindest an der Farbe ihrer Augen die nicht wie immer wenn sie ihn seit längerem sah sofort dieses warme gold angenommen hatten sondern erst noch von einem leichten grau gewesen waren. Doch dieses markante Merkmal das vermutlich trotzdem nur jenen aufgefallen wäre die sie kennen hätte der Gestaltwandler gar nicht gebraucht. Es waren viel mehr die kleinen veränderungen in ihrer Mimik und Gestik gewesen die sie verraten hatten. Manchmal war es so gewesen als hätte sie für einen kurzen Moment den Blickkontakt zu vermeiden gesucht, ihre Berührungen waren an vielen Stellen länger gewesen als sonst so als wollte sie sie sich einprägen. Doch Seymor hatte vorerst nichts gesagt, sie wollte es ihm scheinbar noch nicht sagen was los war und wenn Seymor etwas über Alyssa gelernt hatte dann das es keinen Sinn machte sie zu etwas zu drängen das sie nicht wollte. Also beschloss er es vorerst in den Hintergrund Rücken zu lassen und wie so oft in den vergangenen Monaten seit er die Einsamkeit seiner Bruchbude verlassen und Alyssa kennengelernt hatte jede Sekunde zu genießen die er mit ihr verbrachte.

Sie waren sich wiedereinmal sehr schnell nahe gekommen, doch auch hier hatte es für Seymor wieder diese Vorzeichen gegeben das Alyssa etwas bedrückte und während sie beide jetzt erschöpft im Bett lagen nackt nahe beieinander beobachteten seine goldenen Augen jede ihrer noch so kleinen Bewegung, während sie noch die Decke absuchte nach etwas das sich dort vermutlich nicht befand folgte er jeder noch so kleinen Reaktion in ihrem Gesicht so als ob sie ihm verraten könnte was sie vor ihm verborgen hielt. Sein ganzer Körper fühlte sich angenehm entspannt an wie losgelöst von der Welt um sich rum und doch war sein Geist es der geschärft wie er es selten oder eigentlich meist nur in Kämpfen war ihn fest in der Realität hielt und nicht einmal daran dachte abzudriften. Trotz seiner besorgnis waren seine Züge entspannt und ein leichtes lächeln umspielte seine Lippen. Ein Lächeln das nur jenes wohlige Gefühl wiederspiegelte das sie immer in ihm auslöste.

Schließlich nach ein paar Minuten drehte sie sich zu ihm herum, sie hatte die Augen wieder geschlossen während sie über etwas nachzudenken schien und nur wieder sein bisher gewonnenes Gefühl bestärkte das sie nicht nur gekommen war um ihn zu sehen und um ihm nahe zu sein. Dann öffnete sie langsam die Augen ihr Blick wanderte an ihm hoch langsam wieder so als wolle sie sich alles einprägen bis sie ihm zu letzt doch seinen Blick erwiederte und er die Trauer die in ihrem Blick stand fast schon spühren konnte. Trauer die nur von der Entschlossenheit die ihre mimik ausdrückte abgeschwächt wurde und damit Seymors Vorahnung nun vollends bestätigte. Noch ehe sie etwas sagte legte sich ein ungutes kaltes Gefühl über ihn das seinen Körper unbewusst anspannte und wie als Abwerhaltung auf das schlimmste gefasst machte. Trotz seiner früheren Einstellung zur Liebe oder dem was er in Filmen gesehen hatte war er sich nicht mehr so sicher ob er heute noch immer so überzeugt davon war das es sie nicht gab. Auch wenn weder Alyssa noch er es je offen aussprachen so wusste er nur zu gut von sich selbst wie stark seine Gefühle für Alyssa waren, wie sehr er sich nach ihr sehnte wann immer sie nicht in seiner Nähe war und welche Ängste es in ihm auslöste wenn er nicht wusste wo sie war oder ob es ihr gut ging.

Doch von diesen Ängsten Gefühlen und Gedanken abgesehen hatte der Gestaltwandler recht schnell eines heraußgefunden, der Schmerz die Kälte und die Verzweiflung die ihn nahe an den Rand des Wahnsinns brachten wurden von dem Gedanken beherrscht sie zu verlieren. Auf welche weise auch immer und davon wieder das schlimmste war wohl wenn sie ihn aus freien Stücken verließ den dann hätte er auch nicht mehr das recht oder die Hoffnung sie zurückholen zu können. Darum hatte er schnell begriffen das es einfacher war diesen Gedanken nicht mehr zu fassen ihn wie eine Möglichkeit zu behandeln die zwar existieren mochte aber doch gar nie in Erwägung gezogen würde und damit abgehakt war. Doch der Blick ihrer Augen der ihn in diesem Moment traf ließ eben jenen Gedanken ihn ihm wieder hochkommen, von ihm besitz ergreifen und sein Herz und von da ausgehend den Rest seines Körpers mit dem kalten Gefühl der Angst und Einsamkeit erfüllen und das lächeln wie eingefroren zu der Trauer die die ihre in seinen Augen wiederspiegelte wirken.

Ihre eigentlichen Worte spielten für Seymor nicht mehr wirklich eine Rolle er hörte sie und doch hatte er bereits gewusst das sie gehen würde. Der Griff der Einsamkeit verstärkte sich und löschte schließlich auch das lächeln das bis zu letzt wie als Felsen der Hoffnung gegen die Angst angekämpft hatte aus seinem Gesicht und ließ für einige Zeit nur Trauer zurück. Nun war es an ihm sie lange anzusehen, ihren Blick festzuhalten der zugleich die unwahrscheinliche Sehnsucht nach ihr Ausdrückte und sich alles einzuprägen. Trotz der Nähe schien es ihm als wären sie durch eine unüberwindliche Schlucht getrennt, er wollte seinen Arm um sie legen sie festhalten sie zu sich ziehen, sie einfach nich gehen lassen doch er tat es nicht. Er wusste er könnte sie nicht festhalten, er spührte ihre Entschlossenheit ihre Trauer die er noch nciht ganz verstand und ihre Entschlossenheit. Sie würde gehen und er würde es nicht verhindern können. Also lag er nur da spührte immer mehr wie das längst vergessengeglaubte Gefühl der absoluten Einsamkeit von ihm besitz ergriff.

Langsam und nur mit viel Selbstbeherrschung schaffte es der junge Gestaltwandler zu einer Antwort anzusetzen. Er musste sich konzentrieren da er fürchtete das seine Stimme ihm den Dienst versagen könnte. "Wo gehst du hin, wann werde ich dich wieder sehen, kann ich nicht mit dir kommen?" Das hätte Seymor am liebsten alles gleichzeitig gefragt, doch er wagte es nicht er wusste nicht ob er die antworten hören wollte. Darum fragte er nur das einfachste, wo er die Antwort nicht fürchten musste.


"Wo gehst du hin?"

Trotz seiner anstrengung war seine Stimme keineswegs so fest wie er gehofft hatte und doch hielt sie zumindest für diesen Satz ohne ihm den Dienst zu verwehren. Sein Körper war in absolutem stillstand gefangen nur seine Augen suchten nach den ihren nach antworten die er dort nicht finden konnte.


Zuletzt von Admin am 26.09.10 5:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   25.09.10 18:12

Seymor lag neben ihr, völlig entspannt, seine Atmung wurde wieder gleichmäßiger und auf seinen Zügen lag ein sanftes, wohliges Lächeln, das sie so gern auf seinen Lippen sah. Sie liebte noch mehr, dass sie es war, die ihm diese Reaktion abrang. Seine warmen, goldenen Augen betrachteten sie, sodass sie seinen Blick regelrecht auf ihrer Haut fühlen konnte, dann begegneten seine Augen den ihren. Nahezu erwartend und mit erstaunlicher Wachsamkeit lag der Blick auf ihr und Seymor sog jede ihrer noch so kleinen Regungen auf. Alyssa glaubte Besorgniss und soagr Angst darin zu erkennen und noch während er sie so betrachtete, wandelte sich sein Ausdruck; das sorglose Lächeln wich einer Vorahnung: er wusste um die Einsamkeit, die ihnen beiden bevor stehen würde, jenachdem, welche Richtungen sie einschlagen würden.
Alyssa hatte so sehr darauf gehofft, genau das nicht sehen zu müssen, doch Seymor ersparte es ihr nicht, er schaute sie mit genau dem Blick an, mit er sie auch ganz am Anfang betrachtet hatte. Angst und Trauer stand in seinen Seelenspiegeln. Die Angst hätte sie ertragen können, aber nicht diese Trauer. Auch fühlte sie deutlich wie sein Körper neben ihr gefrohr und der Gestalwandler ganz reglos wurde, obgleich sie in seinem ganzen Verhalten spürte, dass er etwas anderes wollte. Die Intuition verriet ihr die vielen unterdrückte Gesten, so viele ungesagte Worte blieben, die sie einander immer weiter entfremdeten. So wie am Anfang: nur zwei Fremde, die nicht wussten, wie sie beginnen sollten, wie sie zueinander finden sollten.

Es erschien ihr so, als würde Seymor auf den vernichtenden Schlag warten. Seine Augen fesselten sie an sich und sie konnte nicht mehr wegschauen. Trauer stand darin, nichts als Trauer, die an physischen Schmerz grenzte; ihr Magen zog sich krampfhaft zusammen, während sie mit gespielter Entschlossenheit seinen Augen begegnete. Die Frage war nur wie lange sie diese Charade noch spielen konnte, ohne sich selbst zu verraten. Einfacher wäre es aufzustehen und zu gehen, aber sie konnte es nicht, der Wunsch bei ihm zu bleiben und die Verzweiflung nicht ohne ihn sein zu können wären stärker als alles andere. Wenn sie jetzt nicht ging, dann würde sie es niemals können.
Aber Alyssa wartete voller Verzweiflung, dass er irgendetwas sagte, nur ein Wort, nur eine Reaktion. Irgendetwas. Ein Teil von ihr hoffte, dass er sie hassen würde, wenn sie jetzt ging, denn genau das hätte es erleichtert, jedoch war nichts in seinem Ausdruck, das annähernd daran heranreichte.
Es schein eine Ewigkeit zu dauern, bis sie seine verunsicherte Stimme hörte, die ein leichtes Zittern nicht verbergen konnte. Eine einfache Frage: wo sie hingehen würde. Nichts von dem, auf das sie gehofft hatte, kein ob er sie begleiten konnte. Nichts.
Wollte er nicht mit ihr kommen? Was hielt ihn von der Frage ab? Fragen über Fragen schwirrten in ihrem Kopf umher. Verzweiflung legte sich auch auf ihre Züge, als seine Augen sie noch eindringler, fast hoffend musterten, so als könne er etwas darin lesen. Vermutlich suchte er ebenso verzweifelt wie sie selbst nach irgendweiner einer Reaktion in dem anderen Gesicht.

Das Atmen fiel ihr schwer und ihre Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an. Die pure Verzweiflung legte sich in ihre Stimme und machte es nahe zu unmöglich zu sprechen. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen und atmete tief durch um die Fassung wieder zu gewinnen.
Etwas lief hier eindeutlich schief, so war das nicht geplant gewesen.
Alyssa fühlte sich auf einmal absolut hilflos. Mit einem verunsicherten Ausdruck öffnete sie die Augen erneut und schaute ihn an. Beinahe kraftlos und gleichgültig zuckte sie mit dem Schultern und murmelte ein:
" Ich weiß nicht wohin..."

Auf einmal war die Verzweiflung überwältigend.
Wie konnte sie gehen? Wie konnte sie ihn zurück lassen?
Überall, ganz gleich was sie tat, wie sie sich entschloss, die Zweifel waren einfach überall und begleiteten sie ständig. Aber wie konnte sie ohne ihn sein? Sie würde seine warmen Augen vermissen, seine Stimme, sein freches Grinsen, seinen verwirrenden, einzigartigen Geruch und das Gefühl seiner Hände auf ihrem Körper.
Sie würde Seymor vermissen!
Jetzt wo sie wusste, wie es sein konnte nicht mehr allein zu sein, jemanden an ihrer Seite zu haben, wie es sich anfühlte am Morgen nebem ihm aufzuwachen, wie es war jemanden zu lieben - auch wenn sie es sogar sich gegenüber niemals zugegeben hätte - wie konnte sie denn Seymor verlassen. In dieser Verzweiflung setzte sie sich auf, beugte sich über Seymor und legte ihre kühlen Finger an seine Wangen, so dass sie sein Gesicht vorsichtig umschlossen. Als sie den Gestaltwandler betrachtete, funkelten ihre Augen wieder golden mit Hoffnung und ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, bevor sie ihn vorsichtig zu sich zog, sich über ihn beugte und ihn küsste. Ihre Lippen waren zärtlich und dennoch legte sie all ihre Sehnsucht und Verzweiflung hinein, so dass er sie sicherlich spüren müsste. Während sie ihre Augen im Kuss schloss, kullerte ein Träne über ihre Wange um auf seinem Hals zu landen. Als sie sich von ihm löste und Seymor mit leicht glasigen Augen betrachtete, lächelte sie sanft, die Hoffnung stand nun deutlicher in ihren Augen, während sie eine Frage an seine Lippen hauchte.

" Komm mit mir. Ganz gleich wohin. "
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   28.09.10 11:11

Seine Augen waren während seiner Frage direkt auf sie gerichtet. Trotz der schäche und des Zitterns im Ton, oder vielleicht gerade deßhalb fühlte es sich für ihn so an als ob er in diesen einen Satz bereits auch die anderen Frage gelegt hatte. Auch wenn sie sich erst ein paar Monate kannten, hatte Seymor keinen Zweifel daran das Alyssa seine Gesten seine Reaktionen und seine Mimik genauso gut kannten und beobachtet hatte wie er die ihre. und auch wenn er versuchte sie nicht von ihrem wunsch abzuhalten so war ihm klar das er den Schmerz den er dabei empfand nicht vor ihr verbergen konnte. Doch seine Worten hatten noch viel mehr Wirkung als er befürchtet hatte. Er spührte nahezu die Verzweiflung die sie empfand und die in ihrem Blick stand. Es schmerzte ihn nahezu genauso sie in der Lage zu sehen wie der Gedanke daran das sie gehen wollte. Er verstand nicht weßhalb sie weg wollte, er wusste nicht was sie vorhatte was sie dazu trieb doch er wusste auch das selbst wenn er es schaffen sollte sie hier bei sich zu behalten sie mit jedem Tag unglücklicher werden würde bis sie es letztenendes nicht mehr aushalten würde und doch weggehen würde und dann hätte er vielleicht nicht einmal mehr die chance sie noch einmal zu sehen.

Es wäre für sie sicherlich einfacher gewesen einfach zu gehen, genauso schmerzhaft aber trotzdem einfacher dessen war er sich sicher und er spührte nur um so schmerzlicher die Nähe die sich zwischen ihnen aufgebaut hatte und die jetzt zu zerreißen drohte bei dem Vertrauen das sie in ihn legte und der Kraft die sie aufgebracht haben musste doch noch her zu kommen und ihm zumindest die Möglichkeit des Abschieds oder vielleicht sogar die Kenntnis ihrer Zukunftspläne zu geben. Als sie die Augen wieder öffnete war der Blick nicht mehr ganz so verzweifelt und doch war Seymor bewusst das sie es nur überspielte und die Verzweiflung die er in ihren Augen gesehen hatte ließ ihn nur ivel mehr den Drang verspühren den Arm um sie zu legen. Doch auch jetzt konnte er es nicht.

Ihre Antwort viel so aus wie sie Seymor fast schon erahnt hatte. Es war ihr gleich wo sie hinging sie wollte nur weg von hier und in ihm bestärkte sich nur der Wunsch sie zu begleiten. Dann fühlte er ihre kühlen Finger an seinem Gesicht, sah wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte ihre augen das warme gold annahmen und wie Balsam die Ängste und Schmerzen für einen Moment überdeckte. Ihren Kuss erwiederte er ebenso zärtlich und wie zuvor sie prägte nun er sich jedes Detail ein. Er verstand noch nicht weßhalb ihr Gefühlsumschwung war, es kehrte sogar die Angst zurück das sie jeden Moment aufstehen und verschwinden würde dann fühlte er etwas feuchtes das auf seinem Hals landete. Obwohl er die Augen geschlossen hatte wusste er das es eine Träne war. Dann endete der Kuss und die Angst kehrte zurück doch sie ging nicht sie blieb und ihre Lippen formten die Worte die er an sie richten wollte.

Es dauerte einen Moment bis er sie realisierte bis sie sich durch die angst kämpften die seinen Geist benebelte. Doch nach und nach kehrten auch auf seine Züge wieder das lächeln zurück und die Sorge verschwand darauß. Seine arme schlossen sich fest um sie und seine Lippen legten sich erneut an die ihren. Zu Worten war er nicht im Stande doch sein Kuss war ebenso zärtlich wie der vorherige und doch ein wenig leidenschaftlicher. Es war kein Abschiedskuss gewesen und dieser würde nur einer von kommenden sein. Als er seine Lippen wieder von den ihren löste öffnete er die augen und sah erneut in die ihren. "Wenn du mich lässt werde ich dir überallhin folgen."
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   28.09.10 17:37

Alyssa war sich sicher, dass ihre Reaktionen sowohl für Seymor ,als auch für sie selbst, keinen Sinn mehr ergaben - gut für ihn wahrscheinlich noch weniger als für sie selbst. Er war verwirrt, vemutete sie jedenfalls, als sie den Wechsel der Emotionen in seinem Gesicht sah. Ihren Kuss so sanft erwidernd konnte Alyssa in ihm kurz Hoffnung aufflackern fühlen. Für einen flüchtigen Augenblick war die Welt wieder heil, als wäre nichts gewesen. Aber ihre Welt war noch immer heil oder würde es zumindest sein - hoffentlich. Doch bereits als sie sich von ihm löste um ihre Frage zu stellen, war dieses sonderbare Gefühl wieder da, so als wäre es nie fort gewesen: die Angst war wieder da. Alyssa konnte die Spannung fühlen, die sich um sie beide aufstaute.

Selbst als sie ihre Frage gestellt hatte, die sie eigentlich nie hatte stellen wollen, blieb Seymor stumm. Die eigene goldene Hoffnung in ihren Augen begann zu verlöschen. Wahrscheinlich hätte sie dabei bleiben sollen; sie konnte ihn nicht an sich binden, ihn mit sich ziehen in eine ungewisse Zukunft, ohne ihm viel geben zu können, außer ihrer Näher und ihrer Zuneigung. Es würde nie Regeln geben, keine Gesetzmäßigkeiten. Ihr Leben wäre ziellos, sprunghaft, unbeständig. Es würde nie ein Zuhause geben. Und wenn sie dann irgendwann wieder die Zeit gekommen sah zu gehen, dann stünden sie wieder an genau dem selben Punkt. Er musste sich entscheiden zu bleiben oder zu gehen. Es war einfach egoistisch und unfair ihm gegenüber. Ihre Gefühle waren es, die es ihr so schwer machten.
Früher hätte sie noch nicht einmal daran gedacht, die wäre bereits gegangen nachdem sie das bekommen hatte, was sie gewolt hatte, ohne Reue. Und nun sorgte sie sich um ihn, um seine Zukunft, darum was das Beste für ihn war... Damals, als sie nichts gefühlt hatte, war alles so viel einfacher gewesen, keine Sorgen, keine Zweifel... und keine Wärme...
Sie hatte nicht fragen sollen.

Alyssa setzte gerade an; " Vergiss einfach, was ich...", doch da sah sie wie sich sein Gesicht erhellte, wie diese sonderbare Benommenheit und die apathische, lähmende Angst schwanden. Er lächelte.Ihre eigenen Sorge, ihre Zweifel wichen, so wie die Dunkelheit in einem Raum wich, wenn man Licht entzündete. Das krampfartige Gefühl erlöste ihren Magen endlich und sie konnte wieder Luft holen, auf einmal fühlte sie sich leicht...es war erstaunlich, was ein einziges Lächeln von ihm mit ihr tat. Seine Arme, die sie eng umschlossen und von seiner Wärme abgaben, bestätigten sie und sie erwiderte die Umarmung nur noch enger. Wieder überbrückte Seymor den Abstand zwischen ihnen und küsste sie, glücklich ließ sie es geschehen. Eine Hand glitt in seinen Nacken und zog ihn näher zu sich,die andere ließ von Seymor ab und griff nach der Decke, während sie sich neben ihm auf die Matratze sinken ließ. Sie legte sich auf die Seite, so dass sie ihm mit dem Gesicht zugewand war und schmiegte ihren Körper innig an seinen, ließ ihre Angst und Anspannugn von der Wärme seines Körper und der Geborgenheit, die seine Nähe in ihr auslöste, vertreiben, als sie die Decke weiter über sie beide zog. Sein Kuss war so süß, dass sie es kaum fassen konnte, dass sie das hatte aufgeben wollen. So süß, dass sie diesen Gedanken allein nicht hatte ertragen können, weil er die Verzweiflung wieder in Erinnerung rief. Sie küsste ihn ebenso innig zurück, als könne der Kuss sie alles vergessen lassen, jede Verzweiflung und sogar den kleinsten Schatten eines Zweifels, der sich über ihrem Verstand legen wollte. Allein der Kuss sagte mehr als jede Worte und sie konnte die Antwort bereits erfühlen, noch bevor sie sie hörte. Es war so, als wäre der Kuss ein Versprechen, nicht der Letzte, sondern der Erste.

Als Alyssa spürte, dass Seymor den Kuss löste, öffnete sie die Augen und blickte in die seinen, die sie bereits betrachteten. Es fühlte sich sonderbar an, so als sehe sie die Welt und ihn zu ersten Mal, ihr Körper schien schwerelos und die Nacht nicht mehr so dunkel, denn allein der Ausdruck seiner Augen schien sie zu erhellen. Seine Worte lösten ein seltsames Gefühl aus, in ihrem Magen begann alles zu kribbeln und eine Aufregung erfasste sie, wie sie sie noch nicht gekannt hatte. Er würde ihr überall hin folgen... die Vorstellung gefiel ihr sehr, doch auch wenn sie sich sicherlich noch nie so glücklich in ihrem Leben gefühlt hatte, verlagte eine Stimme in ihrem Kopf, dass sie ihm eine Erklärung geben sollte, zumindest das hatte er verdient. Mit einem glücklichen Lächeln betrachtete sie Seymor und genoss den Moment - einfach in dem Gold zu versinken. Die Decke über ihre Brüste ziehend, stützte sie sich auf die Ellenbogen in ihrem Rücken auf und betrachtete Seymor weiter, sie wusste nicht, wie sie beginnen sollte...

" Ich will dich um nichts bitten oder dich zu irgendetwas veranlassen. Wenn du mit mir gehen willst, dann will ich, dass du das aus freiem Willen machst. "
Das Lächeln schwand zwar von ihren Lippen, doch nicht aus ihrer Stimme und ihre goldenen Augen spiegelten die Wärme und die Aufregung, die er in ihr auslöste, obgleich Alyssa äußerlich reglos und still blieb.
" Ich kann dir kaum etwas geben, noch nicht einmal einen Ort oder einen Namen,wo ich hingehen werde, geschweige denn Sicherheit... Ich kann dir noch nicht einmal eine plausible Erklärung geben, wieso es so ist, aber ich kann hier nicht bleiben... hier hielt und hält mich nichts... außer dir... Beständigkeit ist nicht meine Stärke, weiß du, ich war nie jemand, der lange an einem Ort bleibt...fühlt sich an, wie in einem Käfig... "
Einfach alles, was sie versuchte zu sagen, hörte sich in ihren Ohren dumm an, aber sie wusste nicht, wie sie es ihm hätte erklären sollen und genau diese Unwissenheit stand in ihren Augen.
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   28.09.10 18:35

Er merkte wie sie begann ihr Gewicht zu verlagern und sich neben ihn zu legen. Offenbar hatte sie es jetzt doch nicht so eilig wegzukommen, jetzt wo feststand das er mitkommen würde- Seine Arme legten sich nur noch fester um ihren Körper der sich wie so oft eng an den seinen schmiegte und er genoß das warme vertraute Gefühl das all die Ängste wieder dahin zurückdrängte wo sie hergekommen waren. Seine Lippen waren nach wie vor mit den ihren verbunden bis er sich von ihr löste und auch in Worte fasste was schon sein Kuss vermutlich viel mehr auszudrücken vermochte. Nein sie würde nicht ohne ihn gehen und er würde sie begleiten wo auch imer ihr Weg hinführen mochte. Er wäre ja vermutlich ohnehin auch von hier fortgegangen zumindest hätte er Iskariot verlassen denn außer Alyssa hielt auch ihn hier nichts. Von Jordi vielleicht abgesehen den würde er vermutlich auch vermissen, aber spätestens wenn ihm wieder einmal dieser Flohfänger auf die Nerven gegangen wäre hätte er ohnehin das weite gesucht stellte er innerlich grinsend fest. Sie öffnete nur kurze Zeit nach ihm die Augen und er sah in dieses vertraute warme Gold ihrer Pupillen das ihn ebenso musterte wie er sie.

er fühlte ihre Aufgewühltheit und die Freude die seine Worte in ihr auszulösen schienen griffen auch auf ihn über. Es war nahezu spührbar wie sie Aufregung erfasste und ein Gefühl der Erleichterung ihren ganzen Körper erfasste und mit dem ihren auch den von Seymor. Doch dann verschwand das lächeln aus ihrem Gesicht wenn auch ihre Mimik kein bisschen von der Freude zu verlieren schien. Für einen kurzen Moment schien sie nicht recht zu wissen was sie sagen wollte, doch dann sah sie ihn wieder fest an und begann doch zu reden. Immer breiter grinsend ließ er sie einen Satz nach dem anderen herunterbeten. Als ob Seymor sie nicht gut genug kennen würde um das zu wissen was sie ihm jetzt sagte. Irgendwie waren sie beide seit beginn die vereinbarung eingegangen das niemand von ihnen beiden eine Verpflichtung dem anderen gegenüber hatte. Sie hätte ihn genauso wenig aufgehalten wie er es heute getan hätte wenn sie ohne ihn hätte gehen wollen und genauso wenig würde sie ihn bitten, geschweigeden zwingen oder anflehn mit ihr zu kommen. Das wusste er zu genau und doch war gerade diese Freiheit das keiner von ihnen den anderen je zu soetwas zwingen würde vielleicht der Grund für ihre Verbundenheit. Er fühlte sich Alyssa nicht verpflichtet und umgekehrt war es wohl genauso wenig der Fall, aber er wollte bei ihr sein und sie wollte ihn bei sich haben das war der Grund warum sie beisammen waren und nicht wegen irgendwelchen Regeln oder Verpflichtungen dem anderen Gegenüber. Bei ihren anderen Worten musste er nur noch mehr grinsen als er an seine alte Wohnung zurückdachte. Wohnung war vermutlich das falsche Wort wenn man er das Bild der Bruchbude zurück in seine Erinnerungen bachte und dort hatte er alleine gewohnt, mal abgesehen davon das er es Alyssa nicht zumuten wollen würde hätte er keinerlei Probleme wieder für einige Tage Wochen oder Monate an so einem Ort zu verbringen schon gar nicht wenn dafür Alyssa an seiner Seite war. Als er meinte sein grisnen könne ohnehin nicht mehr breiter werden kam ein leichtes Seufzen über seine Lippen und mit einem schnellen aber sanften Griff in ihren Nacken zog er sie einfach zu sich herab und Unterbrach ihre Rede mit einem leichten Kuss den er jedoch ähnlich schnell wieder löste. "Ich habe doch schon gesagt das ich mit dir komme, egal wo hin und egal was auf uns zukommt. Ich komme weder mit weil ich so scharf auf Geld wäre oder weil ich ne Villa haben möchte, du weißt wo ich gewohnt habe bevor ich dich getroffen hab... Ich möchte einfach bei dir sein und solange sich das nicht ändert wird mich so etwas läppisches wie Nächte im freien sicher nicht davon abhalten." Sein grisnen war noch genauso breit wie zuvor und ein leicht schelmischer Ausdruck umspielte sein Gesicht.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   29.09.10 23:57

Kaum dass sie sich neben ihn gelegt hatte, schlossen sich Seymors Arme um sie und drängten sie noch dichter an seinen Körpe r- seine Muskeln wurden weicher,entspannten sich etwas, denn für den Moment gab er sich einfach damit zufrieden sie festzuhalten und ihr zu zuhören, wie es schien. Doch während sie so sprach breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus und je verwirrter sie wurde, desto breiter wurde es. Oder vielleicht wurde sie gerade verwirrter, weil es breiter wurde. Wieso zur Hölle grinste er denn so? Auf einmal fühlte sie sich wie ein kleines, törrichtes Mädchen, was das wohl sollte? Ihre Stimme geriet immer mehr ins Schwanken und in ihre Augen trat ein vollkommen irrtierter Ausdruck.Noch in ihrem stockenden Geschwafel, bevor sie überhaupt die Frage, warum er denn bitte so grinste, stellen konnte, hörte Alyssa ihn nur seufzen. Es klang nicht wiklich genervt, sondern gerade so wie man über ein störrisches, unwissendes Kind seinen Unmut ausdrücken würde - jedenfalls stellte Alyssa sich vor, dass es so klingen musste. Unerwartet war seine Hand in ihrem Nacken, umfasste ihn ganz leicht, doch mit genügend Schnelligkeit, so dass Seymor den Überraschungsmoment auf seiner Seite hatte. Seine Lippen drückten sich auf ihre, fest genug um ihre Worte zu ersticken und dennoch sanft. Sie wollte protestieren, wie er es denn wagen konnte... aber dann war er bereits fort und die Worte blieben ihr im Hals stecken, stattdessen wollte sie noch einmal so geküsst werden.

"Wie frech!", quittierte sie nur mit einem schurkischen Lächeln, das war das Letzte, was sie erwartet hatte. Erneut war er ihr zuvor gekommen und sprach Dinge aus, die sie nicht verstand. Wie konnte jemand, der noch klar bei Verstand war, sich denn wer weiß wohin, in wer weiß welch eine Zukunft auch immer stürzen, nur um bei jemandem zu sein, von dem er noch nicht einmal sicher sein konnte, dass diese Person auch wirklich blieb. Erstaunt und missbilligend zu gleich über seine leichtsinnige, , emotionale Entscheidung schüttelte Alyssa den Kopf, eher sie sich zurück legte, so dass sie nun auf dem Rücken lag und zu seinem Gesicht hinauf blickte. Für sie war so eine impulsive, affektive Handlung nur natürlich und bisher kaum falsch, sie war es schließlich gewohnt so zu leben, überlegte die Dämonin. Ihr war klar, dass Seymor keine Villa und kein Geld brauchte, keinen Luxus, denn Seymor war schließlich auf der Straße aufgewachsen, hatte schlimmere Zustände ertragen, als sie sich jemas zugemutet hätte, und hatte in einer - im wahresten Sinne des Wortes - Bruchbude gehaust. Allein das Bild an seine ehemalige noch nicht einmal Wohnung auf dem Dachboden eines langsam verfallenden Hauses brachte ihr Unbehagen, das sich zu deutlich auf ihrem Gesicht spiegelte. Nie wieder würde sie zu lassen, dass er so etwas bewohnte. Doch auch sein schelmisches Grinsen, das sein gesamtes Gesicht erhellte, vermocht nicht ihre Zweifel zu vertreiben, als sie hineinschaute. Ihr eigenes Gesicht war ernst wie zuvor, die Lippen zu einem Schmollen verzogen. Wie konnte man denn so stur und frech zugleich sein! Unnachgiebig schauten ihre grauen Augen in seine, suchten nach irgendeinem Argument darin, das sie gegen ihn verweden konnte, nach Zweifeln oder Unsicherheit seinerseits, ihr Röntgenblick fand jedoch nichts.

"Ich will nur nicht, das du etwas tust, das du später bereust! Bist du dir sicher, dass du das wirklich willst, du weißt doch, bei mir hat nichts Beständigkeit...", es war eine Feststellung und eine Warnung zugleich, dass nichts sicher war mit ihr. Denn obwohl sie nichts lieber wollte, als dass Seymor sie begleitete, wog seine Zukunft für sie schwerer. Skepsis und Bitterkeit zeichneten sich auf ihren sonst so hübschen Zügen ab, nichts hatte Bestand, nichts Zukunft. Und dennoch wusste sie, wie es war zurück gewiesen zu werden von einer Person, die einem alles bedeutete, das wollte sie auch nicht, doch wenn es das Beste für ihn war, quengelte wieder diese nervige Stimme.
Nur weil er von der Straße kam, hieß das noch lange nicht, dass er auch wieder dahin zurück musste.
"Das mit dem Geld ist wohl das gerringste Problem.", mit nun einem wissenden Lächeln stütze sie sich auf einen Ellebogen auf, beugte sich über die Bettkannte und griff nach ihrer Jacke, die auf dem Boden gelandet war. Geschickt beförderte sie eine Geldbörse und seine Straßenfaltplan aus der Tasche. Der Plan, der beriets eine Reise hinter sich hatte und etwas lädiert aber gut lesbar aussah, landete zwischen ihr und Seymor auf der Decke, als sie sich zurück legte. Die Börse wurde aufgeklappt und 3 Kreditkarten kamen zum Vorschein. Sie grinste breiter und ihr Gesicht wurde heiterer.
" Keine Sorge, wir müssen nicht auf die Straße, ich habe vorgesorgt! Bleibt nur das wohin..."
Ihre Ersparnisse liefen über 3 verschiede Konten in den ganzen USA verteilt, ein Teil stammte aus langer Zeit vorher, als sie gerade aus Europa gekommen war und es in Wertpapiere investiert hatte, einanderer aus den Jobs, die sie alle übernommen hatte und der letzte... nun ja, dem Teufel konnte man nicht vorwerfen, dass er kleinlich war. Erwartend schaute sie Seymor an...nun endültig ja?
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   02.10.10 13:26

Er mochte ihr lächeln das auf seine gekonnte unterbrechung ihres Wortschwalls folgte. Sie konnte noch so viel erklären Er würde seine Meinung ohnehin nicht ändern jetzt wo sie gefasst war. Sie schien einige Zeit zu überlegen und dreht sich dann auf den Rücken so das er jetzt von oben auf sie herunter blickte und als ihr Blick wieder ernster wurde wusste er schon was folgen würde und ein unwillkürliches Augen verdrehen kündigte sein Missfallen am weiterführen dieser Unterhaltung an. Es hatte doch ohnehin keinen Zweck er war sich absolut sicher und vermutlich wäre er ihr auch gefolgt wenn sie es nicht gewollt hätte. Unauffälliger ohne sich zu zeigen aber dennoch wäre er ihr hinterhergejagt von einem Ort zum nächsten bis sich ihm eine Möglichkeit geboten hätte erneut ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Eine Art leises schnurren folgte bei dem Gedanken daran wie er sich heimlich in ein Hotelappartment geschlichen hätte als Kater während sie schlief und am nächsten Tag dann von ihr gestreichelt erwacht wäre.

Er erwiederte schließlich ihren ernsten Blick ohne jedoch auf ihre Frage oder Feststellung zu antworten. Jetzt war sie ja sicher gegangen und er hatte nicht die geringsten Bedenken dabei ihr zu folgen. Als er gerade nochmal erwiedern wollte das er seine Meinung icht ändern würde veränderte sich ihr Blick und ihre Mimik wieder und Seymor stellte zu seiner Zufriedenheit fest das sie sich damti zufrieden zu geben schien. Hmm das Alyssa nicht gerade arm war hatte er ohnehin gewusst und mittlerweile hatte er sie auchs chon ein paar mal mit den Kreditkarten bezahlen sehen auch wenn ihm immer noch schleierhaft war warum die Leute eine Plastikkarte die sie wieder zurückgeben mussten als Bezahlung ansahen. Vielleicht würde er das ja irgendwann noch selbst herausfinden.

"Hmm ich hätte uns aber auch etwas jagen können." sagte er mit nem nur noch frecheren grinsen. Er fand es fast schon schade das er bisher kaum gelegenheit gehabt hatte seine Pumagestalt auszuprobieren geschweigedenn wirklich seine Grenzen auszuloten, aber in New York kam ein freilaufender Puma einfach nicht so gut an. Vielleicht würde er ja wenn sie New York verließen Möglichkeit haben mal seine Schnelligkeit zu erproben. Dann folgte sein Blick auf den Plan den sie ebenfalls aufs Bett geworfen hatte. "Hast du schon eine Idee in welche Richtung es gehen soll?" Er klang fast aufgeregt, jetzt wo er darüber nachdachte war es ihm in letzter Zeit hier eigentlich auch Langweilig geworden. Auf Alyssas bemühen hin hatte Seymor sich aus allem gefährlichen raus gehalten, sie hatte es sogar geschafft Azrael dazu zu bringen ihn nicht weiter mit irgendetwas zu betrauen und somit hatte er die Tage großteils wieder mit seinen Streifzügen durch die Stadt verbracht oder war Alyssa unauffällig gefolgt bis sie wieder Zeit für ihn hatte. Er setzte sich jetzt ebenfalls auf und griff nach dem Plan. Er konnte zwar nicht sonderlich gut Karten lesen aber zumindest fand er sich langsam mit den Namen der näheren Umgebung zurecht und dank Alyssa hatte er auch seine Lesefertigkeiten wieder ein wenig aufgebessert. Er sah zu dem Nachttisch wo noch immer eines der Bücher lag das sie ihm eigentlich Aufgetragen hatte zu lesen.

Eigentlich hatte er heute damit beginnen wollen, aber darauß war nichts geworden als er in der Stadt sich mit ein paar Straßenkatern angelegt hatte wovon er jetzt auch in Menschengestalt immer noch ein paar Kratzer zurückbehalten hatte nahe über dem Ohr gut versteckt unter den Haaren. Aber immerhin er hatte zwei von ihnen nacheinander dazu gebracht sich ihm zu Unterwerfen und damit hatte er seine Stellung wieder Verteidigt die er in diesem Teil der Stadt mittlerweile auch unter den Kat´zen und Katern inne hatte. Danach war er auf der Suche nach Alyssa weiter durch die Stadt gestreunt und ehe er es sich versehen hatte war die Zeit auch schon um gewesen und er war nach Hause geflogen um dort auf sie zu warten, das Buch hatte er auch dann Erfolgreich ignoriert. Er hoffte nur sie würde ihn nicht darauf anreden also ging sein Blick eilig zurück zum Straßenplan.
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Alyssa Raven
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BeitragThema: Re: Aufbruch in ein neues Leben - NY   05.10.10 9:00

Sie wusste nicht wirklich was sie erwartete, ob Widerworte kommen würden. Im Grunde hatte sie eine Zustimmung erwartet gefolgt von Widerworten, denn in der Zeit, die sie mit Seymor hatte verbringen dürfen, hatte sie lernen müssen, dass der Gestaltwandler doch durchaus beharrlich und stur sein konnte. Vermutlich hätte sie ihm nicht wirklich vermocht seine Entscheidung auszureden, sondern sie nur durch ein Verbot zu nichte machen können - aber das war das Letzte, was sie wollte. Sie wollte nicht mit solchen Worten gehen, ihn nicht im Streit verlassen. Sie wollte ihn gar nicht verlassen. Für den Bruchteil einer Sekunde schien es ihr, als wolle der Gestaltwandler etwas erwidern, was er schließlich jedoch nicht tat, sie sah es in seinen Augen. Doch dieser Ausdruck wich einer Zufriedenheit, die sie irgendwie beruhigte.

Ohne dass es wirklich ausgesprochen worden war, wusste sie bereits, dass die Entscheidungen getroffen waren und unumstößlich feststanden. Sogleich entspannte sich ihr Körper und jegliche Reste einer Sorge oder Unzufriedenheit wichen. Im Grunde hatte jeder so das bekommen, was er gewollt hatte. Sie konnte gehen ohne gebunden zu sein und würde dennoch nicht alleine sein. Sie musste ihn nicht sich selbst in dieser chaotischen Stadt lassen und er konnte dem Wusch in ihrer Nähe zu sein verwirklichen. In ihrem Inneren war sie mehr als dankbar, dass es so gekommen war, dass sich Seymor dazu entschieden hatte mit ihr zu kommen. Auch wenn die Stimmen im Augenblick schwiegen, so wusste sie mit Gewissheit, dass sie sich bald wieder melden würden um ihr vorzuhalten, dass er alles für sie aufgabe, auch wenn es noch nicht viel zum Aufgeben gab. Und dennoch war es wieder er, der sich ihrem Wunsch zu gehen fügte.
Im Augenblick jedoch war sie viel zu glücklich, was auch deutlich in ihrem Gesich zu sehen war, das von innen heraus zu strahlen schien, obgleich auf ihren Lippen nur die Andeutung eines Lächelns zu sehen war.
Als Alyssa jedoch das Grinsen in Seymors Gesicht sah, konnte sie nicht anders als einzustimmen, er konnte ihnen auch was jagen. Sie schmunzelte, menschliche Nahrung brauchte sie nicht wirklich, obwohl es half den Drang nach Blut zu unterdrücken und ab und an eine geschmackliche Abwechslung war.
Sie hatte versucht ihn aus allen Angelegenheiten der Iscariot heraus zu halten, was nicht wirklich immer gelangt, aber jetzt, wo es wieder ruhiger geworden war in der Stadt, hatte sie zumindest mehr Erfolg gehabt als zu Beginn, gleich nach ihrer Begegnung. Und dennoch musste es für den Gestaltwandler ziemlich langweilig gewesen sein in der Großstadt. Ihre Hand streckte sich nach seinem Gesicht aus und berührte seine Wange, stich zärtlich darüber, während sie nun sanft lächelte.
" Du wirst sicherlich Gelegenheit bekommen dich auszutoben !", sprach sie indirekt und küsste ihn ganz flüchtig auf die Lippen, dann löste sie sich wieder von ihm. Bald darauf folgte bereits seine Gegenfrage nach der Richtung. Alyssa schüttelte den Kopf, sie hatte keine wirklichen Plan wo sie bleiben sollte nur eine annähernde Vermutung. Sie ergriff die Straßenkarte, setzte sich auf, und faltete sie auseinander, darauf waren einige Städte rot umrandet. Sie fuhr mit ihrem Finger bei New York beginnend eine Strecke nach, die um den Lake District herumführte, hinauf in den Norden zur Grenze Kanadas.

" Weißt du, ich wollte schon immer mal Chicago sehen und dann rauf in den Norden, nach Kanada. Hier...", sie deutete auch ein großes Stück Grün auf der Karte, "... der Superior National Forest schließt sich direkt an den Quentico Provincial Park an in Kanada. Das Gebiet ist kaum bewohnt und die Grenzen kaum bewacht, so dass man unbermerkt rüber kommt. Außerdem kann man dort sicher gut jagen!" Alyssa wusste, dass Seymor nicht hatte gut lesen können, aber sie war sich sicher, dass er ihr folgen konnte, auch wenn der Gestaltwandler sicherlich noch nicht viel von der Welt gesehen hatte - jedenfalls nicht bewusst. Sie war bereits gespannt wie gut seine Falkenorientierung sein würde.
Abwartend blickte sie ihn an, irgendwelche Widerworte, Vorschläge? Die Frage stand in ihren Augen, während sie ihn betrachtete, doch dann verfinsterte sich ihr Blick wieder. Ihre schlanken Finger streckten sich nach seinem Hals aus und stricken sein zerzaustes Haar zurück, darunter kamen drei rote Kratzer zum Vorschein. Ihre kühlen Finger strichen ganz leicht über die roten Kratzer.
" Wann ist denn das wieder passiert, wo treibst du dich bloß herum? Ich glaube, ich sollte dich nicht wieder aus den Augen lassen, was?! ", scherzte Alyssa mit einem schiefen Grinsen, als Bestätigung, dass sie bei ihm bleiben würde und er bei ihr. Im Grunde konnte sie sich denken, wie das passiert war. Sie schüttelte nur leicht den Kopf, ehe sie sich ganz langsam zu ihm herüber beugte und die verletzte Stelle küsste. Zur Ausnahme waren ihre Vampirsinne wie beteubt von der Zufriedenheit, die Seymor in ihr ausgelöst hatte.
Vermutlich sollten sie sich bald auf den Weg machen, wenn sie bei Tagesanbruch los wollte...
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